AT11009U1 - Vorrichtung zum einziehen eines beweglichen möbelteils und möbel - Google Patents

Vorrichtung zum einziehen eines beweglichen möbelteils und möbel Download PDF

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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Möbel bzw. eine Vorrichtung zum Einziehen eines gegenüber einem Möbelkorpus über eine Führungseinheit bewegbaren Möbelteils, wobei die Führungseinheit eine Korpusschiene an dem Möbelkorpus und eine zur Korpusschiene verschiebbare Ausziehschiene an dem bewegbaren Möbelteil aufweist, umfassend einen Kraftspeicher (12), zur Bereitstellung einer Einziehkraft, um das bewegbare Möbelteil in eine Schließstellung am Möbelkorpus einzuziehen, einen Dämpfer zur Dämpfung der Einziehbewegung des bewegbaren Möbelteils, und ein Gleitstück, das unter der Wirkung des Kraftspeichers (12) und des Dämpfers hin- und herbewegbar ist und mit dem eine lösbare Kopplung zwischen dem Möbelkorpus und dem bewegbaren Möbelteil möglich ist, wobei im gekoppelten Zustand durch ein Herausbewegen des bewegbaren Möbelteils aus der Schließstellung der Kraftspeicher (12) aufladbar ist. Erfindungsgemäß sind Übertragungsmittel vorgesehen, durch welche im montierten Zustand der Vorrichtung eine aufzubringende Kraft zum Bewegen des bewegbaren Möbelteils aus der Schließstellung in eine geöffnete Position geringer ist, als die vom Kraftspeicher (12) am Gleitstück in Einziehrichtung des bewegbaren Möbelteils bereitgestellte Kraft.

Description

österreichisches Patentamt AT 11 009 U1 2010-03-15
Beschreibung [0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und ein Möbel mit einer solchen Vorrichtung.
STAND DER TECHNIK
[0002] Zur Unterstützung eines Schließvorgangs mit einem Einziehen in eine definierte Endstellung eines beweglichen Möbelteils, das an einem Möbelkorpus bewegbar angebracht ist, sind verschiedene Anordnungen bekannt. Beispielsweise kann zu diesem Zweck eine Einzieh- bzw. Schließautomatik für das Einziehen, Kippen oder Schwenken von Möbelteilen eingesetzt werden. Beispielsweise werden Führungseinrichtungen für Schubladen bzw. Auszüge mit einer so genannten Einzugsautomatik versehen, die zudem häufig über eine Dämpfvorrichtung zum Dämpfen bzw. Abbremsen der Einzugsbewegungen verfügt. Als bewegliche Möbelteile kommen neben Schubladen zum Beispiel auch Auszüge, Dreh-, Schwenk- bzw. Schiebetüren oder Frontklappen in Frage.
AUFGABE UND VORTEILE DER ERFINDUNG
[0003] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung der eingangs erläuterten Art bzw. ein Möbel bereit zu stellen, womit der Bedienkomfort eines Möbels, das mit einer solchen Vorrichtung versehen ist, verbessert ist.
[0004] Diese Aufgabe wird durch die Ansprüche 1 und 12 gelöst. In den Unteransprüchen sind vorteilhafte Ausgestaltungen des Erfindungsgegenstandes aufgezeigt.
[0005] Die Erfindung geht zunächst von einer Vorrichtung zum Einziehen eines gegenüber einem Möbelkorpus über eine Führungseinheit bewegbaren Möbelteils aus, wobei die Führungseinheit eine Korpusschiene an dem Möbelkorpus und eine zur Korpusschiene verschiebbare Ausziehschiene an dem bewegbaren Möbelteil aufweist, umfassend einen Kraftspeicher zur Bereitstellung einer Einziehkraft, um das bewegliche Möbelteil in eine Schließstellung am Möbelkorpus einzuziehen, einen Dämpfer zur Dämpfung der Einziehbewegung des bewegbaren Möbelteils und ein Gleitstück, das unter der Wirkung des Kraftspeichers und des Dämpfers hin- und her bewegbar ist und mit dem eine lösbare Kopplung zwischen dem Möbelkorpus und dem bewegbaren Möbelteil möglich ist, wobei im gekoppelten Zustand durch ein Herausbewegen des bewegbaren Möbelteils aus der Schließstellung der Kraftspeicher aufladbar ist. Ein wesentlicher Aspekt der Erfindung liegt darin, dass Übertragungsmittel vorgesehen sind, durch welche im montierten Zustand der Vorrichtung eine aufzubringende Kraft zum Bewegen des bewegbaren Möbelteils aus der Schließstellung in eine geöffnete Position geringer ist, als die vom Kraftspeicher am Gleitstück in Einziehrichtung des bewegbaren Möbelteils bereitgestellte Kraft. Vorteilhafterweise kann damit der Kraftaufwand, welcher zum Herausbewegen bzw. Öffnen des bewegbaren Möbelteils aufzubringen ist, trotz wirksamer Einziehmechanik vergleichsweise gering sein, gegenüber der vom Kraftspeicher bereitgestellten Kraft zum Einziehen des bewegbaren Möbelteils. Damit kann dem Umstand Rechnung getragen werden, dass in nahezu allen Fällen eine vergleichsweise hohe Kraft für das Einziehen des bewegbaren Möbelteils wirksam sein soll, um beispielsweise auch bewegbare Möbelteile mit größeren Abmessungen bzw. hohem Eigengewicht bzw. mit höherer Beladungen sicher und vollständig einziehen zu können. Relativ hohe Beladungen können beispielsweise bei Schubladen oder Auszügen im Küchenbereich auftreten, wenn diese beispielsweise mit einer Mehrzahl von schweren Küchenutensilien bzw. Geschirr zum Beispiel in Stapelanordnung befüllt sind. Andererseits soll die aufzubringende Kraft beim Öffnen des bewegbaren Möbelteils vergleichsweise gering bzw. nur so groß wie unbedingt notwendig sein, insbesondere wenn das Öffnen durch eine Person bzw. im Wesentliche nur durch Muskelkraft erfolgt.
