AT10854U1 - Beschichtetes leder und dessen verwendung - Google Patents

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AT10854U1
AT10854U1 AT0014909U AT1492009U AT10854U1 AT 10854 U1 AT10854 U1 AT 10854U1 AT 0014909 U AT0014909 U AT 0014909U AT 1492009 U AT1492009 U AT 1492009U AT 10854 U1 AT10854 U1 AT 10854U1
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leather
aloe vera
matrix
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skin
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Hirsch Armbaender
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C11/00Surface finishing of leather
    • C14C11/003Surface finishing of leather using macromolecular compounds

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

Description

österreichisches Patentamt AT 10 854 U1 2009-11-15
Beschreibung [0001] Die Erfindung betrifft Leder, insbesondere Futterleder, welches einseitig mit einer Beschichtung versehen ist.
[0002] Es ist bekannt, Leder aus den verschiedensten Gründen mit Oberflächenüberzügen zu versehen. Diese Beschichtung dient oftmals nur dem Schutz des Leders, sie erfüllt bei diversen Anwendungen jedoch auch zusätzliche Funktionen, wie z.B. die Erzielung bestimmter optischer Effekte.
[0003] Aloe vera ist seit langer Zeit als vielseitige Heilpflanze bekannt und findet für pharmazeutische und kosmetische Zwecke Verwendung. Insgesamt sind derzeit etwa 300 verschiedene Inhaltsstoffe der Aloe vera identifiziert, darunter Mineralstoffe, Vitamine, Aminosäuren und sekundäre Pflanzenstoffe. Insbesondere das Aloe vera - Gel, das in den Blättern gespeichert wird, hat mannigfaltige Heilwirkungen, vor allem auf die Haut.
[0004] Die DE 10358534 A beschreibt die Verwendung von nichtionischen Tensiden zur Verminderung der Anhaftung von Mikroorganismen an Oberflächen, wie z.B. Haut oder Leder, sowie Zusammensetzungen, die diese Stoffe enthalten. Eine derartige Zusammensetzung zur Hautbehandlung umfasst ferner Pflanzenextrakte, wie Aloe vera.
[0005] Aus der WO 03/022203 A sind Mischungen zur Behandlung von Pilzerkrankungen bekannt, die optional auch Aloe vera enthalten. Diese Mischungen können direkt auf die Haut oder z.B. auf das Leder von Schuhen, welches in direktem Kontakt mit der Haut steht, aufgetragen werden.
[0006] In der WO 99/19081 A wird ein Verfahren zur Sprühapplikation von Additivzusammensetzungen auf flache Materialen, z.B. Leder, beschrieben. Je nach Material kann eine derartige Zusammensetzung auch Aloe vera - Extrakt enthalten.
[0007] Die GB 2406919 A lehrt die Imprägnierung von Brillenbändern, z.B. aus Leder, mit Duftstoffen, die der Insektenabwehr oder der Stimmungsaufhellung dienen. Als Duftstoffe werden beispielsweise Aloe vera, Eukalyptus oder Teebaumöl verwendet.
[0008] Gemäß US 6,953,483 B wird gegerbtes Leder einer Nachgerbung mit Aloe vera unterzogen. Dabei wird das Leder mit Aloe vera - Pulver, bestehend aus Aloe vera - Teilchen in einem Gelträger, z. B. auf Basis von Carrageenan, behandelt, wodurch die Aloe vera - Teilchen die [0009] innere Fasermatrix des Leders durchdringen und vorübergehend in der Fasermatrix eingeschlossen sind. Das derart behandelte Leder eignet sich besonders für Lederartikel, wie Handschuhe oder Schuhe, bei denen es zu einem Hautkontakt kommt. Bei einem solchen Kontakt werden die im gegerbten Leder gefangenen Aloe vera - Teilchen allmählich freigesetzt und befeuchten und behandeln so die Haut des Trägers. Zur Ergänzung kann die Rückseite des Leders (die „Velourlederseite") mittels Aufsprühen oder Aufstreichen des Aloe vera - Gels behandelt werden.
[0010] Das aus der US 6,953,483 B bekannte Verfahren ist jedoch ziemlich aufwändig und langwierig, da die Nachgerbung in mehreren Schritten in einer Trommel erfolgt. Außerdem ist es erforderlich, das Leder bzw. seine Faserstruktur für die Aufnahme der Aloe vera / Carrageenan - Mischung vorzubereiten. Das auf der Rückseite des Leders aufgesprühte oder aufgestrichene Aloe vera - Gel wird aufgrund der oberflächlichen Aufbringung, insbesondere bei Feuch-tigkeits- oder Wasserkontakt, rasch abgebaut bzw. abgerieben und bietet nur für kurze Zeit einen zusätzlichen Nutzen.
