<Desc/Clms Page number 1>
Schrittweise umlaufende Sockelkittmaschille für elektrische Glühlampen und ähnliche Vakuumgefässe.
Die bisher bekannten, schrittweise umlaufenden Sockelkittmaschinen bewirken fast ausschliesslich nur ein Abbinden des eingestrichenen Kittes durch geeignete Erhitzung der Sockelteil, u. zw. meist unter Vermittlung von Heizdrahtwieklungen. Das Abschneiden der vortretenden Stromzufühiungs- drahtenden sowie Festlöten der Stromzuführungsdrähte erfolgt dabei nach Herausnehmen der Lampen aus der Maschine von Hand. Es ist zwar schon vorgeschlagen worden, die Stromzuführungsdrähte während des Soekelungsvorganges selbsttätig durch an die Sockel herangeführte Lotdrähte zu löten, u. zw. unter Ausnutzung der dem Sockel bei der E bä tung des Kittes mitgeteilte Wärme.
Da jedoch hiebei dennoch vorher ein Abschneiden der Stromzuführungsdrähte von Hand vorgenommen werden muss, und zudem bei etwa auftretenden Temperaturschwankungen der Lötvorgang nicht mit genügender Sicherheit eintritt, so haben derartige, mit Lötvorrichtungen ausgestattete Sockelkittmaschinen bisher nur geringere Bedeutung erlangt. Vorgeschlagen wurde endlich auch noch, den Leuchtkörper der Lampe während des Sockelungs Vorganges zu erhitzen, um die Herstellungszeit der Lampe abzukülzen. Auch in letzterem Falle war jedoch eine Vor-und Nachbehandlung der Lampen zwecks Entfernung der Stromzuführungsdiaht- enden und Festlötung der Stromzufühiungsdrähte erforderlich.
Die Erfindung macht es sich zur Aufgabe, die mit den Sockeln einsetzende Fertigstellung der Lampe derart zu verbessern, dass sie weder vor dem Einsetzen, noch nach dem Herausnehmen aus der Soekelkittmaschine irgendeiner Nachbehandlung bedürfen. Zu diesem Zweck sind erfindungsgemäss unmittelbar anschliessend an eine grössere Anzahl von zur Erhärtung des eingestrichenen Kittes dienenden Erhitzungsstellen der Maschine vorerst in einer oder mehreren Arbeitsstellungen eine Abschneide- vorriehtung für die vortretenden Stromzuführungsdrähte, und sodann in weiteren Arbeitsstellungen der Maschine Vorrichtungen zum Aufbringen von Lötwasser und flüssigem Lotmaterial auf die Lötstellen der Sockel, sowie endlich in für das Kühlen ausgenutzten Arbeitsstellungen mehrere Kontaktsvorrichtungen zum Klarbrennen der Lampen vorgesehen.
Durch das zweckmässige Hand-in-Handgreifen der einzelnen Vorrichtungen ergibt sich eine verhältnismässig schnelle Abwicklung der einzelnen Arbeitsvorgänge, wobei auch durch den Umstand, dass fortgesetzt eine grosse Anzahl von Lampen der Beaufsichtigung einer einzigen Bedienungsperson unterliegen, die Herstellungszeit und damit die Herstellungskosten für die Lampen erheblich herabgesetzt werden. Durch die vereinigte und vollkommen selbsttätige Vornahme von zwar an sich bekannten, jedoch bisher nur gesondert und teilweise sogar stets nur von Hand bewirkten Arbeitsvorgängen, wie beispielsweise Abschneiden der Stromzaführungsdrähte, wird endlich auch eine wesentliche Raumersparnis erzielt.
In der Zeichnung ist eine Sockelkittmaschine gemäss der Erfindung in einem Ausführungsbeispiel veranschaulicht.
