AT10556U1 - Behalter zur aufnahme von flussigfutter - Google Patents
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Description
2 AT 010 556 U1
Die Erfindung betrifft einen Behälter zur Aufnahme von zur Austeilung bestimmtem Flüssigfutter in Fütterungsanlagen.
Solche Behälter können in verschiedener Form in Fütterungsanlagen integriert sein, wobei bevorzugte Anwendungen des Behälters Mischbehälter oder sonstige Teile von für die Aufbereitung des Flüssigfutters nach verschiedenen Verfahren arbeitenden Mischanlagen sind. Weitere Anwendungen sind als Vorratsbehälter für Flüssigfutter - beispielsweise zur .Zwischenlagerung des Flüssigfutters an verschiedenen Austeilsträngen - bekannt. In allen Fällen besteht das Problem der bisher offen ausgebildeten Behälter darin, dass es-beim Betrieb zu einer erhöhten Luftzufuhr zum eingebrachten bzw. gelagerten und zu verteilenden 'Futter sowie zu einem Auf-und Ausspritzen des Flüssigfutters kommt und nach der Entleerung der Kontaminierung ausgesetzte Futterrückstände in dem dadurch verschmutzten Behälter verbleiben.
Es ist an und für sich bekannt, für in Behältern gelagerte Flüssigkeiten usw. sich dem Flüssigkeitsspiegel anpassende Abdeckeinrichtungen, insbesondere Schwimmdecken oder Schwimmkörpern zu verwenden. Beispiele für derartige Abdeckungen entnimmt man u. a. der US 2007/01945057 A1, nach der zur Verhinderung der Sauerstoffzufuhr zu in “Behältern gelagerten Getränken Schwimmkörper mit integrierter Randdichtung vorgesehen sind. Aus der GR 20030100251 A ist es bekannt, bei Behältern für Lebensmittel Schwimmkörper mit als Abstreifer dienenden Randdichtungen zu verwenden und dabei den Zu- und Ablauf unten vorzusehen, um eine Öffnung durch Betätigung des Schwimmkörpers zu vermeiden. Weitere Beispiele für solche schwimmenden Abdeckungen entnimmt man der FR 2 597 447 A1 und der JP 2001219990 A, bei der allerdings an Großbehälter gedacht ist und eine zusätzliche Versteifung des Schwimmkörpers vorgesehen ist, um zu gewährleisten, dass sein Außenrand immer im Eingriff mit der Behälterwand gehalten wird. Die Ausführung nach der FR 2 727 943 A1 sieht eine aufwendige Konstruktion vor, nach der der Schwimmkörper einen großen Hohlbehälter bildet, der mit seinem Boden auf der abzudichtenden Flüssigkeit aufliegt und ein Außenmantel vorgesehen ist, der in eine Doppelwand des Flüssigkeitsbehälters eintaucht und durch eine dort vorgesehene Flüssigkeit abgedichtet wird. Auch hier sind Zu- und Ablauf im Bodenbereich des Flüssigkeitsbehälters vorgesehen.
Eine Verwendung der zum Stand der Technik zählenden Abdeckungen für Flüssigfutterbehälter wurde bisher nicht vorgeschlagen und die bekannten Abdeckungen wären wegen des aufwendigen Aufbaues und den besonderen Problemen, die sich bei Flüssigfutter ergeben, auch ungeeignet. Es ist zu bedenken, dass Flüssigfutter eine breiförmige Masse bildet, die an derße-hälterwand, insbesondere bei Luftzutritt Ablagerungen bildet, die beim Absinken des Schwimmkörpers haften bleiben und auch durch Abstreifer allein nicht zu beseitigen sind. Überdies müsste der Schwimmkörper bei relativ dichtem Eingriff mit der Behälterwand ein unerwünscht hohes Gewicht erhalten, um zu gewährleisten, dass er tatsächlich dem Flüssigkeitsspiegel folgt.
Aufgabe der Erfindung ist es, die zuletzt erwähnten Schwierigkeiten .und Nachteile mit einfachen Mitteln bei Behältern der eingangs genannten Art wirksam zu vermeiden -und eine Konstruktion zu schaffen, die sowohl das Ausspritzen des Flüssigfutters vermeidet, als auch gewährleistet, dass ein unzulässiger Luftzutritt zum Flüssigfutter verhindert wird.
