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Einrichtung zur Ermittlung des Gewichtes der Nutzlast bei Hebezeugen u. dgl. mit elektromotorischem Antrieb.
Es ist bekannt, die von elektromotorischen Antrieben auf ruhende oder bewegte Massen ausgeübten mechanischen Zugkräfte durch Messung elektrischer Grössen zu ermitteln. Beispielsweise wird bei elek- trischen Lokomotiven, welche Reihenschlussmotoren besitzen, die von der Lokomotive entwickelte Zugkraft unmittelbar am Strommesser abgelesen.
Das vom Motor ausgeübte Drehmoment und damit die am Triebrad wirksame Umfangskraft, somit auch die Kraft am Zughaken sind allein abhängig vom Motorstrom und vom unveränderlichen Übersetzungsverhältnis zwischen Motor und Rad ; die Skala des Strommessers kann daher neben der Stromteilung eine Zugkraftteilung nach Kilogrammen oder Tonnen erhalten, an der die Kräfte, weiche bei der Fahrt am Lokomotivzughaken wirken, unmittelbar
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festlegenden elektrischen Grössen. Um die zur Massenbeschleunigung oder Bremsung dienenden Drehmomente des Motors auszuschalten, die bei veränderlicher Geschwindigkeit der Last neben dem zur
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In beiden Fällen ist das Drehmoment sowohl bei Drehstrom-, wie auch bei Gleichstrommotoren, z. B. eine eindeutige Funktion des im Rotorkreis wirksamen Widerstandes, da dieser die Stromstärke im Rotorkreis eindeutig festlegt. Die Gross ? dieses Widerstandes ist somit unter den genannten Bedingungen ein Mass für das Gewicht der Last und dieses kann an einer neben der Kontaktbahn des Regulierwiderstandes angebrachten Skala nach Durchführung einer Eichung unmittelbar abgelesen werden.
Der Widerstand ist im Gegensatz zum meist wenigstufigen Kontrolleranlasswiderstand so vielstufig auszuführen, dass es möglich ist, die Last während der Hubperiode zum Stillstand im Schwebezustand zu bringen. An Stelle des vollkommen getrennten, feinstufigen Regulierwiderstandes kann unter bestimmten Verhältnissen auch ein Zusatzwiderstand zum Anlasswiderstand verwendet werden.
Er dient zur feinstufigen Unterteilung der einzelnen Schaltstufen des Kontrollers bzw. als Zusatzwiderstand zu dem gesamten Anlasswiderstand und ist in der bekannten Art derartiger Feinregulierwiderstände geschaltet.
Die Anwendung der Erfindung beispielsweise bei dem als Hubmotor am meisten gebrauchten Drehstrommotor lässt die Zeichnung erkennen. In derselben stellt dar : 1 dir Statorwicklung, 2 die Rotorwicklung des Motors, 3 den Anlasswiderstand des Hubkontrollers, 5 einen Umschalter für den Übergang vom Kontrollerwiderstand auf den feinstufigen Regulierwiderstand 4. Der letztere ist mit Skala 6 versehen, die mithilfe bekannter, an den Kranhaken gehängter Gewichte nach Kilogrammen oder Tonnen geeicht wurde.
Soll das Gewicht der Last bestimmt werden, so wird der Umschalter 5 aus der Betriebsstellung auf den Kontakten 7, 8, 9, auf die Kontakte 10, 11, 12 gestellt, die Last durch allmähliges Verringern des Regulierwiderstandes 4 gehoben und hienaeh der Widerstand langsam so weit wieder vergrössert, bis die Lest schwebend zum Stillstand kommt. Ein an der Widerstandskurbel angebrachter Zeiger gibt dann
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des Getriebewiderstandsmomentes infolge der Eichung herausfällt.
Da derselben Last unter den gleichen Verhältnissen (Eintritt des Schwebezustandes) auch derselbe Rotorstrom bzw. dieselbe Verlustenergie im Regulicrwiderstand entspricht, so können auch diese Grössen als Mass für das Gewicht der Lust genommen werden, d. h. das Gewicht kann an einer zweiten,
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von diesem abhängigen Hilfsstromkreis mit proportionalem Stromverlauf unmittelbar abgelesen werden.
Die Gewichtsermittlung kann aber auch bei in Bewegung befindlicher Last während des konstanten Teils der Hubperiode stattfinden, wobei weder Beschleunigung noch Bremsung durch den Hubmotor
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Einstellung des Widerstandes und damit zu ungenauer Gewichtsbestimmung führen. Es ergibt sich daher als zweckmässig, den eingetretenen MotoKtiIlstand durch eine geeignete Anzeigevorrichtung dem die Wägung ausführenden ersichtlich zu machen, wenn der Rotor selbst, wie dies meist der Fall sein wird, der Beobachtung nicht unmittelbar zugänglich ist. Eine solche Vorrichtung kann beispielsweise aus einem vor einer Scheibe umlaufenden von der Motorwelle mittels Schnurtrieb angetriebenen Zeiger bestehen.
Die Feststellung der gleichbleibenden Hubgeschwindigkeit erfolgt dagegen am einfachsten mittels Dreh- zihlmesseis, der von der Motor-oder von einer Getriebewelle angetrieben wird.
Das G ? wicht der an Hebezeugen, Kranen od. dgl. angehängten Nutzlast wurde bisher zumeist auf mechanischem Wege mittels einer Eranwaage ermittelt. Demgegenüber bietet die Erfindung, besonders wenn es sich um grössere Listen handelt, den Vorzug der grösseren Billigkeit des Regulierwiderstandes gegenüber der Kranwaage. Durch die am Kranhaken angebrachte Waage wird aber auch ein oft nicht unbeträchtlicher Teil der Hubhöhe weggenommen, während diese beim Erfindungsg'egensttnd ganz zur Verfügung steht.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zur Ermittlung des Gewichtes der Nutzlast bei Hebezeugen u. dgl. mit elektromotorischen Antrieb, dadurch gekennzeichnet, dass Messvorrichtungen für solche elektrische Grösspn
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notwendige Drehmoment des Hubmotors eindeutig festlegen und daher als Mass für das Gewicht der Nutzlast dienen können, wobei die Bestimmung dieser Grössen ism Zustand der Ruhe oder einer Bewegung der Ltst mit gleichbleibender Geschwindigkeit erfolgt.