AT10851U1 - Mitnahmestapler mit seitenschubfreistelleinrichtung - Google Patents
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Description
österreichisches Patentamt AT 10 851 U1 2009-11-15
Beschreibung [0001] Die Erfindung betrifft einen Mitnahmestapler gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1.
[0002] Bei Mitnahmestaplern, die beispielsweise an einem Heck eines LKW mitgeführt werden, besteht generell ein Widerspruch zwischen einer möglichst leichten Ausführung des Mitnahmestaplers zur einfacheren Mitnahme des Staplers am LKW-Heck und andererseits dem möglichst hohen Gewicht eines Staplers zur Beibehaltung der Stabilität bzw. des Gleichgewichts bei Bewegung von schweren Lasten. Je leichter der Mitnahmestapler ist, desto einfacher ist die Anbringung an einem LKW-Heck. Auch das eigentliche Ladegewicht am LKW kann dadurch erhöht werden. Je leichter aber ein solcher Mitnahmestapler ist, desto weniger weit kann eine Last vom Schwerpunkt des Mitnahmestaplers wegbewegt werden, da bei großen Lasten die Gefahr des Umkippens des Mitnahmestaplers zunimmt.
[0003] Um diese Gefahr zu verringern, ist eine bekannte Lösung, den Mitnahmestapler beim Be-und Entladen einer Last abzustützen. Dabei kann sich der Mitnahmestapler am Boden, an einem Abstützkörper wie bspw. an einer zu beladenden Plattform bzw. Rampe oder an einem zu beladenden LKW abstützen. Beim Entladen an einer Plattform bzw. Rampe kann die Last entsprechend angehoben werden, anschließend fährt der gesamte Mitnahmestapler oder die Lasthebevorrichtung bis zum Anschlag nach vor, sodass beispielsweise der Mast der Lasthebevorrichtung an einer vertikalen Abstützfläche der Rampe bzw. Ladefläche anliegt. Dann kann die Last beispielsweise mit einer Schubgabel oder einem Scherenvorschub vom Mast und somit vom Schwerpunkt weg bewegt werden, wobei die Gefahr des Umkippens des Mitnahmestaplers durch die Abstützwirkung zwischen Mast bzw. Lasthebevorrichtung und Rampe vermieden wird. Die Lasthebevorrichtung ist generell der Teil, der zumindest aus Mast und Lastangriffsmittel (Gabel) besteht und zumindest eine Relativbewegung der Last in Bezug auf das Fahrgestell ermöglicht.
[0004] Wenn nun der Mast bzw. die Lasthebevorrichtung an der Rampe anliegt, kann nur mehr eine Vor-, Rückwärts-, Auf- und Abwärtsbewegung mit dem Lastangriffsmittel durchgeführt werden. Beim Einsatz an Laderampen kann es aber durchaus auch notwendig sein, eine seitliche Verschiebung der Last durchführen zu müssen. Da die Lasthebevorrichtung aber an der Abstützfläche der Rampe abstützend anliegt, ist eine seitliche Verschiebung der Lasthebevorrichtung nicht möglich bzw. kann schwere Schäden an der Lasthebevorrichtung und an der Plattform verursachen.
[0005] Zur Vermeidung dieses Problems wurden bereits verschiedene Lösungen angedacht bzw. umgesetzt. Generell ist dafür eine Seitenschubfreistellung notwendig, die gewährleistet, dass die Abstützwirkung von der Anliegefläche auf die Abstützfläche beim vorzugsweise seitlichen Verfahren des Lastangriffsmittels und/oder der Lasthebevorrichtung und/oder des Fahrgestells beibehalten wird.
[0006] Eine erste Möglichkeit dafür besteht darin, an der Anliegefläche der Lasthebevorrichtung bzw. des Mastes eine Folie zur Erleichterung des Gleitens anzubringen, die unter Beibehaltung der Abstützwirkung eine seitliche Bewegung ermöglicht. Bei schweren Lasten ist allerdings der entstehende Anpressdruck so hoch, dass die gleitende Wirkung für eine seitliche Bewegung nicht mehr ausreicht.