Die Lösung der gestellten Aufgabe besteht erfindungsgemäß darin, dass imßehäKerein auf der Flüssigkeit aufliegender und ihr bei der Füllung und Entleerung folgender Schwimmkörper vorgesehen und das der Randspalt zwischen Schwimmkörper und "Behälterwand über eine Wasserleitung mit Wasser beschickbar ist.
Durch das Einführen von Wasser in den Spalt wird eine für Flüssigfuteer ausreichende Abdichtung erzielt, sodass mit einem relativ leichten Schwimmkörper das Auslangen gefunden wird. Die Wasserfüllung bleibt bei der Bewegung des Schwimmkörpers im Wesentlichen im Spalt und kann bei der vollständigen Entleerung des Behälters von Flüssigfutter in den Behälter abfließen. Jedenfalls findet selbst bei Wasserzutritt zum Flüssigfutter keine Kontaminierung-statt. 3 AT 010 556 U1
Es ist auch eine Ausführung möglich, nach der die Abdeckung im Umfangsbereich mit an eine Wasserleitung anschließbaren gegen die ßehälterwand gerichteten Spritzdüsen ausgestattet ist, so dass eine vollständige Reinigung der ßehälterwand gewährleistet ist.
Die Betriebssicherheit und die erwünschte Vermeidung von Verschmutzungen und Kontaminierungen wird in bekannter Weise dadurch -begünstigt, dass der Behälter unterseitig einen Ein-und Auslass für das Flüssigfutter aufweist, welches daher ohne wesentlichen Luftzutritt zugeführt werden kann und dabei die Abdeckung anhebt bzw. bei der Futterentnahme keine Entfernung der Abdeckung notwendig macht.
Wenn man eine Konstruktion vorsieht, nach der der Schwimmkörper oberhalb der Spritzdüsen einen mit der Behälterwand im Eingriff stehenden, gegebenenfalls als zusätzliche Randdichtung ausgebildeten Abstreifer trägt, dann wird die ßehälterwand, insbesondere -beim Absinken des Schwimmkörpers zusätzlich gereinigt, wobei das abgestreifte, noch frische Futter in den Randspalt fällt.
Weitere Einzelheiten und Vorteile des Erfindungsgegenstandes entnimmt man der nachfolgenden Zeichnungsbeschreibung. In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise veranschaulicht. Es zeigen jeweils im Schema
Fig. 1 eine mit einem Zyklonmischer ausgestattete Mischanlage
Fig. 2 eine weitere Mischanlage, bei der das Eutter durch Einspritzen von Wasser aufbereitet wird,
Fig. 3 einen mit einem Rührwerk ausgestatteten Behälter für die Futterzwischenlagerung und Fig. 4 als Detail in größerem Maßstab ein Teilstück des Behälters mit einer mit Abstreifer bzw. Dichtung und Wasserzuführeinrichtung ausgestatteten Abdeckung.
Nach Fig. 1 ist ein Behälter 1 in eine Mischanlage integriert. Dieser Behälter 1 besitzt im Boden einen mit einer Pumpe 2 verbundenen Ein- und Auslaß 3 und in der Seite einen weiteren Einlass 4, der mit einem Zyklonmischer 5 in Verbindung steht. Die Pumpe 2 fördert über ein Absperrorgan 6 zunächst eine vorher eingebrachte Wasserfüllung aus dem Behälter 1 über das in der entsprechenden Stellung befindlichen Absperrorgan 6 und eine Leitung 7 in den Zyklonmischer 5, dem über Zubringer 8 die festen oder halbflüssigen Bestandteile des Flüssigfutters zugeführt werden. Die Füllhöhe des Behälters 1 ist durch eine auf der Füllung 9 schwimmende Abdeckung 10 begrenzt, die in diesem Fall durch Ausführung als Wanne einen Schwimmkörper bildet. Für die Futteranmischung wird Wasser aus dem Behälter 1 abgepumpt, dem Mischer 5 über 6 und 7 zugeführt und im Mischer 5 mit über den oder die Zubringer 8 eingebrachten Futterbestandteilen vermischt, die er über den Einlass 4 wieder in den Behälter 1 zurückführt. Das so im Füllraum 9 gebildete Gemisch wird über die Pumpe 2 und den Zyklon 5 im Kreislauf geführt, bis die notwendige Menge an Eutterzutaten aufgebraucht und daher im Eüllraum 9 eine fertige Futtermischung enthalten ist, die nun bei Bedarf über die Pumpe 2 und das umgestellte Absperrorgan 6 in eine Leitung 11 zur Austeilung bzw. zu einem Zwischenbehälter abgeführt werden kann.