[0006] Bei bisherigen Systemen mit Einziehunterstützung ist es nachteilig, dass zum Öffnen des bewegbaren Möbelteils aus der Schließstellung heraus die notwendige Kraft zu einem nicht unwesentlichen Anteil dafür aufzuwenden ist, die wirkende Gegenkraft des Kraftspeichers zu 1/14 österreichisches Patentamt AT 11 009 U1 2010-03-15 überwinden. Bisher kann dieser Kraftanteil beim Öffnen in der Größenordnung der beim Einziehen durch den Kraftspeicher in Einziehrichtung wirkenden Kraft liegen. Meist ist der dafür aufzubringende Kraftanteil nahezu gleich groß, wie die Kraft, mit welcher der Kraftspeicher in Einziehrichtung des bewegbaren Möbelteils diese einzieht. Durch die erfindungsgemäßen Übertragungsmittel kann demgegenüber nunmehr die insbesondere von außen z.B. durch eine Person aufzubringende Kraft zum Öffnen bzw. Herausziehen des Möbelteils deutlich reduziert werden. Auf diese Weise lässt sich auch ein relativ stark beladenes Möbelteil oder eine Schublade oder ein besonders schwer zu bewegendes Möbelteil ohne Weiteres Öffnen. Im Ergebnis können auch schwächere, ältere bzw. behinderte Personen oder Kinder mit entsprechend geringerem Kraftaufwand das bewegbare Möbelteil auch dann öffnen, wenn eine starke Ein-zieh-Vorrichtung vorhanden ist.
[0007] Bevorzugt sind die Übertragungsmittel derart ausgebildet, dass mit dem Bewegen des bewegbaren Möbelteils in eine geöffnete Position gleichzeitig am Gleitstück die in Einziehrichtung des bewegbaren Möbelteils bereitgestellte Kraft des Kraftspeichers wirkt. Auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass innerhalb eines definierten ersten Teils eines Ausziehwegs aus der Schließposition, jederzeit das bewegbare Möbelteil in der gerade erreichten geöffneten Position mit der gewünschten vergleichsweise hohen Einziehkraft durch den Kraftspeicher in eine Schließposition gebracht werden kann. Auf diese Weise lässt es sich vermeiden, dass ein nur teilgeöffnetes bzw. geringfügig offen stehendes bewegbares Möbelteil in einer etwas ausgefahrenen Position verharrt, womit zum Beispiel eine daraus resultierende Verletzungsgefahr z.B. für Kinder ausgeschlossen werden kann.
[0008] Bisher war bei bekannten Systemen immer ein Kompromiss mit Blick auf die Wirkkräfte zwischen Betriebsweisen mit unterschiedlicher Zielsetzung notwendig. Entweder war die durch den Kraftspeicher bereitgestellte Kraft niedriger zu wählen, damit man das bewegbare Möbelteil noch vergleichsweise einfach öffnen konnte oder es wurde eine relativ große Einziehkraft durch den Kraftspeicher bereitgestellt, um beispielsweise auch schwer beladene Auszüge sicher einziehen zu können, wobei es aber nur schwer bzw. unkomfortabel und mit erhöhtem Kraftaufwand möglich war, die Schublade bzw. den Auszug zu öffnen. Im Einzelfällen können nun auch Schubladen oder Auszüge von einer Person beispielsweise einem Kind oder behinderten Person geöffnet werden, die von diesen Personen ohne erfindungsgemäße Anordnung bisher nicht geöffnet werden konnten. Außerdem können nun auch Einziehautomatik-Systeme für Möbel eingesetzt werden, bei welchen es aus den genannten Nachteilen beim Öffnen bisher nicht möglich war eine Einziehautomatik vorzusehen.
[0009] Bevorzugt sind die Übertragungsmittel so gestaltet, dass das Aufladen des Kraftspeichers durch Herausbewegen des bewegbaren Möbelteils aus der Schließstellung erfolgt. Auf diese Weise lässt sich eine ideale Kombination der einsatzgemäßen Benutzung des bewegbaren Möbelteils mit der Aktivierung des Kraftspeichers erreichen. Nach dem Schließvorgang befindet sich der Kraftspeicher in der Regel in einem ungeladenen bzw. einem vergleichsweise schwach geladenen Zustand, beispielsweise ein nicht oder nur schwach gespanntes Spannelement bzw. Zugelement. Prinzipiell muss der Kraftspeicher aus diesem Zustand vor dem nächsten Einziehvorgang wieder in einen geladenen Zustand gebracht werden. Idealerweise kann das Aufladen des Kraftspeichers mit der Bewegung des bewegbaren Möbelteils beim Herausziehen verknüpft sein.
