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Metallene Fensterrahmenleiste mit Scheibenführung für geschlossene Automobile.
Die Erfindung bezieht sich auf einen aus Metall gepressten Fensterrahmen derjenigen Art, wie er in geschlossenen Automobilen verwendet wird, kann aber auch für andere Fenster Verwendung finden. Insbesondere bezieht sich die Erfindung auf solche Bauarten, bei welchen man die undurchsichtige Fensterumrahmung-vom Inneren des Wagens aus gesehen-so schmal wie möglich zu halten sucht. Auf dem Gebiete des Karosseriebaues hat jüngst eine starke Bewegung eingesetzt, deren Hauptziel die merkliche Vergrösserung der freien Durchsicht aus dem Innern des Wagens ist, wodurch die Behaglichkeit der Fahrgäste und ihre Sicherheit sehr erhöht werden.
Die Bewegung hat zu der Verwendung sehr schmaler aus Metall gepresster Rahmenleiste, insbesondere bei den Türfensterrahmen, geführt, da bei diesen drei Gründe : die Einfassung des Fensters, der Türrahmen und die Türpfosten, leichter zu einer Vergrösserung der undurchsichtigen Umrahmung führen, als in den Fällen, in denen es sich um Fensterrahmen allein handelt. Bei einer Wagengattung hat dieses Bestreben zu einem Fenster-oder Türrahmen mit Z-förmigen Rahmenschienen geführt. Die Scheibenführung ist auf dem querliegenden Hauptstege angebracht, während die Flanschen der Z-Schiene verschiedene Funktionen haben. Der äussere Flansch, bildet die äussere Anschlagleiste, welche über die Umrahmung der Türöffnung greift.
Der innere Flansch dient zur Befestigung der inneren Verkleidung oder Polsterung und bildet eine Seitenwand der Scheibenführung. Diese Schienen sowie Schienen von anderer Form mussten aus Blech von verhältnismässig grosser Dicke hergestellt werden, um ihnen ohne Vergrösserung der Breite der undurchsichtigen Umrahmung die erforderliche Steifigkeit zu geben.
Hauptzweck der Erfindung ist, eine solche grössere Festigkeit zu erzielen, ohne die Blechstärke zu erhöhen und ohne die Breite der Umrahmung zu vergrössern. Dies wird erzielt durch eine zusätzliche
Verstärkungsleiste, deren Breite die Breite der Führungsnut für die Scheibe nicht übersteigt. Diese
Breite ist gewöhnlich bestimmt durch die Breite des inneren Flansches der Z-förmigen Schiene. Da eine gewisse Breite der Führung erforderlich ist, um die Scheibe richtig zu führen, erheilt die Fensterschiene einen zusammengesetzten Querschnitt, dessen Breite nicht die Breite der Fensterführung überschreitet und daher die undurchsichtige Umrahmung nicht verbreitert.
Dies wird hauptsächlich dadurch erreicht, dass am Steg der Z-förmigen Rahmenschiene des Fensters eine rinnenförmige Schiene angebracht wird, deren Öffnung auf den Steg gerichtet ist und deren Höhe die Breite der Scheibenführung nicht überschreitet. Mit der Versteifung wird die Bauart dadurch ver- einfach, dass die innere Seitenwand der rinnenförmigen Zusatzsehiene die Aussenwandung der Führungsnut für die Scheibe bildet, wodurch die Anbringung besonderer Winkeleisen für diesen Zweck überflüssig wird. Ferner erhält die Verstärkungsschiene durch entsprechende Wahl ihres Profiles das Aussehen einer Zierleiste, wodurch das allgemeine Aussehen der Umrahmung merklich verbessert wird.
Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise dargestellt : In Fig. 1 ist ein Türrahmen mit einem Fenster im oberen Teil, von innen gesehen, dargestellt ; die Fig. 2-6 sind Querschnitte nach den in Fig. 1 mit den gleichen Nummern bezeichneten Linien, in der Richtung der eingezeichneten Pfeile gesehen ; die Fig. 7-9 sind ähnliche Querschnitte in abgeänderter Form entsprechend den Schnittlinien der Fig. 4-6.