Gemäß dem Detail nach Fig. 4 trägt die Abdeckung 10 im oberen Randbereich eine den Spalt 12 zwischen Abdeckung und Behälterwand abschließende Ringdichtung 13. Unter dieser Dichtung sind in der Abdeckung Öffnungen 14 vorgesehen, in die über eine Ringleitung 15 und eine Wasserzubringerleitung 16 beschickte Spritzdüsen 17 einragen, durch deren Betätigung der Behälterwand, insbesondere bei der Absenkung der Abdeckung 10 vorgespült werden kann, bevor eine Abstreifung von Rückständen durch die Dichtung 13 erfolgt.
Der Behälter 1 bei der Ausführung nach Fig. 2 entspricht ebenso wie die Abdeckung 10 im Wesentlichen der Ausführungsform nach den Fig. 1 und 4. Hier ist eine Mischeinrichtung gezeigt, die im Prinzip nach dem Mischverfahren gemäß der EP 0 676 136 B1 arbeitet, nach dem die Pumpe 2 über eine Leitung 18 in den Behälter 1 gerichtete Spritzdüsen nach Einschaltung
Claims (3)
- 4 AT 010 556 U1 vorgeordneter Absperrorgane 19 bis 21 beschickt und dadurch den Behälterinhalt aufbereitet. Bei der Ausführung nach Fig. 2 würde das Absperrorgan 20 erst geöffnet, nach dem die schwimmende Abdeckung 10 den Düsenauslass überschritten hat. Nach fertiger Futteraufbereitung werden die Absperrorgane 19 bis 21 geschlossen und die Pumpe 2 kann nun den Behälterinhalt im Bedarfsfall über ein weiteres Absperrorgan 22 an eine Futterleitung 23 abgeben. Fig. 3 zeigt einen Vorratsbehälter 24, dessen Füllraum 25 durch eine aus einem Leichtwerkstoff bestehende oder mit einem entsprechenden Leichtwerkstoff gefüllte Abdeckung 26 nach oben hin abgedeckt ist. Der Behälter 24 besitzt einen kegelförmigen Unterteil 27, in dem ein über einen Motor 28 betriebenes Rührwerk 29 arbeitet. Der Behälter 24 kann über eine Pumpe 30 mit ganz oder teilweise aufbereitetem Flüssigfutter beschickt werden, wobei das Rührwerk 29 die Endaufbereitung übernehmen kann bzw. nach der Lagerung von Flüssigfutter im Aufnahmeraum 25 die Aufgabe erfüllt, dieses Flüssigfutter vor der Abgabe über die Pumpe 30 in eine Futterleitung zu vergleichmäßigen. Ansprüche: 1. Behälter zur Aufnahme von zur Austeilung bestimmtem Flüssigfutter in Fütterungsanlagen, dadurch gekennzeichnet, dass, wie an sich bekannt, im Behälter (1, 24) ein auf der Flüssigkeit aufliegender und ihr bei der Füllung und Entleerung folgender Schwimmkörper (10, 26) vorgesehen und dass der Randspalt (12) zwischen Schwimmkörper (1, 24) und Behälterwand über eine Wasserleitung (16) mit Wasser beschickbar ist.
- 2. Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwimmkörper (10) im Umfangsbereich mit an die Wasserleitung (16) anschließbaren, gegen die Behälterwand gerichteten Spritzdüsen (17) ausgestattet ist (Fig. 4).
- 3. Behälter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwimmkörper (10) oberhalb der Spritzdüsen (17) einen mit der Behälterwand in Eingriff stehenden, vorzugsweise als zusätzliche Randdichtung ausgebildeten Abstreifer (13) trägt. Hiezu 2 Blatt Zeichnungen
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