AT111554B - Verfahren zur Herstellung künstlicher Fäden, Bänder und Streifen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung künstlicher Fäden, Bänder und Streifen.

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AT111554B
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Paul E Dr Krismer
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Paul E Dr Krismer
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung künstlicher Fäden, Bänder und Streifen. 
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 arten in   zähflüssige   schleimige Massen verwandelt. 



   Gegenstand vorliegender Anmeldung ist eine technische Anwendung der auf diese Weise erhaltenen zähflüssigen Massen. 
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 und Streifen verarbeitet werden können, die sehr mannigfache Anwendung in der Textilindustrie, Filmindustrie usw. zu finden vermögen. Am besten wird in der Weise vorgegangen, dass die obengenannten Ausgangsstoffe. wie Kohlehydrate, Pflanzenschleime, Eiweissstoffe oder Mischungen solcher Stoffe in Lösung oder Suspension mit Reinkulturen von   sehleimbildenden   Bakterien wie z. B. B. panis   riscosi,   B.   lactis viscosi,   B. viscosus sacchari, Streptecosus mesen teroides usw., versetzt und damit bei mässiger Wärme (etwa 25 bis 450 C) durch längere Zeit (20 bis 40 Stunden) und darüber stehen gelassen werden. 



  Nachdem die Mischung eine zähflüssige Beschaffenheit angenommen hat, wird dieselbe zu Fäden gezogen oder zu Bändern und Streifen verarbeitet und entweder an der Luft oder mit geeigneten   Härtemitteln   z. B. Formaldehyd, Gerbsäuren, Chromaten oder   Biehromaten   erhärten gelassen und dadurch im Wasser unlöslich   gemacht.   Die so erhaltenen künstlichen Fäden haben alle guten Eigenschaften von natürlichen Textilfasern, insbesondere deren Festigkeit, Glanz, Biegsamkeit und leichte   Yerspinnbarkeit.   Auch bei Verarbeitung der Masse auf Streifen oder Bänder (Films) zeigt es sich, dass der durch ein Material gewonnen wird, dass alle Vorzüge der bisher verwendeten Materialien besitzt, ohne deren wesentliche Nachteile.

   Nachstehend soll an einigen Ausführungsbeispielen das Wesen der vorliegenden Erfindungen näher erläutert werden :
Beispiel l : Sterilisierte auf 400 C erwärmte Magermilch wird mit einer Reinkultur von B. lactis 
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 Ausziehen oder andere bekannte Methoden gewonnenen Fäden. Bänder, Streifen usw. werden getrocknet und in einem alkoholischen Formaldehydbad gehärtet. Bei längerem Stehenlassen der Masse an der Luft erhärtet dieselbe auch ohne besondere Hilfsmittel zu einer hornartigen, durchscheinenden, gelblichen Substanz. Eventuell vorhandene Milehzuckerreste werden vor der Verarbeitung ausgewaschen. Nach der Trocknung ist die Masse im Übrigen im Wasser   unlöslich und   nur nach langem Stehenlassen im Wasser quellbar.

   Die daraus durch Ausziehen oder andere Methoden gewonnenen Fäden, Bänder, Streifen usw. werden getrocknet und erkalten gelassen, oder die Erhärtung wird durch Behandlung mit besonderen Erhärtungsmitteln z. B. einer alkoholischen Formaldehydlösung   durchgeführt.   Die damit erhaltenen 
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 fadenziehend geworden ist. Die weitere Verarbeitung erfolgt wie nach Beispiel 1, jedoch wird bei 120  C bis zur völligen Keimfreiheit getrocknet. 



   Die in der vorstehend beschriebenen Weise erhaltenen Fäden können in der   üblichen   Weise gesponnen, gezwirnt und auf Gewebe verarbeitet werden. Auch die nach   vorliegendem Verfahrenh ergestellten   Bänder, Streifen usw. können für vielerlei Zwecke, für welche bisher Zelluloid oder Azetylzelluloseprodukte verwendet werden, mit Vorteil zur Anwendung gelangen. 



    PATENT-ANSPRÜCHE :  
1. Verfahren zur Herstellung künstlicher Fäden, Bänder und Streifen, dadurch gekennzeichnet, dass Lösungen oder Suspensionen organischer Stoffe wie Kohlehydrate, Eiweissstoffe, Pflanzenschleime, Gummiarten usw. oder Gemische derselben mit   sehleimbildenden   Bakterien (z. B. B. panis viscosis, 
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Claims (1)

1nsenteroÙles) behandelt, die erhaltenen zähflüssigen Massen zu Fäden usw. ausgezogen und diese dann in an sich bekannter Weise erhärten gelassen werden.
AT111554D 1927-05-14 1927-05-14 Verfahren zur Herstellung künstlicher Fäden, Bänder und Streifen. AT111554B (de)

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