AT10722U1 - Wärmedecke zur wärmebehandlung, insbesondere von pferden - Google Patents

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AT10722U1
AT10722U1 AT0059108U AT5912008U AT10722U1 AT 10722 U1 AT10722 U1 AT 10722U1 AT 0059108 U AT0059108 U AT 0059108U AT 5912008 U AT5912008 U AT 5912008U AT 10722 U1 AT10722 U1 AT 10722U1
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Description

(ötSB-iiSt AT10 722 U1 2009-08-15
Beschreibung [0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Wärmedecke zur Wärmebehandlung, insbesondere von Pferden, mit wenigstens einer zwischen zwei Deckschichten angeordneten Heizmatte, die eine Trägerbahn für eine elektrische Widerstandsheizung zwischen bandförmigen Anschlusskontakten aufweist.
[0002] Zur Wärmebehandlung von Menschen oder Tieren ist es bekannt, Wärmedecken einzusetzen, die im Zuschnitt und in ihrer Form an die Anatomie der jeweils zu behandelnden Körperteile angepasst sein können. Übliche Wärmedecken sind mit einer elektrischen Widerstandsheizung ausgerüstet, die wenigstens einen in eine Trägerbahn eingebetteten Heizleiter aufweist. Um eine chemisch weitgehend inerte und daher einer chemischen Reinigung zugängliche Widerstandsheizung vorzusehen, wurde bereits eine Wärmedecke mit einer Heizmatte in einem Überzug vorgeschlagen (DE 198 20 698 A1), die eine Trägerbahn aus einem Faservlies mit bandförmigen Anschlusskontakten entlang einander gegenüberliegender Längsrandstreifen der Tragerbahn und zwischen diesen Anschlusskontakten verlaufende Kohlefaserstänge als elektrische Widerstandselemente umfasst. Nachteilig ist allerdings, dass sich wie bei herkömmlichen Heizdrähten aufgrund der für eine entsprechende Erwärmung erforderlichen Stromdichten eine erhebliche Belastung der zu behandelnden Lebewesen durch elektrische und magnetische Felder einstellt, wenn nicht für eine aufwändige Schirmung gesorgt wird. Dies gilt insbesondere für Lebewesen mit einer großen Körperfläche und daher mit einem entsprechenden Bedarf an Wärmeenergie, wie dies bei Pferden der Fall ist.
[0003] Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine Wärmedecke der eingangs geschilderten Art zur Wärmebehandlung, insbesondere von Pferden, so auszugestalten, dass trotz einer elektrischen Widerstandsheizung ein einfacher, gewichtssparender Aufbau der Wärmedecke gewährleistet werden kann, ohne eine erhöhte Belastung der zu behandelnden Lebewesen durch elektrische und magnetische Felder in Kauf nehmen zu müssen.
[0004] Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, dass die Widerstandsheizung wenigstens eine auf die Trägerbahn aufgebrachte Schicht aus durch ein Bindemittel gebundenem, feinkörnigem Kohlenstoff bildet.
[0005] Aufgrund der Beschichtung aus einem durch ein Bindemittel gebundenen, feinkörnigen Kohlenstoff, die an sich als Carbonlack bekannt ist und beispielsweise zur Kontaktierung elektronischer Bauteile eingesetzt wird, wird zwischen den randseitigen, bandförmigen Anschlusskontakten eine elektrisch leitende Flächenschicht erhalten, die beim Einsatz als Widerstandsheizung eine geringe Stromdichte ermöglicht und damit kaum eine Belastung des zu behandelnden Lebewesens durch elektrische und magnetische Felder mit sich bringt. Die Wirkung der erfindungsgemäßen Wärmedecke ist somit im wesentlichen auf eine Wärmestrahlung beschränkt, wobei die wärmestrahlenden Bereiche einfach vorgegeben werden können. Die Beschichtung, die vorzugsweise in Form einer feinkörnigen, elektrisch leitfähigen Russ- und Graphitpaste aufgetragen wird, kann im Siebdruckverfahren auf die Trägerbahn aufgebracht werden, was in einfacher Weise die Beschichtung beliebiger Abschnitte der Trägerbahn erlaubt. Über die Schichtdicke kann dabei eine Leistungsanpassung ohne besonderen Aufwand erreicht werden.
[0006] Der elektrische Anschluss der Beschichtung wird über entsprechende, die beschichteten Abschnitte zwischen sich mit einer elektrischen Spannung beaufschlagende, bandförmige Anschlusskontakte erreicht, die vor oder nach der Beschichtung auf die Trägerbahn aufgebracht werden können. Wegen der elektrischen Leitfähigkeit der Beschichtung entfallen sonst erforderliche Anschlussmaßnahmen zwischen den Anschlusskontakten und der Beschichtung.
[0007] Zur Energieversorgung kann die Heizmatte an ein elektrisches Netz, aber auch an einen Akkumulator bzw. eine Batterie angeschlossen werden. Die Leistungsregelung und damit die Regelung der abgestrahlten Wärmeenergie kann in herkömmlicher Weise mit Hilfe entspre- 1 /4 pateBiämt AT 10 722 U1 2009-08-15 ehender Steuereinrichtungen geregelt werden, wobei diese Steuereinrichtung vorzugsweise der Wärmedecke zugeordnet werden kann.