[0010] Prinzipiell kann das öffnen außer durch Muskelkraft allein, alternativ auch vollständig motorisch oder durch Kombination von Muskel- und Motorkraft erfolgen. Dadurch ist auch eine entsprechende Aufladung des Kraftspeichers denkbar, beispielsweise motorisch unterstützt. Dies ist jedoch vergleichsweise aufwändig und teuer gegenüber dem Aufladen des Kraftspeichers durch das Herausbewegen des bewegbaren Möbelteils aus der Schließstellung von Hand bzw. durch Muskelkraft.
[0011] Weiter wird vorgeschlagen, dass die Übertragungsmittel derart ausgebildet sind, dass die aufzubringende Kraft zum Bewegen des bewegbaren Möbelteils aus der Schließstellung in eine geöffnete Position in etwa halb so groß ist, wie die vom Kraftspeicher am Gleitstück bereit- 2/14 österreichisches Patentamt AT 11 009 U1 2010-03-15 gestellte entgegenwirkende Zugkraft. Auf diese Weise lässt sich die notwendige Kraft zum Herausziehen bzw. zum Bewegen des bewegbaren Möbelteils aus der Schließstellung auf einem insbesondere für eine Person noch problemlos erreichbaren Niveau halten, wodurch es nahezu jeder Person möglich ist, das bewegbare Möbelteil zu öffnen bzw. aus der Schließstellung zu bringen. Außerdem lassen sich verglichen mit dem Öffnen hohe Kräfte zum Einziehen des bewegbaren Möbelteils verwirklichen.
[0012] In einer vorteilhaften Ausgestaltungsform des Erfindungsgegenstandes sind zwei Abrollprofile vorgesehen, an denen ein am Gleitstück fest angeordnetes drehbares Rollelement abrol-len kann. Mit einer solchen Anordnung lässt sich auf mechanisch einfache Weise und platzsparend das Gleitstück definiert bewegen.
[0013] Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Abrollprofile ein an der Einziehvorrichtung positionsfest angebrachtes Abrollprofil und ein gegenüber der Einziehvorrichtung verschiebliches Abrollprofil umfassen. Damit ist mit einfachen Mitteln und geringem Platzbedarf die Bewegung des Gleitstücks realisierbar. Insbesondere können zwischen dem Gleitstück und den Abrollprofilen Kräfte sicher übertragen werden.
[0014] Bevorzugt umfasst das Rollelement ein Ritzel, das in zwei Gegenzahnprofilen abrollen kann. Mit den vergleichsweise einfachen mechanischen Bauteilen eines Ritzels bzw. zwei Gegenzahnprofilen lässt sich die Gesamtanordnung einfach bzw. noch preisgünstig hersteilen. Insbesondere lassen sich in beiden Drehrichtungen des Ritzels auch größere Kräfte zwischen Ritzel und Gegenzahnprofil übertragen, insbesondere ohne dass ein unerwünschtes Vorbeirutschen bzw. ungleichmäßiges Abrollen der ineinandergreifenden Bauteile zu befürchten ist.
[0015] Es ist überdies bevorzugt, dass ein Koppelelement ausgestaltet ist, mittels dem die Herausziehbewegung des bewegbaren Möbelteils mit der Bewegung des Gleitstücks koppelbar ist. Dadurch lässt sich zumindest zeitweise eine Kopplung des bewegbaren Möbelteils bzw. der damit verbundenen Ausziehschiene mit dem Gleitstück ermöglichen bzw. kann die Kopplung wieder aufgehoben werden. Die Kopplung bzw. Entkopplung kann insbesondere automatisiert bzw. selbsttätig erfolgen, z.B. abhängig von der momentanen Position des sich bewegenden Möbelteils. Grundsätzlich ist dafür zum Beispiel eine bewegbare Anordnung des Koppelelements und/oder eines mit diesem zusammenwirkenden Gegenstücks denkbar. Insbesondere kann eine entsprechende Kopplung beim Herausziehen des bewegbaren Möbelteils aus der Schließstellung auf einem ersten Teilstück des Öffnungsbewegungsweges des bewegbaren Möbelteils erfolgen bzw. eine Entkopplung bei Erreichen des Endes des ersten Teilstücks. Die Entkopplung wird so abgestimmt insbesondere dann erfolgen, wenn der Kraftspeicher wieder geladen bzw. gespannt ist, um die gewünschte Kraftspeicherfunktion beim nächsten Einziehen des bewegbaren Möbelteils erfüllen zu können.
[0016] Bevorzugt ist das Koppelelement an dem verschieblichen Abrollprofil schwenkbar angelenkt. Mit dieser Anordnung lässt sich über das Koppelelement am Abrollprofil und das damit zusammenwirkende Rollelement das Gleitstück bewegen. Insbesondere lässt sich ein Untersetzungsverhältnis realisieren, durch welches die Kraft zum Aufladen des Kraftspeichers etwa halb so groß ist, wie die am Gleitstück wirkende Kraft des Kraftspeichers. Dabei wird das bewegbare Möbelteil und damit das Koppelelement mit dem verschieblichen Abrollprofil in einer Zeiteinheit um die doppelte Wegstrecke bewegt, wie das Gleitstück mit dem Rollelement in gleicher Richtung. Auf diese Weise werden mit der Untersetzung die erfindungsgemäßen Kraftverhältnisse realisiert.