Fig. 1 zeigt die neue Maschine in Draufsicht. Fig. 2 ist ein teilweiser senkrechter Mittelschnitt durch die Maschine. Fig. 3 zeigt schaubildlich die Einrichtung zum Abschneiden der Stromzuführungsdrähte. Fig. 4 zeigt in Draufsicht eine Einzelheit der in Fig. 3 veranschaulichten Vorrichtung. Fig. 5 veranschaulicht die Stellung der Schneidmesser gegenüber einer in Bearbeitung stehenden Glühlampe
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
Nachdem die Lampen die Hitzzone durchschritten haben, sind die Sockel durch Erhärten der Kittmasse fest an die Lampenkolben angeldttet. Unmittelbar hinter der Hitzzone findet in der Stellung B (Fig. l) das Abschneiden der Stromzuführungsdrähte statt. Die hiefür erforderliche Absehneidevorric-htung (Fig. 3,4 und 5) besteht aus einem Gestell 39, das auf einer am feststehenden Tisch 10 befestigten Stützplatte 40 ruht. Beim Anlangen der Lampen in Stellung B erfolgt zunächst das Hochbiegen des seitlichen
EMI2.2
kann. Auf einem Bolzen 42 (Fig. 3) ist zu diesem Zwecke ein keilartiges Biegewerkzeug 41 aufgesetzt.
Der Bolzen 42 ist nachgibig am einen Ende eines um den Zapfen 45 schwingenden Hebels 44 befestigr. Das Biegewerkzeug 41 beschreibt bei der Ausschwingung des Hebels 44 einen Kreisbogen, wobei es mit seiner nach vorn gerichteten Kante den Stromzuführungsdraht 26 derart hochbiegt, dass er einen Winkel von ungefähr 45 über der Wagerechten (siehe gestrichelt gezeichnete Stellung des Drahtes 26 in Fig, 5) einnimmt. Die Bewegung des Biegewerkzeugs 41 wird durch eine senkrechte Stange 46 vermittelt. deren oberes Ende an den Hebel 44 und deren unteres Ende an einen auf der Achse 48 drehbar gelagerten zweiarmigen Hebel 47 (Fig. 17) angeschlossen ist.
Das freie Ende dieses Hebels 47 trägt eine Rolle 49. exil, au dem Umfange einer auf der Hauptantiiebs-und Steuerwelle 16 befestigten Daumenscheibe 50 aufliegt. Die Daumenseheibe 50 ist von solcher Form, dass die Stange 46 abwärts gezogen wird, sobald das Biegewerkzeug 41 in Wirkung treten soll. Der Stromzuführungsdraht 26 wild nach seinem Hoch-
EMI2.3
Abschneiden durch zwei Zangenbacken 51, 52 gehalten, die auf einem Zapfen 53 (Fig. 4) drehbar gelas'eit sind. Wie die Fig. 3 und 4 zeigen, werden die Bewegungen der Zangenbacken mit Hilfe von Zapfen 55, 56 durchgeführt, die auf einer in einem Schlitz 58 des Gestelles 39 geführten Gleitplatte 57 befestigt sind.
Wenn die Gleitplatte mit den Zapfen 55,56 vorbewegt wird, folgen letztere den in den Backen 51. 5 ; ; vorgesehenen Schlitzen 55'und 56'unter Schliessung der Backen. Auf der Backe 51 gleitet das Messer 54, das gleichfalls auf dem Zapfen 53 drehbar gelagert ist und mit einem Schlitz 57'den Plattenstift 55 umgreift.
Der Schlitz 57'ist von solcher Form, dass das Messerblatt 54'nach dem Schliessen der Backen infolge
EMI2.4
<Desc/Clms Page number 3>
EMI3.1
befestigt ist. Die die Säule 62 nebst Hebel 61 und Messer 59 tragende Gleitplatte 57 ist unter Vermittlung eines Lenkers 64 mit dem einen Aim eines Winkelhebels 63 verbunden, der um den Zapfen 65 des festen Gestells 39 schwingbar ist. Das Ausschwingen dieses, das Vor-und Zuiuekbewegen der Gleitplatte 57 veranlassenden Hebels 63 erfolgt mittels einer senkrechten Stange 67, die an einen zweiarmigen Hebel 68 angeschlossen ist. Letzterer ist neben dem Hebel 47 auf der Achse 48 drehbar gelagert und an seinem freien Ende mit einer Rolle 69 versehen, die von einer auf der Hauptantriebswelle 16 sitzenden Daumenscheibe 70 beeinflusst wird.
An der von der Gleitplatte getragenen Säule 62 ist eine Rolle 71 befestigt, auf der in der hinteren Stellung der Gleitplatte ein zwei Zangenbacken 74,75 beeinflussender Hebel 72 ruht.
