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Düngerstreumaschine.
Die Erfindung betrifft eine Verbesserung jener bekannten breitspurigen Kunst-Düngerstreumaschine, bei welcher das feinkörnige Düngemittel, u. zw. in der Regel Kalisalz, Kalkstickstoff od. dgl. durch einen in der Rückwand des Düngerkastens angeordneten Langschlitz, dessen Spaltbreite durch einen Regulierschieber geregelt werden kann, zur Ausgabe gelangt. Das Streugut fällt hiebei im freien Fall senkrecht auf den Acker.
Um derartige Düngerstreumaschinen für die Bekämpfung von Unkräutern wie Hederich, Ackersenf u. dgl. mittels Düngemittel, insbesondere Kalkstickstoffe geeigneter als bisher zu machen, wird erfindungsgemäss die Maschine mit einer in bekannter Weise ausrüekbaren Winderzeugungs- anlage mit horizontal auf das fallende Streumittel einwirkenden Luftstrom ausgestattet, welcher das ungefähr senkrecht abfallende Streumittel in horizontaler Richtung ablenkt. Hiedurch wird das Streumittel nicht nur von oben her, sondern auch seitlich auf die Pflanzen gestäubt, die damit allseitig und damit wirksamer von den Bekämpfungsmitteln getroffen werden.
Als geeignetes Mittel zur Erzeugung des Luftstromes dient ein unter dem Austrittschlitz des Düngerstreuers und parallel zu diesem angeordnetes, in der Fahrtrichtung vor der Abfallinie des Streugutes liegendes Gebliiserohr oder eine umlaufende Flügelwelle, wie solche bei Winderzeugern allgemein bekannt sind. Es ist zwar auch schon bekanntgeworden, Düngemittel mittels Gebläse oder in horizontaler oder vertikaler Ebene umlaufende Flügelräder auszuwerfen. Indessen handelt es sich hiebei um Spezialmaschinen, welche nicht dazu geeignet sind, Düngemittel dort, wo es sich nicht um die Unkrautbekämpfung handelt, in der wirtschaftlicheren Arbeitsweise der Langschlitz-Düngerstreumaschine zu verausgaben.
Da beim Erfindungsgegenstand die Winderzeugungsanlage in bekannter Weise ausrückbar ist, kann die Maschine sowohl als gewöhnlicher Düngerstreuer als auch als Zerstäuber benutzt werden.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in zwei Ausführungsformen beispielsweise dargestellt. Fig. 1 zeigt eine Vorderansicht, Fig. 2 einen Querschnitt einer Düngerstreumaschine, bei welcher der Luftstrom vermittels eines Ventilators erzeugt und durch ein Rohr zum Ausblasen gebracht wird. Fig. 3 einen Querschnitt einer Düngerstreumaschine, bei welcher der Luftstrom durch eine Flügelwelle erzeugt wird.
Die Düngerstreumaschine selbst entspricht völlig dem Bekannten. Sie besteht aus einem fahrbaren Gestell, das zwischen den Rädern den Düngerhehälter a trägt, in dessen Boden eine Rühr-und Ausgabewelle b od. dgl. angeordnet ist, durch welche die Düngemittel in den Ausgabeschlitz e befördert werden. Parallel zu dem Ausgabeschlitz und unterhalb desselben, in der Fahrtrichtung vor der senkrechten Abfalllinie des Streugutes ist ein Rohr d mit horizontal gerichteten feinen Öffnungen, einem Schlitz od. dgl. und geschlossenen Stirnenden angebracht, welches die Fortsetzung eines Luftleitrohres e bzw. eines Ventilators t bildet.
Letzterer wird von einem Rade g angetrieben, das seinerseits über eine Welle h und Zahnrad i den Antrieb in bekannter Weise von einem Zahnkranz eines Karrenrades empfängt. Der das
Rohr d verlassende Luftstrom trifft quer auf das senkrecht aus dem Streuschlitz herabfallende Streugut.
Das Streugut wird hiedurch in fein zerteiltem Zustande und in ganz flacher Abfallkurve verausgabt, wodurch die Unkrautpflanzen von allen Seiten bestäubt werden.
Die Ausführungsform nach der Fig. 3 unterscheidet sich von der vorbeschriebenen nur dadurch, dass an Stelle einer Luftstromerzeugungsanlage und eines Blasrohres eine Flügelwelle k tritt. Dieselbe ist ebenfalls unterhalb des Streuschlitzes und parallel zu diesem drehbar gelagert. Der Antrieb kann in der vorbeschriebenen Weise von einem der Karrenräder abgeleitet werden. Statt der dargestellten, können selbstverständlich auch andere beliebige brauchbare Antriebsmittel Verwendung finden. Vermittels aus-
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rückbaref Kupplungen tjd. dgt deren Anwendungsweise keiner näheren Erläuterung bedarf, können die Antriebsmittel nach Belieben in-und ausser Betrieb gesetzt werden.
Die Flügelwelle k besitzt vier oder mehr oder weniger Flügel in Form von Leisten, die gekrümmt sein, oder auch schraubenförmig verlaufen können. Die Drehrichtung der Flügelwelle muss selbstverständlich so sein, dass ein nach dem Austritts- sehlitzhin gerichteter Luftstrom entsteht. Wesentlich ist es, dass der Umlaufkreis der Flügelwelle in der Fahrtrichtung vorne vor der senkrechten Abfallinie des Streumittels so liegt, dass er von dieser weder geschnitten noch berührt wird, doch wieder dieser so nahe liegt, dass das leichte staubförmige Streugut von dem durch die umlaufende Welle erzeugten Luftstrom in eine flache Abfallkurve gedrängt wird, wie es für die rationelle Unkräutbekämpfung nötig ist.
PATENT-ANSPRÜCHE :
EMI2.1
gekennzeichnet, dass die bekannte breitspurige Düngerstreumaschine mit langem Austragsehlitz und Regelschieber mit einer unter dem Streuschlitz gelegenen, parallel zu diesem sich über dessen ganze Länge erstreckenden und in der Fahrtrichtung vor der Abfallinie des Streugutes liegender und in bekannter Weise ausrückbarer Winderzeugungsanlage mit quer zur Abfallinie gerichtetem Windstrom ausgerüstet ist.