[0017] Weiter wird vorgeschlagen, dass ein schwenkbar ausgestaltetes Fangelement vorgesehen ist, mit welchem eine Kopplung zwischen dem Gleitstück und dem bewegbaren Möbelteil beim Einziehen des bewegbaren Möbelteils erfolgt. Um beim Einziehen bzw. Zufahren das bewegbare Möbelteil bzw. z.B. die damit verbunden Ausziehschiene mit dem Gleitstück in Richtung Schließstellung unter insbesondere voller Kraft des Kraftspeichers einzuziehen, wird beim Einziehen die Kopplung zwischen dem Gleitstück bzw. dem Möbelkorpus und dem bewegbarem Möbelteil oder einer daran angebrachten Anordnung über ein Fangelement realisiert, welches am Gleitstück angelenkt ist. In der Regel wird die Einziehbewegung über den insbe- 3/14 österreichisches Patentamt AT 11 009 U1 2010-03-15 sondere am Gleitstück direkt oder indirekt angreifenden Kraftspeicher bewirkt.
[0018] Die Erfindung betrifft außerdem ein Möbel, insbesondere mit einer mittels einer Korpusschiene und einer Ausziehschiene, und gegebenenfalls einer Mittelschiene, in einem Möbelkorpus verschieblich aufgenommenen Schublade als bewegbarem Möbelteil, welche eine der oben genannten Vorrichtungen aufweist. Auf diese Weise lassen sich die aufgeführten Vorteile für das entsprechend ausgestattete Möbel verwirklichen. FIGURENBESCHREIBUNG [0019] In der Zeichnung sind weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung anhand der Figuren eines Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Vorrichtung erläutert. Im Einzelnen zeigt: [0020] [0021] [0022] [0023] [0024] [0025] [0026] [0027] [0028] [0029] [0030] [0031] [0032] [0033] [0034]
Figur 1 eine perspektivische Ansicht schräg von oben auf eine Ausziehschiene und eine Korpusschiene mit Einziehautomatik,
Figur 2 die Korpusschiene mit Einziehautomatik gemäß Figur 1 in perspektivischer Ansicht,
Figur 3 die Einziehautomatik gemäß Figur 1 und 2 in ausgefahrener Position perspektivisch von oben,
Figur 4 die Einziehautomatik gemäß Figur 3 unter Weglassung eines Bauteils perspektivisch von oben,
Figur 5 die Einziehautomatik gemäß Figur 3 in einer Draufsicht,
Figur 6 die Einziehautomatik gemäß Figur 5 von unten,
Figur 7 die Einziehautomatik gemäß Figur 6 im eingefahrenen Zustand,
Figur 8 die Anordnung gemäß Figur 1 in Seitenansicht,
Figur 9 die Anordnung gemäß Figur 8 in einer Draufsicht unter Weglassung einzelner
Bauteile,
Figur 10 eine vergrößert ausgeführte Schnittdarstellung gemäß der Schnittlinie A - A in Figur 8,
Figur 11 ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Einziehautomatik ohne eine Feder in Teilansicht von der Seite in einem ersten Zustand,
Figur 12 der in Figur 11 gezeigte Ausschnitt in Draufsicht mit Feder,
Figur 13 die Einziehautomatik gemäß Figur 11 in Teilansicht von der Seite in einem weiteren Zustand,
Figur 14 der in Figur 13 gezeigte Ausschnitt in Draufsicht mit Feder,
Figur 15a ein Bauteil mit einem Umlenkrad der Einziehautomatik gemäß der Figuren 11 bis 14 im Detail von der Seite und [0035] Figur 15b das Bauteil gemäß Figur 15a ohne Umlenkrad in Draufsicht.
[0036] Figur 1 zeigt eine Führungseinheit 1 mit einer Korpusschiene 2, einer Ausziehschiene 3 und einer Einziehautomatik 4, wobei die Ausziehschiene 3 gegenüber der Korpusschiene 2 gemäß der Pfeile P1 und P2 verschieblich daran aufgenommen ist. Die Führungseinheit 1 kann beispielsweise zur beweglichen Führung einer Schublade (nicht dargestellt) als bewegbarem Möbelteil an einem Möbelkorpus eingesetzt werden, wobei an beiden Seiten der Schublade jeweils eine Führungseinheit vorhanden ist. Zur Realisierung eines Vollauszugs kann gegebenenfalls zusätzlich eine verschieblich zwischen der Korpusschiene 2 und der Ausziehschiene 3 untergebrachte Mittelschiene vorgesehen werden.
[0037] Die Korpusschiene 2 umfasst einen Anbringabschnitt 2a, in welchem in zwei Teilbereichen 5 Rundöffnungen zur festen Anbringung, beispielsweise an einer Korpuswand, ausgebil- 4/14 österreichisches Patentamt AT 11 009 U1 2010-03-15 det sind. An einem etwa rechtwinklig zum Anbringabschnitt 2a abgewinkeltem Schenkelabschnitt 2b der Schiene 2. (siehe auch Figur 10) ist die Einziehautomatik 4 angebracht, beispielsweise aufgeklipst oder angeschraubt. Die Ausziehschiene 3 ist über nicht dargestellte Anordnungen, beispielsweise einen Rollenwagen mit Lagerkörpern an der Korpusschiene 2 beweglich, dh. verschiebbar geführt und über zusammenwirkende Anschläge an den Schienen 2, 3 begrenzt im Bewegungsweg. Die Korpusschiene 2 und die Ausziehschiene 3 sind insbesondere aus gebogenem Blechmaterial hergestellt, wobei die Ausziehschiene 3 im Querschnitt im Wesentlichen U-förmig mit umgekanteten Rändern ist (siehe Figur 10).
