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Verfahren und Einrichtung zum Abkühlen von Glasgegenständen in einem Tunnelofen.
Gegenstand der Elfindung sind ein Verfahren und Einrichtungen zum Abkühlen von Glasgegenständen in einem Tunnelofen.
Das wesentliche Kennzeichen des Verfahrens besteht darin, dass ein Heizmittel in einem Zug nahe der einen, ein Kühlmittel in einem Zug nahe der andern Tunnelwand durchgeführt wird, wobei um die Heizwirkung stufenweise herabzusetzen, in Intervallen in den Heizmittelstiom ein Kühlmittel eingeführt wird, während die Wirkung des Kühlmittelstromes unabhängig in über seine Länge verteilten Abständen geregelt wird.
In den Zeichnungen sind Ausführungsbeispiele der für die Durchführung des neuen Verfahrens dienenden erfindungsgemässen Einrichtungen veranschaulicht. Fig. 1 zeigt im vertikalen Längsschnitt einen Ofen gemäss der Erfindung, Fig. 2 im grösseren Massstab, teilweise im Längsschnitt, teilweise in Seitenansicht das Eintrittsende des Ofens, Fig. 3 ist eine ähnliche Ansicht eines andern Teiles des Ofens mit den Öffnungen, welche die Temperatur in den Wärme-und Kühlkanälen regeln. Fig. 4 zeigt im Längsschnitt einen andern Teil des Ofens, Fig. 5 ist ein Längsschnitt durch das Austrittsende des Tunnels.
Fig. 6 zeigt in Seitenansicht den Sortiertisch und den die Fördervorriehtung betätigenden Mechanismus. Fig. 7 ist ein Horizontalschnitt nach 7-7 und Fig. 8 ein Vertikalschnitt nach 8-8 der Fig. 2. Fig. 9 ist ein Querschnitt nach 9-9 der Fig. 4 und veranschaulicht die durch Klappen, Dämpfer od. dgl. geregelten Öffnungen der Heiz-und Kühlkanäle. Fig. 10 ist ein Schnitt nach 10-10 der Fig. 5, Fig. 11 ist ein Schnitt nach 11-11 der Fig. 6. Fig. 12 zeigt im Horizontalschnitt ein Ausdehnungsgelenk im äusseren Gehäuse des Tunnels. Fig. 13 gleichfalls im Horizontalschnitt ein Gelenk zwischen zwei benachbarten Abschnitten einer Tunnelseitenwand, Fig. 14 in Draufsicht ein Förderband aus offenem Drahtgewebe. Fig. 15 zeigt schematisch abwechselnd nach rechts und links gewebte Abschnitte.
Gemäss Fig. 1 besteht der Ofen aus einem in Zonen geteilten Tunnel A, einem unterhalb des Eintrittsendes angeordneten Feuerraum B, den Heizkanälen C, welche mit dem Feuerraum in Verbindung stehen und unterhalb des Tunnels in dessen Längsrichtung verlaufen, den Kühlkanälen D, die sich über dem Tunnel in dessen Längsrichtung erstrecken, einer Zug erzeugenden Vorrichtung E, die mit den Heizund den Kühlkanälen in Verbindung steht, einem die Gegenstände amAustiittsende des Kanals sortierenden Tisch F, einer endlosen Fördervorrichtung G aus offenem Drahtgeflecht,
deren die Gegenstände tragender Strang den Tunnel und den Sortiertisch F durchquert und deren leeres Trumm dem Eingangsende des Tunnels unterhalb des Ofens wieder zugeführt wird und einem Antrieb H für die Fördervorrichtung.
Die Abschnitte des Tunnels sind miteinander an den Stossstellen fest verbunden und werden von
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vertikal verstellbaren Ständern 3 getragen sind. Der Tunnel ist vom heissen Eintrittsende gegen das kalte Austrittsende zu seicht nach abwärts geneigt, um denDurchgang der Luft in einer der Durchfuhr der Ware entgegengesetzten Richtung durch den Tunnel zu bewirken. Das Durchströmen der Luft durch den Tunnel genügt zweckmässig nicht, um das Einsti ömen von kalter Luft beim heissen Ende des Tunnels zu verhindern, ohne notwendigerweise ein wesentliches Abkühlen der Ware hervorzurufen.
