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Verfahren zur Erzeugung von Hochspannungsdampf.
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wird nun entweder unmittelbar in einen ausserhalb des Feuerraumes angeordneten Wasserbehälter 4 gebracht oder aber, wie bei dem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel, durch eine Leitung 9 den Hoehdruckstufen der Pumpe 2 zugeführt, daselbst auf die Spannung des gewünschten Hochdruckdampfes gebracht und durch eine Leitung 10 dem Behälter 4 zugeführt. Aus diesem wird durch eine Leitung 11 Dampf von der gewünschten Hochspannung entnommen und entweder unmittelbar der Verbrauchsstelle oder einem in dem Kessel 1 liegenden zweiten Überhitzer 12 zugeführt.
Die Mischvorrichtung. 3 besteht vorzugsweise aus einem Venturirohr, in welches die Dampfleitung 8 an einer Stelle mündet, an der der Wasserdruck des durch die Leitung 7 eintretenden Druckwassers etwas niedriger ist als die Spannung des überhitzten Niederdruekdampfes.
Gemäss einer Ausfühningsform des Verfahrens wird das mit dem überhitzten Mitteldruckdampf zu vermischende Druckwasser auf eine Spannung von ungefähr 25 Atm. gebracht und das Mischungsverhältnis derart gewählt, dass das in dem Venturirohr 3 gebildete Gemisch einen Wärmeinhalt von
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inhalt von 669 Kal. Ilcg, welches dem Wärmeinhalt von Sattdampf bei 25 Atm. entspricht. Bei dem angegebenen Ausfuhrungsbeispiel der Erfindung muss daher die mit 25 Atm. Spannung aus der Speisepumpe 2 entnommene Wassermenge von 1000 kg in einem (nicht dargestellten) Vorwärmer auf 139 C erwärmt werden.
Bei dem beschriebenen Ausführungsbeispiel erhält man aus dem Behälter 4 Sattdampf von 50 Atm. Spannung, der in dem Überhitzer 12 auf den gewünschten Überhitzungsgrad gebracht wird.
Je nach der Spannung, bei welcher die der Mischung folgende isothermische Zustandsänderung vor sich geht, kann aber auch unmittelbar, d. h. ohne Überhitzer 12 überhitzter Hochspannungsdampf erzeugt werden.
Soll aus dem überhitzten Niederdruckdampf und dem Druckwasser von 25 Atm. Spannung Dampf von niedrigerer Spannung als 25 Atm. erzeugt werden, so kann man von der Mischvorrichtung 3 unmittelbar zur Verbrauchsstelle gehen, so dass der Speicherbehälter 4 entbehrlich wird.
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Im folgenden ist ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung beschrieben, bei welchem der überhitzte Mittel-oder Niederdruckdampf mit Druckwasser von über 225 Atm. Spannung vermischt und das Mischungsverhältnis derart gewählt wird, dass das überhitzte Druckwasser von überkritischem Druck den Wärmeinhalt des zu erzeugenden Hochdruckdampfes besitzt und durch Druckverminderung in Dampf der gewünschten Spannung übergeführt wird.
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entsprechend dem Wärmeinhalt des Sattdampfes von 70 Atm. Es besteht mit Rücksicht auf den überkritischen Druck keine Gefahr einer Dampfbildung im Venturirohr und bei dieser Ausführungsform kann mit der Gültigkeit des Bernoullischen Gesetzes gerechnet werden.
Das Gemisch wird dann nicht mehr zur Pumpe 2 zurückgeleitet, sondern in dem Behälter 4 in Sattdampf von 70 Atm. verwandelt und hierauf direkt dem Überhitzer zugeführt.
Das Wesen der hier angeführten zweiten Ausführungsform besteht somit darin, dass die Mischung bei einem Druck erfolgt, bei welcher die Dampfbildung im Venturirohr nach Möglichkeit vermieden wird.
Vorteilhaft wird man den Druck vor dem Venturirohr derart wählen, dass unter Berücksichtigung des unvermeidlichen Druckabfalles in der Mischungsvorrichtung der Druck hinter dem Venturirohr noch knapp oberhalb des kritischen Druckes ist.
Der Wärmeinhalt des überhitzten Druckwassers kann auch derart gewählt werden, dass man nach der Druckentlastung auf die Spannung des gewünschten Höchstspannungsdampfes im Überhitzungsgebiete bleibt, so dass der Dampf unmittelbar in die Kraftmaschine geleitet werden kann und die Anordnung eines besonderen Überhitzers erspart wird.
Um unabhängig von den Belastungsschwankungen des Kessels das benötigte Mischungsverhältnis zwischen dem primären Heissdampf und dem Druckwasser der gewünschten Spannung zu erzielen, wird der Erfindung gemäss die Kreiselspeisepumpe 2 in ihrer Tourenzahl nach dem Wasserstand des Niederdruckkessel 1 beeinflusst, z. B. mittels eines Wasserstandsreglers bekannter Bauart.
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Die Erfindung gewährt den Vorteil, dass bei Anlagen zur Erzeugung von Hochspannungsdampf mit einem Mittel-oder Niederdruckkessel der üblichen Bauart das Auslangen gefunden wird. Als besonderer Vorteil ist schliesslich zu erwähnen, dass bei Herabsetzung der zulässigen Betriebsspannung einer bestehenden Dampferzeugungsanlage infolge irgendwelcher Schäden bloss eine Hochdruckpumpe erforderlich
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PATENT-ANSPRÜCHE :
]. Verfahren zur Erzeugung von Hochspannungsdampf, dadurch l5ekennzeichnet, dass überhitzter Dampf von niedrigerer Spannung als die des zu erzeugenden Hochspannungsdampfes durch Mischung mit Druckwasser von höherer Spannung als die des überhitzten Dampfes in überhitztes Druckwasser und dieses durch Nachverdampfen in Dampf von der gewünschten Spannung übergeführt wird.