AT106043B - Verfahren zur Gewinnung von Hydrierungsgas für die Hydrierung von Kohle und Kohlenwasserstoffen. - Google Patents
Verfahren zur Gewinnung von Hydrierungsgas für die Hydrierung von Kohle und Kohlenwasserstoffen.Info
- Publication number
- AT106043B AT106043B AT106043DA AT106043B AT 106043 B AT106043 B AT 106043B AT 106043D A AT106043D A AT 106043DA AT 106043 B AT106043 B AT 106043B
- Authority
- AT
- Austria
- Prior art keywords
- hydrogenation
- gas
- gases
- coal
- hydrogen
- Prior art date
Links
- 238000005984 hydrogenation reaction Methods 0.000 title claims description 21
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 13
- 239000003245 coal Substances 0.000 title description 6
- 229930195733 hydrocarbon Natural products 0.000 title description 5
- 150000002430 hydrocarbons Chemical class 0.000 title description 5
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 title description 4
- 239000007789 gas Substances 0.000 claims description 39
- CURLTUGMZLYLDI-UHFFFAOYSA-N Carbon dioxide Chemical compound O=C=O CURLTUGMZLYLDI-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 22
- 229910002090 carbon oxide Inorganic materials 0.000 claims description 6
- 238000009825 accumulation Methods 0.000 claims description 2
- 230000008929 regeneration Effects 0.000 claims 1
- 238000011069 regeneration method Methods 0.000 claims 1
- 230000001105 regulatory effect Effects 0.000 claims 1
- 230000000717 retained effect Effects 0.000 claims 1
- 239000001257 hydrogen Substances 0.000 description 12
- 229910052739 hydrogen Inorganic materials 0.000 description 12
- UFHFLCQGNIYNRP-UHFFFAOYSA-N Hydrogen Chemical compound [H][H] UFHFLCQGNIYNRP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 10
- VNWKTOKETHGBQD-UHFFFAOYSA-N methane Chemical compound C VNWKTOKETHGBQD-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 10
- UQSXHKLRYXJYBZ-UHFFFAOYSA-N Iron oxide Chemical compound [Fe]=O UQSXHKLRYXJYBZ-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 8
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Chemical compound O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 8
- 229910002092 carbon dioxide Inorganic materials 0.000 description 5
- 239000001569 carbon dioxide Substances 0.000 description 5
- 238000006243 chemical reaction Methods 0.000 description 5
- IJGRMHOSHXDMSA-UHFFFAOYSA-N Atomic nitrogen Chemical compound N#N IJGRMHOSHXDMSA-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 4
- 239000003054 catalyst Substances 0.000 description 4
- 239000000203 mixture Substances 0.000 description 3
- PXHVJJICTQNCMI-UHFFFAOYSA-N Nickel Chemical compound [Ni] PXHVJJICTQNCMI-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 238000010438 heat treatment Methods 0.000 description 2
- 150000002431 hydrogen Chemical class 0.000 description 2
- 239000007788 liquid Substances 0.000 description 2
- 229910052757 nitrogen Inorganic materials 0.000 description 2
- 238000005406 washing Methods 0.000 description 2
- OKTJSMMVPCPJKN-UHFFFAOYSA-N Carbon Chemical compound [C] OKTJSMMVPCPJKN-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 239000004215 Carbon black (E152) Substances 0.000 description 1
- RWSOTUBLDIXVET-UHFFFAOYSA-N Dihydrogen sulfide Chemical compound S RWSOTUBLDIXVET-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 239000006227 byproduct Substances 0.000 description 1
- 229910052799 carbon Inorganic materials 0.000 description 1
- 238000001816 cooling Methods 0.000 description 1
- 238000001704 evaporation Methods 0.000 description 1
- 230000008020 evaporation Effects 0.000 description 1
- 229910000037 hydrogen sulfide Inorganic materials 0.000 description 1
- 229910052759 nickel Inorganic materials 0.000 description 1
- 238000013021 overheating Methods 0.000 description 1
- 239000000047 product Substances 0.000 description 1
- 230000001172 regenerating effect Effects 0.000 description 1
Landscapes
- Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)
Description
<Desc/Clms Page number 1>
Verfahren zur Gewinnung von Hydrierungsgas fiir die Hydrierung von Kohle und
Kohlenwasserstoffen.