Der Steg der Z-förmigen Schiene ist mit 10 bezeichnet. Der äussere Flansch ist mit 11 und der innere Flansch mit 12 bezeichnet. Die zusätzliche Verstärkungsschiene hat rinnenförmige Gestalt.. Der Boden dieser Rinne ist mit 13, die innere Seitenwandung mit 14 und die äussere Seitenwandung mit 15 bezeichnet. Die obere Schiene und die beiden Seitenschienen in ihrem oberen Teil haben zusammen-
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gesetzten Querschnitt und sind aus der Hauptschiene und der zusätzlichen Verstärkungsschiene gebildet. Der untere Teil hat die ublichen Querschnitte, die in Fig. 2 und 3 dargestellt sind. Diese Querschnitte haben eine grössere Höhe als die Querschnitte der oberen Teile.
Der äussere Flansch 11 der Z-förmigen Schiene überlappt die Türöffnung auf ihrem ganzen Umfang.
Die Seitenflächen 10 des Türrahmens werden durch den Steg der Z-förmigen, gepressten Metallschiene gebildet. Der innere Flansch 12 bildet im oberen Teil die innere Seitenwand der Scheibenführungsnut 16.
Im unteren Teil dient der Flansch 12 dazu, die innere Verkleidung (zu welcher auch die das Schloss tragende Tafel 17 gehört) an der Innenfläche des Türrahmens zu befestigen, und ferner dazu, die (nicht gezeichnete) Polsterung zu tragen. Die Breite des Flansches 12 wird. im oberen, die Fensteröffnung 17 umrahmenden Teil der Schiene nach der Tiefe der Seheibenführungsnut bemessen. Diese Tiefe wird sehr niedrig gewählt, u. zw. so, dass sie zur Führung der Scheibe noch ausreicht, dass aber die Breite der undurchsichtigen Umrahmung so gering wie möglich gehalten wird.
Die rinnenförmige Hilfsse. hiene 13, 14, 15 ist mit ihrer offenen Seite an der ebenen Innenfläche des Steges 10 der Z-Sehiene in deren oberem Teil befestigt. Bei dem in den Fig. 7-9 dargestellten Aus-
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der Z-Schiene, u. zw. etwa um die Breite der Seheibenführungsnut 16. Die Wandung 14 der Hilfsschiene, welche dem inneren Flansch 12 der Z-Schiene gegenüberliegt, bildet mit dem Flansch 12 die Scheiben- führungsnut 16. An die Wandung 14 schliesst sich ein Seitenflansch 18 an, mittels dessen die Verstärkung- schiene am Steg 10 durch Punktschweissung befestigt wird. Dieser Seitenflanseh hat eine solche Breite,
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um den Flansch 11 herumgebogen und mit ihm verschweisst.
Die Verschweissung findet zweckmässig auf der Innenseite des Flansches 11 statt, um jede Gefahr einer Beschädigung der Aussenfläche zu vermeiden, die leicht stattfinden könnte, wenn die Punktverschweissung durch die drei Blechstärken hindurch
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abnehmbar am Steg 10 der oberen Schiene befestigt ist und dessen anderer Schenkel 22 parallel zum inneren Flansch 12 der Z-Schiene herabhängt, u. zw. in einem Abstand, der für die Scheibenführungsnut 16 die richtige Breite lässt.
In diesem Falle liegen die Flanschen 14 und 15 der Ver- stärkungsschiene aussen über den Flanschen 12 und 11 der Z-Schiene. Der innere Flansch 14 der Hilfsschiene wird am inneren Flansch 12 der Z-Schiene durch Punktschweissung befestigt, während der äussere Arm 15 über den Aussenflansch 12 der Z-Schiene bei 19 herumgebogen wird und an der Innenfläche des Flansches 11 verschweisst wird.