[0038] Zur besseren Darstellung der Einziehautomatik 4 ist in Figur 2 die Ausziehschiene 3 weggelassen, welche in Figur 1 in vollständig eingezogener Position gegenüber der Korpusschiene 2 dargestellt ist. Die Einziehautomatik 4 verfügt über einen Dämpfer 6, z.B. einen Fluid-Dämpfer, und eine Öffnungskraftreduktion 7. Die einzelnen Teile der Einziehautomatik 4 sind insbesondere aus den Figur 3 bis 7 ersichtlich. Demgemäß umfasst der Fluid-Dämpfer 6 einen Dämpfzylinder 8, in dem ein Dämpffluid untergebracht und in dem ein Kolben mit einer daran angeordneten Kolbenstange 9 längs verschieblich bewegbar ist. Die Einziehautomatik 4 weist eine Halteplatte 10 auf, welche insbesondere lösbar an der Korpusschiene 2 befestigt werden kann. Am vorderen Ende der Kolbenstange 9 bzw. einem vorne daran befindlichen Endstück 9a aufgesteckt ist ein Verschiebestück 11 angebracht, welches gekoppelt mit der Kolbenstange 9 hin- und her bewegbar und geführt gegenüber der Halteplatte 10 ist. Am Verschiebestück 11 greift zur Aufbringung einer Einziehkraft beim Schließen z.B. einer Schublade ein Zugelement an, beispielsweise eine Spiralfeder 12, welche um ein schräg zum Schenkelabschnitt 2b ausgerichtetes Umlenkrad 13 im hinteren Bereich der Einziehautomatik 4 anliegend herumgeführt ist. Die Spiralfeder 12 ist jeweils endseitig an der Halteplatte 10 und am Verschiebestück 11 befestigt. In den Figuren 3 bis 6 ist die Kolbenstange 9 mit dem Verschiebestück 11 in der ausgezogenen Position dargestellt, die sich in einer Einzieh-Bereitschaftsstellung ergibt, wenn sich z.B. eine an der Ausziehschiene 3 angebrachte Schublade in einer geöffneten Stellung befindet. Dabei ist die Feder 12 unter Aufbringung einer Vorspannung auf das Verschiebestück 11 gespannt. Am Verschiebestück 11 ist außerdem ein Ritzel 14 drehbar aufgenommen. Das Ritzel 14 greift mit seinen Zähnen in zwei gegenüber ausgebildete parallele Zahnprofile ein, die auf die Zähne des Ritzels 14 für ein passendes Ineinandergreifen genau abgestimmt sind. Eines der Zahnprofile wird durch eine in Längsrichtung der Einziehautomatik 4 bewegliche Zahnprofilstange 15 gebildet. Gegenüberliegend ist ein weiteres an einem Gehäuseabschnitt 16 der Einziehautomatik 4 feststehend ausgebildetes Zahnprofil 17 bereitgestellt. Die Zahnprofile 16 und 17 sind etwa gleich lang und sind derart ausgebildet bzw. positioniert, dass das Ritzel 14 in den Zahnprofilen 16, 17 über die gesamte in beide Richtungen gemäß P1 und P2 betrachtete Verschiebestrecke des Verschiebestücks 11 eingreifend abrollen kann. In Figur 4 ist der Gehäuseabschnitt 16 mit dem Zahnprofil 17 zur besseren Darstellung des Verschiebestücks 11 weggelassen.
[0039] An der Zahnprofilstange 15 ist ein Koppelhebel 18 über eine Anlenkstelle 19 gelenkig befestigt. Beim Öffnen z.B. einer Schublade bzw. beim Bewegen der Ausziehschiene 3 aus der Position z.B. gemäß Figur 1 bzw. 9 in Richtung P1 wird mit Hilfe des Koppelhebels 18 die Zahnprofilstange 15 und damit das Verschiebestück 11 mit der Bewegung der Ausziehschiene 3 gekoppelt. Dabei kommt ein an der Ausziehschiene 3 (siehe Figur 9) abstehender Ausziehmitnehmer 20 in Anlage an dem Koppelhebel 18 und wird mit diesem in Pfeilrichtung P1 bewegt. Mit der Ausziehbewegung bewegt sich die Zahnprofilstange 15 ebenfalls in Richtung P1 und über das Zusammenwirken mit dem Ritzel 14 wird auch das Verschiebestück 11 mit halber Ausziehgeschwindigkeit in Richtung P1 bewegt. Durch die mit dem Ritzel 14 und den Zahnprofilen 15, 17 realisierte Untersetzung wird das Verschiebestück pro Zeiteinheit lediglich um die halbe Wegstrecke in Richtung P1 bewegt, wie die Ausziehschiene 3 bzw. die damit verbundene Zahnprofilstange 15. Damit wird auch nur die halbe Kraft am Koppelhebel 18 notwendig, um diesen gemeinsam mit der Zahnprofilstange 15 in Richtung P1 zu bewegen, womit eine Öffnungskraftreduktion z.B. für die zu öffnende Schublade bereitgestellt wird. Die Länge bzw. die Position insbesondere der Zahnprofilstange 15 gegenüber dem Ritzel 14 ist dabei so gewählt, dass die Ausziehschiene 3 über eine Teilstrecke ihres Verschiebeweges bzw. des Öffnungswe- 5/14 österreichisches Patentamt AT 11 009 U1 2010-03-15 ges eines daran angeordneten Möbelteils den Kraftspeicher bzw. die Feder 12 in ihre gewünschte Vorspannungsposition bringt. Die Vorspannungsposition kann mit einer Federspannung übereinstimmen, welche eine Federkraft bereitstellt, welche zum sicheren und vollständigen Einziehen in eine Schließposition der Ausziehschiene 3 bzw. der z.B. daran angeordneten Schublade notwendig ist.