Bei der Vorbewegung der Gleitplatte wird der um den Zapfen 73 drehbare Hebel 72 freigegeben, wobei die Zangenbacken 74, 75 durch Wirkung der Feder 76 zur Schliessung kommen und den Stromzuführungs-
EMI3.2
Feder 61'wild dann der Hebel 60 um seinen Zapfen 61 etwas gedreht und somit das Messer 59 in die Schneidlage gesenkt, so dass es am Ende seiner Vorbewegung den Stromzuführungsdraht 25 dicht oberhalb des Sockelbodens abschneiden kann. Die Zangenbacken 74,75 werden in der zurückgeschobenen Stellung der Gleitplatte 57 duieh Wilkung des Hebels 72 soweit geöffnet, dass sie dem jeweils in die
Stellung B einlaufenden Sockel bzw. dem vortletenden Stomzuführungsdraht 25 derselben nicht hinderlich sind.
Damit bei der Erfassung des Stromzuführungsdrahtes 25 auch ein Geraderichten desselben zufolge geringfügiger Hochgleit'ng der geschlossenen Zangenbacken eintreten kann, sind letztere an einem unter Wirkung einer Zugfeder 80 stehenden Hebel 78 aufgehängt, der bei Freigabe des Hebels 72 etwas aufwärts schwingt.
In der nächsten Stellung C (Fig. 1) wild, wie Fig. 6 zeigt, das noch stehengebliebene Ende des seitlichen Stromzufühiungsdrahtes 26 an den Metallsoekel 24'angedlückt, um später eine gute Verlötung dices Drahtendes zu erzielen. Das Andrücken des Diahtendes erfolgt mittels eines auf dem Bock 84 gelagerten Armes 81. Der Bock 84 ist neben der Abschneidevonichtung auf der Stützplatte 40 befestigt.
EMI3.3
Aim 87 schwingt dabei aufwärts und presst durch seinen Stift 88 das kurze Ende des Drahtes 26 fest an die Soekelhülse. Sowohl in der Stellung C, als auch in der benachbarten Stellung D wird durch Düsen. 89 ein kräftiger Luitstiom auf die Lampen gerichtet, um die abgeschnittenen Drahtteilchen fortzublasen.
In der Stellung E werden die Lötstellen des Sockels mit Lötwasser versehen. Zu diesem Zwecke finden zwei Auftragpinsel92, 93 Anwendung, die, von einem ebenfalls auf der Stützplatte 40 angeordneten Lötwasserbehälter 90 bei jeder Teildrehung der Maschine frisch mit Lotwasser versehen werden. Dies erfolgt, wie die Fig. 7,8, 9 und 10 zeigen mit Hilfe von zwei kleinen Näpfehen 94, 95, die an der senkrecht beweglichen Stange 97 befestigt sind. Die Bewegung der Stange 97 erfolgt durch Vermittlung einer Stange 97', welche an einen auf der Welle 48 (Fig. 17) drehbar gelagerten zweiarmigen Hebel 99 angeschlossen ist, der an seinem andern Ende mit einer auf einer Daumenschube 101 laufenden Rolle 100 ausgestattet ist.
Für gewöhnlich befinden sich die Näpfchen 94, 95 eingetaucht im Lötwasser. Bei jeder Teildrehung der Maschine werden sie jedoch einmal angehoben, so dass die Auftragpinsel 92,93 mit ihnen in Berührung kommen und eine kleine Menge Lötwasser erhalten, das dann von den Pinseln auf die Löt-
EMI3.4
Sockelhülse bringende Pinsel 92 ist mittels einer Stange 109 und einer Klammer. 110 an einem Schlitten 108 befestigt. Der das Lötwasser auf die Bodenplatte des Sockels auftragende Pinsel 93ist durch eine Stange 112 und eine Klammer 113 mit einem beweglichen Arm 111 verbunden. Dieser an eine Stange 116 angelenkte Arm 111 besitzt ein abgebogenes Ende 115, das mit dem Schlitten 108 verbunden ist.