[0007] In der EP 1 457 456 B1 wird das Problem Seitenschubfreistellung derart gelöst, dass ein separater Laststützträger am Fahrgestell angebracht ist, wobei der Laststützträger eine Kontaktfläche zum Angreifen an einer im Wesentlichen vertikalen, äußeren, der Plattform zugewandten Oberfläche aufweist. Somit ist bei dieser Ausführung die Abstützwirkung von der Lasthebevorrichtung bzw. dem Mast entkoppelt, wodurch sich die Lasthebevorrichtung seitlich frei entlang eines Schubrahmens bzw. Mastträgers bewegen kann.
[0008] In der EP 1 792 869 A2 ist ebenfalls ein vom Mast entkoppelter Laststützträger angegeben, welcher am Mastträger bzw. Schubrahmen angebracht ist und in ähnlicher Art und Weise wie bei vorher genannter Schrift die Abstützwirkung und gleichzeitig die Seitenschubfreistellung 1/16 österreichisches Patentamt AT 10 851 U1 2009-11-15 erreicht. Der Nachteil dieser beiden Ausführungen ist der zusätzliche Aufwand der Herstellung und der Anbringung von Laststützträgern, das Vorsehen von zusätzlicher Hydraulik für die Bewegung der Laststützträger und ein ungünstiger Kraftverlauf.
[0009] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die vorher beschriebenen Nachteile zu vermeiden, einen gegenüber dem Stand der Technik verbesserten Mitnahmestapler anzugeben und eine einfache und vielseitige Möglichkeit zur Seitenschubfreistellung zu schaffen.
[0010] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass der Mitnahmestapler eine Seitenschubfreistelleinrichtung aufweist, welche zumindest ein an die Abstützfläche anlegbares Anliegeteil und ein dieses Anliegeteil lagerndes Lagerteil aufweist, wobei das zumindest eine Anliegeteil und das Lagerteil in Seitenrichtung relativ zueinander begrenzt oder unbegrenzt bewegbar angeordnet sind. Durch diese Ausführung ist es möglich, den anliegenden Teil des Mitnahmestaplers durch die Relativbewegung zu dessen Lagerteil von der seitlichen Bewegung von zumindest einem Teil des Mitnahmestaplers zu entkoppeln.
[0011] Eine bevorzugte Ausführungsform sieht dabei vor, dass die Seitenschubfreistelleinrichtung an der Lasthebevorrichtung angeordnet ist.
[0012] Bevorzugt ist weiter vorgesehen, dass die Seitenschubfreistelleinrichtung an einem Mast der Lasthebevorrichtung angeordnet ist. Die Seitenschubfreistelleinrichtung ist dabei im Anliegebereich von Mast und Plattform angeordnet. Sie kann aber beispielsweise auch am Schubrahmen bzw. Mastträger, am Fahrgestell oder auch an Laststützträgern, wie sie aus der EP 1 457 456 B1 und der EP 1 792 869 A2 bekannt sind, angebracht sein.
[0013] Gemäß einem Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, dass die Seitenschubfreistelleinrichtung über das Lagerteil am Mitnahmestapler angeordnet bzw. befestigt ist. Das Lagerteil kann dabei am Fahrgestell, am Schubrahmen und/oder an der Lasthebevorrichtung -vorzugsweise an dessen Mast - des Mitnahmestaplers angeordnet sein. Das Lagerteil kann auch an den aus den genannten Schriften bekannten Laststützträgern angeordnet sein.
[0014] Um die seitliche Bewegung der Lasthebevorrichtung zu ermöglichen, ist vorgesehen, dass die Lasthebevorrichtung über eine Schubvorrichtung seitlich verfahrbar am Fahrgestell gelagert ist. Der Teil des Fahrgestells, an dem dabei die Lasthebevorrichtung seitlich verschiebbar angeordnet ist, kann beispielsweise ein Vorwärts-Schubrahmen oder aber auch ein Mastträger sein. Die Verschiebung kann dabei durch einen Seitenschubzylinder erfolgen.
[0015] Generell gibt es zwei alternative Möglichkeiten der Ausführung der Anliegeflächen. Einerseits kann die Anliegefläche des Anliegeteils gegenüber der Abstützfläche an der Plattform örtlich feststellbar sein, andererseits kann die Anliegefläche gegenüber der Abstützfläche während der seitlichen Bewegung bewegbar sein.
