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Absperrorgan für Rohrleitungen.
Die Erfindung betrifft ein Absperrorgan für Rohrleitungen. Von den bekannten Absperrorgane, wie Schiebern, Klappen, Brillen- und Kugelschiebern u. dgl., bietet jeder gewisse Vorzüge, denen auf der andern Seite Nachteile gegenüber stehen. Der Kugelschieber, der vielleicht als das vollkommenste der bisher bekannten Absperrorgane zu betrachten ist, weist jedoch den Nachteil auf, dass sich seine Dichtung- flächen vor der Öffnungsbewegung von der Anlagefläche abheben. Infolgedessen können leicht Fremdkörper in den Spalt gelangen und die Dichtheit in Frage stellen.
Die Erfindung vereinigt alle Vorteile bekannter Einrichtungen, ohne deren Nachteile aufzuweisen.
Gemäss der Erfindung erfolgt der Abschluss durch zwei quer zur Durchflussrichtung des Rohres gelagerte Walzen von einem Durchmesser, der etwas grösser ist als der Halbmesser des abzusperrenden Rohres. Jede der Walzen enthält eine halbzylindrische Aussparung entsprechend dem Rohrdurchmesser, so dass in der Offenstellung der Rohrquerschnitt vollkommen freigegeben ist.
Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 einen senkrecht zur Walzenachse geführten Längsschnitt durch das Absperrorgan in Offenstellung, Fig. 2 einen gleichen Schnitt in Schliessstellung, Fig. 3 eine Stirnansicht zum Teil im Schnitt, Fig. 4 eine Anordnung der Dichtungsleisten und Fig. 5 eine Draufsicht nach Wegnahme einer Abschlusshaube.
In dem Gehäuse 1 des Abschlussorganes sind die Walzen 2 mittels Zapfen. 3 drehbar gelagert. Die Walzenachsen liegen vorzugsweise in einer zur Achse des Gehäuses senkrechten Ebene. Die Walzen sind insbesondere zylindrisch und berühren einander in der zur Rohrachse senkreehten Erzeugenden. In den Walzenkörper sind teilzylindrische Aussparungen 20 angebracht, die sich zu einem Gesamtzylinder entsprechend dem lichten Durchmesser des Gehäuses 1 und des Leitungsrohres ergänzen, so dass der Durchflussquerschnitt des Rohres an der Stelle der Absperrwalzen bei der in Fig. 1 dargestellten Lage nicht eingeengt wird.
Die Walzen 2 durchdringen den Gehäusekörper 1 am oberen und unteren Rande. An diesen Stellen sind durch Deekel 21 abgeschlossene Hilfsräume 22 gebildet. Die Strömungsrichtung des Wassers ist durch einen Pfeil 23 in Fig. 1 angedeutet worden.
Um das Absperrorgan zu schliessen, werden die beiden Walzen im entgegengesetzten Sinne mit gleicher Winkelgeschwindigkeit gedreht, bis die nicht weggeschnittenen Walzenteile in die aus Fig. 2 ersichtliche Lage gelangen. Hiezu ist im Falle des Beispiels eine Drehung von etwa 1200 erforderlich.
Jetzt sind die Abschlussflächen der Walzen gegen die Strömungsrichtung in einer Weise geneigt, wie etwa die Stemmtore einer Schleuse. Der Wasserdruck sucht die Walzen an der Berührungskante 24 gegeneinander zu pressen, so dass hier eine Abdichtung ohne besondere Dichtungsmittel erzielt wird.
Zwischen dem Gehäuse 1 aut der Zuflussseite des Wassers und den Kammern 22 ist eine Dichtung nicht erforderlich. Dagegen ist zwischen Raum 22 und der andern Gehäuseseite eine Dichtungsleiste 4 vorgesehen, so dass an dieser Stelle ein Überströmen von Druckwasser verhindert wird. An den Stirnseiten der Walzen wird eine Abdichtung durch die in Fig. 4 besonders dargestellten Dichtungsleisten 5 gebildet, die in die Seitenwandung des Gehäuses 1 eingelassen sind und unter Wirkung von nachstellbaren Federn 10 stehen. Diese Dichtungsleisten sind in ähnlicher Weise wie die Sperrflächen der Walzen der Strömungsriehtung entgegen geneigt, so dass sie bei 25 ebenfalls durch den Wasserdruck gegeneinander
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