Nachdem die Pinsel 92,93 in zurückgezogener Lage des Schlittens 108 mit Lötwasser versehen sind, wird letzterer gegen die jeweils in Stellung befindliche Lampe vor bewegt. Dies erfolgt mittels des Stange 116,, velche mit ihrem hinteren Ende durch einen Lenker 118 mit dem einen Ende eines im Bock 120 gelagerten Winkelhebels 117 gelenkig verbunden ist. Das andere Ende des Winkelhebels 117 ist an eine Stange 121 angeschlossen, die zu einem doppelaimigen, auf der Welle 48 drehbar aufsitzenden Hebel 122 führt, welcher an seinem andern Ende eine auf einer Daumenscheibe 1241aufende Rolle 123 besitzt. Durch die Gestaltung der Daumenscheibe 124 wird die Stange 121 bei jeder Teildrehung der Maschine einmal abwärts gezogen und damit der Schlitten gegen die Lampe vorbewegt.
Der Schlitten 108 gleitet in Nuten einer Platte 125 und ist mit einem Anschlag 126 ausgestattet. Wenn sich der Schlitten in seiner vordersten Stellung befindet, so nehmen die Pinsel 92,93 die gestrichelt dargestellten Stellungen ein, d. h. der Pinsel 92 berührt unter Abgabe von Lötwasser die Sockelhülse, während der Pinsel 93 sich noch etwas über der Bodenplatte des Sockels (Fig. 8) befindet. Bei der weiteren Bewegung des Winkelhebels 117 wird nur noch die
<Desc/Clms Page number 4>
Stange 116 entgegen der Wirkung der Feder 127 etwas vorbewegt. Hiedurch wird der Arm 111 mit seinem vorderen Ende ein wenig abwärts gedlückt, so dass nunmehr auch der Pinsel 93 unter Abgabe von Lötwasser mit der Bodenplatte des Sockels in Beiübiung kommt.
Bei der Zurückbewegung des Winkelhebels 117 wird zunächst der Pinsel 93 von der Sockelplatte abgehoben und dann beide Pinsel durch Zurückziehen des Schlittens 108 vom Sockel fortgezogen.
In der Stellung F der Maschine wird die Bodenplatte des Sockels mit Lotmaterial versehen. Zu diesem Zwecke ist in dieser Stellung ein Behälter 128 vorgesehen, welcher eine genügende Menge geschmolzenen Lotes enthält. Dieser Behälter wird beständig mittels Gasbrenner 130 (Fig. 14) erhitzt, deren Flammen gegen Kanäle 131 des Behälters gerichtet sind. Der Behälter 128 kann jedoch auch mittels in diese Kanäle 131 eingesetzter elektrischer Heizpatronen erfolgen. Wie aus den Fig. 11,12, 13 und 14 zu ersehen ist, wird eine genau bemessene Menge Lotmaterial durch eine Düse 132 der Bodenplattenlötstelle zugeführt, r. zw. mittels eines im Behälterboden wagerecht gleitbaren Schiebers 133, der eine Durchbohrung 134 für die Aufnahme des aus dem Behälter 128 abfliessenden Lotmaterials aufweist.
Wird d (r Schieber 133 vorbewcgt, so gelangt das in seiner Durchbohrung 134 befindliche Lotmaterial in Stellung über die zentrale Bohrung 136 der Düse 132, so dass ein in einer senkrechten Bohrung 149 der Behälterseitenwand gleitbar eingesetzter Stösser 137 bei seiner Abwärtsbewegung die in der Durchbohrung 134 enthaltene Lotmenge durch die Düse 132 hindurchstösst und somit auf die Lötstelle der Bodenplatte des Sockels aufträgt. Der Schieber 133 ist an seinem freien Ende T-förmig gestaltet, so dass er von Fingern 138 erfasst werden kann, die an einem Mittelglied 139 drehbar befestigt sind und durch Federn 139'in Schliessstellung gehalten werden.
Das Glied 139 hängt an einem Bolzen 140, der in einem Auge 141 des auf der Stützplatte 40 befestigten Bockes 143 gelagert ist. Die Hin-und Herbewegung des Schiebers 133 erfolgt durch einen Winkelhebel144, welcher gleichfalls auf dem Bolzen 140 drehbar gelagert ist. Mit diesem Winkelhebel 744 ist eine abwärts hängende Stange 145 gelenkig verbunden, deren unteres Ende an einen zweiarmigen Hebel 146 (Fig. 17) angeschlossen ist, der wiederum auf der Achse 48 drehbar aufsitzt und an seinem andern Ende eine auf einer Daumenscheibe 148 laufende Rolle 147 besitzt.
