AT105896B - Verfahren zur Melioration von Wein, Likören, Parfums, u. dgl. - Google Patents

Verfahren zur Melioration von Wein, Likören, Parfums, u. dgl.

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AT105896B
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Robert Ing Dr Pollak-Rudin
Orville Ad Dafert-Senseltimmer
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Robert Ing Dr Pollak-Rudin
Orville Ad Dafert-Senseltimmer
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  Verfahren zur Melioration von Wein,   Likören,   Parfüms 11. dgl. 



   Es existieren seit längerer Zeit   verschiedene Verfahren um alkoholische Flüssigkeiten, wie   Weine, Liköre, Parfums usw. auf künstlichem Wege zu altern bzw. die natürliche Alterung zu beschleunigen. Allen diesen Verfahren, speziell den elektrischen, haften indess grosse Nachteile an ; entweder wird die Qualität geändert, oder bei starker Erwärmung der Alkoholgehalt 
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 umständlich oder zu kostspielig. 



   Die bisherigen elektrischen Alterverfahren verwenden entweder sehr hohe elektrische Spannungen, die gewisse Betriebsgefahren mit sieh   l@ingen, statische Hochspannung   die   nur   mit Hilfe teuerer und unrationell arbeitender Hoelispannungsgleichrichter, wie Funkenstrecken   usw.     erzeugt   werden können bzw. mit Hochfrequenz, die wohl bei ganz geringer Energiemenge leicht herstellbar ist, bei grösserer Energiemenge jedoch sehr tenere Apparate erfordert.

   Den Verfahren, welche mit Gleichstrom arbeiten, haftet überdies der Nachteil an, dass bei denselben   unerwünschte   Oxydations- oder Reduktionswirkungen auftreten, ebenso können bei der Verwendung von stillen Entladungen oder von Einblasen von Sauerstoff, Ozon usw.   abgesehen     vom Alkoholverlust Verharzungen   stattfinden. 



   Bei dem im nachstehenden beschriebenen Verfahren, welches hauptsächlich den Bedürfuissen der Praxis angepasst ist, werden die zu   behandelnden     Flüssigkeiten   der Wirkung eines elektrischen Wechselfeldes oder Drehfeldes ausgesetzt, zu dessen Erzeugung eine Wechsel-bzw. Drehstromquelle verwendet wird, deren Spannung und Periodenzahl dem in der   Technik gebräuchlichen   Wechselstrom bzw. Drehstrom entsprechen. Die Wirkung des elektrischen Feldes auf die zu behandelnde Flüssigkeit ist nun nicht die einer Elektrolyse, bei welcher Reaktionen eintreten und ablaufen, welche ohne die elektrische Einwirkung nicht vorhanden wären, vielmehr werden nur Reaktionen, welche mit der Zeit ohne äussere Einwirkung auch   ablaufen würden, in   vielfach rascherem Tempo zum Ablaufe gebracht.

   Unterstützt wird diese   Reaktionsbeschleunigung   vorteilhaft nicht nur durch das elektrische Feld, sondern auch durch Katalysatoren, die mit der Flüssigkeit in Berührung gebracht bzw. in die   Flüssigkeiten getaucht werden.   



   Es ist für die   beabsichtigte Wirkung von grossem   Vorteile, die Flüssigkeit während der Behandlung durch   Rühren   usw. in Bewegung zu halten, speziell bei Verwendung von Katalysatoren, um stets neue   FJü8sigkeitsteile   an die Katalysatoren gelangen zu lassen. Bei den hier ins Auge gefassten Reaktionen handelt es sich fast   ausschliesslich   um Katalysatoren, welche ohne die elektrische Reizwirkung nicht oder nur im schwachen Masse oder auch in anderer Richtung wirken würde. Als Katalysatoren wurden bisher mit Erfolg silberhältige Leigerungen verwendet. Der Aufbau des Apparates wird bedeutend vereinfacht, wenn die Belegungen bzw. Elektroden zwischen denen das elektrische Wechselfeld   bzw.

