AT104119B - Verfahren zum möglichst vollkommenen und raschen Entgasen von Sulfitzellstoffkochern zwecks Wiedergewinnung von SO2 und Abwärme. - Google Patents
Verfahren zum möglichst vollkommenen und raschen Entgasen von Sulfitzellstoffkochern zwecks Wiedergewinnung von SO2 und Abwärme.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> EMI1.1 In kleineren Sulfitzellstoffwerlen mit einer nur geringen Anzahl Kochern wird es sich im allgemeinen ohne besondere Schwierigkeiten ermöglichen lassen, jedem einzelnen Kocher seine eigene Abgasleitung nebst Kühlung zu geben, um die Kocher in bezug auf das Abstossen der Übertreibgase voneinander unabhängig zu machen. Der Mindestdruck aber, bis zu welchem abgegast werden kann, wird immer EMI1.2 In grösseren Betrieben mit einem Dutzend und mehr Kochern ist man nun von diesem Wege abgewichen, u. zw. in erster Linie mit Rücksicht auf die erheblichen Anlage-und Unterhaltungskosten, EMI1.3 die gesamten Kochergase in einer bzw. zwei Sammelleitungen abzuführen. Eine solche Anlage gestaltet sich wesentlich einfacher und übersichtlicher im Betrieb, hat aber den nicht unbedeutenden Nachteil, dass infolge des Zusammentreffens von Gasen und Dämpfen aus höher und niedriger gespannten Kochein EMI1.4 erreicht. Dieses unvollkommene Abblasen der Kocher bringt nicht unerhebliche Verluste an S02 und Wärme mit sieh, und es muss deshalb angestrebt werden, den Druck in der Abgasleitung so weit wie möglich herabzusetzen oder ganz zu beseitigen, um die noch im Kocher verbleibende, ÜberschÜssige SO 2 und Wärme weiter nutzbringend zu verwenden. EMI1.5 von "Unterdruck, wie z. B. Wasserstrahlgebläse, Gasexhaustoren, Kompressoren od. dgl. Diese Einrichtungen sind aber alle mehr oder weniger umständlich und verursachen im Betriebe erfahrungsgemäss Schwierigkeiten, was ohne weiteres verständlich ist, wenn man bedenkt, dass man es mit einem Gemisch von Dampf und S02-Gasen zu tun hat, bei dem Temperaturen bis zu 140 und mehr in Frage kommen. Auf alle Fälle wird aber dabei nicht zu umgehen sein, dass die die Saugwirkung hervonufende Vorrichtung, an welchem Punkte sie auch angesetzt werden möge, immer beträchtlich (bis zu 100 m und mehr) von dem einen oder anderen Ende der Gasleitung entfernt sein und so in seiner Wirkung beeinträchtigt werden wird. Es sind ferner Einrichtungen bekanntgeworden, bei denen eine rotierende Trommel zum Mischen der Abstossgase und der Frischlauge verwendet wird. Bei diesen Vorrichtungen ist jedoch für die Drehung der Trommel ein erheblicher Energieaufwand erforderlich. Ferner sind sie kompliziert und im praktischen Betriebe sehr teuer, da die in der Lauge rotierenden Teile und Stopfbuchsen sehr starkem Verschleiss durch Anfressungen ausgesetzt sind. Die ganze Einrichtung ist sehr raumsperrend und bedingt durch ihre grosse Oberfläche unnötige Wärmeverluste. Zu diesen Mängeln kommt noch der Hauptnachteil, dass derartige Vorrichtungen nicht die Abgase mehrerer gleichzeitig abgasender Kocher ohne schädliche Rückwirkung auf die Kocher aufnehmen können. Demgegenüber soll durch die vorliegende Erfindung verhindeit werden, dass ein Kocher den andern beim <Desc/Clms Page number 2> Abgasen stört. Ferner soll das Leitungsnetz so kurz als möglich sein, also z. B. aus einem oder-zwei Strängen bestehen, und die Kocher sollen alle gleichzeitig möglichst vollständig entspannt werden. Diese Wirkung kann durch die bekannten Einrichtungen nicht erreicht werden. Will man bei Anwendung derselben die Bedingung einhalten, dass mehrere Kocher gleichzeitig abgasen sollen, ohne sich gegenseitig zu stören, dann muss jeder Kocher eine besondere Gasleitung mit eingebauter rotierender EMI2.1 richtungen teurer, komplizierter und unwirtsellaftlichersind als der Gegenstand der vorliegendenAnmeldung (man bedenke die vielen Antriebe, langen Leitungen usw.) kann aber auch die Laugenznwärmung nicht EMI2.2 und mit. der Lauge vermischt wird. Man hat auch zur Wiedergewinnung der schwefliger Säure und der Wärme beim Abgasen von Zellstoffkochern die Abgase in einen mit Lauge gefüllten geschlossenen Druckbehälter eingeführt. In den Verbindungsleitungen zwischen dem Kocher und dem Rohlaugedfuckbehälter strömen also nur die Abgasprodukte der Kocher. Es hat sich nunmehr im Betriebe herausgestellt, dass durch die'Übernahme der Abgasprodukte in die Laugendruckbehälter in diesen infolge der Gas-und Wärmezufuhr ein. Gegendruck entsteht, der hemmend auf die Abgase der Kocher wirkt. Da ferner im praktischen Betrieb meistens mehrere Kocher zu gleicher Zeit abgegast werden müssen, wobei die Kocherabgasprodukte ganz verschiedene Drucke haben, ist es naheliegend, dass manche Kocher, die bereits ziemlich entspannt sind, einen schädlichen Gegendiuek bekommen, der nicht nur weiteres EMI2.3 Kocher verlassen, sofort niedergeschlagen, wodurch deren schädlicher Gegendruck vernichtet wird. Gleichzeitig liegt als Sperre zwischen den Laugedruckbehältern und den Kochern die strömende Rohlauge, deren Strömungsenergie den Gegensdruck des Eohlaugebehälters von den Kochern fernhält. Eine Einrichtung, mit deren Hilfe das neue Verfahren praktisch durchgeführt werden kann, ist in der beiliegenden Zeichnung dargestellt, u. z. zeigt : Fig. 1 den Grundriss, Fig. 2 und 3 Ansichten von der Seite. EMI2.4
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