Der auf und ab bewegliche Stösser 137 trägt an seinem oberen Ende einen einstellbaren Knopf 150, welcher dazu dient, von Fingern 151 erfasst zu werden, die an einem Mittelglied 152 drehbar befestigt und durch
EMI4.1
Bolzen gelagert, der gleichzeitig auch einen Arm 155 trägt, der durch einen Lenker 156 mit einem drehbar gelagerten Winkelhebel 157 verbunden ist. Letzterer ist ferner mit einer senkrechten Stange 160 verbunden, die zu einem zweiarmigen Hebel 161 führt, welcher auf der Achse 48 drehbar befestigt ist und an seinem andern Ende eine auf einer Daumenscheibe 163 laufende Rolle 162 trägt. Dar Hebel 161 wird gegen die Wirkunng einer Feder 164 (Fig. 17) bewegt, die zwischen dem Hebel und einer Haltestange 146' angeordnet ist.
Sobald in der Stellung F die Lötstelle der Bodenplatte mit Lotmaterial versehen ist, wird die Lampe in die Stellung CT gebracht, wo alsdann die seitliche Lötstelle an der Sockelhülse mit Lotmaterial versehen wird. Zu diesem Zwecke ist wiederum ein Behälter 165 für Lotmaterial vorgesehen, der in seiner Einrichtung dem Behälter 128 gleicht und ebenfalls flüssiges Lotmaterial enthält. Auch dieser Behälter kann entweder durch Gasbrenner oder elektrische Heizpatronen erhitzt werden.
Die Ausstossung von Lotmaterial erfolgt, wie die Fig. 15,16, 17 zeigen, mittels eines auf-und abbewegbaren Schiebers 168, der eine Durchbohrung 169 aufweist, die in der Hoohstellung mit einer wagerechten Ausflussöffnung 170 des Behälters 165 in Übereinstimmung steht und in seiner Tieflage mit der Bohrung 171 der Düse 167 übereinstimmt (Fig. 16). Das Ausstossen des in der Bohrung 169 des Schiebers 168 enthaltenen Lotmaterials erfolgt durch einen wagerecht beweglichen Stösser 172. Auch der Schieber 168 wird von federbeeinflussten Fingern 173 erfasst, die an einem Mittelglied 174 drehbar befestigt sind. Das Mittelglied 174 ist auf einem Bolzen 176 des wiederum auf der Stützplatte 40 befetigten Gestellbockes 178 gelagert.
Die
EMI4.2
einen Kurbelarm 179 trägt, an den eine Stange 180 angeschlossen ist (Fig. 11 und 15). Diese Stange 180 ist an das freie Ende des früher genannten, auf dem Bolzen 140 befestigten Winkelhebels 144 angelenkt, so dass die dem letzteren durch die Stange 145 mitgeteilte Bewegung gleichzeitig dazu dient, auch den Schieber 168 zu teuern. Der wagerecht bewegliche Stösser 172 trägt an seinem äusseren Ende einen von federnden Fingern 183 zu erfassenden Knopf 182 (Fig. 11 und 15). Diese Finger sind an einem Mittelglied 184 drehbar befestigt, das auf dem Drehbolzen158 des Winkelhebels 157 sitzt. Die diesem Winkelhebel 157 durch die Stange 160 mitgeteilte Bewegung wird somit auch gleichzeitig durch die Finger 183 auf den Stösser 772 übertragen.
Damit bei der gleichzeitig in den Stellungen F und G erfolgenden Lötung das Lotmaterial auch genau an die richtigen Stellen gebracht wird, ist es zweckmässig, die Düsen 132 und 167 möglichst dicht an die Lötstellen heranzubringen. Zu diesem Zwecke werden die Lotmaterialbehälter 128 und 16. 5 so verschwenkbar eingerichtet, dass die in Richtung auf die Lampensockel bewegt werden können. Der Behälter 128 für das Bodenplattenlotmaterial wird beispielsweise von einem Arm 186 (Fig. 11) getragen, welcher in einem Lagerauge 188 des Gestelles 143 schwingbar ruht.