[0040] Hat das Verschiebestück 11 durch die Ausziehbewegung der Ausziehschiene 3 die Position gemäß Figur 3 bis 6 erreicht, kommt der Ausziehmitnehmer 20 außer Kontakt mit dem Koppelhebel 18, weil dieser um die Anlenkstelle 19 etwas nach hinten in Richtung dem Anbringabschnitt 2a wegschwenkt, so dass der Ausziehmitnehmer 20 freikommt vom Koppelhebel 18 und sich an diesem vorbei in Richtung P1 weiterbewegen kann. Die Ausziehschiene 3 bzw. eine entsprechend daran angeordnete Schublade kann so in eine weiter geöffnete Position gebracht werden, wobei die Ausziehschiene 3 entkoppelt von der Einziehautomatik 4 ist. Damit das Verschiebestück 11 in der wie beschrieben erreichten ausgezogenen Position unter vorgespannter Feder 12 gehalten wird, ist der Koppelhebel 18 über einen daran unterseitig ausgebildeten Führungsstift 18a mittels einer Führung 21 im Gehäuseabschnitt 16 entsprechend geführt und in der ausgezogenen Stellung des Verschiebestücks 11 in einer Verriegelungsposition festgehalten. Die Führung 21 ist, wie insbesondere aus Figur 9 deutlich wird, im Wesentlichen in Richtung der Ausziehrichtung der Ausziehschiene 3 als beispielsweise gerade Kulissenführung ausgestaltet und in ihrem in Ausziehrichtung P1 liegenden Endabschnitt gebogen, so dass in dieser Endposition der Koppelhebel 18 um die Anlenkstelle 19 nach hinten klappen kann und unter der Federkraft der Feder 12 auch das Verschiebestück 11 in der so erreichten Position fixiert ist.
[0041] In dieser Verriegelungsposition befindet sich die Zahnprofilstange 15 in der Position gemäß der Figur 3 bis 6.
[0042] Wird nun bei einem Schließvorgang z.B. die Schublade mit der Ausziehschiene 3 in Richtung P2 (siehe Figur 1 und Figur 9) zurückbewegt, kommt ein Einziehmitnehmer 22 (siehe Figur 9) an der Ausziehschiene 3 in Anlage an dem Verschiebestück 11. Der Einziehmitnehmer 22 ist zum Ausziehmitnehmer 20 in Richtung P1 bzw. in Ausziehrichtung etwas beabstandet. Für das Zusammenwirken des Einziehmitnehmer 22 mit dem Verschiebestück 11 ist an der Unterseite des Verschiebestücks 11 ein Fangelement 23 verschwenkbar angebracht und über eine Kulissenführung 24 in der Halteplatte 10 bei der Einzieh- bzw. Ausziehbewegung der Ausziehschiene 3 geführt. Die Kulissenführung 24 ist insbesondere in den Figur 6, 7 zu erkennen. Dabei ist unten am Fangelement 23 ein in die Kulissenführung 24 eingreifender Führungsstift 25 ausgeformt. Den Einziehvorgang bzw. das Zusammenwirken der Ausziehschiene 3 mit der Einziehautomatik 4 wird nachfolgend näher erläutert.
[0043] Ausgehend von der Stellung gemäß der Figur 3 bis 6 befindet sich das Fangelement 23 gemäß der Kulisse 24 in einer zurückgeschwenkten Position, welche durch einen gebogenen Endabschnitt der Kulissenführung 24 definiert ist, wobei der Führungsstift 25 in diesen gebogenen Endabschnitt eingefahren ist (siehe Figur 6). Durch die Wirkrichtung der von der Feder 12 erzeugten Zugkraft am Verschiebestück 11 kann der Führungsstift 25 nicht aus dem umgebogenen Endabschnitt der Kulissenführung 24 entweichen und das Verschiebestück 11 ist in der entsprechenden Ausziehposition verriegelt. Außerdem ist das Verschiebestück wie oben erläutert über die verriegelte Zahnprofilstange 15 ebenfalls blockiert in der Ausziehposition, womit eine Art Doppelsicherung der Verriegelung des Verschiebestücks 11 realisiert ist. Wird nun die Ausziehschiene 3 in Schließrichtung P2 bewegt, fährt zunächst der Ausziehmitnehmer 20 am zurückgeschwenkten Koppelhebel 18 vorbei, bis der Einziehmitnehmer 22, welcher vertikal etwas beabstandet zum Koppelhebel 18 ausgebildet ist, gegen eine Fangnase 23a am Fangelement 23 anstößt und dabei unter Weiterbewegen der Ausziehschiene 3 das Fangelement 23 gemäß der Kulissenführung 24 nach vorne verschwenkt wird, so dass der Einziehmitnehmer 22 von einer weiteren Fangnase 23b des Fangelements 23 mitgenommen wird. Mit dem Anstoßen des Einziehmitnehmers 22 an der ersten Fangnase 23a wird auch der Koppelhebel 18 aus seiner Verriegelungsposition in der Führung 21 gelöst und nach vorne geschwenkt, so dass eine Einziehbewegung des Verschiebeelements 11 in Richtung P2 unter der Wirkung der ange- 6/14 österreichisches Patentamt AT 11 009 U1 2010-03-15 spannten Feder 12 erfolgen kann. Beim Einziehen der Ausziehschiene 3 liegt die Fangnase 23b am Einziehmitnehmer 22 an und bringt diesen mit der Ausziehschiene 3 in Richtung P2. Diese Einziehbewegung wird zudem über die Einfahrbewegung der Kolbenstange 9 des Fluid-Dämpfers 6 gedämpft. Die Ausziehschiene 3 wird demnach unter der Kraftwirkung der Feder 21 gedämpft in eine Einziehposition gebracht. In der vollständig eingezogenen Position der Ausziehschiene 3 bzw. der daran positionierten Schublade befindet sich die Einziehautomatik 4 mit Dämpfung und Öffnungskraftreduktion 7 in der Position gemäß Figur 1 bzw.. Figur 7. Prinzipiell kann die Kulissenführung 24 so ausgestaltet sein, dass mit dem Ende der Einziehbewegung das Fangelement 23 wieder in eine zurückgeschwenkte Position gemäß Figur 3 bis Figur 6 gelangt und nicht wie in Figur 7 dargestellt in der Einziehposition verbleibt und erst beim nachfolgenden Wiederzurückziehen des Verschiebestücks 11 am Ende der Kulissenführung 24 nach hinten schwenkt.
