AT109600B - Elektrisches Grammophon. - Google Patents

Elektrisches Grammophon.

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  Elektrisches Grammophon. 



   Die Erfindung betrifft ein elektrisches Grammophon und bezweckt. ein solches so zu bauen, dass es rauhe Behandlung aushält und Laute von einer Schallplatte genau wiedergibt. Die meisten Sprechmaschinen weisen Teile auf, die entsprechend den Konturen eines Tonreliefs,   1 ;.   B. entsprechend den Rillen einer Grammophonplatte bewegt werden. Infolge der Ne'gung dieser   Teile   zu Eigenschwingungbn ergibt sich eine gewisse Lautverzerrung. Ferner ist es schwierig, die zur Tonwiedergabe dienende Nadel in ihrem Halter so zu befestigen, dass der Ton genau wiedergegeben wird. Diese   Übelstände   werden gemäss der Erfindung durch die Bauart des Nadelhalters und durch die Art der Befestigung der Nadel in ihm beseitigt oder wenigstens auf einen Mindestwert herabgedrückt. 



   Die Zeichnung zeigt in Fig. 1-6 ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes, u.   zw.   in Fig. 1 eine Grammophonplatte und den unteren Teil des den Nadelhalter aufnehmenden Armes. Fig. 2 zeigt diesen Teil bei abgenommenem De ? kel und mit einzeln herausgenommenen Teilen. Fig. 3 zeigt einen Querschnitt durch die Vorrichtung und Fig. 4 zeigt auch die inneren Teile der Vorrichtung herausgenommen. Fig. 5 und 6 zeigen Einzelheiten und Fig. 7 und 8 zeigen Einzelheiten einer etwas abweichenden Bauart. 



   In Fig. 1 bezeichnet 1 eine Grammophonplatte, welche durch die Achse 2 in Umdrehung versetzt werden kann und mit der   Wiedergabevorrichtung. ?   zusammenarbeitet, die in dem Arm 4 gelagert ist. 



   Wie die Fig. 2-4 zeigen, weist die   Wiedergabevorriehtung : ! zwei Gehäuseteile   5 und 6 auf. In diesen sitzt ein U-förmiger, permanenter Magnet 7, der an dem Gehäuse   5   durch eine Schraube 8 und eine unmagnetisehe Platte 9 befestigt und mit   U-förmigen   Polsehuhen 10 versehen ist, die an dem unteren Teil des Gehäuses 5 befestigt sind. Die beiden Polschuhe lassen zwischen ihren oberen und zwischen ihren unteren Flanschen je einen Luftspalt frei. Im unteren Luftspalt ist ein Anker 11 drehbar gelagert, welcher von einer zwischen den oberen und unteren Flanschen der Polschuhe sitzenden Drahtspule 12 umgeben ist.

   Diese kann mit einem   äusseren   Stromkreis durch Leiter 1 verbunden werden, die von einem Isolierstück 14 getragen werden, das durch Schrauben 15 an den oberen Flanschen der Polstücke 10 befestigt ist. Der Gehäuseteil 6 ist an dem Teil 5 mittels der Schrauben 16 befestigt, die in die unmagnetische Platte 9 eingeschraubt werden. 



   Wie die Fig. 3 und 4 deutlich zeigen, besitzt der Anker 11 einen Schaft 17, der in einem Lager zwischen den unteren Polschuhflanschen befestigt ist. Dieses Lager umfasst Schalen oder Hülsen 18 aus Kautschuk oder einem andern elastischen Stoff, wodurch Reibung vermieden und der Anker gezwungen wird, seine Mittellage einzunehmen. Die Nadel 19 ist in dem unteren Ende des Ankers 11 durch eine Schraube 20 befestigt, die in den Ankersehaft von dem einen Ende aus entlang seiner Drehachse eintritt. 



  Das obere Ende des Ankers 11 ragt in den Luftspalt zwischen den oberen Flanschen der   Polschuhe   10 und durch kleine Kautschukpolster 21 wird die Bewegung des Ankers gedämpft und gleichzeitig die Kraft vergrössert, die von dem nachgiebigen Lager 18 auf den Anker ausgeübt wird und ihn in die Mittellage zwingt. Dieses nachgiebige Lager 18 kann, wie die Fig. 7 und 8 zeigen, durch eine Feder 24 ersetzt werden, die sieh gegen die beiden Enden des Ankerschaftes 17 legt. 



   Wie gefunden wurde, sucht das auf der Nadelspitze ruhende Gewicht der   Wiedergabevorrichtung   die Nadel ausser Berührung mit dem unteren Ankerende zu bringen. Zur Vermeidung einer solchen unsichere Befestigungsweise ist das untere. Ankerende, wie Fig., 6 zeigt, gegenüber der kreisrunden 

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 Form verzerrt, so dass Lippen 22 gebildet werden, auf welchen die Nadel aufruht. Bei dieser Bauart wird durch das Anziehen der Befestigungsschraube 20 ein Druck auf die Mitte der   Nadd, ausgeübt   und diese etwas gebogen, so dass sichere Berührung zwischen der Nadel und dem Anker erreicht und die Schwingungen der Nadel genau auf den Anker übertragen werden. 



   Beim Betriebe der beschriebenen Wiedergabevorrichtung wird durch die Nadel der Anker 11 entsprechend den Rillen der Grammophonplatte in Schwingungen versetzt. Sein oberes Ende bewegt sich zwischen den oberen Flanschen der Polschuhe 10 hin und her. Hiedurch wird abwechselnd ein Teil des magnetischen Kraftflusses des permanenten Magneten durch den Anker geleitet und in der Spule 12 eine elektromotorische Kraft entsprechend dem Relief der Grammophonplatte induziert. Diese kann in irgendeiner geeigneten Weise verstärkt und einem Empfänger, beispielsweise einem Lautsprecher, zugeführt oder in anderer Weise benutzt werden. 



     PATENT-ANSPRÜCHE   :
1. Elektrisches Grammophon, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den mit je zwei Flanschen versehenen Polschuhen eines Magneten ein die Nadel aufnehmender Anker, welcher von einer innerhalb der Polschuhe sitzenden Spule umgeben ist, in der Weise schwingt, dass der Luftspalt zwischen den unteren Flanschen der Polschuhe als Lager für den Anker dient und durch die Annäherung des oberen Endes des Ankers an den oberen Flansch des einen oder andern Polschuhes abwechselnd ein Teil des magnetischen Kraftflusses durch den Anker geleitet'wird, so dass in der Spule Wechselströme entsprechend der Nadelbewegung induziert werden.

Claims (1)

  1. 2. Elektrisches Grammophon, nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Anker im Spalt der unteren Polschuhflanschen durch. Federn : oder ein nachgiebiges Futter derart srhwingbar gehalten wird, dass er normal die Mittellage zwischen den oberen Polschuhflanschen einnimmt.
    3. Elektrisches Grammophon nach Anspruch. 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegung des Ankers durch federnde'Kissen im Luftspalt der oberen Polschuhflanschen gedämpft ist.
    4. Elektrisches Grammophon nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Nadel im Anker durch eine in dessen Drehachse angeordnete Schraube festgehalten ist.
    5. Elektrisches Grammophon nach Anspruch 1, 2,3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die die Nadel aufnehmende Bohrung des Ankers in ihrem unteren Teil von der kreisförmigen Form abweicht und daselbst zwei Lippen bildet, gegen die die Nadel durch die Schraube gepresst wird.
AT109600D 1925-12-01 1926-11-29 Elektrisches Grammophon. AT109600B (de)

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