AT108621B - Einrichtung zum selbsttätigen Abschalten und Prüfen fehlerhafter Leitungen in elektrischen Netzen. - Google Patents

Einrichtung zum selbsttätigen Abschalten und Prüfen fehlerhafter Leitungen in elektrischen Netzen.

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AT108621B
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Siegfried Schild
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  Einrichtung zum selbsttätigen Abschalten und Prüfen fehlerhafter Leitungen in elektrischen Netzen. 



   Die Erfindung bezieht sich auf eine Schalteinrichtung zum selbsttätigen Abschalten und Prüfen fehlerhafter Leitungen in elektrischen Netzen. Bei einer Störung im Netz schaltet ein   spannungsabhängiges Relais vorerst   alle   Leitungsschalter   aus. Hierauf erfolgt die Inbetriebsetzung eines Motors der einen Kontroller mit mehreren Bürsten antreibt, wodurch in beliebiger, von der Reihenfolge der Schaltstationen unabhängiger Reihenfolge die einzelnen Leitungen durch eine besondere Spannungsquelle geprüft und deren Leitungsschalter bei in richtigem Isolationszustand befindlichen Leitungen wieder eingeschaltet werden.

   Dabei verhindert ein im Stromkreis der   Prüfspann ungsquelle liegendes   Relais durch den bei Erdschluss einer Leitung auftretenden starken Strom, die   Wiedereinschaltung   des betreffenden Leitungsschalters. Befindet sich die abgetrennte, zu prüfende Leitung aus irgendeinem Grunde unter Spannung, so verhindert ein besonderes Relais das Schalten der Prüfspannung auf die betreffende Leitung und damit das Wiedereinlegen des zugehörigen Leitungsschalters. 



   In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes für Wechselstromnetze schematisch dargestellt, und zwar zeigt die Zeichnung ein Unterwerk mit fünf Leitungen. Es bedeutet darin :   airas   die fünf Freileitungen, z. B. Fahrdrähte bei Bahnen, b1-b5 die fünf Schalter mit   Ein-und Ausschaltmagnet, welche   die Leitungen   Sj-a   mit der Sammelschiene c verbinden, d ist ein Spannungswandler, an welchen die beiden   Spannungsrelais   ei und   e2   angeschlossen werden, f ist ein Gleichstrommotor.

   Dieser ist einerseits gekuppelt mit dem Wechsel- 
 EMI1.1 
 formators h an die zu prüfende Leitung   a,-a"verhindert,   falls diese aus irgendeinem Grunde unter Spannung steht, In bedeutet ein Stromrelais, durch welches bei Kurzschluss der geprüften Leitung das Wiedereinschalten derselben verhindert wird. 



   Der Schaltvorgang vollzieht sich nun in folgender Weise. Tritt in einer der Leitungen   al-a5   ein Erdschluss auf, so tritt in den dem   Erdschluss   zunächst liegenden Stationen ein Spannungsrückgang auf. Die   Sekundärspannung   des   Spannwandlers d   sinkt ebenfalls, wodurch die beiden Spannungsrelais ei und   e, ausgelöst werden. Der   obere Kontakt des Relais ei schaltet sämtliche Ausschaltmagnete der Schalter   -5   ein. Dadurch werden die Leitungen a1-a5 von der Sammelschiene c abgetrennt. 



   Der untere Kontakt des Relais ei bewirkt die Einschaltung des Motors f, welcher, sowohl den   Wechselstromgenerator g,   als auch die Kontaktbürsten in Bewegung setzt. Die Kontaktbürste   12   des Kontrollerteils   k2   erreicht zuerst eines der stromleitenden Segmente u. zw. bei u. 



  Dadurch wird die Leitung al mit der Wicklung P2 des Transformators   h   verbunden. Befindet sich aus irgendeinem Grunde die Leitung al unter Spannung, so wird auch in der Wicklung Pi des Transformators h eine Spannung induziert ; die Spannungsspule des Relais i arbeitet und eine gleichzeitige Zuschaltung des Generators 9 ist ausgeschlossen. Ist hingegen die Leitung al spannungsfrei, so wird bei v der Transformator h mit dem Generator   9   verbunden. Ist kein Erdschluss in der Leitung   a"so   fliesst in der Wicklung   pj   des Transformators h nur der Leerlaufstrom und der dem Übersetzungsverhältnis entsprechende Betrag des Ladestromes der Leitung. 

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  Infolgedessen kommt das Stromrelais m nicht zum Ansprechen. Die Ampere-Windungszahl der Stromspule des Relais i muss so bemessen werden, dass ein Hämmern des Relais infolge des gleichzeitigen Ansprechens der Spannungsspule vermieden wird. Bei w wird im Kontrollerteil   ks   der Einschaltmagnet b1 eingeschaltet, wodurch Leitung at wieder an die Sammelschiene angeschlossen wird. 



   Befindet sich jedoch auf der Leitung al ein Erdschluss, so fliesst in der Wicklung pi des Transformators h ein dem   Kurzschlussstrom   entsprechend starker Strom, welcher das Stromrelais m zum Ansprechen bringt, wodurch die Zuleitung zum Einschaltmagnet bl unterbrochen wird ; die Leitung a4 bleibt also in diesem Falle abgetrennt. Bei den übrigen Leitungen vollzieht sich der Vorgang analog. 



   In der Stellung 6 des   Kontrollerteiles   k2 wird der Motor f abgeschaltet. Die   Kontaktbürste   bleibt so lange auf Segment 7 stellen, bis das Netz wieder unter Spannung gesetzt wird. Sobald dies geschieht, spricht das Relais e2 an. Dadurch wird der Motor f wieder eingeschaltet. Bei 8 hört die Stromzuführung auf und der Kontroller befindet sich wieder in Anfangsstellung. 



   Soll die Schalteinrichtung in einem Gleichstromnetze verwendet werden, dann ist der Transformator h sowie der Spannungswandler   d   wegzulassen ; die Schaltung erfolgt dann nach der auf der Zeichnung angedeuteten strichpunktierten Linie   X-Y bzw. s-t.   



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zum selbsttätigen Abschalten und Prüfen fehlerhafter Leitungen in elektrischen Netzen, mit einem   spannungsabhängigen Relais,   dadurch gekennzeichnet, dass dieses Relais bei einer Störung im Netze, die Leitungsschalter (b1, b2, b3) ausschaltet und einen 
 EMI2.1 
 schalter wieder eingelegt wird, während bei fehlerhaften Leitungen ein vom Erdschlussstrom   beeinflusstes Relais   das Wiedereinsehalten verhindert.

Claims (1)

  1. 2. Einrichtung nach Anspruch 1 für Wechselstromnetze, dadurch gekennzeichnet, dass die verschiedenen Leitungen (a1-a5) über einen gemeinsamen Transformator dz an Erde und an die Klemmen der Spannungsquelle zu angeschlossen werden.
    3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Transformator ein Spannungsrelais (i) speist, das beim Anschliessen einer unter Spannung stehenden Leitung erregt wird und den Stromkreis der an den Transformator (h) angeschlossenen Spannungsquelle (g) unterbricht.
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