[0044] Durch die beschriebene Untersetzung überholt der Koppelhebel 18 bei seiner Verschiebebewegung das sich ebenfalls bewegende Fangelement 23 in der jeweiligen Richtung P1 bzw. P2.
[0045] Anhand der Figuren 11 bis 15b ist eine weitere Ausführungsform einer Einziehautomatik 26 näher erläutert, welche im Grundaufbau vergleichbar ist mit der Einziehautomatik 4 gemäß der Figuren 1 bis 10. Die Figuren 11 und 12 zeigen einen hinteren Bereich der Einziehautomatik 26 mit einer Halteplatte 27, an welcher eine Feder 28 um ein Umlenkrad 29 anliegend herumgeführt ist. In den Figuren 11 und 13 ist die Feder 28 zur besseren Veranschaulichung der Einziehautomatik 26 nicht dargestellt.
[0046] Die Figur 11 und Figur 12 zeigen ausschnittsweise die Anordnung, bei welcher die Feder 28 weniger stark gespannt ist bzw. ein an der Feder 28 angreifendes Verschiebestück eingezogen ist. Die Figuren 13 und 14 hingegen zeigen die stärker gespannte Feder 28 bei ausgezogenem und eingerastetem Verschiebestück (nicht dargestellt).
[0047] Das drehbar gelagerte Umlenkrad 29 ist mit einem Schiebesitz versehen und hier an einer verschieblich an der Halteplatte 27 aufgenommenen Schiebeplatte 30 befestigt. Die Schiebeplatte 30 ist als abgewinkeltes Blechelement ausgestaltet (siehe Figuren 15a und 15b), mit einem kürzeren Schenkel 30b (siehe Figur 15a), an dem ein Zapfen 31 angebracht ist, und einem längeren Schenkel 30a, an dem das Umlenkrad 29 aufgenommen ist. Zur Realisierung eines gefederten Schiebesitzes ist auf der Schiebeplatte 30 am Zapfen 31 eine Spiralfeder 32 umgreifend aufgesteckt ist, die mit ihrem anderen Endabschnitt auf einem weiteren Zapfen 33 aufgesteckt ist, der positionsfest an der Halteplatte 27 vorhanden ist.
[0048] Die Schiebeplatte 30 ist an der Halteplatte 27 mittels eines auf einer Unterseite der Halteplatte 27 vorgesehenen Langlochs 34 hin- und herbewegbar geführt. Bei vergleichsweise stärker gespannten Feder 28, wenn das nicht gezeigte Verschiebestück ausgefahren gehalten ist, wird durch die Umschlingung der Feder 28 am Außenumfang des Umlenkrades 29 die Schiebeplatte 30 ausgehend von der in den Figuren 11 und 12 gezeigten Stellung in die gemäß der Figuren 13 und 14 gezeigte Stellung entlang des Langlochs 34 in Richtung des Pfeils P1 (siehe Figur 12) entgegen der Federkraft der Spiralfeder 32 gedrängt. Dies kann abgefedert erfolgen, was bauteilschonend und geräuscharm ist.
[0049] Bei weniger stark gespannten Feder 28 bzw. bei eingezogenem Verschiebestück wird im Zusammenspiel mit der Spiralfeder 32 durch diese die Schiebeplatte 30 in Richtung des Pfeils P2 (siehe Figur 14) gedrängt, wobei die Schiebeplatte 30 mit einem nicht näher gezeigten Abschnitt im Langloch 34 an einer stirnseitigen Wandung des Langlochs 34 anliegen kann oder etwas davon beabstandet ist. Die Verschiebestrecke des Umlenkrades 29 im Langloch 34 kann maximal einer Strecke a entsprechen (siehe Figuren 12 und 13), zum Beispiel wenige Millimeter bis zu über 10 Millimeter betragen.
[0050] Mit der gefedert geführten beweglichen Aufnahme der Schiebeplatte 30 und damit des Umlenkrades 29, können stoßartig bzw. kurzfristig auftretende Kraft- bzw. Spannungsänderungen der vorgespannten Feder 28 über das Umlenkrad 29 von der Schiebeplatte 30 aufgenom- 7/14 österreichisches Patentamt AT 11 009 U1 2010-03-15 men werden. Damit werden insbesondere mechanisch auftretende Belastungsspitzen auf Bauteile der Einziehautomatik 26 abgedämpft bzw. abgeschwächt.