[0016] Die erste Variante sieht dabei vor, dass im abstützenden Zustand das Anliegeteil eine in Bezug auf die Abstützfläche örtlich feststellbare Anliegefläche aufweist, wobei das Anliegeteil über dessen Anliegefläche die Abstützfläche abstützend kontaktiert. Dies kann beispielsweise dadurch erfolgen, dass das Lagerteil als Gelenkarm ausgeführt ist, der das Anliegeteil zumindest in Bezug auf das Lastangriffsmittel seitlich bewegbar lagert. Somit bewegt sich das Anliegeteil während der Seitenschubfreistellung gegenüber der Plattform nicht, da der Gelenkarm diese seitliche Bewegung für das Anliegeteil ausgleicht. Eine mögliche Ausführungsform sieht weiters vor, dass das Lagerteil als Parallelogramm-Hebelwerk oder als Zeigerhebel ausgeführt ist. Weiters ist es möglich, dass das Lagerteil als Gleitschiene/-führung ausgeführt ist, die das Anliegeteil zumindest in Bezug auf das Lastangriffsmittel seitlich bewegbar führt. Somit bewegt sich wiederum das Anliegeteil nicht mit der Seitenverschiebung der Last mit, da die Gleitschiene bzw. Gleitführung diese Mitbewegung unterdrückt bzw. ausgleicht. Bevorzugt ist generell bei dieser Variante vorgesehen, dass die Anliegefläche eine verrutschsichere Oberfläche (z.B. aus Gummi) aufweist, die eine seitliche Mitbewegung des Anliegeteils mit dem Lagerteil verhindert. Das Lagerteil kann auch derart ausgeführt sein, dass die Gelenke eine Vertikalbewegung zulassen, wodurch das Anliegeteil an die Höhe der Plattform anpassbar ist.
[0017] Die zweite Variante sieht vor, dass im abstützenden Zustand das Anliegeteil eine in 2/16 österreichisches Patentamt AT 10 851 U1 2009-11-15
Bezug auf die Abstützfläche bewegbare Anliegefläche aufweist, wobei das Anliegeteil über dessen Anliegefläche die Abstützfläche abstützend kontaktiert. Dies kann dadurch erreicht werden, dass das Anliegeteil ein die Anliegefläche aufweisender Wälzkörper wie beispielsweise eine Zylinderrolle, ein Kegel, eine Walze, eine Kugel, eine Endloskette oder dergleichen ist. Um auch hier eine Vertikalbewegung zuzulassen, kann vorgesehen sein, dass der Wälzkörper durch Kraftspeicher (wie z. B. mechanische oder pneumatische Federung) begrenzt am Lagerteil vorzugsweise vertikal verschiebbar ist. Dies ist vor allem dann wichtig, wenn der Mast durch den Neigezylinder leicht nach hinten geneigt wird um bei sehr großen Lasten einen Stabilitätsausgleich zu erhalten. Bei dieser Neigebewegung bewegt sich der Wälzkörper - wenn er an der Lasthebevorrichtung angebracht ist - mit, wodurch sich die Anliegefläche des Wälzkörpers gegenüber der Abstützfläche an der Plattform vertikal verschieben würde. Durch die am Lagerteil bzw. am Bolzen angebrachten Federn kann die Verschiebebewegung gegenüber der Abstützfläche, die Schäden verursachen kann, ausgeglichen werden.
[0018] Gemäß einem besonders bevorzugten Ausführungsbeispiel und auch wie aus dem Stand der Technik bekannt, ist generell vorgesehen, dass die Anliegefläche des Anliegeteils und die Abstützfläche der Plattform im Wesentlichen vertikal und quer zur Vorwärtsrichtung des Mitnahmestaplers ausgerichtet sind. Dennoch soll darauf hingewiesen werden, dass erfindungsgemäß die Abstützfläche und Anliegefläche auch horizontal oder in Schrägstellung angeordnet sind. Dies kann beispielsweise dann der Fall sein, wenn sich der Mitnahmestapler auch oder nur an der horizontalen Ladefläche der Plattform abstützt. Auch bei dieser horizontalen Ausrichtung der Abstützfläche können erfindungsgemäße Anliege- und Lagerteile zur Seitenschubfreistellung herangezogen werden (siehe dazu Fig. 15).
[0019] Bevorzugt ist weiters vorgesehen, dass das Anliegeteil an die Höhe der Abstützfläche anpassbar ist, wobei zumindest das Anliegeteil der Seitenschubfreistelleinrichtung in Bezug auf das Fahrgestell vertikal verstellbar ist.