[0008] Damit die Wärmedecke großflächig Wärme an das zu behandelnde Lebewesen abstrahlen kann, empfiehlt es sich, die bandförmigen Anschlusskontakte entlang einander gegenüberliegender Randstreifen der Trägerbahn anzuordnen, sodass im wesentlichen die gesamte Fläche der Trägerbahn zur Wärmeabstrahlung genützt werden kann.
[0009] Da die Heizmatte bloß als Wärmestrahler wirksam werden soll, kann die Trägerbahn im Sinne eines Strahlungskörpers ausgebildet werden. Zu diesem Zweck kann die Trägerbahn vorteilhaft aus einer Glasfaserbahn bestehen, die sowohl als Glasfaservlies als auch als Glasfasergewebe zum Einsatz kommen kann, wobei der Carbonlack zumindest in einer Schicht auf die Glasfaserbahn aufgebracht wird. Damit Wärmeverluste vermieden werden, kann die Heizmatte auf der vom zu behandelnden Lebewesen abgekehrten Außenseite mit einer Wärmedämmung oder einer Wärmereflexionsschicht versehen werden, wie dies an sich bekannt ist.
[0010] In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt, und zwar wird eine erfindungsgemäße Wärmedecke zur Wärmebehandlung von Pferden in einer schematischen, zum Teil aufgerissenen Draufsicht gezeigt.
[0011] Die dargestellte Wärmedecke weist zwischen zwei Deckschichten 1 und 2 eine Heizmatte 3 auf, die eine Trägerbahn 4, vorzugsweise aus einem Glasfaservlies oder Glasfasergewebe, und eine auf dieser Trägerbahn 4 aufgebrachte Beschichtung 5 aus durch ein Bindemittel gebundenem, feinkörnigem Kohlenstoff umfasst. Diese als Carbonlack bekannte Beschichtung wird durch das Aufbringen einer leitfähigen, feinkörnigen Russ- und Grafitpaste im Siebdruckverfahren hergestellt und behindert nach dem Aushärten des üblicherweise organischen Bindemittels die Verformbarkeit der Trägerbahn 4 aufgrund der geringen Schichtdicke in keiner Weise.
[0012] Die Stromzuführung zu der Beschichtung 5 erfolgt durch bandförmige Anschlusskontakte 6, die über Anschlussleitungen 7 über einen Leistungsregler 8 an eine Spannungsquelle angeschlossen werden, sodass aufgrund der an die Anschlusskontakte 6 angelegten Spannung durch die Beschichtung 5 ein Strom fließt, der für eine entsprechende großflächige Erwärmung der Trägerbahn 4 und damit für eine Wärmebestrahlung des zu behandelnden Pferdes im Infrarotbereich sorgt. Um eine Wärmeabstrahlung auf der vom Pferdekörper abgewandten Außenseite der Wärmedecke zu unterbinden, kann die Wärmedecke eine Wärmedämmung bzw. eine Reflexionsschicht für die Wärmestrahlung auf der Außenseite der Heizmatte 3 aufweisen.
[0013] Die Erfindung ist selbstverständlich nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt. So können mehrere Strahlungsfelder zwischen entsprechend angeordneten Anschlusskontakten 6 vorgesehen werden, um die Wärmebehandlung auf bestimmte Bereiche des Pferdekörpers zu konzentrieren. Außerdem können solche Wärmedecken auch in Form von Fuß- oder Halsmanschetten eingesetzt werden. Für die Erfindung kommt es vor allem darauf an, eine elektrische Flächenheizung durch die Beschichtung einer Trägerbahn mit einem Carbonlack sicherzustellen, um eine Wärmestrahlung im Infrarotbereich zu ermöglichen, ohne eine merkliche Belastung durch elektrische und magnetische Felder in Kauf nehmen zu müssen. 2/4

Claims (3)

  1. äiiiMiicfiistses föföm-ittt AT 10 722 U1 2009-08-15 Ansprüche 1. Wärmedecke zur Wärmebehandlung, insbesondere von Pferden, mit wenigstens einer zwischen zwei Deckschichten angeordneten Heizmatte, die eine Trägerbahn für eine elektrische Widerstandsheizung zwischen bandförmigen Anschlusskontakten aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Widerstandsheizung wenigstens eine auf die Trägerbahn (4) aufgebrachte Schicht (5) aus durch ein Bindemittel gebundenem, feinkörnigem Kohlenstoff bildet.
  2. 2. Wärmedecke nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die bandförmigen Anschlusskontakte (6) entlang einander gegenüberliegender Randstreifen der Trägerbahn (4) verlaufen.
  3. 3. Wärmedecke nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerbahn (4) aus einer Glasfaserbahn besteht. Hierzu 1 Blatt Zeichnungen 3/4
AT0059108U 2008-10-16 2008-10-16 Wärmedecke zur wärmebehandlung, insbesondere von pferden AT10722U1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR3116495A1 (fr) * 2020-11-26 2022-05-27 Faurecia Sièges d'Automobile Elément de couverture pour désinfecter un élément de garnissage de véhicule

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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