AT106021B - Verfahren zum Veredeln von magnesiumhaltigem Aluminium. - Google Patents

Verfahren zum Veredeln von magnesiumhaltigem Aluminium.

Info

Publication number
AT106021B
AT106021B AT106021DA AT106021B AT 106021 B AT106021 B AT 106021B AT 106021D A AT106021D A AT 106021DA AT 106021 B AT106021 B AT 106021B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
aluminum
containing aluminum
magnesium
alloy
refining magnesium
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Georg Dr Giulini
Original Assignee
Georg Dr Giulini
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Georg Dr Giulini filed Critical Georg Dr Giulini
Application granted granted Critical
Publication of AT106021B publication Critical patent/AT106021B/de

Links

Landscapes

  • Conductive Materials (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 
 EMI1.1 
 



   Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren, magnesiumhaltiges Aluminium hinsichtlich   spiner Bearbeitbarkeit durch Drehen,   Bohren, Fräsen, Hobeln usw. und seiner Festigkeit zu verbessern. 



   Der Zusatz von Magnesium ist zwar schon bekannt, wofür die   österreichischen   Patentschriften 
 EMI1.2 
 u. zw. durch Erhitzen auf Temperaturen über 420  C und nachfolgendes Lagern, wobei eine selbsttätige Veredelung eintritt, die nach einiger Zeit ihren Endzustand erreicht. 



   Im Gegensatz zu diesen bekannten Verfahren handelt es sieh im vorliegenden Falle um Aluminium- 
 EMI1.3 
 Erfindung zu veredelnden magnesiumhaltigen Aluminiums schwankt zwischen :   0-5-1-0%   Silizium,   0-2-1-0% Eisen,   
 EMI1.4 
 
Rest Aluminium. 



   Das zur Verwendung gelangende Aluminium entspricht daher in seiner Zusammensetzung ungefähr dem im Handel   erhältlichen   Aluminium, welchem noch, wie bekannt, zwecks Verbesserung die erforderliche Menge von Magnesium zulegiert wird. Derartige Legierungen nach dem Glühen und Abkühlen zwecks Vergütung auf Temperaturen von 100-200 C zu erhitzen, ist gleichfalls bekannt. 
 EMI1.5 
 etwa 10 Stunden auf   160-170  C   erhitzt, so dass dabei die selbsttätige Veredelung gemäss Patent Nr. 51169 nicht auftreten kann. Die vorliegende Erfindung unterscheidet sich demnach in der Zusammensetzung der Legierung, der Glühtemperatur, der weiteren Behandlung und dem Grade der Verfestigung, d. h. in allen wesentlichen Punkten von den bekannten Verfahren.

   Es mag auch noch hervorgehoben werden, dass nach dem Warmhärten bei 160-1700 C die bekannte Kaltbearbeitung durch Walzen oder Ziehen eingeschaltet werden kann. Auch hierin unterscheidet sich das vorliegende Verfahren von dem des Patentes Nr. 51169, da bei letzterem die selbsttätige Veredelung durch weitgehende Kaltbearbeitung während und zu Beginn des Lagerns beeinträchtigt oder verhindert wird. 



   Da der Eisengehalt des gewöhnlichen, zur Herstellung der vorstehenden Aluminiumlegierungen benutzten Aluminiums meist nur   0-3-0-6% beträgt, so   hat die Legierung selbst beim höchsten Siliziumund Magnesiumgehalt noch einen Reingehalt von   98"o   Aluminium und ist daher ein fast reines Aluminium- 
 EMI1.6 
 geeigneten Verarbeitung durch Wärmebehandlungen und ihrer speziellen Zusammensetzung im Vergleich zu ihrer Reinheit hervorragende Festigkeitseigenschaften und ist vorzüglich auf der Drehbank zu bearbeiten. 



   Das spezifische Gewicht ist das des Reinaluminiums, u. zw. 2-7. Wegen ihrer Reinheit besitzt die Legierung die gleiche gute Widerstandsfähigkeit gegenüber   Atmosphärilien   und korrodierenden Agentien wie Reinaluminium, dessen handelsübliche Reinheit 98-99% Aluminium ist. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Um die Herstellungsweise der verschiedenen metallurgischen Produkte und ihre Eigenschaften zu erläutern, sei als Beispiel eine Legierung der folgenden Zusammensetzung gewählt :   0-8% Silizium, 0-5% Eisen, 0-4% Magnesium, 98-3% Aluminium.   



   Für Gusszwecke wird die Legierung in Sand oder besser in   Eisenkokillen   gegossen. Da der Schmelzpunkt des Aluminiums durch die geringen Zusätze praktisch nicht beeinflusst wird, gelten für das Giessen dieselben Vorschriften und Temperaturen wie bei der Reinaluminiumgiesserei. 



   Die Gussstücke werden auf   540-560  C   erhitzt und eine Stunde lang bei dieser Temperatur geglüht. Nach dem Glühen werden sie in Wasser von gewöhnlicher Temperatur oder auf andere Weise abgekühlt, doch derart, dass die Abkühlungszeit nicht einige Minuten überschreitet. Nach der Abkühlung 
 EMI2.1 
 und diejenige der vorliegenden Legierung zwischen 80-90. 