[0051] Gegebenenfalls lässt sich damit auch eine unerwünschte Geräuschentwicklung, insbesondere während einer Einziehbewegung, eines mit der Einziehautomatik 26 bewegbaren Möbelteils bzw. z.B. einer Schublade vermeiden oder zumindest deutlich verringern. BEZUGSZEICHENLISTE: 1 Führungseinheit 2 Korpusschiene 2a Anbringabschnitt 2b Schenkelabschnitt 3 Ausziehschiene 4 Einziehautomatik 5 Teilbereich 6 Fluid-Dämpfer 7 Öffnungskraftreduktion 8 Dämpfzylinder 9 Kolbenstange 9a Endstück 10 Halteplatte 11 Verschiebestück 12 Feder 13 Umlenkrad 14 Ritzel 15 Zahnprofilstange 16 Gehäuseabschnitt 17 Zahnprofil 18 Koppelhebel 19 Anlenkstelle 20 Ausziehmitnehmer 21 Führung 22 Einziehmitnehmer 23 Fangelement 23a Fangnase 23b Fangnase 24 Kulissenführung 25 Führungsstift 26 Einziehautomatik 27 Halteplatte 28 Feder 29 Umlenkrad 30 Schiebeplatte 30a Schenkel 30b Schenkel 31 Zapfen 32 Spiralfeder 33 Zapfen 34 Lang loch 8/14

Claims (12)

  1. österreichisches Patentamt AT 11 009 U1 2010-03-15 Ansprüche 1. Vorrichtung zum Einziehen eines gegenüber einem Möbelkorpus über eine Führungseinheit (1) bewegbaren Möbelteils, wobei die Führungseinheit eine Korpusschiene (2) an dem Möbelkorpus und eine zur Korpusschiene (2) verschiebbare Ausziehschiene (3) an dem bewegbaren Möbelteil aufweist, umfassend einen Kraftspeicher (12), zur Bereitstellung einer Einziehkraft, um das bewegbare Möbelteil in eine Schließstellung am Möbelkorpus einzuziehen, einen Dämpfer (6) zur Dämpfung der Einziehbewegung des bewegbaren Möbelteils, und ein Gleitstück (11), das unter der Wirkung des Kraftspeichers (12) und des Dämpfers (6) hin- und herbewegbar ist und mit dem eine lösbare Kopplung zwischen dem Möbelkorpus und dem bewegbaren Möbelteil möglich ist, wobei im gekoppelten Zustand durch ein Flerausbewegen des bewegbaren Möbelteils aus der Schließstellung der Kraftspeicher (12) aufladbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass Übertragungsmittel vorgesehen sind, durch welche im montierten Zustand der Vorrichtung eine aufzubringende Kraft zum Bewegen des bewegbaren Möbelteils aus der Schließstellung in eine geöffnete Position geringer ist, als die vom Kraftspeicher (12) am Gleitstück (11) in Einziehrichtung des bewegbaren Möbelteils bereitgestellte Kraft.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Übertragungsmittel derart ausgebildet sind, dass mit dem Bewegen des bewegbaren Möbelteils in eine geöffnete Position gleichzeitig am Gleitstück (11) die in Einziehrichtung des bewegbaren Möbelteils bereitgestellte Kraft des Kraftspeichers (12) wirkt.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Übertragungsmittel so gestaltet sind, dass das Aufladen des Kraftspeichers (12) durch Flerausbewegen des bewegbaren Möbelteils aus der Schließstellung erfolgt.
  4. 4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Übertragungsmittel derart ausgebildet sind, dass die aufzubringende Kraft zum Bewegen des bewegbaren Möbelteils aus der Schließstellung in eine geöffnete Position in etwa halb so groß ist, wie die vom Kraftspeicher (12) am Gleitstück (11) bereitgestellte entgegenwirkende Zugkraft.
  5. 5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Abrollprofile (15, 17) vorgesehen sind, an denen ein am Gleitstück (11) fest angeordnetes drehbares Rollelement (14) abrollen kann.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Abrollprofile ein an der Einziehvorrichtung positionsfest angebrachtes Abrollprofil (17) und ein gegenüber der Einziehvorrichtung verschiebliches Abrollprofil (15) umfassen.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Rollelement ein Ritzel (14) umfasst, das in zwei Gegenzahnprofilen (15, 17) abrollen kann.
  8. 8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Koppelelement (18) ausgestaltet ist, mittels dem die Flerausziehbewegung des bewegbaren Möbelteils mit der Bewegung des Gleitstücks (11) koppelbar ist.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Koppelelement (18) an dem verschieblichen Abrollprofil (15) schwenkbar angelenkt ist.
  10. 10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein schwenkbar ausgestaltetes Fangelement (23) vorgesehen ist, mit welchem eine Kopplung zwischen dem Gleitstück (11) und dem bewegbaren Möbelteil beim Einziehen des bewegbaren Möbelteils realisierbar ist.
  11. 11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kraftspeicher (12) ein vorgespanntes Zugelement (28) umfasst, das um ein federnd aufgenommenes Umlenkelement (29) geführt ist. 9/14 österreichisches Patentamt AT 11 009 U1 2010-03-15
  12. 12. Möbel mit einer mittels einer Korpusschiene und einer Ausziehschiene, und gegebenenfalls einer Mittelschiene, in einem Möbelkorpus verschieblich aufgenommenen Schublade als bewegbarem Möbelteil mit einer Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche. Hierzu 4 Blatt Zeichnungen 10/14
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