Bei der Hydrierung von Kohle und Kohlenwasserstoffen unter hohem Druck entstehen Abgase, die neben einem Rest von Wasserstoff überwiegend aus Methan und dessen Homologen und daneben aus kleinen Mengen von Fremdgasen, insbesondere Stickstoff, Kohlenoxyd und Kohlensäure, bestehen.
Der verhältnismässig beträchtliche Gehalt dieser Abgase an Wasserstoff kann nur eine unzulängliche Verwendung als Heizmittel finden, wenn es nicht gelingt, auf wirtschaftlichem Wege die Abgase in ein genügend wasser & toffreiehes, wenn auch nicht aus reinem Wasserstoff bestehendes Hydrierungsgas zu verwandeln.
Nach dem vorliegenden Verfahren wird das aus Methan und Wasserstoff bestehende Abgas einer Behandlung mit Wasserdampf zuerst bei hoher Temperatur (etwa 1100 C) und darauffolgend einer gleichen Behandlung bei niedrigerer Temperatur (etwa 300-500 C) und in Gegenwart eines Katalysators, z. B. Eisenoxyd, unterworfen. Durch die erste Einwirkung wird das Methan in Wasserstoff und Kohlenoxyd umgesetzt, während bei der zweiten das Kohlenoxyd in Wasserstoff und Kohlensäure umgewandelt wird. Die Kohlensäure kann im Gegensatz zum Kohlenoxyd leicht aus dem Gemisch entfernt werden. Ihre Beseitigung erfolgt zweckmässig vor der Wiederverwendung des Gases als Hydrierlmgsga, sie kann aber bei dem im Kreislaut geführten Prozess jeweilig auch nach der jedesmaligen Wiederverwendung des Gases zur Hydrierung stattfinden.
Es ist freilich schon bekannt, methanhaltige Gase wie Wassergas, mit Wasserdampf gemischt, in Gegenwart von Nickel als Katalysator hoch zu erhitzen und dadurch ein Gemisch von Kohlenoxyd und Wasserstoff zu gewinnen. Es ist auch weiter bekannt, dass das Kohlenoxyd durch Erhitzen mit Wasserdampf in Gegenwart von Eisenoxyd bei niedrigerer Temperatur in Kohlensäure und Wasserstoff umgewandelt wird.
Demgegenüber ist die vorliegende Erfindung darin zu erblicken, dass es durch die beschriebene Kombination gelingt, den ganzen Bedarf an frischem Hydliergas auf billigem Wege aus den Abgasen des Hydrierungsprozesses selbst zu decken. Es sind also Nebenprodukte der eigenen Fabrikation, die die fortlaufende Wiederverwendung des Wasserstoffes im Kreislauf gestatten. Dieser Erfolg macht das Hydrierungsverfahren erst technisch wirtschaftlich.
Die Anhäufung von Fremdgasen, insbesondere des Stickstoffs, in dem Gasgemisch bei fortgesetztem Kreisprozess kann dadurch vermieden werden, dass ein hinreichend grosser Bruchteil des Gases aus dem Kreislauf herausgezogen wird. Die Möglichkeit, dies zu tun, ohne die fortgesetzte Verwendung des regenerierten Gases im Kreislauf zu beeinträchtigen, beruht auf der ausserordentlichen Vermehrung der Wasserstoffmenge durch die stufenweise Behandlung der Gase mit Wasserdampf, wobei Wasserstoff in jeder der beiden Behandlungsstufen entsteht.