Eine derartige Kühlung durch einen in der Längsrichtung verlaufenden Luftstrom kann, wenn erwünscht, zu einem geringen
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liche, in der Querrichtung sich fortpflanzende Ströme unterbrochen wird, wodurch eine schädliche Wirkung durch schiehtenförmige Lagerung der Luft bei verschiedenen Temperaturen verhindert wird. Diese ört-
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liehen Wärmeübertragungsströme quer zum Längsstrom bewirken das Kühlen des Längsstromes und erzeugen eine gleichförmige Temperatur in jeder Querzone des Tunnels.
Jeder vorzugsweise aus Gusseisen hergestellte Abschnitt des Tunnels besitzt einen Boden 4, Seitenwände 5 und eine Decke 6. Die Böden 4 umschliessen gehäuseartig eine Anzahl paralleler Längskanäle 7, welche aneinanderstossend die Heizkanäle 0 bilden. Die Wände zwischen den Kanälen 7 sind kürzer als die Abschnitte, so dass Durchlässe entstehen, um einen gleichmässigen Zig in allen Kanälen 0 zu gewählleisten.
Das Eintrittsende des Bodens 4 des ersten Abschnittes ist, wie bei 8 (Fig. 2) dargestellt, mit dem rückwärtigen Ende eines Gehäuses 9 und dieses bei 10 an die Träger 1 des Tragrahmens fest vernietet und bildet das vordere Ende der Heizkanäle C. Das Vorderende jedes Bodens 4 ist mit dem rückwärtigen Ende des Bodens des vorhergehenden Abschnittes bei 11 (Fig. 2) verschraubt. Das Vorderende jedes Bodens 4 wird von Rädern 12 getragen, die auf Schienen 13 der Träger 1 laufen. Das rückwärtige Ende des Gehäuses 9 und die rückwärtigen Enden jedes Bodens 4 sind mit Sitzflächen 14 ausgestattet, die mit an den vorderen Enden jedes Bodenteiles 4 vorgesehenen Flanschen 15 teleskopartig zusammenwirken.
Die Stossfugen zwischen den Bodenteilen werden durch hitzebeständigen Zement fest verschlossen, um das Eindringen der durch die Heizkanäle 0 streichenden Gase in den Tunnel und um auch das Eindringen von Aussenluft in die Heizkanäle unmöglich zu machen.
Die Seitenwände 5 der Tunnelabschnitte sind mit ihren zugehörigen Bodenteilen 4 bei 16 verschraubt und deren vordere Enden sind zu abgesetzten Flanschen 17 (Fig. 13) ausgebildet, die mit den rückwärtigen Enden der zugehörigen Wände des vorhergehenden Abschnittes verbunden sind.
Die oberen Teile 6 aller Abschnitte des Tunnels werden von den Seitenwänden 5 getragen und sind mit einer Anzahl in der Längsrichtung verlaufender Rippen 18 ausgestattet, welche die Decke des Tunnels bilden, die eine verhältnismässig grosse hitzeausstrahlende Fläche abgibt, im Vergleich zur Breite des Tunnels. Die Seitenwände der Rippen 18 verlaufen in einem derartigen Winkel, dass die ausgestrahlte Wärme nach abwärts gerichtet wird in einem zur Senkrechten geneigten Winkel und die von den Stellen auf einer Seite der Senkrechten ausstrahlende Wärme aufnehmen, wodurch die Temperatur in der Querrichtung des Tunnels ausgeglichen wird.
Auf ungefähr ein Drittel der Länge des Tunnels vom Eintrittsende sind die oberen Teile 6 gemäss Fig. 8 offen, für den restlichen Teil des Tunnels jedoch auch gehäuseartig ausgebildet (Fig. 9) und bestehen aus parallelen, in der Längsrichtung verlaufenden Zügen 19, welche die Kühlkanäle D bilden, wenn die oberen Teile mit ihren Enden aneinanderstossen.
Die Heizung des Ofens erfolgt mittels eines Brenners 20, dessen Flamme durch eine Öffnung 21 hindurch in eine im Feuerungsraum B (Fig. 7) angeordnete Verbrennungskammer 22 geleitet wird.
