AT1080U1 - Beladeeinrichtung - Google Patents
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Description
AT 001 080 Ul
Die Erfindung bezieht sich auf eine Beladeeinrichtung für in einem Strom von auf einer Fördereinrichtung ankommende Aufnahmebehälter, wobei die Aufnahmebehälter im Bereich eines über eine Zuführeinrichtung mit einem abzugebenden Gut beschickbaren Fülltrichter anhaltbar sind.
Bei einer Art von bekannten derartigen Beladeeinrichtungen wird die Fördereinrichtung, z.B. ein Förderband, angehalten, wenn sich ein Aufnahmebehälter unter dem einzigen Fülltrichter befindet, wobei die Aufnahmabehälter mit geringem Abstand voneinander auf der Fördereinrichtung gefördert werden können. Dabei ist es auch erforderlich, den Fülltrichter, die eine stets offene Abgabeöffnung aufweisen, zu jenem Zeitpunkt zu beschicken, zu dem sich ein Aufnahmebehälter unter dem Fülltrichter befindet, bzw. die Fördereinrichtung muß so lange angehalten werden, bis der entsprechende Aufnahmebehälter befüllt ist.
Dabei ergibt sich jedoch der Nachteil, daß häufig relativ große Massen, die durch die Fördereinrichtung und die Aufnahmebehälter bedingt sind, beschleunigt und abgebremst werden müssen, wodurch ein entsprechender Energiebedarf gegeben ist. Außerdem ergibt sich aufgrund der notwendigen Sicherheitszeiten eine relativ langsame Beladung.
Weiters sind auch Beladeeinrichtungen bekannt, bei denen die Fördereinrichtung durch eine Staurollenbahn gebildet ist. Dabei ist es allerdings erforderlich zwischen ankom-menden Aufnahmebehältern entsprechend große Abstände bei deren Aufgabe auf die Fördereinrichtung vorzusehen, woraus eine entsprechende Größe der Einrichtung resultiert. Da auch bei solchen Einrichtungen entsprechende Sicherheitszeiten eingehalten werden müssen, um eine sichere Befüllung der einzelnen Aufnahmebehälter sicherzustellen und den Verlust von Ladegut zu vermeiden, ergibt sich auch bei einer solchen Beladeeinrichtung eine nur relativ bescheidene Ladekapazität.
Ziel der Erfindung ist es, diese Nachteile zu vermeiden und eine Beladeeinrichtung der eingangs erwähnten Art vorzuschlagen, die einen kompakten Aufbau ermöglicht und mit der ein rasches Beladen der einzelnen Aufnahmebehälter möglich ist.
Erfindungsgemäß wird dies bei einer Beladeeinrichtung der eingangs erwähnten Art dadurch erreicht, daß ein zweiter, seitlich der Fördereinrichtung neben dem ersten angeordneter Fülltrichter vorgesehen ist und beide Fülltrichter wechselweise von der Zuführeinrichtung beschickbar sind und im Bereich der beiden Fülltrichter eine neben der Fördereinrichtung zu dieser parallel verlaufendende und in gleicher Richtung fördernde zusätzliche Fördreinrich-tung vorgesehen ist, die unterhalb des zweiten Fülltrichters angeordnet und diesem zugeordnet ist, wobei die beiden Fülltrichter je eine verschließbare Abgabeöffnung aufweisen und stromauf des ersten Fülltrichters im Bereich der Fördereinrichtung eine in Richtung zur zusätzlichen Fördereinrichtung hin fördernde Ausschiebeeinrichtung zum Überschieben der Aufnahmebehälter auf die zusätzliche Fördereinrichtung und stromab des zweiten Fülltrichters im Bereich der zusätzlichen Fördereinrichtung eine in Richtung zur Fördereinrichtung hin fördernde weitere 2 AT 001 080 Ul
Ausschiebeeinrichtung zum Überschieben der gefüllten Aufnahmebehälter auf die Fördereinrichtung angeordnet ist.