[0020] Weitere Einzelheiten und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden anhand der Figurenbeschreibung unter Bezugnahme auf die in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele im Folgenden näher erläutert. Darin zeigen: [0021] Fig. 1 eine Ansicht der Lasthebevorrichtung und der Plattform, [0022] Fig. 2 einen Querschnitt des Mitnahmestaplers mit Scherenvorschub, [0023] Fig. 3 einen Querschnitt des Mitnahmestaplers mit Gabelvorschub, [0024] Fig. 4 eine Ansicht des Mitnahmestaplers mit Scherenvorschub und Seitenschubfrei stelleinrichtung, [0025] Fig. 5 den Detailausschnitt A aus Fig. 4, [0026] Fig. 6 einen Mitnahmestapler von oben, [0027] Fig. 7 eine Draufsicht auf die Seitenschubfreistelleinrichtung mit Wälzkörper, [0028] Fig. 8 eine Draufsicht auf die Seitenschubfreistelleinrichtung mit Endloskette, [0029] Fig. 9 eine Draufsicht auf die Seitenschubfreistelleinrichtung mit Gleitführung, [0030] Fig. 10 die Seitenschubfreistelleinrichtung aus Fig. 9 nach der Verschiebung, [0031] Fig. 11 eine Seitenschubfreistelleinrichtung von oben mit Parallelogramm-Hebelwerk, [0032] Fig. 12 die Seitenschubfreistelleinrichtung aus Fig. 11 mit verschobenem Parallelo gramm-Hebelwerk, [0033] Fig. 13 eine Vorderansicht der Lasthebevorrichtung mit Zeigerhebel, [0034] Fig. 14 die Lasthebevorrichtung aus Fig. 13 mit verschobenem Zeigerhebel und [0035] Fig. 15 eine Seitenschubfreistelleinrichtung bei horizontaler Anliegefläche.
[0036] Das Bezugszeichen 7 bezeichnet generell einen Abstützkörper, der beispielsweise als 3/16 österreichisches Patentamt AT 10 851 U1 2009-11-15
Plattform 7a oder LKW-Ladefläche 7b ausgeführt sein kann.
[0037] Die Seitenschubfreistelleinrichtung 8 besteht zumindest aus einem Anliegeteil 9 und einem Lagerteil 10, wobei das Anliegeteil 9 beispielsweise als Wälzkörper 18, Endloskette 30, Anliegeplatte 33 oder ähnliches ausgeführt sein kann und das Lagerteil 10 wiederum als Gelenkarm 14, Parallelogramm-Hebelwerk 15, Zeigerhebel 16, Gleitführung 17, Anliegeteilhalterung 26, Bolzen 32 und ähnliches ausgeführt sein kann.
[0038] In Fig. 1 ist die Lasthebevorrichtung 3 beim Heben einer Last 5 auf den Lastangriffsmitteln 4 dargestellt. Je größer das Gewicht der Last 5, desto höher ist die Abstützwirkung die erreicht werden muss. Die Abstützung erfolgt hierbei über die Wälzkörper 18, die mit deren Anliegefläche 13 den Mitnahmestapler 1 an der Abstützfläche 6 der Plattform 7a abstützen. Die Wälzkörper 18 sind dabei am Lagerteil 10 beweglich gelagert, welches wiederum mit dem Mast 11 in Verbindung steht. Die Seitenschubfreistelleinrichtung 8 wird immer zumindest aus Lagerteil 10 und Anliegeteil 9 gebildet, wobei in Fig. 1 die Wälzkörper 18 das Anliegeteil 9 bilden. Mittels der Schubvorrichtung 12 kann die gesamte Lasthebevorrichtung 3 entlang der Abstützfläche 6 der Plattform 7a seitlich bewegt werden. Die Lasthebevorrichtung 3 kann dabei zwischen dem Fahrgestell 2, an welchem die Räder 23 angebracht sind, hin und her bewegt bzw. seitlich verschoben werden.
[0039] Fig. 2 zeigt den gesamten Mitnahmestapler 1, der aus dem Fahrgestell 2 mitsamt Fahrerkabine 22 und der Lasthebevorrichtung 3 besteht. Das Fahrgestell 2 weist hierbei zusätzlich eine Abstützung 21 auf, die den Mitnahmestapler 1 gegenüber dem Boden abstützt. Die am Mast 11 der Lasthebevorrichtung 3 angebrachte Seitenschubfreistelleinrichtung 8 liegt mit dessen Anliegefläche 13 an der Plattform 7a an. Bei dieser Fig. 2 reicht der vertikale Abschnitt der Plattform 7a bis zum Boden, wodurch die Lasthebevorrichtung 3 für eine höhere Reichweite gegenüber dem Fahrgestell 2 ganz nach vorne geschoben wird.