Nach dem Eintritt der Flamme in die Verbrennungskammer 22 trifft sie auf eine schräg vorspringende Platte 23 und wird dadurch nach den in Fig. 7 durch Pfeile angedeuteten Richtungen abgelenkt. Die Verbrennungsprodukte gelangen aus der Kammer 22 durch eine in der Zwischenwand 25 vorgesehene Öffnung 24in die Mischkammer 26, wo sie auf eine Ablenkplatte 27 aufschlagen, welche die Verbrennungprodukte nach rückwärts ablenkt und dann in seitlicher Richtung in der Kammer 26 verteilt. Ein Kanal 28 (Fig. 8) stellt die Verbindung zwischen der Aussenluft und der Mischkammer 26, u. zw. unmittelbar hinter der Ablenkplatte 27 her und führt den Verbrennungsprodukten, bei deren Eintritt in die Kammer 26, Luft zum Verdünnen zu.
Die durch den Kanal 28 eintretende Luftmenge kann durch einen Schieber 29 geregelt werden, der an der Seitenwand des Feuerraumes B vorgesehen ist.
Die Verbrennungskammer 22 sowie die Mischkammer 26 sind innen mit Belegen 30 aus feuerbeständigem Material und aussen mit Belegen 31 aus die Hitze isolierenden Ziegeln verkleidet, die wieder von pulverigen Isoliermaterial 32, wie Kieselgur od. dgl. umgeben sind. Das Ganze umgibt ein Metallgehäuse 33, das auf verstellbaren Füssen oder Untersätzen 24 montiert ist und den vorderen Träger der rinnenförmigen Längsträger 1 bildet.
Von der Mischkammer 26 gelangen die Verbrennungsprodukte in eine den Zug ausgleichende Kammer 36, u. zw. durch in der Vorderwand der letzteren in Abständen angeordneten Öffnungen 35 ; nun streichen die Verbrennungsprodukte nach aufwärts in eine den Zug regelnde Kammer 37 und in die Kammer 9, welche. das vordere Ende der Heizkanäle C bildet. Rohre 88 gestatten den Eintritt von Aussenluft in die Kammer 36. Diese Rohre sind mit austauschbaren Abschlusskappe 39 versehen, die Lufteinlassöffnungen besitzen und eine gleichmässige Verteilung des Zuges in der Querrichtung der Kanäle ermöglichen. Die Öffnungen in den Abschlusskappe ermöglichen auch die Beobachtung des Verbrennungvorganges in dem Feuerraum.
Ein in der Kammer 37 vorgesehener Dämpfer 40 ermöglicht das Regeln der Zugluftmenge im Feuerraum B und in den Heizkanälen C.
Heisse Gase und Kühlluft werden mittels einer gemeinsamen, den Zug erzeugenden Saugvorrichtung E durch ihre Kanäle 0 und D gesaugt. Diese Vorrichtung besteht aus einem motor betätigten Ventilator 41 oben am Tunnel in der Nähe des Austrittsendes, an den eine Trommel 42 angeschlossen ist, die mit zwei vertikalen Kaminen 43 in Verbindung steht. An jeder Seite des Ofens ist ein derartiger Kamin vorgesehen und die die unteren Enden der beiden Kamine sind an einen Querkamin 44 unter dem Ofen angeschlossen, der mit sämtlichen Kanälen C durch einen ansteigenden Längskamin 45 (Fig. 5) in Ver-
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bindung steht.
Letzterer ist mit einem Dämpfer 46 versehen, der gemeinsam mit dem Dämpfer 40 zwecks Regelung des Zuges in den Heizkanälen mittels eines auf der Stange 47 verschraubbaren Handrades 48 betätigbar ist.
Die Trommel 42 steht auch in Verbindung mit den Kiihlkanälen D, u. zw. durch Vermittlung einer oberhalb des Ofens verlaufenden Längsleitung 49, die ihrerseits in Abständen mit allen Kühlkanälen D durch mit Dämpfern 51 versehene Kanäle 50 in Verbindung steht (Fig. 3 und 4). Wie Fig. 1 zeigt, tritt die kühlende Aussenluft beim Austrittsende des Tunnels in die Kanäle D und wird durch letztere in einer dem Durchströmen der heissen Gase durch die Kanäle C entgegengesetzten Richtung gesaugt.