   Drehfeld   erzeugt wird. nicht ausserhalb des Apparates, sondern innerhalb der   Flüssigkeiten     seihst angebracht werden.   Diese Anordnung besitzt gegenüber der Anordnung der   Belegungen ausserhalb   des   Gefässes, welches   in diesem Falle aus isolierendem Material gefertigt sein muss, den Vorteil. dass nicht das   Gefäss   mit der Flüssigkeit einerseits und der Belegung anderseits einen Kondensator darstellt. dessen Kapazität durch die Dicke der Gefässwand und durch deren Dielektrizitätskonstante   gegeben ist und welcher die   in die Flüssigkeit selbst gelangende Elektrizitätsmenge abdrosselt.

   

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 sondern es kommt vielmehr bei der Anbringung der Elektroden im Innern der Flüssigkeit die volle Spannung   und   die zur Verfügung stehende gesamte Elektrizitätsmenge zur Wirkung. 



   Als weitere Vereinfachung des Apparates können die Elektroden aus dem katalytisch wirkenden Material gefertigt werden und die Form   und     den Nebellzweck von Rührschaufeln,     Kreiselrührern   usw. erhalten bzw. kann das   Gefäss   aus   aktivem   Material gefertigt werden und als eine Belegung bzw. Elektrode wirken. 



   Ausführungsbeispiele :
1. In ein Gefäss aus isolierendem Material, beispielsweise Glas werden zwei Kohlenplatten einander gegenüber gestellt und in der Richtung quer zu den Platten ein elektrisches Wechselfeld erzeugt. Der zu behandelnde Wein wird in das Gefäss eingelassen und nach einer Einwirkungsdauer des elektrischen Feldes von 30 Sekunden bis 10 Minuten, je nach der Spannung und Periodenzahl des elektrischen Wechselfeldes und je nach der nötigen   Stärke   der Einwirkung, wieder abgelassen. 



   2. Das zu behandelnde Weindestillat wird in ein innen vergoldetes Gefäss gefüllt, in welches ein aus silberhältiger Legierung bestehender Rührer taucht, welcher während der Behandlung in Drehung gehalten wird. Der Rührer einerseits, dass Gefäss anderseits werden mit einer Wechselstromquelle von zirka 50 Per. und zirka 150 Volt Spannung verbunden. Die Behandlung dauert je 10 Sekunden und wird dann auf   15   Sekunden unterbrochen. Dieser Vorgang wiederholt sich je nach der Art des Destillates und je nach der Grösse der Rühroberfläche bis zur Dauer von 5 Minuten bis 4 Stunden. 



   3. In ein Gefäss aus isolierendem Material tauchen drei Platten, von denen zwei grössere vergoldet sind. während die dritte, kleinere, aus einer Silberlegierung besteht. Weiters befinden sich in der Flüssigkeit ein Rührer aus neutralem Material, eventuell ans Glas. Die drei Platten werden mit den Klemmen einer Drehstromquelle normaler Frequenz und zirka 20-30 Volt Spannung verbunden. Der behandelte Wein wird in ein   Lagergefäss     abgeffh und nach   2-3 Tagen von dem sich bildenden Niederschlag abgezogen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Melioration von Wein, Likören, Parfums u. dgl. unter Verwendung elektrischer Einflüsse, gekennzeichnet durch die Verwendung eines elektrischen Wechsel-oder Drehfeldes, dessen Spannung und Periodenzahl dem in der   Technik gebräuchlichen Wechsel-   oder Drehstrom entspricht.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass in die zu behandelnde Flüssigkeit Substanzen eingebracht werden, die als Katalysatoren wirken können bzw. dadurch, dass das die Flüssigkeit während der Behandlung aufnehmende Gefäss. Teile desselben, Rührer usw. aus solchen Substanzen hergestellt werden.
    3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet. dass als Katalysatoren silberhältige Legierungen verwendet werden.
    4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Flüssigkeit während der Behandlung durch ein Rührwerk usw. in Bewegung gehalten wild.
    5. Verfahren nach Anspruch 1 u. f., dadurch gekennzeichnet, dass die elektrischen Einwirkungen konstant oder intermitierend zur Wirkung gebracht werden.
    6. Verfahren nach Anspruch 1 u. f., dadurch gekennzeichnet, dass das zur Wirkung kommende elektrische Feld an den als Katalysatoren dienenden Körpern erzeugt wird.
AT105896D 1923-01-26 1923-01-26 Verfahren zur Melioration von Wein, Likören, Parfums, u. dgl. AT105896B (de)

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