<Desc/Clms Page number 1>
Maschine zum Drucken von Fahr-und Eintrittskarten.
In dem Stammpatent Nr. 106 493 ist eine Maschine zum Drucken von Fahr-und Eintrittskarten beschrieben, bei welcher eine Anzahl von auswechselbaren Druckstempel für die Herstellung der einzelnen
Karten zur Verwendung kommt.
Gemäss der Erfindung ist die Maschine in der Weise weiter ausgebildet, dass sie mit einer Registrier- vorrichtung versehen ist, welche beispielsweise dazu dienen kann, am Beginn und Ende der Kartenausgabe oder innerhalb eines bestimmten Zeitraumes die für die einzelnen Karten verwendeten Stempel zum Ab- druck zu bringen, und so aus der Differenz der dadurch gewonnenen Nummern die Anzahl der von jeder
Sorte ausgegebenen Karten zu bestimmen. Zweckmässig kann dabei die Maschine derart ausgeführt werden, dass sie nur mit einer einzigen Abteilung zum Einsetzen der Stempel versehen ist und dann nicht zur Herstellung von Fahrkarten u. dgl. dient, sondern allein als Kontrollvorrichtung für derartige
Maschinen.
In dem ersteren Fall kann für die Aufzeichnung der gleiche Papierstreifen wie zur Herstellung der
Fahrkarten verwendet werden, wobei für die Kontrolle während des aufeinanderfolgenden Einsetzens der jeder Kartenart zugehörigen Druckstempel die Abschneidevorrichtung ausser Betrieb gesetzt wird.
Im letzteren Fall, wo die Maschine allein als zusätzlicher Kontrollapparat zur Verwendung kommt, braucht eine Abschneidevorrichtung überhaupt nicht vorgesehen zu sein und die Vorschubeinrichtung für die Papierrolle ist dabei derart eingerichtet, dass der Papierstreifen nach dem Bedrucken auf einer besonderen Rolle aufgewickelt wird, so dass der Kartenabdruck dauernd erhalten bleibt.
Eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung, die sich auf einen Kontrollapparat bezieht, ist in der Zeichnung dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 einen Vertikalschnitt, Fig. 2 eine Einzelheit, die eine
Einstellvorrichtung für den Druckhammer betrifft, Fig. 3 eine Draufsicht der Maschine, bei abgenommenem
Gehäuse, Fig. 4 einen Kontrollabdruck auf dem Registrierstreifen, Fig. 5 eine Grundansicht eines Druck- stempels, Fig. 6 eine Einzelheit der Papierstreifenfördervorrichtung.
Der aub Fig. 1 ersichtliche Druckstempel besteht in ähnlicher Weise wie im Stammpatent aus einem rechteckigen Gehäuse 30, das an jeder Seite mit einem Zapfen 31 versehen ist, welche in Führungs- schienen 36 und 37 beweglich sind. Aus einem Oberteil ragt der Schaft 32 einer Taste 33 hervor, welche den Aufdruck der betreffenden Kartenart trägt. An der Unterseite des Stempels befinden sich zwei
Platten 34, durch welche beispielsweise der Namen der Station und der Preis aufgedruckt werden. In dem Gehäuse des Druckstempels 30 befindet sich auch ein aus einzelnen Typenrädern 35 bestehendes Registrer (Zähl) werk. Die Fördereinrichtung für die Fortbewegung des Papierstreifens 40 besteht aus der Vorratsrolle 41, die lose auf die Welle 42 aufgebracht ist und einer Führungsrolle 45 mit Zapfen 46 und die Aufnahmsrolle 47, die lose auf der Welle 48 sitzt.