Gemäss Fig. 5 ist in der Leitung 49 auch ein Dämpfer 52 vorgesehen, dessen Betätigung mittels eines auf der Stange 53 verschraubbarenHandrades erfolgt und der den Zug in sämtlichen Kühlkanälen regelt.
Die Temperaturen in den Kanälen C können dadurch geregelt werden, dass die die Verdünnung bewirkende Aussenluft in diese Kanäle durch Vermittlung einer Anzahl von Verbindungskanälen 55 eingelassen wird. In den Verbindungskanälen 55 angeordnete Dämpfer 56 ermöglichen das Regeln der in die Heizkanäle eintretenden Verdünnungsluft. Die Dämpfer 51 und 56 sind mit Betätigungshebeln 57 bzw.
58 ausgestattet, die über Segmentscheiben 59 bzw. 60 arbeiten, wodurch das Öffnen der Drosselorgane genau bestimmbar ist.
Wie bei 60a in Fig. 5 veranschaulicht ist, sind die rückwärtigen Enden der Heizkanäle C gegenüber der Aussenluft abgeschlossen und sofern die Kanäle 43 mit den Kanälen C vor dem letzten Verbindungkanal 55 in Verbindung stehen, strömt Kühlluft durch die Kanäle C auf eine kurze Strecke vorwärts in die Nähe des Austrittsendes des Tunnels, wo ein rascheres Abkühlen der Ware erwünscht ist.
Durch die richtige Einstellung der Schieber 51 und 56 in den Verbindungskanälen 50 bzw. 55 können in den Kanälen C und D und in den benachbarten Teilen des Tunnels die erwünschten Temperaturabstufungen erzielt werden, d. h. der Charakter der Tempelaturkurven, die durch Aufzeichnen der Temperaturen als Ordinaten mit Bezug auf die Distanz entlang des Ofens als Abszisse in den Heizkanälen und Kühlkanälen erreicht werden, ist bestimmt durch die Anzahl und Anordnung der gegen die Aussenluft geöffneten Schieber und das Ausmass, in dem die letzteren geöffnet sind. Z.
B. je geringer die in die vorderen oder heisseren Teile der Heizkanäle C eintretende Menge von verdünnender Aussenluft ist und die darin vorhandenen Gase kühlt, auf um so grössere Strecken wird die Wärme in diesen Kanälen die
Temperaturen entlang dem Tunnel beeinflussen ; je geringer die aus den rückwärtigen oder kühleren Enden der Kühlkanäle D austretende Kühlluftmenge ist, desto grössere Strecken dieser Kamine durchstreicht die Kühlluft.
Daraus folgt, dass durch Regeln des Verdünnungsgrades und des Abkühlens der in den Heizkanälen enthaltenen Gase und durch Regeln der aus den Kühlkanälen D durch die Verbindungskanäle 50 entweichenden Kühlluftmenge und ferner durch die Bestimmung der Dämpfereinstellung, nicht nur die sich ergebenden Temperaturabstufungen der oberen und unteren Kanalteil nach Wunsch geregelt werden können, sondern auch die Stelle oder Zone des Maximalabfalles der Temperaturkurven in der Längsrichtung des Kanals verschoben werden kann.
Durch derartiges Erwärmen des Tunnelbodens, um nach aufwärts streichende Konvektionsstrome zu erhalten und durch Kühlen des oberen Teiles des Kanals, um nach abwärts sich bewegende Konvektionsströme hervorzurufen und durch unabhängiges Regeln des Heiz- oder Kühlgrades, kann der Grad der Bewegung der im Tunnel sich fortpflanzenden Ströme nach Wunsch geregelt werden, wodurch eine im
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kommt) in der Vertikalrichtung in jedem Querabschnitt oder Zone des Tunnels ermöglicht wird.