Die Schwingbewegung des Behälters 186 wird durch eine Stange 189 vermittelt, die mit dem Querstück 190 eines zweiarmigen auf der Achse 48 drehbar
<Desc/Clms Page number 5>
EMI5.1
der Sockelhülse, zu welchem Zwecke das Querstück 190 des Hebels 191 (Fig. 17) auch mit einer Stange 196 verbunden ist, an die ein den Behälter 165 tragender und um den Bolzen 197 sehwingbarer Arm 196 angreift.
EMI5.2
etwa mittels dünner Röhrchen 200 und 201. Gleiche Schmiermittelröhrchen 202 und 203 sind auch am Behälter 165 vorgesehen.
Nach Beendigung des Lötvorganges werden die Lampen schrittweise durch eine Kühlzone geführt, wo kalte Luft gegen die Sockelteil der Lampen gerichtet wird. Die Kühlzone wird im dargestellten Beispiel durch zwei kreisförmig gebogene, die Lampensockel umfassende Blasrohre 204 und 206 gebildet, die durch ein Rohr 206 (Fig. 1) mit dem Luftanschluss der Maschine verbunden sind. Durch ein am Anfang der Kühlzone voigesehenes, besonderes Düsenpaar 207 wird kalte Luft auf die Lötstellen der Soekelhülse und der Bodenplatte gerichtet, um diese schnell zu erhärten.
Bei dem schrittweisen Hindurchführen der Lampen durch die Kühlzone werden diese gleichzeitig zwecks Durchführung des Klarbrennprozesses unter Strom gesetzt. Dies erfolgt in den Stellungen K, L. ! X und 0, u. zw., wie an sich bekannt, in der Weise, dass die Lampen in diesen Stellungen einem ansteigenden und über die normale Betriebsspannung hinausgehenden Strom ausgesetzt werden. Zu diesem Zwecke ist eine auf und ab schwingbare Platte 208 vorgesehen, die an ihrer Unterseite eine diesen Stellungen entsprechende Anzahl Kontaktpaar aufweist. Diese Platte 208 ist, wie die Fig. 1 erkennen lässt, um das Scharniergelenk 209 eines Armes 211 schwingbar, der an dem von der feststehenden Säule 11 getragenen Gehäuse 212 befestigt ist.
Die Schwingung der Platte 208 wird durch einen aufgenieteten Arm 27. 3 durchgeführt, an dem ein zweiarmiger Hebel 214 mittels Lenkern 215 angreift. Der um den Bolzen 216 schwingbare Hebel 214 trägt am rückwärtigen Ende eine Rolle 218, die zwischen die Bunde 219 (Fig. 2) einer durch die senkrechte Säule 11 hindurchgehenden Stange 220 eingreift. Am unteren Ende der letzteren greift ein Arm 221 (Fig. 17 und 18) an. der auf einer im Maschinengestell gelagerten Achse 222 befestigt ist. Auf der gleichen Achse 222 sitzt ein zweiter Arm 224, dessen Rolle 225 in der Kurvenbahn 226 einer auf der Hauptantriebswelle 16 aufgekeilten Kurvenscheibe 227 läuft, so dass auch die Schwingbewegung der Platte 208 von der Hauptantriebswelle abgeleitet ist.
Die an der Schwingplatte 208 vorgesehenen Kontaktpaare bestehen je aus zwei isoliert eingesetzten Stiften 228 und 229, von denen der letztere durch eine ihn umgehende Feder 232 etwas nachgiebig gestaltet ist. Te zwei zusammengehörige Kontaktstifte sind durch Leitungen 231 und 233 unter Zwischenschaltung geeigneter, für jede Stellung K, L, M, N, O verschieden bemessener Widerstände in einen gemeinsamen elektrischen Stromkreis eingeschaltet.
Sobald eine Lampe in die Stellung E gelangt, wird die Schwingplatte 208 gesenkt, wobei zunächst der bewegliche Kontaktstift 229 die Sockelhülse und hierauf erst bei weiter fortgesetzter Senkung der Platte 208 der feststehende Kontaktstift 228 die Bodenplatte des Sockels b rührt. Die Schwingplatte 208 setzt nach Auftreffen der Kontaktstifte ihre Senkung noch etwas fort, wodurch die Lampe und ihr federndes Widerlager 27 soweit herabgedrüekt wird, dass sich. wie in Fig. 19 gezeigt, die Lampe von der Kappe-30 abhebt. Es kann dadurch bei eingeschaltetem Strom die Kappe keinen Kurzschluss zwischen den Kontakten hervorrufen.
