AT111254B - Verfahren zur Herstellung einer lange Zeit klar bleibenden konzentrierten, intramuskulär ohne Gewebereizung injizierbaren Kalziumlösung. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer lange Zeit klar bleibenden konzentrierten, intramuskulär ohne Gewebereizung injizierbaren Kalziumlösung.

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AT111254B
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  Verfahren zur Herstellung einer lange Zeit klar bleibenden konzentrierten, intra-   musl : ulär ohne Gewebereizung injizierbaren Ealziumlösung.   



   Die parenterale Verabreichung von Kalziumsalzen war bisher auf die intravenöse Injektion beschränkt, da die gebräuchlichen Präparate (z. B. Kalziumchlorid, Kalziumchloridharnstoff, mannitschwefelsaures Kalzium und andere) bei der   intramuskulären   oder subkutanen Darreichung die Gewebe zu stark reizen. Diese Beschränkung wird allgemein als Nachteil empfunden, so dass die Herstellung einer genügend konzentrierten Kalziumlösung, die z. B. auch intramuskulär injizierbar ist, als Fortschritt bezeichnet werden muss, da damit die parenterale Kalziumtherapie vereinfacht und erweitert werden kann. 



   Es wurde nun die Beobachtung gemacht, dass wässerige Kalziumglukonatlösungen diesen Anforderungen entsprechen. Sie lassen sich z. B.   intramuskulär   injizieren, ohne Reizerscheinungen oder Nekrosen hervorzurufen, u. zw. kommt diese   überraschende Eigenschaft schon   den reinen Salzlösungen zu, so dass besondere Zusätze unterbleiben können. Ausser der   intramuskulären   Injizierbarkeit besitzt Kalziumglukonat gegenüber   Kalziumehlorit   und Ka. Iziumlaktat noch den Vorteil geringerer Toxizität, bezogen auf gleichen Ca-Gehalt, was bei   intravenöser   Behandlung der Maus und beim Kaninchen festgestellt wurde. 



   Kalziumglukonat löst sich nun aber in kaltem Wasser nur zu etwa 3'3%. Diese Löslichkeit erschien daher für die therapeutische Anwendung viel zu gering, da normalerweise etwa 0 5 bis 1 g Kaliumsalz verabreicht werden. Nur in heissem Wasser ist das Salz leicht löslich, es kristallisiert aber aus konzentrierter Lösung beim Stehen in der Kälte grösstenteils wieder aus. 



   Es wurde nun gefunden, dass, wenn man heisse, konzentrierte Lösungen von Kalziumglukonat abfüllt und unter völligem Verschluss (z. B. in Ampullen eingeschmolzen) einige Zeit, gegebenenfalls in gewissen Abständen wiederholt, erhitzt, wie es z. B. bei der Dampfsterilisation geübt wird, vollkommen haltbare Lösungen gewonnen werden. Sie bleiben überraschenderweise monatelang selbst in der Kälte klar, auch bei starkem anhaltenden Schütteln, wie z. B. bei längeren Transporten. Dies beruht offenbar darauf ; dass durch das Erhitzen der Lösungen in geschlossenem Raum sämtliche Kristallisationszentren vernichtet werden, so dass eine übersättigte Lösung von unerwarteter Beständigkeit erhalten wird, die erst einige Zeit nach dem Öffnen, schneller beim Kratzen oder Impfen wieder auskristallisiert. 



   Beispiel : 100 g Kalziumglukonat werden in   500'0   g destilliertem Wasser auf dem Wasserbad in Lösung gebracht, auf   15  abgekühlt   und mit destilliertem Wasser auf   1 Z verdünnt.   Die Lösung wird nun rasch filtriert und auf 50 bis   600 erwärmt.   Bei dieser Temperatur wird sie in einer auf 50  vorgewärmten Apparatur durch ein steriles   Chamberlandfilter   filtriert und in sterilem Raum auf bekannte Weise in Ampullen abgefüllt. Die zugeschmolzenen Ampullen werden dann in Abständen von je 2 bis 3 Tagen in strömendem Wassersdampf dreimal je eine halbe Stunde lang erhitzt.

   So behandelte Ampullen mit der stark   übersättigten     10%igen Kalziumglukonatlösung sind während vieler Monate   klar geblieben. 

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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung einer lange Zeit klar bleibenden konzentrierten, intramuskulär ohne Gewebereizung injizierbaren Kalziumli1sung, dadurch gekennzeichnet, dass man eine konzentrierte Lösung von Kalziumglukonat heiss abfüllt und unter völligem Abschluss (z. B. in zugesehmolzenen Ampullen), gegebenenfalls in Abständen wiederholt, so lange erhitzt, bis keine Kristallisation mehr eintritt. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT111254D 1926-11-26 1927-09-19 Verfahren zur Herstellung einer lange Zeit klar bleibenden konzentrierten, intramuskulär ohne Gewebereizung injizierbaren Kalziumlösung. AT111254B (de)

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