AT109381B - Innenkühlung für Metallbehälter zur Aufnahme von angesäuerten Flüssigkeiten. - Google Patents

Innenkühlung für Metallbehälter zur Aufnahme von angesäuerten Flüssigkeiten.

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AT109381B
AT109381B AT109381DA AT109381B AT 109381 B AT109381 B AT 109381B AT 109381D A AT109381D A AT 109381DA AT 109381 B AT109381 B AT 109381B
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  Innenkühlung für   Metallbeh lter znr Aufnahme von angesä. uerten Flüssigkeiten.   



   Es bestehen   Metallbehälter.   die zur Aufnahme bzw. längeren Aufbewahrung von an- gesäuerten Flüssigkeiten dienen, die gekühlt werden müssen. Insbesondere kommen Lagerbehälter aus Aluminium für Bier oder andere gärende Flüssigkeiten in Betracht, wobei zur wirksamen Innenkühlung in die Behälter Kühlrohre eingebaut sind, in denen irgendein Kiihlmittel zirkuliert. 



   Bei einer derartigen Kühleinrichtung ergibt sich folgendes :
Die Kühlrohre müssen aus einem Material bestehen, das einerseits von den verschiedenen Kühlmitteln nicht angegriffen wird und anderseits ein guter   Wärmeleiter   ist. Als solches Material eignet sich insbesondere Kupfer. Bei der Benutzung von kupfernen Kühlrohren ergeben, sich aber zwischen diesen und den z. B. aus Aluminium bestehenden   Behälterwandemngen   unter Mitwirkung der Flüssigkeit (z. B. Bier) als Elektrolyt elektrochemische Wirkungen, die eines oder beide Metalle angreifen und oft auch auf die Flüssigkeit schädlich einwirken, beispielsweise Fermente abtöten. Diese Wirkung ergibt sich deshalb, weil der Unterschied im elektrischen Potential beider Materialien ein verhältnismässig grosser ist. 



   Zur Beseitigung dieser Nachteile wird der Erfindung gemäss das Kühlrohr oder Kühlrohr- system vom Behälter isoliert oder am Behälter isoliert befestigt. Infolge der dadurch bewirkten
Unterbrechung der Leitung kann sodann kein Strom über den Elektrolyt entstehen und die schädliche elektrochemische Wirkung wird bedeutend verringert oder ganz aufgehoben. Aber auch das Auftreten einer schädlichen elektro-chemischen Wirkung zwischen den verschiedenen
Metallen selbst wird dadurch verhindert. 



   Es ist bekannt, einen   Aluminiumbehälter gegen   seinen aus anderem Metall bestehenden
Aussenmantel bzw. gegen seine Einmauerung, insbesondere aus Eisenbeton, zu isolieren. Bei   dieser Behälterummantelung   handelt es sich nur um die Verhinderung des Entstehens elektri- scher Ströme. 



   Es ist auch im Bauwesen bekannt. Behälter und Geräte zur Verhinderung des Entstehens elektrischer Ströme aus dem gleichen Metall herzustellen. 



   Im Gegensatz hiezu ist der Erfindung gemäss die Verhinderung des Entstehens elektrischer
Ströme das Mittel, um für die Kühlrohre einer   Behälterinnenkühlung   jene Materialien benützen zu können, die den denkbar höchsten Wirkungsgrad bezüglich   Wärmeaustausches   sowie die grösste Dauerhaftigkeit gegen das benützt Kältemittel haben. 



   Dabei kann es dennoch vorkommen, dass durch Zufälligkeiten, z. B. durch Metallspäne od. dgl., eine leitende Verbindung zwischen den Kühlrohren und der Behälterwandung her- gestellt wird. Ferner kann der Elektrolyt selbst unter Umständen eine solche leitende Ver- bindung schaffen. 



   Um auch solchen Fällen zu begegnen, können die Kühlrohre einen äusseren Mantel oder Überzug aus einem solchen Material erhalten, dass die zwischen den verschiedenen Materialien der Kühlrohre und der Behälterwandung bestehende elektrische Potentialdifferenz vermindert oder ganz aufgehoben wird. 



   Dieser Mantel oder Überzug kann aus einem Metall bestehen, dessen elektrisches Potential jenem des Behältermetalls näher oder gleich kommt. Als solches Material eignet sich bei Benutzung der genannten Materialien insbesondere eine Kupferlegierung, Nickel. Aluminium od. dgl., 

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 gleichfalls gänzlich aufgehoben. 