Mit der Rolle 47 ist eine Scheibe 49 mit einem rechtwinklig abgebogenen Flansch 50 verbunden. An der inneren Seite des Flansches 50 wälzt sich eine an einem Schaltglied 52 lose befestigte Rolle 51 ab. Das Schaltglied 52 sitzt lose auf der Welle 48. Die Rolle 51 wird durch einen federbelasteten Kolben 53, der in dem Schaltglied 52 eingesetzt ist, an die
Arbeitsfläche des Flansches 50 angepresst. Wenn das Schaltglied 52 in der Gegenzeigerrichtung um die Welle 48 gedreht wird, so wird die Rolle 51 zwicshen die Fläche 54 des Schaltgliedes 52 und die innere Umflache des Flansches 50 eingekeilt, und dadurch die Scheibe 49 und die Aufwickelrolle in der gleichen
Richtung bewegt.
Sobald aber das Glied 52inUhrzeigerriohtung gedreht wird, bewegt sich die Rolle ent- t gegen der Spannung des Kolbens 53 nach rechts, so dass die Aufwickelrolle nicht mitgenommen wird,
<Desc/Clms Page number 2>
Zur Bewegung des Fortschaltgliedes 52 dient ein daran befestigter Stift 6. 5, welcher durch den'Fort- satz 56 eines auf der Welle 48 lose sitzenden Zahnradsegmentes 57 bewegt wird. In das Zahnradsegment 57 greift ein Zahnradsegment 58 eines Winkelhebels 59 ein, der um die Achse 60 drehbar ist und dessen anderer Arm einen hebelartigen Fortsatz 61 besitzt.
Mit dem Winkelhebel 59 ist mittels einer Nabe 63 ein in gleicher Weise an seinem Ende hebelartig ausgebildeter Hebelarm 62 verbunden. Beim Betätigen der Taste 33 bzw. des Druckstemepels 30 greift der Führungszapfen. Min die hebelartigen Enden der Hebel 59 und 62 ein. so dass das Zahnsegment 58 nach links (siehe Fig. 1) zum Ausschwingen gebracht wird, wodurch mittels Eingriffes in das Zahnradsegment 57 dieses und mittels des an dem Zapfen'55'angreifenden Fortsatzes 56 das Fortschaltglied 52 in Gegenzeigerrichtung bewegt wird, so dass die Abwickelrolle um ein genügendes Stück gedreht wird und damit ein unbedrucktes Streifenstück unter den Stempel 30 gelangt.
Für die Zurückführung der Fortschalteinrichtung dient ein auf der Welle 48 sitzender Ring 64 des Fortsatzes 65, der auf den Zapfen 55 mittels einer um die Welle 48 gewickelten Zugfeder 67 einwirkt, deren eines Ende an dem Ansatz 56 und
EMI2.1
kein Papier aufgewickelt ist, so befinden sich alle Teile in der in Fig. 1 dargestellten Stellung. Sobald aber sich Papier auf der Aufwickelrolle ansammelt, wird der Arm 70 in Uhrzeigernehtung aussehwingen und ebenso der Arm 74, so dass bei der Rückkehr des Fortschaltgliedes 52 in seine Ruhelage der Fortsatz 77 durch den federnden Ring 64 in Berührung mit der Rolle 76 rascher gelangt, als dies in der Lage der Teile gemäss Fig. 1 der Fall ist.
Durch diese Einrichtung wird in bekannter Weise eine verhältnismässig geringere Bewegung der Aufwickelrolle erzielt, so dass die Entfernung oder der Zwischenraum zwischen zwei Aufdrucken der gleiche bleibt. Zur Einfärbung der Typen dient in bekannter Weise ein Farbwerk 66 und eine Druckplatte 95. Um eine rückläufige Bewegung der Aufwickelrolle 47 zu verhindern, ist eine an sich bekannte Sperreinrichtung vorgesehen. Diese besteht aus einer durch den federnden Kolben 85 an die innere Umfläche des Flansches 50-angedrückte Rolle 83, welche durch den um den Zapfen 81 drehbaren Arm 80 getragen wird. Der Arm 80 trägt auch noch die Rolle 82, welche auf der äusseren Umfläche des Flansches 50 aufliegt.
