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Verfahren zum Einbau der Kugeln in ein Kugellager mit Laufringen ohne Einführspalt.
Die vorliegende Erfindung hat ein Verfahren zum Zusammenbau eines Kugellagers mit tiefen Rillen und ohne Spalt in den Ringen für die Einführung der Kugeln zum Gegenstande. Ein danach hergestelltes Lager, welches unter Berücksichtigung der Elastizität der Kugeln und der Ringe entworfen ist, weist eine radiale und axiale Belastungsfähigkeit auf, welche grösser ist als die von Kugellagern ohne Einführspalt, die durch einfache exzentrische Verlagerung der Ringe zusammengebaut sind.
Wenn N die theoretische Gesamt-oder Teilanzahl der dicht aneinandergereihten Kugeln von bestimmtem Durchmesser bedeutet, welche man zwischen den beiden Ringen eines Lagers unterbringen kann, so ist die maximale Zahl von Kugeln, welche man in ein Lager ohne Einführspalt durch blosse
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K ist ein Gesamt-oder Teilkoeffizient, welcher grösser als 1 ist und welchen man durch die Erfahrung bestimmt ; bestimmt man mit Hilfe dieser neuen Formel die Anzahl und den Durchmesser der Kugeln, so führt dies für jedes Lager bei gegebenen Hauptabmessungen zu einer Konstruktion, bei der die Radialund Axialbelastungsfähigkeit des Lagers ohne Einführspalt den höchsten Wert erreicht.
In der Zeichnung ist das den Erfindungsgegenstand bildende Verfahren im Vergleich zu dem bisher üblichen Verfahren dargestellt.
Fig. 1 ist eine Draufsicht auf ein Kugellager, welches nach dem bekannten Verfahren zusammengebaut ist. Fig. 2 ist eine Draufsicht auf ein Kugellager, welches nach dem Verfahren gemäss der Erfindung zusammengebaut ist. Fig. 3 ist eine Draufsicht des Lagers während des Zusammenbaues nach dem bekannten Verfahren ; Fig. 4 ist eine Draufsicht des Kugellagers während des Zusammenbaues nach dem Verfahren gemäss der Erfindung. Fig. 5 zeigt die Abwicklung der Fig. 4 nach der Linie axa dieser Figur.
Fig. 6 ist eine Draufsicht, welche eine andere Phase der Montage veranschaulicht.
Die Fig. 1 und 2 zeigen deutlich den Vorteil des den Gegenstand der Erfindung bildenden Verfahrens, da dieses bei einem Lager mit tiefen Rillen, welches beispielsweise sieben Kugeln besitzt, die Einführung mindestens einer achten Kugel gestattet.
Das bekannte Montierungsverfahren besteht (Fig. 3) darin, zwischen die beiden Ringe 1 und 2 des Lagers, welche in einer Ebene liegen und bezüglich einander auf das grösstmögliche Mass exzentrisch eingestellt sind, die grösstmögliche Anzahl von Kugeln. 3 einzuführen und diese nach der Einführung gleichmässig zu verteilen, indem sie bis zum Grunde der Rille 4 zurückgedrückt werden, worauf sie schliesslich durch Käfige 5 distanziert werden.
Bei Benützung des Montierungsverfahrens nach der Erfindung arbeitet man in folgender Weise : Nachdem die ersten Kugeln in der eben angegebenen und in Fig. 3 dargestellten Weise eingebracht worden sind, werden die zusätzliche Kugel oder die Kugeln 6 zwischen den beiden Ringen an jener Stelle eingeführt, wo der Abstand zwischen den Rändern dieser Ringe am grössten ist, d. h. es werden die Kugeln 3 in zwei gleiche Gruppen geteilt, wenn die Kugelanzahl gerade ist, oder in zwei um eine Kugel verschiedene
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Gruppen, wenn, wie im dargestellten Falle, die Kugelanzahl ungerade ist. Übt man auf die Kugel oder auf die Kugeln 6 einen leichten Druck aus, so verteilen sich die Kugeln 3 und 6 in der in den Fig. 4 und 5 dargestellten Weise, d. h.
es befinden sich bloss die erste und die letzte Kugel am Grunde der Rille, wobei sich jedoch nichtsdestoweniger der Mittelpunkt jeder der Kugeln zwischen den diese Rille begrenzenden Rändern 7 und 8 befindet.
Wenn die verschiedenen Teile des Lagers in dieser Weise angeordnet sind, so übt man auf die Ringe 1 und 2 beispielsweise mittels Pressbacken oder durch eine sonstige andere mechanische Vorrichtung Kräfte aus, welche (Fig. 6) einerseits im Sinne der Pfeile 9 und 10 und anderseits im Sinne der Pfeile 11 und 12, also in zwei zueinander senkrechten Richtungen, gerichtet sind.
Man erzielt auf diese Weise eine elastische Deformation jedes dieser Ringe, welche die Form zweier Ellipsen annehmen, wobei die grosse Achse der einen in der Richtung der kleinen Achse der andern und umgekehrt verläuft.
Der Kugelaufnehmerraum ist infolgedessen deformiert und im Falle man auf die Kugel oder auf die Kugeln 6 einen zur Ebene des Lagers senkrechten Druck ausübt, d. h., wenn man eine elastische Deformation nicht bloss der Ringe sondern auch der Kugeln herbeiführt, so können sich die äusseren Kugeln dem Berührungspunkte 13 der Ringe nähern und die Kugel oder die Kugeln 6 treten in die Rille ein.
Man hat hierauf nur mehr in bekannter Weise die Verteilung der Kugeln und die Anbringung der Käfige vorzunehmen.
Es ergibt sich, dass bei dem beschriebenen Verfahren die Einführung der Kugeln wie der Kugel 6 vor der elastischen Deformation vorzunehmen ist, weil diese Deformation die Wirkung hat, dass der zwischen den beiden Ringen gegen die Mitte freigelassene Abstand verringert wird, wodurch in dem Falle eines Lagers mit sehr tiefen Rillen die Einführung der zusätzlichen Kugeln unmöglich gemacht werden könnte, wenn ihre Mittelpunkte nicht vorher den Rand 7 passiert haben. Diese Vorgangsweise muss jedoch trotzdem nicht immer notwendig sein.
Schliesslich kann der Zusammenbau in gewissen Fällen dadurch erleichtert werden, dass man den einen Ring mit Bezug auf den andern neigt, wobei die Ringe durch elastische Deformation des ganzen Lagers in die gleiche Ebene zurückgeführt werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Einbau der Kugeln in ein Kugellager mit Laufringen ohne Einführspalt, dadurch gekennzeichnet, dass, nachdem in bekannter Weise die grösstmögliche Anzahl von Kugeln (3) zwischen die Laufflächen eingeführt wurde, indem die Laufringe weitmöglichst exzentrisch verlagert werden, eine oder mehrere zusätzliche Kugeln (6) zwischen die Ränder der Ringe an der Stelle deren grösster Entfernung voneinander derart eingeführt werden, dass der Mittelpunkt jeder der Kugeln (6) sich zwischen den Rändern der Laufrillen befindet (Fig.
4 und 5), worauf der Aussenring und der Innenring äusseren Kräften (11, 12 und 9, 10) unterworfen werden, welche in zueinander senkrechten Richtungen wirken, zum Zwecke, um eine Annäherung der Kugeln (3) an den Berührungspunkt (13) der Ringe sowie die vollständige Einführung der zusätzlichen Kugel bzw. der Kugeln (6) zwischen die Rillen des Lagers zu gestatten.