AT103938B - Feuerraumwand für Kohlenstaub-, Ölfeuerungen u. dgl. - Google Patents
Feuerraumwand für Kohlenstaub-, Ölfeuerungen u. dgl.Info
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Description
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Bei Feuerungen, die mit hohen Verbrennungstemperaturen arbeiten, wie z. B. Kohlenstaub-und Ölfeuerungen, bereitet die Ausführung der Feuerräume stets beträchtliche Schwierigkeiten. Die hohe Temperatur der Feuerrauminnenwände macht, da die Temperatur der Aussenwand zugleich möglichst gering sein soll, gewöhnlich eine grosse Wandstärke erforderlich. Infolge des grossen Material-sowie Arbeitsaufwandes sind daher die Anlagekosten ziemlich beträchtlich. Werden die Wände zwecks Ersparnis dünn ausgebildet, so ergibt sich wieder ein sehr hoher Wärmeverlust und vor allen Dingen eine sehr störend wirkende hohe Temperatur der Aussenwand. Zur Vermeidung dieses Übels hat man bereits Mauerwerke mit Isolierwände versehen, die aus Kieselgur oder Asche oder Glasgespinst hergestellt wurden.
Aber auch diese Ausführungen haben nicht zu dem gewünschten Erfolg geführt, besonders bei Dauerbetrieb solcher Anlagen.
Man hat auch schon die Feuerraumwände mit Luftkanälen versehen, durch welche die Verbrennungsluft hindurchstreicht, um so eine Kühlung des Schamottefutters zu erzielen und die hiebei aufgenommene Wärme wieder durch Öffnungen den Verbrennungsgasen zuzuführen. Bei Platzmangel muss man sich oft mit geringen Wandstärken begnügen, und es treten dann noch Temperaturen hinter dem Schamottefutter von zirl-a 500 und darüber auf. Ist nun die äussere Schutzwand auch entsprechend dünn, so wird stets ein grosser Wärmeverlust entstehen.
Die den Gegenstand der Erfindung bildende. beuerraumwand hat den Vorzug, dass trotz geringer
Wandstärken nur ein geringer Wärmeverlust entsteht. Erreicht wird dies dadurch, dass der Luftspalt durch Anordnung von dünnen Isolierzwischenwänden in zwei oder mehrere Teile geteilt wird.
Der Erfindungsgegenstand sei an Hand einiger in der Zeichnung dargestellter Ausführungsbeispiele näher erläutert. Fig. 1 stellt einen horizontalen Schnitt durch eine Feuerraumwand dar ; die Fig. 2,3 und 4 zeigen gleichfalls Schnitte der Wandungen mit verschiedenen Anordnungen der Isolierwand.
Die Schamottewand a ist stärker gehalten und liegt dem Feuerraum b am nächsten, während die Aussenwand c schwächer ist. In dem Luftspalt d zwischen den Wänden a und c ist eine Isolierwand e so angeordnet, dass der Luftspalt d in zwei Teile unterteilt ist. Die in bekannter Weise bei f und g eintretende Luft nimmt von den Wänden a oder c die Wärme auf und tritt bei h oder i in den Feuerraum b ein. Die Lufteinlässe fund g können in an sich bekannter Weise durch Schieber od. dgl. geregelt werden, wodurch eine Regelung der Wärmeentziehung aus den Wänden a und c erfolgt.
Besonders bemerkenswert ist die Anordnung von Wellblechen k, welche die Aufgabe haben, die abgestrahlte Wärme aufzufangen und an die an der Aussen-und Innenseite des Bleches vorbeistreichende Luft abzugeben. Es kommt also darauf an, dass die Wellen des Bleches k in Richtung der strömenden Luft liegen, um hiedurch eine gute Abkühlung zu erreichen.
Würde z. B. in dem Feuerraum b eine Temperatur von 1600 und in einer Wand von etwa 20 cm Stärke ein Temperaturabfall auf etwa 6000 vorhanden sein, so würde sich für die zwischen der Trennwand und dem Schamottefutter befindliche Luft je nach der hindurchtretenden Luftmenge eine Erwärmung auf beispielsweise 500 ergeben. Die Temperatur von 5000 wÜrde sich, wenn keine Isolierwand angeordnet wäre, auf die Innenseite des Aussenmauerwerkes c übertragen, und hier würde bei einer Wandstärke von etwa 12'5 cm aussen eine Temperatur von etwa 100 und darüber festzustellen sein.