Sobald die Scheibe 49 in Gegenzeigerrichtung bewegt wird, wird dadurch die Rolle 83 in keiner Weise betätigt ; wenn aber eine Bewegung im umgekehrten Sinne eintritt, d. h. eine Tendenz eintritt, die Scheibe 49 in der Uhrzeigerrichtung zu drehen, so wird die Rolle 83 zwischen den Flächen 84 des Armes 80 und der inneren Umfläche des Flansches eingekeilt, so dass eine
EMI2.2
Der Aufdruck erfolgt, wie erwähnt, mittels des Druckstempels 30 und der Druckplatte 95, welch letztere in geeigneter Weise an dem einen Arm 97 eines um eine Achse 99 drehbaren Winkelhebels 98 befestigt ist. Die Bewegung für den Winkelhebel M wird von dem Hebel 59 bzw. den Zapfen 31 des Druckstempels 30 abgeleitet.
Dazu dient ein an dem Hebel 59 angelenkter Arm 101, welcher mittels einer Kamm- fläche 102 auf einen entsprechend abgeschrägten Bolzen 103 an dem Ende des Hebels 97 einwirkt. Der Eingriff der Nocke 102 und des Zapfens 103 wird durch eine an dem ersteren befestigte Zugfeder 104 gewährleistet. Die Feder 104sucht den Arm 101 in Gegenzeigerrichtung zu bewegen, was aber durch das einstellbar befestigte Exzenter 105 verhindert wird.
Sobald der Druckstempel30 nach'abwärts bewegt wird, wird durch den Arm 101 der Hebelarm 97 des Winkelhebels 98 in Gegenzeigerrichtung geschwenkt, bis die Nocke 102 den Zapfen 103 verlässt. In diesem Moment erhält die Druckplatte 96 eine raschere Bewegung in Uhrzeigerrichtung durch die Feder 106, welche an dem Ende des Winkelhebels 98 angreift. Durch das Exzenter 105 ist jener Moment einstellbar, in welchem die Druckbewegung der Platte 96 beginnt, d. h. der Moment, in welchem die Nocke 102 den Zapfen 103 freigibt. Zur Einstellung des Exzenters 105 dient eine Stellschraube 108, welche in einem entsprechend geformten Schlitz 109 im Gehäuse verstellt werden kann (siehe Fig. 2). Je nach der Einstellung dieser Schraube 108 ist die Druckbewegung des Hebelarmes 101 kürzer oder länger.
Der Arm 118 des Winkelhebels 98 dient zur Fortschaltung eines Zählwerkes IM, welches aus einzelnen auf der Welle 111 lose aufgesetzten Zählrädern besteht. Die Fortschaltung erfolgt mittels einer Fortschaltkdinke 114, welche in das Fortsehaltrad 115 eingreift. Der Hebelarm 118 besitzt einen Stift 117, welcher in eine Nut 116 des Trägers 113 der Fortschaltklinke IM eingreift. Bei jeder Bewegung des Winkelhebels 98 im Uhrzeigersinne wird durch die Klinke IM das Fortschaltglied 115 und damit auch das EinerZahnrad um einen Schritt fortgeschaltet. Die Fortschaltung dieses Zählwerkes erfolgt in bekannter Weise.
Auf der Welle 111 befindet sich ein Knopf 122, der dazu dient, das Zählwerk in die Nullage zurüpkzu- bringen.
<Desc/Clms Page number 3>
Durch den Vergleich der Nummern eines vorhergehenden und eines nachfolgenden Abdruckes für eine bestimmte Kartenart ergibt sich ohne weiteres die Anzahl der ausgegebenen Karten dieser Art.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Maschine zum Drucken von Fahr-und Eintrittskarten nach Patent Nr. 106 493, dadurch ge- kennzeichnet, dass eine Registrier (Zähl- und Druck) vorrichtung vorgesehen ist, welche durch die für die Kartenherstellung dienenden Stempel betätigt wird.