[0040] Fig. 3 zeigt im Gegensatz dazu eine LKW-Ladefläche 7b bei der das Fahrgestell 2 des Mitnahmestaplers 1 mit dem vorderen Bereich teilweise unter die LKW-Ladefläche 7b fahren kann. Hierbei muss die Lasthebevorrichtung 3 gegenüber dem Fahrgestell 2 nicht nach vorne verfahren werden, wodurch ein stabilerer Schwerpunkt verbleibt. Das Lastangriffsmittel 4 ist hierbei als Schubgabel 24 ausgeführt. Anders als dargestellt, kann das Lastangriffsmittel 4 auch einen Scherenhub aufweisen. Diese genannten Varianten sind insbesondere dann sinnvoll, wenn der Mast als Statikmast ausgeführt ist, der selbst keine Vorwärtsbewegung bzw. Bewegung in Fahrtrichtung durchführen kann.
[0041] Fig. 4 zeigt eine Ansicht des Mitnahmestaplers 1, bei dem der Schubrahmen 25 ersichtlich ist, entlang welchem die Lasthebevorrichtung 3 seitlich gegenüber dem Fahrgestell 2 mit der Schubvorrichtung 12 verfahren werden kann. Die Abstützungen 21 sind hierbei eingeklappt und die Seitenschubfreistellung 8 weist Wälzkörper 18 als Anliegeteile 9 auf.
[0042] In Fig. 5 ist im Detailausschnitt A die Seitenschubfreistelleinrichtung 8 genauer dargestellt. Das Lagerteil 10 besteht hierbei aus der Anliegeteilhalterung 26 und dem Bolzen 32, an welchem die Wälzkörper 18 drehbar gelagert sind. Die Anliegeteilhalterung 26 ist am Mast 11 angebracht. Um eine Bewegung des Wälzkörpers 18 in vertikaler Richtung Z zu ermöglichen, kann sich der Wälzkörper 18 zwischen den Anliegeteilhalterungen 26 entlang des Bolzens 32 bewegen, wobei die Federn 19 diese Vertikalbewegung dämpfen.
[0043] Fig. 6 zeigt den Mitnahmestapler 1 von oben, wobei der Schubrahmen 25 erkennbar ist, welcher mittels der Vorwärtsschubzylinder 27 entlang des Fahrgestells 2 verfahrbar ist. Am Schubrahmen 25 selbst ist der Seitenschubzylinder 29 der Schubvorrichtung 12 dargestellt, welcher die seitliche Bewegung der Lasthebevorrichtung 3 ermöglicht. Am Schubrahmen 25 ist auch der Neigezylinder 28 angebracht, der den Mast 11 von der Vertikalausrichtung nach hinten Richtung Fahrerkabine 22 und nach vorne Richtung Abstützkörper 7 neigen kann.
[0044] Fig. 7 zeigt, wie durch die Seitenschubfreistellung 8 die Bewegung in seitlicher Richtung Y erfolgen kann. Hierbei wird die Hebevorrichtung 3 durch die Wälzkörper 18 mit der Anliegefläche 13 an der Abstützfläche 6 der Plattform 7b abgestützt. Die Wälzkörper 18 sind dabei durch 4/16 österreichisches Patentamt AT 10 851 U1 2009-11-15 den Bolzen 32 und die Anliegeteilhalterung 26 mit dem Mast 11 verbunden und können sich entlang der Abstützfläche 6 unter Beibehaltung der Abstützwirkung drehen.
[0045] Fig. 8 zeigt eine ähnliche Ausführung wie Fig. 7, wobei das Anliegeteil 9 durch eine Endloskette 30 gebildet wird, die an Rollen 31 drehbar geführt ist. Der zur Abstützfläche 6 weisende Bereich der Endloskette 30 bildet hierbei die Anliegefläche 13. Die Endloskette 30 kann auch in Form eines Endlosbandes oder Endlosriemens ausgebildet sein.
[0046] Fig. 9 zeigt das Anliegeteil 9, welches entlang einer Gleitführung 17, die in der Anliegeteilhalterung 26 angeordnet ist, gleitend geführt ist. Die Gleitführung 17 kann auch als Gleitschiene, welche mit einer entsprechenden Führung am Anliegeteil 9 korrespondiert, ausgebildet sein.
