AT107545B - Vorrichtung an Krafthämmern zur Sicherung sanften Anhebens des Bären. - Google Patents

Vorrichtung an Krafthämmern zur Sicherung sanften Anhebens des Bären.

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AT107545B
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brake
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Julius Dr Urbanek
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Julius Dr Urbanek
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  Vorrichtung an Krafthämmern zur Sicherung sanften Anhebens des   Bären.   
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   Es ist weiters bekannt, solche Bremsen mit Energiespeichern (Federn, komprimierte Luft u. dgl. ) zu     kombinieren. Endlich   ist bekannt, bei   Seilhämmrl'l1   zwischen Bär und Seil eine Feder einzuschalten, um die durch Schlappseilbildung bedingten Stösse beim Anheben des Bären zu   vermeiden.   



   Die vorliegende Erfindung betrifft eine zwischen Bär und Huborgan einzuschaltende Bremse, deren Bremskraft nicht nur von der   Bewegungsrichtung, sondern auch von   der   Grösse   des zurückgelegten   (Relativ-)   weges abhängt, und bei der der Höchstwert der Bremskraft so reichlich gewählt ist, dass er zum sicheren Heben des Bären ausreicht, starre oder federnde Mitnehmer also entbehrlich werden. 



   Der Erfindungsgedanke gestattet zahlreiche konstruktive Lösungen, von denen einige typische 
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   Bauformen   der Bremse und die Fig.   2,   4,7 und 9 die zugehörigen   Kraftwegdiagramme,     während   in Fig. 5 eine Einzelheit herausgezeichnet ist. 



   In   Fig. l bedeutet j !   den Bär mit einer nach oben konisch oder besser pyramidenförmig verjüngten Bohrung. 2 ist die Hubstange mit einem   Kopfe'3. Gegen letzteren stützt sich   der   pyramidenförmig   abgenommene Ring 4, der   zusammen   mit dem gleichfalls   pyramidenförmig   abgenommenen Ring 6 die Backen 5 nach aussen gegen die Lochwand presst. Die Feder 7 hält die Vorrichtung unter Spannung. 



  Federteller 8 und Mutter 9 bilden das Widerlager der Feder. 
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 dem Hubseil zu verbinden, während bei Stangenhämmern ein Energiespeicher nötig ist, weil infolge der nach unten zu abnehmenden Bremskraft ein freier Energierest in der Hubstange bleiben könnte, der eine Zertrüminerung der Vorrichtung zur Folge hätte. Der Energiespeicher kann bei Betätigung des   Hammers   durch ein   gasförmiges   Treibmittel in bekannter Weise in den Hubzylinder gelegt werden (z. B. Kompression des   Unterdampfes),   bei   mechanischem   Antriebe können Federn oder besser ein unter dem   Bremskopf   anzuordnender Luftpuffer, oder auch eine   Luft-oder Flüssigkeitsbremse   (z. B. nach der Patentschrift Nr. 77748) verwendet werden. 



   Eine Anordnung, die mit oder ohne Energiespeicher betrieben werden kann, zeigt Fig. 3. Ihr Hauptunterschied gegenüber der ersten Bauart ist die Hintereinanderschaltung zweier Bremsen, einer mit konstanter und einer mit veränderlicher Bremskraft. Die obere Bremse (Teile 2-9) entspricht 

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 Bremsfläche an abheben, um erst beim Hochgang wieder zur Wirkung zu kommen. Die obere Hälfte der Fig. 4 zeigt das Kraftwegdiagramm dieser Bremse. Der Wert von Pi ist gering, während   P2   wieder ein Vielfaches des Bärgewichtes betragen soll. 



   Die obere Bremse dient vornehmlich dem Heben des Bären, die untere hingegen hat   die   Aufgabe, die Energie der Hubstange beim Schlage zu vernichten. Sie wird so konstruiert, dass sie dem Abgange einen tunlichst hohen Widerstand entgegensetzt, also P3 > - Q (Q =   Bärgewicht),   während sie beim Aufgange nur mit einer Kraft   P4 < : Q wirken   darf, um das Hochgehen des Bremskolbens nicht zu verhindern. Das Verhältnis P3 : P4 lässt sich durch passende Wahl des Neigungswinkels der Pyramidenflächen an 10 und 12 in weiten Grenzen ändern. 



   Bei Verwendung eines Energiespeichers lassen sich die   Bremskräfte     vermindern   oder die Bremswege verkürzen. 



   Die in den Fig.   l   und 3 angedeuteten schrägen   Bremsfläehen können   als Ebenen ausgeführt werden, dann erhält der betreffende Teil des Bären die Gestalt einer hohlen Pyramide, die aber teuer herzustellen ist. Der einfache Kegel genügt wegen seiner veränderlichen   Flächenkrümmung   nicht. Dagegen erhält   man   geometrisch vollkommen entsprechende und verhältnismässig billig herzustellende   Bremsfläche,   wenn man sie als Teile von Zylindermänteln herstellt, deren Achsen die Kanten einer regelmässigen Pyramide bilden. Beispielsweise ist in Fig. 5 die Druntersicht unter das in den Bär eingekeilt zu denkende Stück 1'der Fig. 3 herausgezeichnet, aus der die Lage der Zylinder und ihrer Achsen deutlich zu ersehen ist. 



   Die Bauart nach Fig. 3 ergibt zwar ein sehr günstiges Kraftwegdiagramm, hat aber den Nachteil, dass sich die Backen 5 von der   Bremsfläche   abheben müssen. Dieser Nachteil lässt sich vermeiden, wenn man die Bremsflächen entsprechend krümmt. Wegen der Verschiebbarkeit der Bremsbacken muss die Krümmung eine gleichmässige sein. In erster Linie kommt als Bremsfläche die   Zylinderfläche   mit wagrechter Achse in Betracht, doch gestattet auch die   Kugelfläche   brauchbare Lösungen. 