Durch die vorgeschlagenenen Maßnahmen ist es möglich, die einzelnen Aufnahmebehälter mit geringen gegenseitigen Abständen auf die Fördereinrichtung aufzugeben und vor dem Erreichen der beiden Fülltrichter diese durch Ausschieben eines jeden zweiten Aufnahmebehälters auf die zusätliche Fördereinrichtung überzuführen. Dabei können die beiden Fördereinrichtungen zweckmäßigerweise als Staurollenbahnen ausgebildet sein. Weiters ist es durch die mit verschließbaren Abgabeöffnungen versehenen Fülltrichter auch möglich, jeden Fülltrichter während der Zeit der Ladegutabgabe des zweiten Trichters zu beschicken, wodurch die erforderlichen Sicherheitszeiten zu keiner Unterbrechung des Beladevorganges mehr führen, sondern während dieser Zeiten, die Beladung eines weiteren Aufnahmebehälters vorbereitet werden kann. Dadurch ist eine erhebliche Steigerung der Beladekapazität einer solchen Einrichtung, verglichen mit den herkömmlichen Beladeeinrichtungen erzielbar.
Weiters kann vorgesehen sein, daß eine zwischen einem Abwurfende der Zuführeinrichtung und den beiden nebeneinander angeordneten Fülltrichtern eine um eine parallel zu den Fördereinrichtungen verlaufende Achse schwenkbare Klappe vorgesehen ist, die mit ihrem einen Ende an die oberen Ränder der einander benachbarten Wände der beiden Fülltrichter unmittelbar anschließt.
Durch diese Maßnahmen ergibt sich der Vorteil einer in konstruktiver Hinsicht sehr einfachen Umschaltvorrichtung zur Steuerung der Beladung der einzelnen Fülltrichter. Dabei kann die Klappe mit einer Steuerung der Verschlüsse der beiden Fülltrichter gekoppelt sein.
Die Erfindung wird nun anhand der Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigen:
Fig. 1 schematisch eine erfindungsgemäße Beladeeinrichtung in Ansicht und
Fig. 2 die Beladeeinrichtung nach der Fig. 1 in Draufsicht.
Bei einer erfindungsgemäßen Beladeeinrichtung sind zwei Fülltrichter 1, 2 vorgesehen, von denen einer einer als Staurollenbahn ausgebildeten Fördereinrichtung 3 und der zweite einer zu dieser parallel führenden zusätzlichen Fördereinrichtung 4 zugeordnet ist, die lediglich im Nahebereich der beiden Fülltrichter 1, 2 vorgesehen und ebenfalls als Staurollenbahn ausgebildet ist.
Wie in der Fig. 2 schematisch durch Pfeile 5, 6 angedeutet ist, ist stromauf der beiden Fülltricher 1, 2 im Bereich der Fördereinrichtung 3 eine Ausschiebeeinrichtung (nicht näher dargestellt), die z.B. durch einen Riemenausschieber gebildet sein kann, vorgesehen, mit der jeder zweite der über die Fördereinrichtung 3 zugeführte Aufnahmebehälter 7 auf die zusätzliche Fördereinrichtung 4 übergeschoben werden kann. Dadurch können die Aufnahmebehälter 7 in dichter Folge den beiden Fülltrichtern 1, 2 zugeführt werden.
Stromab der Fülltrichter ist im Bereich der zusätzlichen Fördereinrichtung 4 eine durch die Linie 9, bzw. den Pfeil 10 sybolisch angedeutete weitere Ausschiebeinrichtung vorgesehen, die zum Überschieben der Aufnahmebehälter 7 von der zusätzlichen Fördereinrichtung 4 auf die Fördereinrichtung 4 dient. 3 AT 001 080 Ul
Die Beschickung der Fülltrichter 1, 2, die beide mit einer verschließbaren Abgabeöffnung versehen sind, erfolgt mittels einer als Steigförderer ausgebildeten Zuführeinrichtung 11, deren Antrieb mit 18 bezeichnet ist und die die aus einer Kommissionieranlage 12 über einen Förderer 13 kommenden, bestimmten Aufnahmebehältern 7 zugeordneten Waren zu den Fülltrichtern 1, 2 fördert. Der Verschluß der Abgabeöffnungen der beiden Fülltrichter 1, 2 kann zweckmäßigerweise durch eine Jalousie gebildet sein.
Dabei ist eine im Bereich der einander benachbarten und parallel zu den Fördereinrichtungen 3, 4 verlaufenden Wände 14, 15 der Fülltrichter 1, 2 eine umschaltbare Klappe 16 angeordnet, deren Achse 17 zwischen den Wänden 14, 15 gehalten ist. Dabei schließt das untere Ende der Klappe 16 unmittelbar an die beiden oberen Ränder der einander benachbarten Wände 1,4, 15 der Fülltrichter 1, 2 an, sodaß sich ein im wesentlichen spaltfreier Anschluß der Klappe 16 an die beiden Wände 14, 15 ergibt. Dies bedeutet, daß allfällige Spalte zwischen diesen Teilen deutlich kleiner als die kleinsten Stücke sind, mit denen die Aufnahembehälter 7 zu befüllen sind.
