AT105896B - Verfahren zur Melioration von Wein, Likören, Parfums, u. dgl. - Google Patents
Verfahren zur Melioration von Wein, Likören, Parfums, u. dgl.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Melioration von Wein, Likören, Parfüms 11. dgl. Es existieren seit längerer Zeit verschiedene Verfahren um alkoholische Flüssigkeiten, wie Weine, Liköre, Parfums usw. auf künstlichem Wege zu altern bzw. die natürliche Alterung zu beschleunigen. Allen diesen Verfahren, speziell den elektrischen, haften indess grosse Nachteile an ; entweder wird die Qualität geändert, oder bei starker Erwärmung der Alkoholgehalt EMI1.1 umständlich oder zu kostspielig. Die bisherigen elektrischen Alterverfahren verwenden entweder sehr hohe elektrische Spannungen, die gewisse Betriebsgefahren mit sieh l@ingen, statische Hochspannung die nur mit Hilfe teuerer und unrationell arbeitender Hoelispannungsgleichrichter, wie Funkenstrecken usw. erzeugt werden können bzw. mit Hochfrequenz, die wohl bei ganz geringer Energiemenge leicht herstellbar ist, bei grösserer Energiemenge jedoch sehr tenere Apparate erfordert. Den Verfahren, welche mit Gleichstrom arbeiten, haftet überdies der Nachteil an, dass bei denselben unerwünschte Oxydations- oder Reduktionswirkungen auftreten, ebenso können bei der Verwendung von stillen Entladungen oder von Einblasen von Sauerstoff, Ozon usw. abgesehen vom Alkoholverlust Verharzungen stattfinden. Bei dem im nachstehenden beschriebenen Verfahren, welches hauptsächlich den Bedürfuissen der Praxis angepasst ist, werden die zu behandelnden Flüssigkeiten der Wirkung eines elektrischen Wechselfeldes oder Drehfeldes ausgesetzt, zu dessen Erzeugung eine Wechsel-bzw. Drehstromquelle verwendet wird, deren Spannung und Periodenzahl dem in der Technik gebräuchlichen Wechselstrom bzw. Drehstrom entsprechen. Die Wirkung des elektrischen Feldes auf die zu behandelnde Flüssigkeit ist nun nicht die einer Elektrolyse, bei welcher Reaktionen eintreten und ablaufen, welche ohne die elektrische Einwirkung nicht vorhanden wären, vielmehr werden nur Reaktionen, welche mit der Zeit ohne äussere Einwirkung auch ablaufen würden, in vielfach rascherem Tempo zum Ablaufe gebracht. Unterstützt wird diese Reaktionsbeschleunigung vorteilhaft nicht nur durch das elektrische Feld, sondern auch durch Katalysatoren, die mit der Flüssigkeit in Berührung gebracht bzw. in die Flüssigkeiten getaucht werden. Es ist für die beabsichtigte Wirkung von grossem Vorteile, die Flüssigkeit während der Behandlung durch Rühren usw. in Bewegung zu halten, speziell bei Verwendung von Katalysatoren, um stets neue FJü8sigkeitsteile an die Katalysatoren gelangen zu lassen. Bei den hier ins Auge gefassten Reaktionen handelt es sich fast ausschliesslich um Katalysatoren, welche ohne die elektrische Reizwirkung nicht oder nur im schwachen Masse oder auch in anderer Richtung wirken würde. Als Katalysatoren wurden bisher mit Erfolg silberhältige Leigerungen verwendet. Der Aufbau des Apparates wird bedeutend vereinfacht, wenn die Belegungen bzw. Elektroden zwischen denen das elektrische Wechselfeld bzw. Drehfeld erzeugt wird. nicht ausserhalb des Apparates, sondern innerhalb der Flüssigkeiten seihst angebracht werden. Diese Anordnung besitzt gegenüber der Anordnung der Belegungen ausserhalb des Gefässes, welches in diesem Falle aus isolierendem Material gefertigt sein muss, den Vorteil. dass nicht das Gefäss mit der Flüssigkeit einerseits und der Belegung anderseits einen Kondensator darstellt. dessen Kapazität