   Der dadurch erzielte Erfolg ist der, dass infolge der geringeren oder gänzlich aufgehobenen Potentialdifferenz zwischen den Kühlrohren und der Behälterwand nur äusserst schwache oder gar keine elektrische Ströme auch im Falle einer leitenden Verbindung zwischen den Kühlrohren und der   Behälterwandung   entstehen können, so dass auch dann die Metalle und der Behälterinhalt nicht Schaden leiden können. 



   Um auch zwischen den beiden Metallen des Kühlrohres und seines Überzuges keine nachteilige elektrochemische Wirkung auftreten zu lassen, die bei einem grösseren Potentialgefälle doch eintreten könnte, werden ein oder beide Metalle mit einer inneren Oxydschicht benützt. so dass die beiden Metalle vor einer unmittelbaren Berührung durch eine einfache oder doppelte Oxydschicht geschützt sind. 



   Bei Benützung eines metallenen Mantels oder Überzuges für die Kühlrohre kann er an seiner   Aussenfläche   oxydiert sein, wodurch eine noch bestehende elektrische Potentialdifferenz noch weiter verringert wird. 



   Die Zeichnung zeigt ein Beispiel eines Kühlrohres im Längsschnitt. 



   1 ist das Kühlrohr, z. B. aus Kupfer, an dem ein   Winkelílans (h G   beispielsweise durch Hartlöten befestigt ist. Die Befestigung dieses   Flansches   an der   Durchbrechung   3 der Wand 4 des Behälters erfolgt mittels Schrauben 7 in der Weise, dass die   Kühlrohre   von der Behälterwandung isoliert sind. Zu diesem Zwecke werden ein äusserer Metallring 8, die isolierenden scheibenartigen Beilagen 9 und 10 und die isolierende hülsenförmige Beilage 11, die insbesondere aus Gummi bestehen benützt. Eine in den Flansch 6 eingesetzte kappenartige   Mutter-L8 für   die Schrauben 7 verbessert die Dichtung. 



   Das Rohr 1 ist mit dem eingangs erwähnten äusseren Mantel oder   Überzug 16 versehen.   



   Das Rohr 1 ist an seinem freien Ende geschlossen und nimmt z. B. ein zweites Rohr 13 auf, das zur Zuleitung des Kühlmittels dient. Das Kühlmittel gelangt am freien Ende des Rohres 13 in den Ringraum des Rohres 1 und tritt durch den Stutzen 14 aus. der auf einer die Rohre   13, 1 verbindenden Überwurfmutter 15   sitzt. Das in der Zeichnung dargestellte Rohr wird z. B. nach der Innenseite des Behälters abgenommen und durch ein Mannloch entfernt. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1.   Innenkühlung   für Metallbehälter zur Aufnahme von angesäuerten   Flüssigkeiten.   insbesondere Aluminiumlagerbehälter für Bier, dadurch gekennzeichnet, dass das Kühlrohr oder Kühlrohrsystem vom Behälter isoliert oder am Behälter isoliert befestigt ist, um es ohne Gefahr aus einem dem Kühlmittel widerstehenden Metall von hohem Leitungsvermögen herstellen zu können.

Claims (1)

  1. 2. Innenkühlung nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, dass das Kühlrohr oder Kühlrohrsystem einen äusseren Mantel oder Überzug (16) aus einem Material besitzt, das die zwischen dem verschiedenen Material der Kühlrohre und der Behälterwandung bestehende elektrische Potentialdifferenz vermindert oder aufhebt.
    3. Innenkühlung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Mantel oder Überzug für die Kühlrohre aus einem Metall, Metalloxyd od. dgl. besteht, dessen elektrisches Potential jenem des Behältermetalles nahe oder gleich kommt.
    4. Innenkühlung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Überzug für die Kühlrohre aus einem nichtleitenden Material, insbesondere Email od. dgl., besteht.
    5. Innenkühlung nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Metalhnäntel oder Überzüge der Kühlrohre an ihrer Aussenfläche oxydiert sind.
    6. Innenkühlung nach Anspruch. 8 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Kühlrohre mit ihren Metallmänteln oder Überzügen mittels einer Oxydschicht des einen oder anderen Metalles oder beider Metalle in Berührung stehen.
AT109381D 1925-05-14 1925-05-14 Innenkühlung für Metallbehälter zur Aufnahme von angesäuerten Flüssigkeiten. AT109381B (de)

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