[0047] Fig. 10 zeigt die Seitenschubfreistelleinrichtung 8 aus Fig. 9, wobei die Anliegeteile 9 entlang der Gleitführung 17 nach links verfahren sind, wodurch eine Rechtsbewegung des Lastangriffsmittels 4 und somit der Last 5 erfolgt.
[0048] Fig. 11 zeigt eine weitere Ausführungsvariante einer Seitenschubfreistelleinrichtung 8, wobei das Lagerteil 10 durch ein Parallelogramm-Hebelwerk 15 gebildet wird, welches Gelenkarme 14 aufweist und an der Anliegeteilhalterung 26 gelenkig gelagert ist. Hierbei ist das Anliegeteil 9 als Anliegeplatte 33 ausgeführt. Bei seitlicher Bewegung Y des Lastangriffsmittels 4 wird auch hierbei die Anliegefläche 13 der Anliegeplatte 33 gegenüber der Abstützfläche 6 nicht bewegt, wie aus Fig. 12 aus dem nach rechts verschobenen Parallelogramm-Hebelwerk 15 erkennbar ist.
[0049] Fig. 13 zeigt eine alternative Ausführung eines Mitnahmestaplers 1 bzw. einer Lasthebevorrichtung 3 mit einer Seitenschubfreistelleinrichtung 8. Hierbei wird das Lagerteil 10 durch die Anliegeteilhalterung 26 und daran angebrachte Zeigerhebel 16 gebildet, wobei das Anliegeteil 9 zum Lagerteil 10 relativ und begrenzt bewegbar bzw. verschwenkbar angeordnet ist. In Fig. 14a ist hierzu ersichtlich, wie sich die Vorderansicht der Lasthebevorrichtung 3 nach erfolgter Seitenverschiebung darstellt. Auch hierbei kann das Anliegeteil 9 nicht nur seitlich sondern auch vertikal bewegt werden, um sich an die Höhe der Anliegefläche 6 der Plattform 7 anzupassen. Auch eine Anpassung in Vorwärts- bzw. Rückwärtsrichtung X ist möglich. Fig. 14b zeigt eine gegenüber dem Zeigerhebel 16 nicht bewegbare Ausführung des Anliegeteils 9.
[0050] Fig. 15 zeigt eine Ausführung einer Seitenschubfreistelleinrichtung 8, die von Lagerteilen 10 gehaltene Anliegeteile 9 aufweist, wobei sich die Anliegeteile 9 mit deren Anliegeflächen 13 an vertikal bzw. horizontal ausgerichteten Abstützflächen 6 einer LKW-Ladefläche 7b bzw. Plattform 7a abstützen. Die Anliegeteile 9 sind in dieser Figur als Wälzkörper 18 ausgeführt, die von den Anliegeteilhalterungen 26 und den Bolzen 32 am Mast 11 gehalten werden, wobei die Wälzkörper 18 die seitliche Bewegung ermöglichen. Wenn, wie in dieser Figur dargestellt, sowohl horizontal als auch vertikal ausgerichtete Anliegeteile 9 am Mitnahmestapler 1 angebracht sind, kann eine noch höhere Stabilität beim Be- und Entladen einer Last 5 erreicht werden. Um das vertikale Verfahren der Gabel entlang des Mastes 11 zu gewährleisten, kann die horizontale Seitenschubfreistelleinrichtung 8 abnehmbar oder wegschwenkbar ausgeführt sein.
[0051] In der hier vorliegenden Erfindung ist ein Mitnahmestapler angegeben, der auch beim Bewegen von großen Lasten nicht umkippt und somit größere Reichweiten ermöglicht. Dies wird durch die spezielle Ausführung der Seitenschubfreistelleinrichtung - die eine seitliche Bewegung zwischen Anliegeteil und Lagerteil zulässt - erreicht. Bei der Ausführung der Anliegeteile als Rollelemente ist die seitliche Bewegung zumindest eines Teils des Mitnahmestaplers während der Abstützung entlang der Abstützfläche unbegrenzt. 5/16
Claims (17)
- österreichisches Patentamt AT 10 851 U1 2009-11-15 Ansprüche 1. Mitnahmestapler mit einem Fahrgestell und einer Lasthebevorrichtung mit einem Lastangriffsmittel, wobei der Mitnahmestapler beim Be- und Entladen einer Last an einer Abstützfläche einer Plattform, einer LKW-Ladefläche oder dergleichen abstützbar ist und der Mitnahmestapler eine Seitenschubfreistelleinrichtung zur Gewährleistung der seitlichen Bewegung des Lastangriffsmittels unter Beibehaltung der Abstützwirkung aufweist, wobei die Seitenschubfreistelleinrichtung zumindest ein an die Abstützfläche anlegbares Anliegeteil und ein dieses Anliegeteil lagerndes Lagerteil aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest eine Anliegeteil (9) und das Lagerteil (10) in Seitenrichtung relativ zueinander begrenzt oder unbegrenzt bewegbar angeordnet sind.
