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Verfahren zur Herstellung von Körpern aus Metallen mit hohem Schmelzpunkt.
Das Verfahren betrifft die Herstellung von Körpern aus hochschmelzenden Metallen.
Gemäss dem Stammpatent wird ein einzelner Metallkristall in einer eine flüchtige und dissoziierbare Verbindung desselben Metalles enthaltenden Atmosphäre auf eine solche Temperatur erhitzt, dass die erwähnte Verbindung dissoziiert und das freiwerdende Metall sieh auf dem Kristall derart absetzt, dass dieser zu einem einzigen grösseren duktilen Kristall anwächst.
Die Erfindung hat zum Zweck, dieses Verfahren zu verbessern. Das Erhalten und Aufrechterhalten eines genügend hohen Vakuums erfordert viel Zeit und Mühe und das Arbeiten in einem ungenügend abgeschlossenen Reaktionsgefäss hat zur Folge, dass die Drähte spröd werden und dann für weitere Bearbeitung untauglich sind. Überdies ist der Dampfdruck der flüchtigen Verbindung nicht konstant, so dass sieh die Metalleinkristalle schwer bis zu einer zuvor bestimmten Stärke aufpräparieren lassen.
Gemäss der Erfindung werden duktile Körper aus Metallen mit hohem Schmelzpunkt hergestellt, wobei ein einzelner Metallkristall in einer eine flüchtige und dissoziierbare Verbindung dieses Metalles enthaltenden Atmosphäre auf eine Temperatur erhitzt wird, bei der die Verbindung dissoziiert und das freiwerdende Metall sich auf dem Kristall in der Weise absetzt, dass dieser als ein einziger duktiler Kristall anwächst, wie nach dem Stammpatent, wobei jedoch die Atmosphäre ausser der flüchtigen Metallverbindung Stickstoff enthält. Es empfiehlt sieh, einen Stickstoffstrom längs des erhitzten Metallkristalles zu führen.
Mit dem Verfahren gemäss der Erfindung sind die folgenden Vorteile verbunden :
Da das Arbeiten mit einem hohen Vakuum überflüssig geworden ist, sind die damit verbundenen Schwierigkeiten beseitigt. Der Druck kann auf einer Atmosphäre gehalten werden und bleibt also konstant ; dies hat zur Folge, dass bei Anwendung einer bestimmten Stromstärke stets dasselbe Drahtgewicht erhalten wird, während durch Sprödigkeit fast keine Drähte ausfallen.
In der Zeichnung stellt Fig. 1 eine Vorrichtung dar, in der das Verfahren gemäss der Erfindung mit Vorteil ausgeführt werden kann, während Fig. 2 eine Einzeldarstellung der Vorrichtung ist, mittels deren der Metalleinkristall in der Vorrichtung befestigt wird.
Eine lange wagrecht angeordnete Röhre 1 hat in der Mitte eine Seitenröhre, die mit einer Kugel 2 versehen ist, in der sich Wolframhexachlorid befindet.
Oben in der Kugel 2 befindet sich der Einlass. 3 für reinen Stickstoff, der also über das Wolframhexachlorid streicht. Der Gasstrom teilt sich in der Röhre 1 gleichmässig nach beiden Seiten und entweicht an den beiden Enden 4 und 5 der Röhre 1, um schliesslich durch die Röhre 6 abgeführt zu werden.
Das Wolframhexaeblorid wird durch eine in der Figur nicht näher angegebene Salzmischung von Kaliumnitrat und Natriumnitrat auf einer konstanten Temperatur gehalten.
Das eine Ende der Röhre ist mit einem eingeschliffenen Stöpsel 7 mit zwei Wolframpoldrähten 8 und 9 versehen, an denen die Wolframeinkristalldrähte befestigt werden. An dem Stöpsel ist ausserdem ein langer Glasstab 11 befestigt, der mit der Achse der Vorrichtung zusammenfällt und am andern Ende
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Gelenk 13 befestigt, an dem die Drähte mittels miteinander elektrisch leitend verbundenen Ösen 15 befestigt werden. Gelenk und Gewicht dienen dazu, den Draht, der sich bei Erhitzung ausdehnt, straff zu halten.
Wenn nun die Metalleinkristalldrähte zwischen den Ösen 15 und den Wolframpoldrähten 8 und ausgespannt sind, leitet man mittels der Stromzuleitungsdrähte 16 und 17 einen Strom durch die Drähte, während gleichzeitig ein mit Wolframhexachlorid geladener Stickstoffstrom durch die Röhre 1 streicht, wodurch die Metalleinkristalldrähte weiter anwachsen, bis sie die erwünschte Stärke erreicht haben.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von Körpern aus hochschmelzenden Metallen durch Erhitzung eines einzelnen Metallkristalles in einer eine flÜchtige und dissoziierbare Verbindung desselben Metalles ent- haltenden Atmosphäre auf eine Temperatur, bei der die Verbindung dissoziiert und bei der das freiwerdende Metall sich auf dem Kristall in der Weise absetzt, dass dieser zu einem einzelnen duktilen Kristall anwächst nach Patent Nr. 97912, dadurch gekennzeichnet, dass die Atmosphäre ausser der flüchtigen Metallverbindung Stickstoff enthält.