Leitungsverluste an der im Tunnel und in den Heizkanälen enthaltenen Wärme ist dadurch auf das Mindestmass beschränkt, dass der Tunnel mit die Wärme isolierendem Material 61 in Gestalt von pulverigem Kieselgur od. dgl. umgeben ist. Dieses Material ist in einem äusseren Gehäuse eingeschlossen, das aus folgenden Teilen besteht : horizontalen Platten 62, die unterhalb des Tunnels von den Trägern 1 und 2 getragen werden ; Winkeleisen 6. 3, die an den Seitenwänden des Bodens 4 befestigt sind und über die Rollen 12 hinausragen (Fig. 9) ; Seitenplatten 64, deren untere Enden an dem Winkeleisen 63 befestigt sind und deren Abstand von den Seiten des Kanals durch Distanzbolzen 65 gesichert wird ; und Deckplatten 66, die oberhalb des Kanals in horizontaler Richtung verlaufen und deren äussere Kanten an den Seitenplatten 64 befestigt sind.
Zwischen den vertikalen Kanten der Seitenplatten 64 sind Expansionsgelenke vorgesehen (Fig. 12), welche aus einer Schiene 67 und einem Zwischenstück 68 bestehen, die an eine der Platten 64 befestigt sind und die verschiebbar die übereinandergreifenden Kanten der benachbarten Seitenplatten festhalten.
Gemäss Fig. 4 kann die Stärke der Isolation 61 gegen das 1 iickwärtige Ende des Ofl'ns zu verringl'1t werden oder wie dies Fig. 5 zeigt, vollständig fortfallen.
Der Sortiertisch F besteht aus parallelen Längsträgern 69 (Fig. 6 und 11), deren vordere Enden von dem Gestell des Ofens, deren rückwärtige Enden vom Rahmen 70 des Riemenantriebes H getragen werden. In Abständen von den Trägem 69 getragene Rollen 71 bilden eine Stütze für die Fördervor- richtung bei ihrem Austritt aus dem Tunnel.
Gemäss Fig. 6 geht die Fördervorrichtung über eine im Rahmen 70 drehbar gelagerte Rolle 72 und dann nach vorne und um eine Trommel 7. 3, die auf einer im Rahmen 70 drehbar befestigten Welle 74
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angeordnet ist. Bei der Stelle an der das Band die Trommel 73 verlässt, geht es über eine Rolle 75 nach rückwärts, deren Enden in Gleitböcken 76 drehbar gelagert sind. Letztere sind in Führungen 77 angeordnet. Die Trommel 73 und die Rollen 75 sind mit nachgiebigen, das Gleiten verhindernden Belegen 78 und 79 (Gummi od. dgl. ) überzogen. Die Rolle 75 wird durch Schrauben 80 an das Band G gedrückt, die in den Führungen 77 verschraubt sind und an den Gleitböcken 76 ruhen.
Die Trommel 73 und Rolle 75 werden durch ein Sprossenrad 81 in Umdrehung versetzt, das auf einer Welle 82 sitzt, die eine Schnecke 83 trägt. Diese greift in ein auf der Welle 84 befestigtes Schneckenrad 83a. Ferner greift ein auf der Welle 84 aufgekeiltes Zahnrad 85 in ein auf der Welle 87 befestigtes Zahnrad 86, die auch ein Zahnrad 88 trägt, das mit einem auf der Trommel 73 befestigten Zahnrad 89 in Eingriff steht. Letzteres wirkt mit einem auf der Rolle 75 befestigten Zahnrad 90 zusammen, wodurch die Trommel und Rolle mit derselben Umfangsgeschwindigkeit angetrieben werden.
Nachdem das Förderband G die Rolle 75 verlassen hat, bewegt es sich vorwärts unterhalb einer Rolle 91 und nun nach aufwärts, geht über eine Leitrolle 92 und von hier nach rückwärts. Die Leitroll} 98 is t auf einer Welle 93 befestigt, auf deren beiden Enden Zahnräder 94 angeordnet sind, die mit an Trägern 69 befestigten Zahnstangen 94a zusammenwirken.
Durch Verdrehen der Welle 93 mittels einer Km bel 95 können die Rollen 92 in der Längsrichtung des Tisches F bewegt werden, um ein Durchhängen des Förderbandes zu beseitigen. Nachdem das Band G die Rolle 92 verlassen hat, ist es nach aufwärts über eine Rolle 96 geführt, die von den Trägern 69 getragen wird, und nun ist das Förderband unterhalb des Ofens über an den Füssen 3 befestigten Rollen 97 geführt.
