AT104858B - Vorrichtung zur Ermittlung einer Erkrankung der weiblichen Scheide. - Google Patents
Vorrichtung zur Ermittlung einer Erkrankung der weiblichen Scheide.Info
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Description
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Vorrichtung zur Ermittlung einer Erkrankung der weiblichen Scheide.
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren, das insbesondere eine Feststellung von Gonorrhöeerkrankung der Frau ermöglicht, und beruht darauf, dass das in der Scheide der Frau vorkommende Sekret in der weitaus überwiegenden Zahl d : r Fälle eine sauere Reaktion aufweist und durch die Einwirkung von Bakterien und Bazillen, beispielsweise Gonokokken, seinen sauren Charakter bis zu einem gewissen Grade oder gänzlich verliert, so dass es dann eine schwach saure, neutrale oder alkalische Reaktion aufweist.
Die Erfindung besteht nun darin, dass ein Papier auf den mittleren Säuregehalt der weiblichen Scheide, die klinisch als gesund aufzufassen ist, geeicht ist.
Dieses Papier ist nun auf einem Fingering, Gummifingerling od. dgl. durch chemisch neutralen Klebstoff befestigt und hat die Aufgabe, die Anwesenheit des mittleren Säuregehaltes in der Scheide und somit bis zu einem gewissen Grade die Gesundheit festzustellen.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand von der oberen und unteren Seite gesehen, wie auch in einem Querschnitt abgebildet. Der Fingering trägt nach der Fig. 1 an seiner oberen Fläche einen Papierstreifen a-b, der auf den mittleren Säuregehalt der gesunden weiblichen Scheide geeicht ist, daneben einen Papierstreifen ( ; - (1, der die Zeichnung des Farbenumsehlages bei dem erwähnten Säuregrad vom blauen Lackmuspapier enthält.
Die Fig. S zeigt den fingering von der unteren Seite gesehen. Mit e-f ist ein roter, mit g-h ein blauer Lackmuspapierstreifen bezeichnet. Sie sind an der Fläche im Abstande von 1-2 cm von der Fingerlingskuppe angebracht, um ein Berühren des Lackmuspapieres mit der Harnröhre, die meistens sauren Harn führt, beim Einführen zu vermeiden. Aus demselben Grunde sind die Lackmuspapierstreifen an der Unterfläche des Fingerlings angebracht, da sich bekanntlich die weibliche Harnröhrenmündung oberhalb des Scheideneinganges befindet.
Aus Fig. 3 ist ein Querschnitt des Fingerlings nach der Linie A-B der Fig. 1 und 2 zu sehen.
Die Handhabung ist folgende : Der Fingerling wird auf den Zeigefinger gesteckt, in die Scheide eingeführt und sofort herausgeholt. Tritt ein Umschlag des blauen Lackmusstreifens in Rot ein, spricht das Papier a-b an, so liegt mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit keine Gonorrhöeerkrankung vor.
Die entgegengesetzten Reaktionen erwecken in den meisten Fällen den Verdacht irgendeiner Abnormität, d. h. Erkrankung der weiblichen Scheide. Es liegt dann wahrscheinlich eine Gonorrhöe vor.
PATENT-AN SPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur Ermittlung einer Erkrankung der weiblichen Scheide, bei der die alkalische oder saure Reaktion der Scheidensekretion bei der Frau innerhalb der Scheide geprüft wird, gekennzeichnet dadurch, dass auf einem Gummifingerling od. dgl. mit neutralem Klebstoff od. dgl. ein die Säure bzw. alkalische Reaktion anzeigender Streifen aus Reagenzpapier angebracht ist, der auf den mittleren Säuregehalt der klinisch gesunden geschlechtsreifen Scheide geeicht ist.
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Claims (1)
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, dass neben dem auf den mittleren Säuregehalt der Scheide geeichten Papierstreifen od. dgl. ein zweiter Papierstreifen od. dgl. auf dem Fingerling od. dgl. befestigt ist, auf dem der Farbenumschlag von blauem Lackmuspapier od. dgl. bei einem bestimmten Säuregehalt abgebildet ist und der zum Vergleich der eingetretenen Reaktionen dienen soll. <Desc/Clms Page number 2>3. Vorrichtung nach Anspruch 2, gekennzeichnet dadurch, dass an der Unterfläche des Fingeiings jeweils ein blauer und ein roter Lackmuspapierstreifen durch neutralen Klebstoff od. dgl. befestigt ist, um die saure, neutrale oder alkalische Reaktion des Sekretes zu ermitteln.4. Vorrichtung nach Anspruch 3, gekennzeichnet dadurch, dass die sämtlichen erwähnten. Papier- EMI2.1 an der unteren Fläche des Fingerlings od. dgl. angebracht sind, um ein Berühren mit dem sauren Harn zu vermeiden. EMI2.2
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| AT104858D AT104858B (de) | 1924-10-08 | 1925-10-05 | Vorrichtung zur Ermittlung einer Erkrankung der weiblichen Scheide. |
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