AT105808B - Verfahren zum Konservieren von Därmen. - Google Patents

Verfahren zum Konservieren von Därmen.

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Paul Josef Wohl
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  Verfahren zum Konservieren von Därmen. 



   Es ist bekannt, dass die zur Herstellung von Wurst bestimmten Därme in möglichst frischem Zustande vollkommen und sorgfältig gereinigt werden müssen. Dazu werden sie zuerst von all dem anhaftenden Fett befreit (geputzt), darauf mit Wasser gewaschen, geschleimt und gesalzen. 



   Dies soll auf dem Schlachtplatz selbst stattfinden, wo man gewöhnlich die Därme nicht verwendet, während die   Wurstfabriken, welche   die Därme benötigen, meistens an anderen Orten, oft in weit entfernten Gegenden gelegen sind. 



   Auch vermag die gewöhnliche Reinigung keineswegs zu verhindern, dass die Därme unter der Einwirkung der zutretenden Luft infolge der Wirkung von Mikroorganismen grau und schwarz werden. 



   Die Erfindung betrifft nun ein Verfahren zum Konservieren von Därmen, ohne dass zu befürehten ist, dass sie verderben oder in der Qualität   zurückgehen.   Hiedurch wird es ermöglicht, auch aus weit entfernten Ländern Därme von ausgezeichneter Qualität zu beziehen. 



   Gemäss der Erfindung werden die Därme möglichst bald nach dem Schlachten erst in bekannter Weise in reinem, fliessendem Wasser, sowohl innen als aussen gereinigt und gesalzen, darauf lässt man sie gut abtropfen und verpackt sie dann, mit der Fettseite nach aussen, in dichte Fässer, welche ausser dem Spundloch ein weiteres Loch-vorzugsweise im Deckel-haben. In den Fässern werden die Därme fest eingestampft, der Deckel aufgepresst und darauf wird durch das zweite Loch so lange Darmfett oder ein anderes naturales Fett in geschmolzenem Zustand eingegossen, bis das Fett den freien Raum des Fasses, und gegebenenfalls vorhandene Hohlräume, so viel als möglich ausfüllt. Nach dem Erkalten wird das Fass hermetisch verschlossen und ist dann für den Versand fertig. 



   Das Abtropfen der gewaschenen und gesalzenen Därme geschieht dadurch, dass man sie aufhängt. 



  Nach dem Einstampfen in das Fass lässt man sie noch z. B. eine Nacht mit offenem   Spundloch   und Deckel stehen, um die noch abtropfende Feuchtigkeit beseitigen zu können. Als Fässer nimmt man vorzugweise gebrauchte   Schmalz-oder Fettfässer, welche durch   das eingedrungene Fett vollkommen dicht geworden sind. Die Fässer müssen gut gefüllt sein, man stampft die Därme ein, füllt dann noch nach, bis sie über den Rand hervorragen und presst dann den Deckel auf. Das ausgeputzte Darmfett oder anderes Fett, z. B. geringeres Hammelfett, womit man die Fässer   anfüllt,   filtriert man erst durch ein Packtuch oder durch ein feines Sieb. Man lässt das eingegossene Fett festwerden und füllt dann neues Fett nach, um allen Raum möglichst vollständig mit Fett anzufüllen. 



   Es ist bereits bekannt, dass viele Stoffe konserviert werden können, indem man sie mit Hilfe einer Fettschicht von der Luft abschliesst. Man ist jedoch noch niemals auf den Gedanken gekommen, ungeputzte Därme in dieser Weise zu konservieren und transportfähig zu machen. Es war auch nicht vorauszusehen, dass ein dem Verderben so sehr ausgesetztes Material, wie Därme, in so einfacher Weise ohne jede Sterilisierung, Erwärmung oder Abkühlung monatelang frisch erhalten werden könnte. Die so behandelten Därme haben vollkommen das Aussehen und alle Eigenschaften frischer Därme in bezug auf Eignung zur Wurstbereitung. 



   Das neue Verfahren hat grosse ökonomische Vorteile, da die Metzger und Wurstfabrikanten dadurch in den Stand gesetzt werden, selbst die Därme zu putzen, was nicht nur in vielen Fällen eine grosse Ersparnis ergibt, sondern auch den Wurstfabrikanten die Möglichkeit gibt, dass die von ihnen verwendeten Därme allen Anforderungen genügen. 



   Von grossem Vorteil ist es auch, dass zum Konservieren das beim Putzen gewonnene billige Darmfett verwendet werden kann. Man kann das in dieser Weise gewonnene Fett, zwecks   Konservierung   einer neuen Lieferung, nach dem Schlachthaus, von welchem man die Därme bezieht,   zurücksenden.   

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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zum Konservieren von Därmen, darin bestehend, dass man die in der üblichen Weise mit Wasser gereinigten und gegebenenfalls gesalzenen Därme unter Einstampfen mit der Fettschicht nach aussen in dichte mit einer Loehung versehenen Fässer verpackt, durch welche geschmolzenes Darmfett oder andere neutrale Fette so lange eingefüllt werden, bis der Raum unter dem Deckel und eventuelle Hohlräume in dem Fass vollständig mit Fett ausgefüllt und die Därme völlig von der Luft abgeschlossen sind, worauf man die Fässer verschliesst. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT105808D 1924-10-14 1925-10-14 Verfahren zum Konservieren von Därmen. AT105808B (de)

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