Am vorderen oder Eintrittsende des Ofens wird der untere Teil des Förderbandes G zwischen unterhalb dem Feuerraum B (Fig. 2) vorgesehenen Rollen 98 unterstützt. Nachdem das Förderband diese Rollen verlassen hat, geht es nach aufwärts und parallel zum vorderen Ende des Feueiraumes und hierauf über eine beim Eintritt des Tunnels angeordnete Rolle 99, von der das Band über das Gehäuse 9, unter eine Schutzplatte 100 und in das Vorderende des Ofentunnels geführt ist.
Am Vorderende des Tunnels ist eine Tür 101 in Führungen 102 vertikal verschiebbar gelagert, die heb-und senkbar ist, um den oberen Teil des Tunnels abschliessen zu können, während genügend Raum zum Eintritt der Glasgegenstände in den Ofen verbleibt. Die Betätigung der Tür erfolgt mittels auf Stangen verschraubbaren Handrädern-M, erstere sind in einem Rahmen 105 gelagert. Wurde die Tür in der gewünschten Höhe eingestellt, so kann sie durch in den Führungen 102 vorgesehene Schrauben 106 in Stellung gehalten werden.
Das Austrittsende des Tunnels ist durch eine Tür 107 verschliessbar, deren oberes Ende an die Decke 6 des letzten Tunnelabschnittes angelenkt und mit bogenförmigen Seitenflansehen. MS ausgestattet ist, um den Eintritt von überschüssiger Aussenluft in den Tunnel zu verhindern. Die Tür kann genügend weit geöffnet werden, damit die Gegenstände unterhalb derselben hindurchtreten können und sie kann in dieser Höhe durch eine Stange 109 festgestellt werden, die verstellbar an einem Rahmen 110 befestigt werden kann, der am Boden der den Zug erzeugenden Vorrichtung E angenietet ist.
Das Förderband G ist weitmaschig und der verhältnismässig geringe Aufwand an Metall sichert eine niedere Wärmekapazität, eine grosse, die Hitze ausstrahlende Oberfläche im Vergleich zum Material, maximale Wärmestrahlung durch die Öffnungen des Förderbandes und geringste Berührung mit den Gegenständen und mit dem Boden des Tunnels.
Da die Temperatur über die ganze Länge des Tunnelbodens-im wesentlichen jener der Heizkanäle C entspricht und da die Temperaturen in diesen durch richtiges Einstellen der Dämpfer 56 in den Verbin- dungskanälen 55 geregelt werden können, kann auch die Temperatur des die Gegenstände tragenden Teiles des Förderbandes während seines Durchganges durch den Tunnel im wesentlichen auf der Temperatur dieses letzteren erhalten werden. Bei den bisher bekannten Öfen mit verhältnismässig massiven Förderbändern von relativ hoher Wärmekapazität besitzen diese eine niedrigere Temperatur als das Eintrittsende des Tunnels und eine höhere Temperatur als in den Kühlzonen des Kanals herrscht.
Das Gewebe des Förderbandes G besteht vorzugsweise aus ineinander verschlungenen, zickzackförmigen Drähten 111 (siehe Fig. 14). Dadurch wild ein Gewebe mit diagonalen Rippenflächen gebildet die dem Förderband das Bestreben erteilen, sich durch die Berührung mit den Rollen oder andern unterstützenden Teilen seitlich zu verschieben. Dieser Nachteil wird bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel dadurch beseitigt, dass das Förderband abwechselnd mit Abschnitten 112 und 113 ausgestattet ist, die von rechts bzw. linksgängigen Schraubenlinien gebildet werden (Fig. 14 und 15).
Dadurch wird das Bestreben eines Teiles des Förderbandes, sich in einer Richtung zu verschieben, verhindert, u. zw. durch das Bestreben des andern Förderbandteiles sich in entgegengesetzter Richtung zu verschieben.
Es ist auch ersichtlich, dass die Konstruktion und die Art des Durchzuges der heissen Gase und Kühlluft durch die Kanäle durch Saugwirkung das schädliche Eindringen dieser Medien in den Tunnel auf ein Minimum herabmindert. Ferner infolge des Unterstützen des Tunnels auf seine ganze Länge durch reibungsverhindernde Vorrichtungen werden Ausdehnungsgelenke oder andere Verbindungen zwischen. den Abschnitten des Kanals entbehrlich, durch welche Ritzen gebildet oder entstehen können und der Kanal kann sich als Einheit auf seiner Bettung in der Längsrichtung ausdehnen.
