AT108438B - Verfahren zum Reinigen von Transformatoren- und Schalterölen. - Google Patents

Verfahren zum Reinigen von Transformatoren- und Schalterölen.

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AT108438B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zum Reinigen    von Transformatoren-und Schalterölen.   



     Ölbehälter   und Transformatoren bedürfen von Zeit zu'Zeit der Kontrolle daraufhin, ob sich ihr Öl noch in einem Zustand befindet, welcher den geltenden Vorschriften entspricht. Die Kontrolle wird mit   Ölprüfern   zur Feststellung der Durchschlagsfähigkeit durchgeführt. 



   Ergibt die Untersuchung ungenügende Werte, so ist das Öl zu reinigen. Dies geschah bisher mit Filterpressen oder Ölschleudern. Mit diesen Apparaten wurden feste Bestandteile, wie Schlamm und flüssige Bestandteile, z. B. Wasser,   abgeschieden, und das Öl gelangte wieder   in brauchbarem Zustande in die   Ölschalter   oder Öltransformatoren. 



   Nicht gereinigt wurden bei diesem Verfahren die Konstruktionsteile von Transformatoren und Schaltern, welche häufig grossen Schlammansatz und feuchten Niederschlag aufweiten. Eine derartige Reinigung kann nur in einem   geschlossenem Kreislaufverfahren erfolgen,   bei welchem mit indirekter   Wärmezufuhr   zum Öl eine Abscheidung des Schlammes und dessen Fortspülung, sowie eine Verdampfung und Entfernung des wasserhaltigen Niederschlages efolgt. Das ist der Erfindungsgedanke, welcher dem neuen Verfahren zugrunde liegt. 



   Aus dem verschlammten Transformator 1 mit Kern 2 wird das Öl durch Schlamm-und Ablassventil   3 nach dem Schmutzölbehälter   4 abgelassen. Im   Schmutzölbehälter   kann sich zunächst der grösste Teil des Schlammes ablagern. Wird die Drucksäule des Öles in diesem Behälter grösser gehalten als das Vakuum, so kann der Schlamm durch den   Absehlammhahn   12 während des Betriebes abgelassen werden. 



  Durch die   Schmutzölpumpe     5   wird das bereits etwas geklärte Öl dem Behälter entnommen, und durch eine Ölwärmeschlange 6 gedruckt. Diese Ölwärmeschlange befindet sich in Dampfraum eines elektrisch beheizten Dampfkessels 7. Das Öl wird also nicht direkt durch elektrischen Strom vermittels Widerstände   erwärmt, sondern indirekt durch Dampf, welcher durch den Strom erzeugt wird. Diese doppelte Umformung   ist notwendig, um überhitzungen des Öles zu vermeiden. Die Ölwärmeschlange 6 liegt in einer Art Dampfkissen. Durch den im Kessel herrschenden Dampfdruck ist auch die Temperatur des Dampfes festgelegt, da es sich um Sattdampf handelt, und überhitzter Dampf in gleichen Raum nicht entstehen kann.

   Durch 
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 dies beim direkten Erwärmen mittels   elektrischer Widerstände möglieh   ist, ist ausgeschlossen. 



   Zwischen Öl und   Wärmequelle   ist also ein geeigneter Zwischenträger eingeschaltet, welcher Überschreitungen festgesetzter Öltemperaturen allein durch seine physikalische Beschaffenheit selbsttätig verhindert. 



   Wird dem Kessel 7 mehr Wärme   zugeführt,   als die   durchlaufende   Ölmenge aufnehmen kann, so bläst die überschüssige Wärme in Form von Dampf durch ein Sicherheitsventil ab. Eine TemperaturSteigerung durch Drucksteigerung ist also unmöglich. 



   Nach erfolgter Erwärmung wird das Öl einer Zentrifuge 8 (oder Filterpresse) zugeführt, in welcher 
 EMI1.2 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 reguliert werden kann. Ein Flüssigkeitsstandsanzeiger 25 gestattet eine   Kontrolle über die Menge   der abgeschiedenen Flüssigkeit.

   Vakuummeter 26 zeigt die in der ganzen Apparatur herrschende Luftleere an. 
 EMI2.2 
 an das   Vakuum und   der damit möglichen Entziehung der Feuchtigkeit, sowohl aus dem grosse Oberflächen aufweisenden Transformator 7 und   Schmutzölbehälter     4,   als auch an die weitere Apparatur, Zentrifuge 8 und Abscheidungsgefäss 13,
In vereinfachter Weise kann das Verfahren auch Verwendung finden durch Weglassung des Schmutzölbehäters 4, wodurch dann allerdings die gesamte Entschlammung durch Abscheider 13 erfolgen muss, was bei sehr grossen Transformatoren mit starker   Verschlammung   zu   Unzuträg1ichkeiten   führen wird, aber bei Transformatoren mit geringer Verschlammung die Möglichkeit offen lässt, die gesamte
Apparatur in fahrbarer Weise anzuordnen.

   Dies erscheint jedoch in vielen Fällen wünschenswert, da   .   insbesondere bei grossen Uberlandwerken die Fahrbarkeit derartiger Anlagen notwendig ist, und man 
 EMI2.3 
 



   PATENT-ANSPRÜCHE :. 



   1. Verfahren   zum   Reinigen von Transformatoren- und Schalterölen, dadurch gekennzeichnet, dass in einem geschlossenen Kreislauf bei indirekter Ölerwärmung sowohl die Schlammabscheidung als auch die   Wasserverdampfung   unter Vakuum erfolgt.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch l. dadurch gekennzeichnet, dass das 01 durch elektrischen Strom und durch Dazwischenschaltung eines Dampfkissens erwärmt wird, wodurch Überschreitungen der Öltemperaturen ausgeschlossen sind.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das gereinigte Öl zum Abspritzen des Transformatorenkernes (2) nötigenfalls durch Düsen (11) verwendet wird. EMI2.4
AT108438D 1926-08-09 1926-08-09 Verfahren zum Reinigen von Transformatoren- und Schalterölen. AT108438B (de)

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