AT103236B - Verfahren zur Herstellung koffeinfreier Kaffeebohnen. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung koffeinfreier Kaffeebohnen.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Herstellung koffeinfreier Kaffeebohnen. Die bisher bekannten Verfahren zur Entziehung des Koffeins aus Kaffee u. dgl. leiden an gewissen Unvollkommenheiten, deren wichtigste ist, dass die Entziehung häufig auf Kosten der Güte des Kaffees geschieht. Es hat sich nun ergeben, dass bei der Koffeinextraktion in bezug auf die Güte des koffeinfreien Kaffees und insbesondere auch in bezug auf die Beschaffenheit des durch das Extraktionsmittel gelösten Koffeins, zwei Momente von ausschlaggebender Bedeutung sind, nämlich einerseits eine in verhältnismässig engen Grenzen schwankende Feuchtigkeitsmenge beim sogenannten Aufschliessen des Kaffees und anderseits die Art des verwendeten Extraktionsmittels. Bei letzterem spielt insbesondere der Siedepunkt und sein Lösungsvermögen eine ganz bedeutende Rolle. Das Verfahren gemäss der Erfindung besteht darin, dass man zunächst Kaffeebohnen mit Dampf oder Wasser so lange behandelt, bis sie einen Feuchtigkeitsgehalt von 18-30% haben und sie hierauf mit einem Extraktionsmittel extrahiert. Zweckmässigerweise erfolgt diese Extraktion bei niederer Temperatur mit einem Extraktionsmittel, welches einen Siedepunkt zwischen 360 und 450 C besitzt, z. B. mit Methylenchlorid. Dieses CH. C ist eine gut definierte Verbindung mit einem Siedepunkt von zirka 40 C und einem spezifischen Gewicht von zirka 1-31 und ist unentzündlich. Es ist bereits aus der Fachliteratur bekannt, die Bohnen einem Aufschliessungsprozess zu unterwerfen, welcher bekannte Aufschliessungsprozess jedoch mit dem Verfahren gemäss der Erfindung nichts zu tun hat. Die bekannte aufschliessende Behandlang besteht darin, dass man die Bohnen entweder erstens genügend lang mit sehr feuchter Luft oder zweitens mit Dampf behandelt, oder drittens dem EMI1.1 wird kein Schutz beansprucht, wohl aber für die Einhaltung eines bestimmten Wassergehaltes, u. zw. von nicht weniger als 18 und nicht mehr als 30%, welche als wesentliche Voraussetzung für die Erzielung des gewünschten Effektes erkannt wurde. Bei einem in den angegebenen Grenzen gehaltenen Wasser- EMI1.2 Als niedrig siedendes Extraktionsmittel, sowohl von rohem gemahlenem Kaffee (nach Sprengung des Zellgewebes), als von Kaffeebohnen, ist schon Äther vorgeschlagen worden. Da Koffein in Äther fast unlöslich ist, wird von der Verwendung dieses Extraktionsmittels vollkommen abgesehen. Bei dem Verfahren gemäss der vorliegenden Erfindung werden nur Extraktionsmittel verwendet, deren Siedepunkte zwischen 360 und 450 C liegen. Als solche kommen in Betracht : EMI1.3 <Desc/Clms Page number 2> Als besonders geeignet erwies sich aber Methylenehlorid (Siedepunkt zirka 40 C). Bisher war man allgemein der Meinung, dass mit höher siedenden Extraktionsmitteln bessere EMI2.1 bekannten Extraktionsmittel (Chloroform,'Benzol,-. Tetrachlorkohlenstoff usw. ) zweierlei Nachteile besitzen, u. zw. ist es in erster Linie sehr'schwierig,'die letzten Spuren dieser Lösungsmittel aus den behandelten Bohnen zu entfernen. Ferner lösen sich zufolge des hohen Siedepunktes beträchtliche Mengen . der im Kaffee vorhandenen ätherischen Öle und wohlriechenden Harze. Durch die Benutzung niedrig siedender Extraktionsmittel gemäss der Erfindung werden die Nachteile behoben, so dass durch die Erfindung'ein überraschender Erfolg und somit ein besonderer technischer Effekt erzielt wird.' Die Vorteile, welche durch die Anwendung des Verfahrens gemäss der Erfindung erzielt werden, bestehen : a) in der Vermeidung hoher Temperatur bei der Extraktion, wodurch die Entfernung wertvoller Bestandteile vermieden wird ; b) in dem geringeren Wärmeverbrauch bei der Extraktion ; c) in der besonderen Reinheit des extrahierten Koffeins ; d) in der leichten Entfernbarkeit des niedrig siedenden Extraktionsmittels aus den Kaffeebohnen, EMI2.2 (Benzol, Benzin, chlorierte Azetylenverbindungen u. dgl. ) war eine überaus lange Zeit und hoch- temperierter Dampf nötig, um die Extraktionsmittel restlos zu entfernen, wodurch eine starke Durch- feuchtung und Verluste an aromatischen Kaffeeölen nicht zu vermeiden waren ; . e) in der besonderen Güte des Produktes. Das neue Verfähren spielt sich z. B. folgendermassen ab : Kaffeebohnen werden in einem Extraktionsapparat mit Dampf so weit gleichmässig durchfeuchtet, dass der Wassergehalt zirka 18-30% beträgt. Hierauf wird bei niederer Temperatur mit Methylenchlorid so lange extrahiert, bis eine Probe des letzteren Koffein nicht mehr anzeigt. Das Extraktionmittel wird abgelassen und der Kaffee unter Erwärmen durch Dampfbehandlung von dem Extraktionsmittel befreit. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren um Kaffeebohnen das Koffein zu entziehen, dadurch gekennzeichnet, dass die Kaffeebohnen mit Dampf oder Wasser so lange behandelt werden, bis sie einen Wassergehalt von 18-30% besitzen, worauf sie mit einem Extraktionsmittel in bekannter Weise extrahiert werden.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kaffeebohnen bei niedriger Temperatur mit Extraktionsmitteln, die einen Siedepunkt von 36-450 C besitzen, extrahiert werden.3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Extraktionsmittel Methylen- ehlorid verwendet wird.
Applications Claiming Priority (1)
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| AT103236D AT103236B (de) | 1922-10-24 | 1923-10-19 | Verfahren zur Herstellung koffeinfreier Kaffeebohnen. |
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1923
- 1923-10-19 AT AT103236D patent/AT103236B/de active
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