Zufolge der Unterteilung des Luftspaltes tritt ein weiteres Temperaturgefälle von 500 auf etwa 300 ein, und diese Temperatur
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würde durch einen Luftstrom auf beispielsweise 2000 heraògemindert werden, so dass a-. f der Ma-ierwerks- aussenseite eine Temperatur von 30 C und darunter erreichbar wäre.
- Die Abmessung der Wände, der Luftzwischenräume sowie die Lage und Anordnung des Wellbleches und der Asbestwand hängt von den jeweiligen Bau- und Temperaturverhältnissen ab. Es kann einmal das Wellblech k dem Hauptschamottefutte a zugewendet sein (Fig. 3 und 4) und die Asbestwand e unmittelbar dahinter liegen, oder umgekehrt die Asbestwand e dem Schamottefutter a zugekehrt sein und vor dem Wellblech k liegen (Fig. 2). Im ersteren Fall kann ferner die Trennwand so angeordnet sein, dass die Kühlluft von beiden Seiten zu-und abgeführt wird, oder es kann auch die Asbestwand e unmittelbar an der Aussenmauer anliegen. Besonders vorteilhaft ist es jedoch stets, die Kühlluft auf beiden Seiten des Bleches k oder der Isolierwand e getrennt zu-und abzuführen, wie es aus Fig. 1 ersichtlich ist.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Feuerraumwand für Kohlenstaub-, Ölfeuerungen u. dgl. mit einem mit der Aussenluft und dem Verbrennungsraum in Verbindung stehenden Luftspalt zwischen dem Schamottefutter und der Aussenwand, dadurch gekennzeichnet, dass der Luftspalt durch Anordnung von dünnen Isolierzwisehenwänden in zwei oder mehrere Teile unterteilt ist.
Claims (1)
- 2. Feuerraumwand nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass die dünne Isolierzwisehenwand (e) aus Asbest besteht, 3. Feuerraumwand nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Isolierzwischenwand (e) mit Wellblechen (k) verbunden ist, durch welche die Wärmeabgabe an die vorbeistreichende Luft begünstigt wird.4. Feuerraumwand nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Wellen des Bleches (k) in Richtung der strömenden Luft liegen.5. Feuerraumwand nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die isolierende Asbestwand (e) dem Schamottefutter (a) zugewendet und das Wellblech dahinter angeordnet ist (Fig. 2).6. Feuerraumwand nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das-Wellblech (k) dem Sehamottefutter (a) zugewendet und die isolierende Asbestwand (e) unmittelbar dahinter angeordnet ist (Fig. 4).7. Feuerraumwand nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die isolierende Asbest- wand (e) an der Aussenwand (c) anliegt und die unterteilten Luftkanäle durch das Wellblech gebildet werden (Fig. 3). EMI2.1
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE103938X | 1924-01-31 |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT103938B true AT103938B (de) | 1926-08-10 |
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ID=5649848
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT103938D AT103938B (de) | 1924-01-31 | 1925-01-24 | Feuerraumwand für Kohlenstaub-, Ölfeuerungen u. dgl. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT103938B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE898295C (de) * | 1939-07-20 | 1953-11-30 | Cie Generale D Electro Ceramiq | Gegen grosse und ploetzliche Temperaturaenderungen widerstandsfaehiger keramischer Behaelter, insbesondere zum Herstellen kuenstlicher Edelsteine |
| DE1042820B (de) * | 1957-12-03 | 1958-11-06 | Hoechst Ag | Auskleidung fuer Feuerungsanlagen |
-
1925
- 1925-01-24 AT AT103938D patent/AT103938B/de active
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE898295C (de) * | 1939-07-20 | 1953-11-30 | Cie Generale D Electro Ceramiq | Gegen grosse und ploetzliche Temperaturaenderungen widerstandsfaehiger keramischer Behaelter, insbesondere zum Herstellen kuenstlicher Edelsteine |
| DE1042820B (de) * | 1957-12-03 | 1958-11-06 | Hoechst Ag | Auskleidung fuer Feuerungsanlagen |
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