AT106460B - Sprengluft-Patrone. - Google Patents

Sprengluft-Patrone.

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  Sprengluft-Patrone. 
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 Diese Gewebehüllen lassen aber die flüssige Luft nicht gleichmässig durch und haben zufolge der Appretur keine aufsaugende Wirkung, wie dieses bei Lösch- und Filtrierpapier der Fall ist. Falls es sich bei den Stoffgeweben um ein loses Gewebe handelt, dringen die Patronenbestandteile durch und führen so ein Gefahrenmoment herbei, weil die Bestandteile mit flüssiger Luft gemischt ein Explosionsgemisch geben. 



   Die neue Erfindung bezieht sich auf eine Patronenaussenhülle aus einem flüssigkeitsdurchlässigen Papierstoff und Einfassung der Sprengluftpatronenbestandteile in eine solche leicht durchlässige Hülle. 



  Als Papierstoff kann man beispielsweise vorteilhaft Filtrier-,   Losch-od.   dgl.   durchlässigrs   Papier verwenden. 



  Eine solche Hülle hat gegenüber der Ausführung und Verwendung grober Gewebehiillen den Vorteil, dass die   durchlässige Papierstoffhülle   bedeutend billiger ist. Die Anfertigung erfordert kein besonderes Zunähen oder Abbinden der Patrone. Eine Papierstoffhülle gemäss der vorliegenden Ausführung erhält leichter die erforderliche Steifigkeit, welche auf das glatte Einführen in das Bohrloch erheblichen Einfluss hat. Besonders wenn die Patronenbestandteile nicht immer fest in eine Gewebehülle eingebracht werden, fehlt derselben die erforderliche Steifigkeit und die frühere Patronenhülle blieb beim Einführen in das rauhe Bohrloch vielfach hängen. Auch in dieser Hinsicht hat eine durchlässige Papierhülle, ganz abgesehen von ihrer Billigkeit einen grossen Vorzug.

   Infolge ihrer glatten, aber doch porösen, durchlässigen Oberfläche friert auch bei einem Bohrloch, in welchem sich feuchter Schwamm befindet, die Hülle nicht so leicht an und schaltet damit gleichzeitig ein Gefahrenmoment aus. Eine Gewebehülle dagegen mit ihrer rauhen Oberfläche friert, falls nicht schnell gearbeitet wird, leichter an und kann dann nicht gefahrlos bis zum Schluss des Bohrloches gebracht werden. Wesentlich ist ferner noch, dass der   flüssigkeitsdurchlässige   Papierstoff eine für den vorliegenden Zweck vorteilhafte hohe Aufsaugefähigkeit besitzt mit dochtartiger Wirkung ; jedoch die Sprengluftpatronenbestandteile selbst in feinster   Mahlung   nicht durch die durchlässige, entlüftende Papierstoffhülle herausdringen können, was sonst speziell bei und während der Sättigung gefährlich sein könnte. 



   Durch die Vereinigung   von flüssigkeitsdurchlassigem   Papierstoff wie Filtrier-,   Losch-od.   dgl. 



  Papier als Patronenhülle und gleichzeitiger Verwendung von Sprengluftpatronenbestandteilen erhält man eine Patrone, die sich leicht und schnell mit verflüssigten Gasen sättigen lässt und in bezug auf Sprengwirkung, Billigkeit und bequeme Handhabung allen Forderungen der Praxis entspricht. 



   Zur Ausführung des Verfahrens wickelt oder rollt man den durchlässigen Papierstoff einfach oder mehrwandig zusammen, in   Patronenfonn,   sieht durch Umschlagen u. dgl. einen Boden vor und füllt dann die Hülle mit den Sprengluftpatronenbestandteilen. Hienach verschliesst man die Hülle durch einfaches Umschlagen des oberen Hüllenrandes.

   Die mit einer solch   durchlässigen   Papierstoffaussenhülle ausgeführte Sprengluftpatrone ist von genügend fester, plastischer Beschaffenheit, um nach Art der knetbaren Sprengstoffe ein gutes Anlegen auch an unebene Teile der Bohrlochwandung zu sichern, insbesondere da eine solche Hülle eine genügende Handhabungsfestigkeit besitzt und auch eine schnelle   Sättigung   der Patrone durch die allseitig leicht durchlässige Hülle ermöglicht ist. 

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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Sprengluftpatrone, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülle aus leicht durchlässigem Papier, wie Filtrier-oder Loschpapier besteht. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT106460D 1918-06-25 1918-06-25 Sprengluft-Patrone. AT106460B (de)

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