   Bekannterweise ist die Drehbarkeit des Reinaluminiums sehr schlecht, da das Metall schmiert und den Stahl angreift ; die vorliegende Legierung lässt sich sehr gut bearbeiten, u. zw. wie Messing. 



   Die Legierung lässt sich auch warmwalzen und-pressen wie Reinaluminium. Die Walz-und Pressprodukte, wie Bleche, Röhren, Stangen und Profile und Drähte, werden auf Fertigmass gewalzt oder gezogen und den gleichen Wärmebehandlungen wie die vorerwähnten   Gussstücke   unterworfen. Solches Material eignet sich dann nach seiner Fertigstellung wegen seiner guten Bearbeitbarkeit durch Drehen, Fräsen, Hobeln usw. zur Herstellung von Apparaten, Installationsmaterialien für die Elektrotechnik, Maschinenelementen und auch zu Konstruktionszwecken wegen der guten Festigkeitseigenschaften. 



   Während gezogene Reinaluminiumstangen 35-45 Brinellgrade und   1#4-1#8   t pro   cm2   Zugfestigkeit aufweisen, ergibt die vorliegende Legierung 80-90 Brinellgrade und   2-7-3-0     t   pro   cm2   Zugfestigkeit. 



   Wie bei andern magnesiumhaitigen Aluminiumlegierungen, erhält man auch bei vorliegender durch nachträgliches Kaltwalzen oder-ziehen eine weitere Steigerung der Bearbeitbarkeit und Festigkeit des Materials. Die Brinellhärte steigt auf 90-100 und die Festigkeit auf   3-0-3-5tpro em und   mehr. 



  Beim Drehen gibt das kaltverfestigte Material glatte Späne und glänzende Bearbeitungsflächen.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zum Veredeln von magnesiumhaltigem Aluminium durch Erhitzen auf Temperaturen über 420 C und nachfolgende Kaltbearbeitung durch Walzen oder Ziehen, dadurch gekennzeichnet, EMI2.2 zulegiert werden und die metallurgischen Produkte bei 540-560 C geglüht, abgekühlt und bei 160 bis 1700 C zur Härtung nachbehandelt und hierauf noch kalt gewalzt oder gezogen werden.
AT106021D 1920-07-29 1920-07-29 Verfahren zum Veredeln von magnesiumhaltigem Aluminium. AT106021B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT106021T 1920-07-29

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT106021B true AT106021B (de) 1927-03-25

Family

ID=3623460

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT106021D AT106021B (de) 1920-07-29 1920-07-29 Verfahren zum Veredeln von magnesiumhaltigem Aluminium.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT106021B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3032153A1 (de) Daempflegierung und verfahren zu deren herstellung
DE1483218B2 (de) Verfahren zum Herstellen eines warmfesten, ferritischen Cr-Mo-V-Stahles mit hoher Zeitstandfestigkeit und verbesserter Zeitbruchdehnung
DE2204454A1 (de)
DE2116549C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Kupferlegierungen, die einen hohen Gehalt an Eisen, Kobalt und Phosphor aufweisen, mit hoher elektrischer Leitfähigkeit und gleichzeitig hoher Festigkeit
AT106021B (de) Verfahren zum Veredeln von magnesiumhaltigem Aluminium.
DE2543899A1 (de) Elektrische leiter aus einer aluminiumlegierung
DE496935C (de) Walz- und ziehbares Doppelmetall mit hoher Festigkeit
DE1483176B2 (de) Kupfer zink legierung
US1835667A (en) Process of hardening copper containing steels for structural and similar purposes
DE531693C (de) Verfahren zur Herstellung von Aluminium hoher elektrischer Leitfaehigkeit und grosser Festigkeit
AT126116B (de) Zink-Nickel-Kupfer-Legierung.
AT234288B (de) Verfahren zur Herstellung von Gesenken, Kurbelwellen und Walzen
US1607086A (en) Alloy steel and method of producing the same
AT128077B (de) Verfahren zur Herstellung von Kupferlegierungen.
DE1758829C3 (de) Verfahren zur Erhöhung der elektrischen Leitfähigkeit und Festigkeit von Kupferlegierungen
DE1758121C (de) Kupferlegierung sowie Verfahren zur Verbesserung der elektrischen Leit fahigkeit und Festigkeit dieser Legie rung
DE393698C (de) Aluminiumlegierung von hoher Festigkeit
DE675051C (de) Verfahren zur Waermebehandlung von Gussstuecken aus Aluminiumlegierungen
AT160733B (de) Verfahren zur Kornverfeinerung von Aluminiumgrundlegierungen.
CH110527A (de) Verfahren zur Herstellung von legiertem Aluminiumdraht von hoher elektrischer Leitfähigkeit und grosser Zugfestigkeit.
DE492460C (de) Verguetung von Kupfer-Silizium-Legierungen
AT95310B (de) Eisenlegierung.
AT145078B (de) Verfahren zur Erhöhung der Korrosionsfestigkeit von Legierungen des Aluminiums mit etwa 3 bis 16% Magnesium.
AT147160B (de) Verfahren zur Veredelung von Magnesiumlegierungen, die einer Ausscheidungshärtung zugänglich sind.
AT151928B (de) Vergütbare Aluminiumlegierung und Verfahren zur Vergütung derselben.