Im Betrieb werden die Aufnahmebehälter 7 mittels der Fördereinrichtung 3 in dichter Folge den Fülltrichtern 1, 2 zugeführt, wobei vor diesen jeder zweite Aufnahmebehälter 7 auf die zusätzliche Fördereinrichtung 4 übergeschoben wird. Im Bereich unter den Fülltrichtern 1, 2 werden die Aufnahmebehälter angehalten, während die Fördereinrichtungen 3, 4 weiterlaufen, sodaß sich der Abstand zum nächsten Aufnahmebehälter 7 vermindert.
Da nur jeder zweite Aufnahmebahälter auf die zusätzliche Fördereinrichtung übergeschoben wird, kann sich immer nur ein Aufnahmebehälter 7 unter einem Fülltrichter 1, 2 befinden, sodaß auch nur stets ein Fülltrichter 1, 2 entleert werden kann, der jeweils andere Fülltrichter 2, 1 wird während dieser Zeit bei geschlossener Abgabeöffnung mittels der Zuführeinrichtung 11 bestückt.
Ist die Beladung z.B. des Fülltrichters 2 beendet und die Abgabeöffnung des Fülltrichters 1 nach dessen Entleerung wieder geschlossen, so wird die Klappe 16 in die in der Fig. 1 strichliert dargestellte Lage umgesteuert und der Fülltrichter 1 befüllt, während sich ein weiterer Aufnahmebehälter 7 auf der Fördereinrichtung 3 dem Fülltrichter 1 nähert. Der über den Fülltrichter 2 befüllte Aufnahmebehälter 7 wird gleichzeitig über die zusätzliche Fördereinrichtung 4 aus dem Bereich des Fülltrichters 2 abtransportiert und in weiterer Folge auf die Fördereinrichtung 3 übergeschoben.
Nach Beendigung der Befüllung des Fülltrichters 1 wird die Klappe wieder in die mit vollen Linien dargestellte Lage umgesteuert und der Fülltrichter 2, der inzwischen entleert worden ist, nach dem Schließen seiner Abgabeöffnung wieder befüllt. 4
Claims (2)
- AT 001 080 Ul ANSPRÜCHE 1. Beladeeinrichtung für in einem Strom von auf einer Fördereinrichtung (3) ankom-mende Aufnahmebehälter (7), wobei die Aufnahmebehälter (7) im Bereich eines über eine Zuführeinrichtung (11) mit einem abzugebenden Gut beschickbaren Fülltrichters (1) anhaltbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß ein zweiter, seitlich der Fördereinrichtung (3) neben dem ersten angeordneter Fülltrichter (2) vorgesehen ist und beide Fülltrichter (1,2) wechselweise von der Zuführeinrichtung (11) beschickbar sind und im Bereich der beiden Fülltrichter (1, 2) eine neben der Fördereinrichtung (3) zu dieser parallel verlaufendende und in gleicher Richtung fördernde zusätzliche Fördreinrich-tung (4) vorgesehen ist, die unterhalb des zweiten Fülltrichters (2) angeordnet und diesem zugeordnet ist, wobei die beiden Fülltrichter (1, 2) je eine verschließbare Abgabeöffnung auf weisen und stromauf des ersten Fülltrichters (1) im Bereich der Fördereinrichtung (3) eine in Richtung zur zusätzlichen Fördereinrichtung (4) hin fördernde Ausschiebeeinrichtung zum Überschieben der Aufnahmebehälter (7) auf die zusätzliche Fördereinrichtung (4) und stromab des zweiten Fülltrichters (1, 2) im Bereich der zusätzlichen Fördereinrichtung (4) eine in Richtung zur Fördereinrichtung (3) hin fördernde weitere Ausschiebeeinrichtung zum Überschieben der gefüllten Aufnahmebehälter (7) auf die Fördereinrichtung (3) angeordnet ist.
- 2. Beladeeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine zwischen einem Abwurfende der Zuführeinrichtung (11) und den beiden nebeneinander angeordneten Fülltrichternd, 2) eine um eine parallel zu den Fördereinrichtungen (3, 4) verlaufende Achse (17) schwenkbare Klappe (16) vorgesehen ist, die mit ihrem einen Ende an die oberen Ränder der einander benachbarten Wände (14, 15) der beiden Fülltrichter (1, 2) unmittelbar anschließt. 5
Priority Applications (8)
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