Bei der in den Fig. 4-6 dargestellten Ausführungsform hat die Rinne der Verstärkungsschiene eine geringere Breite. Die Seitenwand 15 ist nach innen gerückt und läuft im oberen Teil der Schiene erst seitlich parallel zur Rippe 10 der Z-Schiene und liegt an dieser Rippe an, ist dann nach aussen und wieder nach innen abgebogen, um den Aussenflansch 11 der Z-Schiene zu überlappen. Der Boden 13 und die Seitenwandung 15 der Rille gehen ineinander über, so dass kein scharfer Winkel zwischen ihnen entsteht. Daher haben die Hilfsschienen das Aussehen einer Zierleiste, da Boden 13 und Wandung 15 zusammen eine konvexe Form bilden. Die obere Schiene hat eine ähnliche Bauart, s. Fig. 6.
In jedem Falle wird die Tiefe der Rinne der Verstärkungssehiene 13. 14, 15 auf die Tiefe der
Scheibenführungsnut 16 beschränkt. Wenn man von dem die Anschlagsleiste bildenden Aussenflansch 11 absieht, so ist die Breite der Türrahmenschienen nicht wesentlich grösser als die erforderliche Breite der Scheibenführungsnut. Die Breite der undurchsichtigen Türumrahmung wird also durch die angewandten Mittel nicht vergrössert. Auf der andern Seite wird jedoch die Festigkeit des Türrahmens bei einem
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der Verstärkungsschiene zusammengesetzte Profil hat Kastenform, s. insbesondere Fig. 7-9, hat also eine sehr viel grössere Dicke als das Blech, aus welchem die beiden Schienen gepresst sind.
Wie bekannt, ergibt das kastenförmige Profil bei einem gegebenen Gewicht eine sehr grosse Festigkeit. Das zusammengesetzte Profil bei der Ausführungsform nach den Fig. 4-6 hat gleichfalls Kastenform, wenn auch von verringerter Querschnittsfläche und nähert sich mehr der Form eines Dreieckes als eines Rechteckes.
Wenn nun auch die Festigkeit des dreieckigen Querschnittes mit verringerter Fläche etwas geringer ist als die des rechteckigen Querschnittes, so wird doch immerhin ein wesentlicher Gewinn in der Festigkeit und in der Verringerung des Gewichtes durch diese Bauart erzielt. Der Vorteil wird dadurch erhöht, dass die Seitenwandung 15 verbreitert ist und den Flansch der Z-Schiene überlappt. Ferner findet dadurch, dass der Boden 13-und die Seitenwandung M ineinander übergehen, und der äussere. sonst
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dem Aussenflansch 11 tangierende Linie 23 begrenzt ist. Es wird die gleiche Durchsicht erhalten, welche bei früheren Bauarten nur bei Verwendung von dünneren und schwächeren Profilen erzielt werden konnte.
Im übrigen wird die Umrahmung des Fensters und ihr ganzes Aussehen durch die verschieden profilierte Leiste 13, 15, welche wie eine Zierleiste wirkt, und durch die Umhüllung der schweren und gröberen Hauptschiene sehr anziehend und in manchen Fällen wesentlich verbessert. Es können dünnere Bleche mit weniger guten Oberflächen für die Hauptschiene-M, H, verwendet werden, während dünne Bleche mit sehr glatter und feinkörniger Oberfläche für die Hilfsschiene 13, 14, 15 verwendet werden können.
Die merklich vergrösserte Festigkeit, die nicht beeinträchtigte Durchsicht, die schöne Umrahmung und das bessere Äussere werden erzielt bei einer wesentlichen Verbilligung, welche beruht einmal darauf, dass das Gewicht des Metalles so niedrig wie möglich gehalten wird, und darauf, dass für den grösseren Teil dieses Gewichtes ein billigeres Metall verwendet werden kann.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Metallene Fensterrahmenleiste mit einem rippenartigen, senkrecht zur Fensterscheibe verlaufenden Hauptkörper und mit Seheibenführung für geschlossene Automobile, dadurch gekennzeichnet,
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ist als die Tiefe des Fensterführungskanales.