- 2. Mitnahmestapler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenschubfreistelleinrichtung (8) an der Lasthebevorrichtung (3) angeordnet ist.
- 3. Mitnahmestapler nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenschubfreistelleinrichtung (8) an einem Mast (11) der Lasthebevorrichtung (3) angeordnet ist.
- 4. Mitnahmestapler nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenschubfreistelleinrichtung (8) über das Lagerteil (10) am Mitnahmestapler (1) angeordnet ist.
- 5. Mitnahmestapler nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Lagerteil (10) am Fahrgestell (2), am Schubrahmen (25) und/oder an der Lasthebevorrichtung (3) - vorzugsweise an dessen Mast (11)- des Mitnahmestaplers (1) angeordnet ist.
- 6. Mitnahmestapler nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Lasthebevorrichtung (3) über eine Schubvorrichtung (12) seitlich (Y) verfahrbar am Fahrgestell (2) gelagert ist.
- 7. Mitnahmestapler nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass im abstützenden Zustand das Anliegeteil (9) eine in Bezug auf die Abstützfläche (6) örtlich feststellbare Anliegefläche (13) aufweist, wobei das Anliegeteil (9) über dessen Anliegefläche (13) die Abstützfläche (9) abstützend kontaktiert.
- 8. Mitnahmestapler nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Lagerteil (10) als Gelenkarm (14) ausgeführt ist, der das Anliegeteil (8) zumindest in Bezug auf das Lastangriffsmittel (4) seitlich (Y) bewegbar lagert.
- 9. Mitnahmestapler nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Lagerteil (10) als Parallelogramm-Flebelwerk (15) ausgeführt ist.
- 10. Mitnahmestapler nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Lagerteil (10) als Zeigerhebel (16) ausgeführt ist.
- 11. Mitnahmestapler nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Lagerteil (10) als Gleitschiene/-führung (17) ausgeführt ist, die das Anliegeteil (9) zumindest in Bezug auf das Lastangriffsmittel (4) seitlich (Y) bewegbar führt.
- 12. Mitnahmestapler nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass im abstützenden Zustand das Anliegeteil (9) eine in Bezug auf die Abstützfläche (6) bewegbare Anliegefläche (13) aufweist, wobei das Anliegeteil (9) über dessen Anliegefläche (13) die Abstützfläche (6) abstützend kontaktiert.
- 13. Mitnahmestapler nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Anliegeteil (9) ein eine Anliegefläche (13) aufweisender Wälzkörper (18) wie beispielsweise eine Zylinderrolle, ein Kegel, eine Walze, eine Kugel, eine Endloskette oder dergleichen ist.
- 14. Mitnahmestapler nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Wälzkörper (18) durch Kraftspeicher, wie beispielsweise Federn (19), begrenzt am Lagerteil (10) vorzugsweise vertikal (Z) verschiebbar ist. 6/16 österreichisches Patentamt AT 10 851 U1 2009-11-15
- 15. Mitnahmestapler nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Anliegefläche (13) des Anliegeteils (9) und die Abstützfläche (6) der Plattform (7a) im Wesentlichen vertikal (Z) und quer zur Vorwärtsrichtung (X) des Mitnahmestaplers (1) ausgerichtet sind.
- 16. Mitnahmestapler nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Anliegeteil (9) an die Höhe der Abstützfläche (6) anpassbar ist.
- 17. Mitnahmestapler nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest das Anliegeteil (9) der Seitenschubfreistelleinrichtung (8) in Bezug auf das Fahrgestell (2) vertikal (Z) verstellbar ist. Hierzu 9 Blatt Zeichnungen 7/16
Priority Applications (4)
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