Man kann bei dem vorliegenden Verfahren unter Umständen auch noch kohlenwasserstoffhaltige Gase anderer Herkunft mitverwenden, indem man die Anlage zur Hydrierung von Kohle und Kohlen-
EMI1.1
den Abgasen der Hydrierungsanlage umsetzen und gleichzeitig mit den umgewandelten Abgasen der Hydrierungsanlase für deren Betrieb vetwendcn.
<Desc/Clms Page number 2>
Eine Anlage zur Durchführung des vorliegenden Verfahrens ist durch die beigefügte Zeichnung schematisch veranschaulicht 1 bezeichnet den Reaktionsbehälter einer Hydrierungsanlage, 2 ist der Kondensator zur Abscheidung der dampfförmigen Produkte,. 3 ist das Entspannungsgefäss, in dem die flüssigen Kondensate von den Abgasen getrennt werden, 4 ist eine Einrichtung zur Extraktion der in den Gasen noch enthaltenen Leiehtbenzindämpfe, 5 ist eine Einrichtung zur Abseheidung von in den Gasen enthaltenem Schwefelwasserstoff.
Mit 6 sind die nach dem Regenerativsystem arbeitenden Über- hitzungsapparate bezeichnen, in die die Abgase nach Zumischung von Wasserdampf, der durch die Leitung 7 zugeleitet wird, zwecks Durchführung der Reaktion in der Hochtemperaturstufe eingeleitet werden.
S bezeichnet den Kontaktapparat, in welchem die Gase in der niederen Temperaturstu. fp zur Reaktion mit Wasserdampf gebracht werden, behufs Umsetzung des bei der Hochtemperaturreaktion gebildeten Kohlenoxyds. Da die Durchführung des Hydrierungsprozesses kohlenoxydfreies Gas nicht verlangt, die Gegenwart des Kohlenoxyds im Hydrierungsgas vielmehr nur insofern nachteilig ist, als sie den Partialdruck des wirksamen Wasserstoffs herabsetzt, so ist es nicht erforderlich, die Umsetzung des Kohlenoxyds in durch Auswaschen od. dgl. leicht entfernbare Kohlensäure völlig durchzuführen, sondern man kann einen gewissen Gehalt an Kohlenoxyd dem Gase belassen.
Dadurch gewinnt der Prozess erheblich
EMI2.1
der Reaktion im Kontaktapparat erfolgt in bekannter Weise unter Verwendung eines geeigneten Katalysators, wie z. B. Eisenoxyd. Anstelle von Wasserdampf kann auch Wasser in flüssiger Form in die heissen Gase eingeführt werden, die dann die Verdampfung durch die ihnen innewohnende Wärme bewirken, sofern nur darauf geachtet wird, dass in dem Kontaktapparat 8 die für die Durchführung der Reaktion erforderliche Temperatur nicht unterschritten wird.
Die Temperatur der ersten Stufe des Verfahrens liegt bis etwa 1100 C und die der zweiten Stufe bei etwa 300-500 C. Mit 10 ist ein Kühlapparat für das regenerierte Gas, mit 11 eine Vorkompressionspumpe und mit 12 ein Waschturm zur Eutfernung der Kohlensäure bezeichnet. Durch den Kompressor 18
EMI2.2
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Gewinnung von Hydrierungsgas für die Hydrierung von Kohle und Kohlenwasserstoffen aus methanhaltigen Gasen, indem man diese mit Wasserdampf, zuerst bei hoher Temperatur (bis etwa 1100 C) und dann bei niedrigerer Temperatur (etwa 300-500 C) in Gegenwart eines Katalysators, z. B. Eisenoxyd, reagieren lässt, dadurch gekennzeichnet, dass man die Abgase der Hydrierung selbst in dieser Weise im Kreislauf immer wieder nutzbar macht.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Einwirkung der Gase in der zweiten Stufe bei der niedrigeren Temperatur so geregelt wird, dass ein Teil des Kohlenoxyds im regenerierten Gas erhalten bleibt.3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Hydrierungsgase nur teilweise dem Regenerierungsprozess unterworfen werden, während der Rest aus dem Kreislauf gezogen wird, um eine übermässige Anreicherung an Fremdgasen zu vermeiden, EMI2.3