Erst nachdem die Lampe 24 genügend weit von der Kappe. 30 abwärts bewegt ist, wird der Kontaktstromkreis selbsttätig geschlossen und damit die Lampe wieder unter Strom gesetzt.
Bevor die Maschine eine weitere Teildrehung vollzieht, wird der Stromkreis wieder selbsttätig unterbrochen und die Schwingplatte 208 gehoben. In den nächsten Arbeitsstellungen L. 11J, N und () wiederholt sich alsdann der eben geschilderte Vorgang nur, dass entsprechend den vorgeschalteten Widerständen die Lampen in jeder folgenden Arbeitsstellung einem stärkeren Strom ausgesetzt werden. Das selbsttätige Schliessen und Unterbrechen des elektrischen Stromes wird ebenfalls von der Kurvenscheibe 227 abgeleitet. Zu diesem Zwecke ist am freien Ende des Armes 224 ein Kontaktstift 234 vorgesehen, der stets erst dann. wenn der Lampensockel gemäss Fig. 19 etwas aus der Kappe-30 herausgedrückt ist, mit einem Gegenkontakt zu in Berührung kommt.
Letzterer wird von einem Hebel 236 getragen, welcher an einem auf der Achse 48 befestigten Bocke 288 drehbar gelagert ist. Der mittels einer Feder 239 nachgiebig
EMI5.3
schaltet, der auch die Kontakte 228 und 229 aufweist. Es tritt demgemäss auch ein Unterstromsetzen des Leuehtkörpers der Lampe nicht schon im Augenblick des Berührens der Kontaktstifte 228 und 229 mit dem Sockel, sondern erst dann ein, wenn der Sockel von der Kappe etwas gelüftet und auch die Kontakte 234, 235 geschlossen sind,
Nach Beendigung des Klarbrennprozesses wandern die Lampen durch einige Kühlstellungen hindurch, um dann endlich in die Stellung P zu gelangen, wo sie zwecks Kontrolle ihrer Beschaffenheit durch die Bedienungsperson abermals unter Strom gesetzt werden.
Wie die Fig. 1 und 2 zeigen, wird dieses Unterstromsetzen mittels eines Schwingarmes 241 durchgeführt, der, ähnlich wie die Schwing-
EMI5.4
<Desc/Clms Page number 6>
wegung des Sehwingarmes 241 ist unter Zwischenschaltung eines Lenkers 248 von einem Winkelhebel 247 abgeleitet, dessen Rolle 251, ebenso wie die Rolle 218 der Klarbrenneinrichtung, zwischen die Bunde 219 der Stange 220 eingreift. Die von der Kurvenscheibe 227 abgeleitete Auf-und Abbewegung der Stange 220 veranlasst daher ein gleichzeitiges Auf-und Abschwingen von Schwingplatte 208 und Schwingarm 241 und damit auch ein gleichzeitiges Unterstromsetzen der in den Klarbrennstellungen und in der Kontrollstellung P befindlichen Lampen.
Nach Verlassen der Kontrollstellung P gelangen die Lampen in die der Bedienungsperson leicht zugänglichen Entnahmestellungen Q. Das Herausnehmen der Lampen kann dabei in an sich bekannter Weise dadurch erleichtert werden, dass die federnden, unterstützenden Widerlager 27 zwecks Freigabe der Sockel von den umfassenden Kappen 30 selbsttätig etwas herabgezogen werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Schrittweise umlaufende Sockelkittmaschine für elektrische Glühlampen und ähnliche Vakuumgefässe, dadurch gekennzeichnet, dass unmittelbar anschliessend an eine grössere Anzahl von Arbeitsstellungen der Maschine, in denen die Sockel von aussen erhitzt werden, vorerst in einer oder mehreren Arbeitsstellungen eine Absehneidevorrichtung für die vorstehenden Stromzuführungsdrähte und sodann in weiteren Arbeitsstellungen Vorrichtungen zum Aufbringen von Lötwasser und flüssigem Lotmaterial auf die Lötstellen der Sockel, sowie endlich in den für das Kühlen ausgenutzten Arbeitsstellungen mehrere Kontaktvorrichtungen zum Klarbrennen der Lampen vorgesehen sind.