   Fig. 6 zeigt eine Bremse mit zylindrischer   Bremsfläche.   Der Bär ist wieder mit 1 bezeichnet. 



  Die Hubstange mit 2. Auf der Hubstange sitzt fest die Nabe 15, an der die Stangen 16 angelenkt sind. Letztere tragen mittels der Bolzen 17 die Gleitschuhe 18 und die Bremsbacken 19. Gegen die   Nabe 15   
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 ausführen. Die Bogenbewegung der Backen hat zur Folge, dass die zwischen Bär und Backen auftretenden   Nonnalkräfte   das Hubgestänge in die gezeichnete Mittellage zu bringen suchen. Diese Kräfte   unterstützen   die Reibung der Backen am Bär, wenn die Backen von der Mitte weg (nach oben oder   unten)   bewegt werden, während sie bei der Bewegung der Backen gegen die Mitte zu der Reibung entgegenwirken. 



   In gleichem Sinne beeinflusst auch die zwischen dem Keil 21 und den   Gleitschuhen 18   auftretende Reibung, die von den Bremsbacken auf den Bär ausgeübten Kräfte. Bewegen sich die Backen von der Mitte weg, so müssen die Gleitschuhe 18 den Keil 21   unter Überwindung der Federkraft   von 20 nach oben   drücken.   Die Reibung zwischen den Teilen 18 und 21   unterstützt   die Feder, die Kräfte zwischen 1 und 19 werden daher vergrössert ; umgekehrt werden sie verkleinert, wenn sich die Backen 19 gegen die Mitte zu bewegen.

   Unter der Annahme eines Reibungskoeffizienten von   0-1 zwischen   Keil und Gleitschuhen und eines solchen von   0'3 zwischen   den mit einem   Friktionsbelag versehenen Bremsbacken   und dem Bär und unter der Voraussetzung, dass sich die Federkraft bei   grösster Auslenkung   des Keiles verdoppelt, ergibt sich das in Fig. 7 dargestellte   Kraftwegdiagramm.   Die Stufe in der Kurve ist eine Folge der Bewegungsumkehr des Keiles in der Mittellage der Backen. Dieses   Diagramm   zeigt, dass der Hauptteil der Bremswirkung erst in der zweiten Hälfte des jeweiligen Weges stattfindet.

   Das ist vorteilhaft, weil dadurch in allen Fällen eine genügende Länge des Bremsweges gesichert wird, indem die Bremsbacken bei jedem Kraftwechsel erst in der jeweils zweiten Hälfte ihres Weges zur Ruhe kommen können. 



   Die Keilbauart nach Fig. 6 hat zwar den Vorteil der grossen Stufe im Kraftwegdiagramm, aber auch Nachteile, vor allem den starken Anstieg der Kräfte bei grösserem Ausschlag der   Bremsbacken   und die dem   Staube ausgesetzten Gleitflächen.   



   Diese. Nachteile lassen sich durch die in Fig. 8 dargestellte Bauart vermeiden. Hier erfolgt die Anpressung der   Bremsbacken 19 durch Kniehebelwirkung   mittels der Laschen 22 die das   Querstück   23 unter dem Druck der Feder 20 der Strecklage zu nähern sucht. Durch passende Wahl der Verhältnisse kann das in Fig. 9 gezeichnete Kraftwegdiagramm erreicht werden. Auch hier tritt im Diagramm eine 
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 gleitende Reibung längs der Keilflächen. 



   Um zu verhindern, dass bei stark abgenutztem Bremsbelag sich die Laschen 22 zu weit der Strecklage nähern (Gefahr der Selbsthemmung des Kniehebels) kann ein Anschlag 24 angebracht. werden. 



   Bremsen nach den Fig. 6 und 8 sind gleichfalls für Seilhämmer verwendbar, allerdings wird hiebei hauptsächlich der obere Teil des Kraftwegdiagramms zur Wirkung kommen. 

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   Die Bauarten nach Fig. 6 und 8 lassen sich mit konstant wirkeuden Bremsen kontbinieren, ähnlich \\ie in Fig. 3 für die Konusbauart dargestellt. 
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 sondern bei entsprechend kräftiger   Ausführung   auch auf   Dampf-und Lufthämmer   anwendbar. 



   PATENT-AN SPRÜCHE :
1. Vorrichtung   an Krafthämmern   zur Sicherung sanften Anhebens des Bären,   gekennzeichnet   durch Einschaltung einer Reibungsbremse zwischen Bär und Huborgan, deren Bremskraft sich in Abhängigkeit von der relativen Stellung der Bremsbacken gegen den Bär ändert.

Claims (1)

  1. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die schrägen Bremsfläche als Teile von Zylinderflächen ausgebildet sind, deren Achsen die Kanten einer regelmässigen Pyramide bilden.
    3. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Verwendung gekrümmter Brems- flächen, zwecks Unterstützung der eigentlichen Bremskraft durch eine Komponente der zwischen den Bremsflächen auftretenden Normalkraft.
    4. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Kombination einer Reibungsbremse mit nach dem Wege veränderlicher Bremskraft mit einer solchen von konstanter Bremskraft.
    5. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Kombination einer Reibungsbremse mit nach dem Wege veränderlicher Bremskraft mit einem Luftpuffer, einer Luft-oder Flüssigkeitsbremse. EMI3.2
AT107545D 1926-10-29 1926-10-29 Vorrichtung an Krafthämmern zur Sicherung sanften Anhebens des Bären. AT107545B (de)

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