AT104135B - Verfahren zur Herstellung einer hochaktiven Entfärbungskohle. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer hochaktiven Entfärbungskohle.

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    • C01B32/00Carbon; Compounds thereof
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Description


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  Verfahren zur Herstellung einer hochaktiven Entfärbungskohle. 



   Zur Herstellung aktiver Kohlen wurden bisher organische Substanzen, wie Holz, Sägemehl, Melasse, Sulfitablauge u. dgl. mit Chemikalien, wie Pottasehe oder Chlorzink, getränkt und dann unter Luftabschluss auf helle Rotglut erhitzt. 



   Es wurde nun gefunden, dass man Kohlen von einer wesentlich höheren Aktivität erhält, wenn man statt Pottasche Alkalisulfid oder-polysulfid als aktivierende Substanz verwendet. Dieses Verfahren ist auch deshalb von besonderer Bedeutung, weil bei der Verwendung von Pottasche häufig ein Teil der letzteren durch den Glühprozess in Schwefelkalium oder   Kaliumpolysulfide   umgewandelt wird, die bisher zwecks Regenerierung einer Karbonisation unterworfen wurden. Dadurch, dass man nun nach vorliegendem Verfahren die Mischung von Alkalikarbonaten und-sulfiden direkt verwenden kann, ohne sie der Karbonisation zu unterziehen, erhält man wesentlich höhere Aktivität und spart an Kraft, Arbeit und Material. Ist ein gewisser Karbonatgehalt erwünscht, um etwaige Metallsalze, deren Sulfide relativ löslich sind, wie z. B.

   Kalziumsulfid, zu entfernen, so kann man, falls karbonatfreie   Sulfidlösungen   vorliegen, den zur Fällung der Metallsalze gerade notwendigen Karbonat-gehalt durch mässige Behandlung mit   CO2   erzielen. Auch in diesem Falle wird gegenüber dem bisherigen Verfahren der vollständigen Karbonisation ein wesentlicher Vorteil erzielt, da bei der ungünstigen Lage des Gleichgewichtes zwischen der schwachen Kohlensäure und dem Schwefelwasserstoff gerade die (hier in Wegfall kommende) Beseitigung der letzten Anteile von Schwefelkali erhebliche Schwierigkeiten bereitet. 



   Speziell bei der Anwendung dieser Arbeitsweise auf   Sulfitzellstoffablauge   hat sich eine weitere Ausbildung des Verfahrens in hohem Masse bewährt, die darin besteht, dass in die Ablauge nach Zusatz der   Alkalisulfid- oder-polysulfidlösung   Kohlensäure bis zur Ausfällung des Kalkes eingeleitet, der entstandene Niederschlag durch Filtration entfernt, das Filtrat eingedampft und der Rückstand dann, wie oben beschrieben, weiter behandelt wird. 



   Nach einer anderen Ausführungsform kann man die in der Sulfitzellstoffablauge enthaltene organische Substanz in bekannter Weise ausfällen, den so erhaltenen Niederschlag mit Alkalisulfidoder Alkalipolysulfidlösung bis auf die unlöslichen Kalkreste in Lösung bringen, das Filtrat, gegebenenfalls nach Einleiten von Kohlensäure und nochmaliger Filtration, zur Trockene verdampfen und den Trockenrückstand verkohlen. 



   Man kann auch in der Weise vorgehen, dass man die ausgefällte organische Substanz mit der Sulfidlösung versetzt, hierauf Kohlensäure bis zur Umsetzung des Kalkes in Karbonat, zweckmässig unter Druck und Erwärmung, einleitet und das Filtrat, wie früher erwähnt, weiter behandelt. 



     Beispiel 1. 100 kg Holzspäne   oder Sägemehl werden mit einer wässerigen Lösung von 40 kg Schwefelkalium getränkt, darauf getrocknet und bei   Luftabschluss   geglüht. Das Verkohlungsprodukt wird mit Wasser abgeschreckt und ausgelaugt und die auf diese Weise erzielte Rohlauge unmittelbar, gegebenenfalls unter Ersatz des Salzverlustes, wieder zum Tränken einer weiteren Menge Holz verwendet. 
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   Rotglut erhitzt. Auch hier lässt sich die beim darauffolgenden Abschrecken und Auslaugen des Verkohlungsproduktes anfallende Schwefelkaliumlauge wieder zum Tränken weiteren Materiales verwenden.   

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AT104135D 1923-05-14 1924-04-28 Verfahren zur Herstellung einer hochaktiven Entfärbungskohle. AT104135B (de)

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