durch die Dicke der Gefässwand und durch deren Dielektrizitätskonstante gegeben ist und welcher die in die Flüssigkeit selbst gelangende Elektrizitätsmenge abdrosselt. <Desc/Clms Page number 2> sondern es kommt vielmehr bei der Anbringung der Elektroden im Innern der Flüssigkeit die volle Spannung und die zur Verfügung stehende gesamte Elektrizitätsmenge zur Wirkung. Als weitere Vereinfachung des Apparates können die Elektroden aus dem katalytisch wirkenden Material gefertigt werden und die Form und den Nebellzweck von Rührschaufeln, Kreiselrührern usw. erhalten bzw. kann das Gefäss aus aktivem Material gefertigt werden und als eine Belegung bzw. Elektrode wirken. Ausführungsbeispiele : 1. In ein Gefäss aus isolierendem Material, beispielsweise Glas werden zwei Kohlenplatten einander gegenüber gestellt und in der Richtung quer zu den Platten ein elektrisches Wechselfeld erzeugt. Der zu behandelnde Wein wird in das Gefäss eingelassen und nach einer Einwirkungsdauer des elektrischen Feldes von 30 Sekunden bis 10 Minuten, je nach der Spannung und Periodenzahl des elektrischen Wechselfeldes und je nach der nötigen Stärke der Einwirkung, wieder abgelassen. 2. Das zu behandelnde Weindestillat wird in ein innen vergoldetes Gefäss gefüllt, in welches ein aus silberhältiger Legierung bestehender Rührer taucht, welcher während der Behandlung in Drehung gehalten wird. Der Rührer einerseits, dass Gefäss anderseits werden mit einer Wechselstromquelle von zirka 50 Per. und zirka 150 Volt Spannung verbunden. Die Behandlung dauert je 10 Sekunden und wird dann auf 15 Sekunden unterbrochen. Dieser Vorgang wiederholt sich je nach der Art des Destillates und je nach der Grösse der Rühroberfläche bis zur Dauer von 5 Minuten bis 4 Stunden. 3. In ein Gefäss aus isolierendem Material tauchen drei Platten, von denen zwei grössere vergoldet sind. während die dritte, kleinere, aus einer Silberlegierung besteht. Weiters befinden sich in der Flüssigkeit ein Rührer aus neutralem Material, eventuell ans Glas. Die drei Platten werden mit den Klemmen einer Drehstromquelle normaler Frequenz und zirka 20-30 Volt Spannung verbunden. Der behandelte Wein wird in ein Lagergefäss abgeffh und nach 2-3 Tagen von dem sich bildenden Niederschlag abgezogen. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Melioration von Wein, Likören, Parfums u. dgl. unter Verwendung elektrischer Einflüsse, gekennzeichnet durch die Verwendung eines elektrischen Wechsel-oder Drehfeldes, dessen Spannung und Periodenzahl dem in der Technik gebräuchlichen Wechsel- oder Drehstrom entspricht.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass in die zu behandelnde Flüssigkeit Substanzen eingebracht werden, die als Katalysatoren wirken können bzw. dadurch, dass das die Flüssigkeit während der Behandlung aufnehmende Gefäss. Teile desselben, Rührer usw. aus solchen Substanzen hergestellt werden.3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet. dass als Katalysatoren silberhältige Legierungen verwendet werden.4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Flüssigkeit während der Behandlung durch ein Rührwerk usw. in Bewegung gehalten wild.5. Verfahren nach Anspruch 1 u. f., dadurch gekennzeichnet, dass die elektrischen Einwirkungen konstant oder intermitierend zur Wirkung gebracht werden.6. Verfahren nach Anspruch 1 u. f., dadurch gekennzeichnet, dass das zur Wirkung kommende elektrische Feld an den als Katalysatoren dienenden Körpern erzeugt wird.
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