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE106043X | 1924-12-18 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT106043B true AT106043B (de) | 1927-03-25 |
Family
ID=5650537
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT106043D AT106043B (de) | 1924-12-18 | 1925-12-04 | Verfahren zur Gewinnung von Hydrierungsgas für die Hydrierung von Kohle und Kohlenwasserstoffen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT106043B (de) |
-
1925
- 1925-12-04 AT AT106043D patent/AT106043B/de active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| EP0033401B1 (de) | Verfahren zum Entfernen von H2S, CO2, COS und Merkaptanen aus Gasen durch Absorption | |
| DE1768652A1 (de) | Verfahren zum herstellen von aethylen | |
| DE2501377A1 (de) | Verfahren zur energieerzeugung | |
| AT106043B (de) | Verfahren zur Gewinnung von Hydrierungsgas für die Hydrierung von Kohle und Kohlenwasserstoffen. | |
| DE435588C (de) | Gewinnung von Hydriergas fuer die Hydrierung von Kohle und Kohlenwasserstoffen aus Methan und Wasserstoff enthaltenden Gasen | |
| DE2440456C3 (de) | Verfahren zur Reinigung eines mit Kohlendioxid verunreinigten methanreichen Gases | |
| AT86234B (de) | Verfahren zur Aufarbeitung von Extrakten vegetabilischer Produkte. | |
| DE1567613A1 (de) | Verfahren zur zweistufigen Konvertierung kohlenmonoxidhaltiger Gasgemische,die Schwefelverbindungen enthalten | |
| DE382367C (de) | Verfahren zur Reduktion oder Hydrierung mit Kohlenoxyd | |
| AT223170B (de) | Verfahren zur Gewinnung von deuteriumangereichertem Wasserstoff und/oder deuteriumangereichertem Wasser | |
| AT114455B (de) | Verfahren zur Aufarbeitung der bei der Kohlehydrierung entstehenden Reaktionsprodukte. | |
| DE394497C (de) | Verfahren zur Herstellung von Hydriergas fuer die Aufspaltung von Kohlenwasserstoffen oder Kohle | |
| DE672221C (de) | Verfahren zur katalytischen Druckhydrierung von Kohlen oder Teeren | |
| AT200241B (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Entfernung von organischen Schwefel- und Stickstoffverbindungen und zur Beseitigung von Harzbildnern aus Kohlenwasserstoffen | |
| DE695575C (de) | nd anderen Verunreinigungen aus Gasen (Kohlendestillationsgasen) | |
| DE568543C (de) | Verfahren zur Gewinnung wertvoller organischer Produkte aus festen kohlenstoffhaltigen Stoffen | |
| DE1071886B (de) | ||
| DE669660C (de) | Verfahren zur Herstellung von fluessigen Kohlenwasserstoffoelen durch Druckhydrierung fester kohlenstoffhaltiger Stoffe | |
| DE593064C (de) | Verfahren zur Herstellung leichter, benzinartiger Kohlenwasserstoffe | |
| DE625739C (de) | Verfahren zur Vereinfachung der Aufarbeitung von Kokerei- und Schwelgasen | |
| DE2151816A1 (de) | Verfahren zur gleichzeitigen Erzeugung von Kohlenoxyd und Inertgas aus Kohlenwasserstoffen | |
| DE1043557B (de) | Verfahren zur katalytischen Raffination von Kohlenwasserstoffen mit wasserstoffhaltigen Gasen | |
| DE1248625B (de) | Verfahren zur Herstellung von reinem Wasserstoff | |
| DE685727C (de) | Gewinnung von Kohlensaeure aus solche enthaltenden Gasgemischen durch Waschen letzterer mit einer waesserigen Loesung von Dipiperidylen | |
| AT132183B (de) | Verfahren zur Gewinnung von destillatähnlichem Speisewasser. |