AT109569B - Verfahren zum Betrieb von Dampfturbinen. - Google Patents

Verfahren zum Betrieb von Dampfturbinen.

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AT109569B
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Gerhard Dipl Ing Weller
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Siemens Schuckertwerke Gmbh
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  Verfahren zum Betrieb von Dampfturbinen. 



   Die Korrosionserscheinungen an Turbinenbeschaufelungen sind in den Niederdruckstufen vor allem eine Folge der Dampffeuchtigkeit, die bis auf   10%   und mehr ansteigen kann. Bei den sehr grossen Dampfgeschwindigkeiten wirken die kleinen   Flüssigkeitsteilchen   wie feste Körper und tragen auf diese Weise zu einer schnellen Zerstörung der Schaufeln bei. 



   Zur Beseitigung der   Dampffeuchtigkeit   sind verschiedene Wege vorgeschlagen worden. Ein Vorschlag geht dahin, den Dampf, ehe er beginnt feucht zu werden, aus der Maschine herauszuleiten und ihn einer Heizvorrichtung zuzuführen, in der er erneut überhitzt wird. Dieses Verfahren bietet aber erhebliche konstruktive Schwierigkeiten, da die   Überhitzerleitungen ausserordentlich   grosse Durchmesser erhalten müssen, die schwere und   umständlich   zu   betätigende   Abschlussorgane erfordern. Nach einem andern Vorschlag soll der Dampf nicht der Turbine entnommen werden, sondern vielmehr in ihr selbst überhitzt werden, u.   zw.   durch Heissdampf, der die Leitkanäle umspült. Aber auch dieses Verfahren ergibt eine Reihe von Schwierigkeiten.

   Es ist bekannt, dass die Wärmeabgabe eines Dampfes umso schlechter wird, je höher der   Uberhitzungsgrad   ist. Will man den Dampfdruck in den Heizkanälen der   Leitkanäle   niedrig halten,   so muss mangeradezueinemhohenÜberhitzungsgradgreifen. um dieerforderlichen   Heiztemperaturen zu erhalten und braucht dann zur Übertragung der erforderlichen Wärmemenge sehr grosse Flächen, die sich schwer unterbringen lassen. Wählt man dagegen hochgespannten Dampf, d. h. Dampf mit geringem 
Uberhitzungsgrad bei gleicher Temperatur wie im ersten Falle, so bereitet die Materialfrage Schwierig- keiten, da man mit   gewöhnlichem   Gusseisen die hohen Drücke nicht bewältigen kann. 



   Auch die Beheizung durch Flüssigkeiten, insbesondere durch Sodalösungen. ist vorgeschlagen worden. Die Erfindung beruht nun auf der Erkenntnis, dass durch die Wahl bestimmter Heizflüssigkeiten eine besonders gute Beheizung der Leitkanäle erreicht werden kann, u. zw. dadurch, dass man zu diesem
Zwecke   schwersiedende   Flüssigkeiten insbesondere Kohlenwasserstoffe verwendet. 



   Die Verwendung eines schwersiedenden Mittels zu Wärmeübertragungszwecken ist an sich bekannt, jedoch ergibt die Verwendung des bekannten Mittels gerade im vorliegenden Falle besonders günstige
Wirkungen. Zunächst werden die Leitkanäle keinem oder nur geringem Druck ausgesetzt, da man als wärmeabgebendes Mittel Stoffe wählen kann. deren Siedetemperatur bei 1 Atm. weit über   3000 liegt.  
Ein besonderer Vorteil liegt aber darin, dass das wärmeabgebende Mittel als Sattdampf verwendet werden kann, so dass man sehr hohe   Wärmeübergangszahlen   erhält, d. h. man braucht nur kleine leicht unter- zubringende Flächen anzubringen, um die Dampffeuchtigkeit zum Verschwinden zu bringen.

   Hierin liegt der besondere Wert der Erfindung, denn man ist naturgemäss gerade bei einer Turbine an eine nicht- überschreitbar Grösse   der Wärmeaustauschflächen gebunden.   

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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zum Betrieb von Dampfturbinen, deren Leitkanäle zur Herabsetzung der Dampf- feuchtigkeit durch eine Flüssigkeit beheizt werden, dadurch gekennzeichnet, dass zur Beheizung schwer- siedende Mittel, insbesondere Kohlenwasserstoffe dienen. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT109569D 1926-03-01 1927-02-26 Verfahren zum Betrieb von Dampfturbinen. AT109569B (de)

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