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Zone von allmählich abnehmender Temperatur befördert und verlassen endlich im gekühlten Zustand durch das Austrittsende den Tunnel.
Tiotzdem sich das Glas bereits gesetzt hat, ist es manchmal noch zu
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tungen durch Strahlung und Ubeitragung. Haben die Gegenstände eine deraitige Temperatur erreicht, dass sie bequem angefasst werden können, so werden sie von der Fördervorrichtung entfernt, geprüft und von den an jeder Seite des Tisches E stehenden Personen verpackt. Nachdem das Förderband das Ende
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dIs Tunnels zu dessen Eintrittsende.
Durch richtiges Einstellen der in den oberen und unteren Kanälen vorgesehenen Schieber kann die Temperatur des Tunnels den auskühlenden Gegenständen entsprechend geregelt werden.
Ist beispielsweise der Wärmeinhalt des Gegenstandes im Zeitpunkt seiner Einführung in den Ofen unzulänglich, um die im Glas vorhandenen Spannungen auszulösen, so muss der Gegenstand von
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auf einen Teil ihrer Länge genügend hoch gehalten, um den Tunnel auf eine entsprechende Strecke auf eine Temperatur zu bringen, durch welche die im Glas vorhandenen Spannungen innerhalb angemessener Zeit ausgelöst werden. Während dieses besonderen Teiles ihrer Länge dienen die Kanäle 20 als Heizkanäle.
Nachdem die Ware diese Temperatur erreicht hat, kann der Kühlvorgang seinen Anfang nehmen und die Schnelligkeit, mit der das Auskühlen von diesem Punkt aus stattfindet, wird durch geeignetes Einstellen der verschiedenen Schieber bestimmt. Es kann der Fall eintreten, dass infolge der besonderen Beschaffenheit des Gegenstandes eine Beschleunigung des kühlvorgangs wünschenswert erscheint,
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ausgenutzt, u. zw. durch das Einstellen der Dämpfer 49 derart, dass die Temperatur in diesen Kanälen unter die Temperatur der Gegenstände erniedrigt wird.
Es kann auch der Fall eintreten, dass die Ware eine genügende Aufgangswärme besitzt, um die Spannungen auszulösen, nachdem die Wärme sich gleichmässig verteilt hat. Hier ist es nicht notwendig. die Ware einer zusätzlichen Wärme zu unterwerfen und daher können die Kanäle 20 nicdtigere Tempe- natur als die Ware besitzen, so dass diese Kanäle auf ihre ganze Länge als Kühlkanäle wirken. In diesem Fall ist die Temperatur in den Kanälen 20 zwar niedriger als jene der Ware. jedoch genügend hoch. um den Wärmeabfall auf den richtigen Umfang zu begrenzen.
Die Klappen 49 in den Kanälen 20 ermöglichen die verschiedenartigste Kontiolle der Temperatmcn in diesen Kanälen. da der aus Metall bestehende Boden des Tunnels sich den in diesen Kaminen herrschenden Temperaturen genau anpasst. Daher kann durch richtige Betätigung der Klappen 49 der Kanäle 20 der Austausch der Wärme zwischen der Ware und dem metallischen Tunnelboden genau@stens reguliert werden.
Infolge der oben beschriebenen Merkmale, wie Konstruktion'der Tunnelwände, die eine gute Isolierung, Ausstrahlen und Zurückwerfen der Wärme ermöglichen. ferner durch die gewellte obere Wand. die gleichmässige transversale Wärmewirkungen hervorruft und durch die Trennung der ober-und unterhalb des Tunnels angeordneten Kanäle mittels deren Metallwänden, die den Umfang der Konvektionsströme im Tunnel regeln, kann die Temperatur der Ware in irgendeiner Transversalzone des Tunnels nahezu so gleichförmig sein, dass sie sich dem idealen Zustand nähert. Die Temperatur in irgendeiner Transversalzone des Tunnels ist. soweit deren Einfluss auf den Gegenstand in Betracht kommt, nahezu die gleiche oben. unten. an den Seiten und in den Ecken dieser Zone.