[0011] Die Erfindung bezweckt die Vermeidung dieser Nachteile und Schwierigkeiten und stellt sich die Aufgabe, Leder, insbesondere Futterleder, bereitzustellen, in welches der einzigartige Wirkstoffkomplex der Aloe vera integriert ist und von dem er kontinuierlich über einen langen Zeitraum hinweg an die Haut abgegeben werden kann. Außerdem soll das Aloe vera abgebende Leder einfach herstellbar sein und selbst bei Wasserkontakt seine „pflegenden" Eigenschaf- österreichisches Patentamt AT 10 854 U1 2009-11-15 ten beibehalten.
[0012] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch Leder, insbesondere Futterleder gelöst, welches einseitig mit einer Beschichtung versehen ist, wobei die Beschichtung aus einer Hartschichtmatrix gebildet ist, in welcher Aloe Vera - Partikel eingebettet sind.
[0013] Unter „Hartschichtmatrix" wird eine feste Schicht eines wasserunlöslichen Materials verstanden, in das andere Bestandteile, wie z.B. Aloe Vera - Partikel, eingebettet sind. Die erfindungsgemäße Hartschichtmatrix kann vorteilhafterweise eine für Leder herkömmlich verwendete Topcoat-Beschichtung sein, welche je nach Anwendung von einem lösungsmittelver-dünnbaren oder wässrigen Topcoat, z.B. auf Basis von Nitrocellulose, Celluloseacetatbutyrat, Acrylemulsionen, Polyurethandispersionen, ausgeht. Diese Art von Lack wird zum Schutz des Leders sowie, je nach Zusatzstoffen, zur Verleihung bestimmter Eigenschaften aufgebracht.
[0014] Während des Tragens des Leders bzw. Lederproduktes wirken Temperatur und Feuchtigkeit auf die Aloe vera - Beschichtung, z.B. den Topcoat, ein. Durch Hautfeuchtigkeit und Körperwärme des Trägers werden die an der Grenzschicht der Beschichtung liegenden Aloe vera - Partikel aus der Hartschichtmatrix herausgelöst und gelangen auf die Haut des Trägers, wo sie ihre heilkräftige und/oder pflegende Wirkung entfalten können. Über die Tragedauer wird die Hartschichtmatrix immer wieder abgerieben, so dass immer neue, frische Aloe vera - Partikel an der Oberfläche zu liegen kommen und zum Herauslösen verfügbar sind.
[0015] Gemäß einem weiteren Aspekt betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung eines beschichteten Leders, welches dadurch gekennzeichnet ist, dass das Leder mittels Sprühen, Rollen („roller-coating") oder Drucken (z.B. Siebdruck) mit einer Lösung eines Matrixmaterials, enthaltend Aloe vera - Partikel, beschichtet und das Matrixmaterial anschließend gehärtet oder getrocknet wird.
[0016] Vorzugsweise werden für die Matrix sprühgetrocknete Aloe vera - Partikel eingesetzt. Die bei der Herstellung der Matrix eingesetzte Menge an Aloe vera beträgt etwa 5-20 Masse%, vorzugsweise 7,5-10 Masse%.
[0017] Die Hartschichtmatrix bzw. das zur Beschichtung verwendete wasserunlösliche Matrixmaterial kann zusätzliche Bestandteile und Additive, z.B. lackübliche Hilfsstoffe, wie Verdicker und Entschäumer, Pigmente etc., enthalten, die zur Erzielung anderer Eigenschaften der Oberflächenbeschichtung des Leders erforderlich sind.
[0018] Neben dem einfachen Herstellverfahren des erfindungsgemäßen Leders bietet die Erfindung überdies den Vorteil, dass keinerlei Verkeimungsgefahr besteht, da die Aloe vera -Partikel fest in die Matrix eingebettet sind. Zudem ist der Kontakt mit Wasser unproblematisch, da immer nur jene Partikel aus der Matrix herausgelöst werden können, die an deren Oberfläche liegen.
[0019] Die Erfindung betrifft ferner ein Armband, insbesondere Lederarmband, welches ein wie oben beschriebenes Leder umfasst, sowie die Verwendung eines solchen Leders als Futterleder für ein Armband, insbesondere ein Uhrarmband.
[0020] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Beispiels näher erläutert. BEISPIEL: HERSTELLUNG DER HARTSCHICHTMATRIX BESTANDTEILE: [0021] Topcoat 82Masse% [0022] Aloe vera Konzentrat Pulver 200:1 8,2 Masse% [0023] Lackübliche Hilfsstoffe 9,8 Masse% [0024] Das Aloe vera Konzentrat Pulver wurde von J. H. Müller, Hamburg, DE, erhalten. Die übrigen Bestandteile wurden von Stahl Holdings bv, Waalwijk, NL, erhalten. 2/3
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