AT109412B - Verfahren zum Trocknen von Sammlerplatten. - Google Patents

Verfahren zum Trocknen von Sammlerplatten.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zum Trocknen von Sammlerplatten. 



   Bekanntlich begegnet man vielen Schwierigkeiten bei dem Trocknen von Sammlerplatten, welche mit feinverteiltem Blei in irgendeiner Form, wie Bleistaub, Bleischwamm od.   dgl.,   geschmiert sind, indem ein Rissigwerden der Masse schwer zu vermeiden und die Trocknungsdauer eine sehr lange ist. 



   Der hauptsächliche Grund dieser Schwierigkeiten liegt in der Oxydierbarkeit des feinverteilten Bleies, welches in der Schmiermasse enthalten ist, und in der dadurch veranlassten und schwer regelbaren Erhöhung der Temperatur im Innern der Masse. 



   Der Zweck der vorliegenden Erfindung besteht in der Vermeidung dieser Übelstände und in der Erzielung einer raschen und vollständigen Trocknung. Die Erfindung besteht darin, die Platten unmittelbar nach der Schmierung in einen kalten Behälter zu bringen, welcher hierauf hermetisch verschlossen wird. 



   Die kleine Menge Sauerstoff, welche in der Luft des Behälters enthalten ist, verschwindet sehr rasch, indem sie durch einen ganz   unbeträchtlichen   Teil des in der Masse enthaltenen feinverteilten Bleies   absorbiert wird.   Gegebenenfalls kann eine künstliche Kühlung, z. B. durch Zirkulation einer Kühlflüssigkeit, während dieses ersten Teiles der Trocknung angewendet werden, währenddessen die Schmiermasse abbindet. 



   Von diesem Zeitpunkt ab, befinden sich die Platten natürlich in einer Atmosphäre von Stickstoff, und man hat es vollkommen in der Hand, die Temperatur und Feuchtigkeit derselben zu regeln, um nach Wunsch eine schnellere oder langsamere Trocknung zu erzielen. 
 EMI1.1 
 trocknenden Platten P, welche sich auf   geeigneten Gestellen   befinden, werden rasch in den Behälter A gebracht"   dessen hermetischer Verschluss durch einen   im Scharnier beweglichen Deckel bewegt wird. 



   Das Manometer M zeigt bald eine   Druckverminderung an, welche   auf der Absorption des'Sauerstoffes beruht. Wenn man die hiedureh bewirkte kleine Temperaturerhöhung vermeiden will, die man am Thermometer t ablesen kann, lässt   man   eine Kühlflüssigkeit durch das Schlangenrohr 8 zirkulieren. 



  Das Gefäss V, welches mit den nötigen Hähnen versehen ist, nimmt das hiebei kondensierte Wasser auf und ermöglicht dessen Entfernung. 



   Während der zweiten Periode wird der Behälter A entweder durch Zirkulation von Dampf im Rohr 8 oder auf beliebige andere Weise, z. B. durch elektrische Heizung, erwärmt, und der bei der Trocknung der Platten gebildete Wasserdampf kann durch Öffnung des Hahnes R entfernt werden, sobald das Manometer M einen Überdruck über den atmosphärischen Druck anzeigt. Statt dessen kann man auch den Dampf in dem Behälter V kondensieren, welcher dann   vorgängig   mit Wasserdampf gefüllt ist. 



   In der   Ausführungsform nach Fig.   2 erfolgt die Entfernung des Wasserdampfes mittels eines mit dem Behälter A verbundenen gekühlten Behälters B, dessen Kühlung z. B. durch eine Kühlflüssigkeit erfolgt, die im Schlangenrohr 8'zirkuliert. Da der Behälter A erwärmt wird, bildet sich in der Richtung der Pfeile ein Kreislauf von Stickstoff und Wasserdampf zwischen den beiden Behältern. Der Wasserdampf kondensiert sich in dem Behälter B, und das Wasser kann durch das mit nötigen Hähnen versehene Gefäss V'abgelassen werden. 



   Um die nur schematische Zeichnung zu vereinfachen, wurden darin die zur Wärmeisolierung nötigen Mäntel um die Behälter und besonders um den Behälter   A   weggelassen. 



   Das beschriebene Verfahren ermöglicht, eine trockene wirksame Masse zu erhalten, die eine grössere Menge metallischen Bleies enthält als die Masse der an der Luft getrockneten Platten, denn das Blei oxydiert sich nicht mehr, sobald die Masse trocken ist. 

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 EMI2.1 
 oxydierte Masse zu erhalten ohne die oben beschriebenen Nachteile der Lufttrocknung. Es   genügt, hiezu   mittels des Hahnes   ss-vor   und während der Trocknungsperiode die Menge der   einströmenden Lui't zu   regeln, um hiedurch die   Oxydation des in der. Masse enthaltenen   Bleies beliebig langsam und ohne schädliche Temperaturerhöhung vor sich gehen zu lassen. 



   Das Verfahren ist ferner anwendbar zur Trocknung negativer Platten beliebiger Herstellungsart, welche man an der Luft-in geladenem Zusfande aufbewahren will. Bekanntlich oxydiert sich die wirksame Masse dieser Platten während des Trocknens an der Luft und verliert ihre ganze Ladung. Im Gegensatz dazu werden bei der Trocknung nach dem beschriebenen Verfahren die Platten nur sehr wenig oxydiert nach   Massgabe   der sehr geringen Sauerstoffmenge., die in der Luft des Behälters A sich befindet. 



  Nach der unter den beschriebenen Bedingungen ausgeführten Trocknung besteht die wirksame Masse solcher Platten fast ausschliesslich aus   trockenem   schwammigem Blei, das sich nicht mehr an der Luft oxydiert. Die so behandelten Platten können daher unverändert in der Luft aufbewahrt werden und geben nach dem Einbau in den Elektrolyten fast ihre ganze Kapazität ab, ohne einer Ladung zu bedürfen.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zum Trocknen von Sammlerplatten, deren wirksame Masse im wesentlichen aus feinverteiltem, metallischem Blei besteht, in einer sauerstoffreien Atmosphäre, dadurch gekennzeichnet, dass die Platten unmittelbar nach ihrer Schmierung oder Ladung in einen hermetisch verschlossenen, kalten Behälter gebracht werden, worauf die geringe in den Behältern vorhandene Sauerstoffmenge ohne nennenswerten Schaden von dem Blei absorbiert wird und die eigentliche Trocknung in der nunmehr inert gewordenen Atmosphäre vor sich geht, deren Tem peratur- und Feuchtigkeitsgehalt beliebig geregelt werden kann. EMI2.2
AT109412D 1926-09-14 1926-09-14 Verfahren zum Trocknen von Sammlerplatten. AT109412B (de)

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