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Spann vorrichtung für biegsame Transmissionsorgane (Ketten, Seile oder Riemen).
Die Erfindung betrifft Spannvorrichtungen für Transmissionsketten n. dgl. von jener Art. bei welcher das Spannglied gegen das zwischen Rädern laufende Trum der Kette oder eines sonstigen Transmissionsgliedes gedrückt wird.
Gemäss der Erfindung besteht das Spannglied aus einem Streifen von Metall od. dgl., der gegen ein Trum des biegsamen Transmissionsgliedes gedrückt wird, welches zwischen Rädern läuft, über die das Transmissionsglied gelegt ist und aus einem ausserhalb des Spanngliedes vorgesehenen Organ, das auf den Streifen eine Kraft ausübt, welche die Enden des Streifens einander zu nähern sucht, wodurch der zwischen den Enden liegende Teil des Spanngliedes gekrümmt und gegen das biegsame Transmissionsglied gepresst wird. Hiedurch wird der vom Spannglied auf das biegsame Transmissionsglied ausgeübte Druck bei stärker oder schwächer gespanntem Transmissionsglied kleiner bzw. grösser.
Das oder die beweglichen Enden des Spanngliedes ruhen zweckmässig an einer geeigneten Führungsfläche, die als schiefe Ebenen oder Daumen ausgeführt und derart gestaltet sein können, dass, wenn das Ende des Spanngliedes oder Streifens sich entlang derselben bewegt. durch diese Führungsfläche der vom Spannglied oder Streifen auf das Transmissionsglied ausgeübte Druck nach Erfordernis geändert wird.
Der Mechanismus zur Ausübung der Kraft auf das oder die Enden des Spanngliedes oder Streifens, wodurch diese Enden einander genähert oder voneinander entfernt werden, kann entweder selbsttätig wirken, um das Transmissionsglied richtig gespannt zu halten. oder es kann dieser Mechanismus von Hand betätigt werden. Im ersteren Falle besteht der Mechanismus zweckmässig aus einer Feder, welche ein Ende des Streifens dem ändern zu nähern versucht. Es können eine oder mehrere Federn vorgesehen sein. welche die beiden Enden des Streifens miteinander verbinden, um sie einander zu nähern. In beiden Fällen ist zweckmässig ein Ende des Streifens festgehalten und bloss das andere beweglich. aber gewünschtenfalls können auch beide Enden beweglich sein.
Wird die erforderliche Kraft durch von Hand betätigte Vorrichtungen auf den Streifen ausgeübt, so können diese Vorrichtungen auf eines oder beide Enden des Streifens wirken und jede dieser Vorrichtung kann aus einem mit Schraubengewind versehenen, von Hand stellbaren Organ bestehen, das auf das zugeordnete Ende des Streifens wirkt und es dem andern Ende nähert oder davon entfernt. Der zwischen den Enden liegende Teil des Streifens kann dadurch gekrümmt werden und gegen die Kette oder ein sonstiges biegsames Transmissionsglied mehr oder weniger kräftig angedrückt werden.
Die Erfindung kann auf verschiedene Weisen praktisch ausgeführt werden. Die Zeich- rungen veranschaulichen beispielsweise fünf verschiedene Ausführungsformen derselben.
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genommenem Gehäuse) einer selbsttätigen Spannvorrichtung) Fig. 3,4, 5 sind Vorderansichten zum Teil im Schnitt von drei weiteren selbsttätigen Spannvorrichtungen, Fig. C ist eine den Fig. 3, 4 und 5 ähnliche Ansicht einer von Hand stellbare Sparmvorriehtung, Fig. 7 zeigt eine Einrichtung, die der im unteren Teil der Fig. l dargestellten ähnlich, aber mit einem auf den Streifen wirkenden Bremstopf ausgestattel ist.
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In Fig. 1 und 2 ist A die treibende und B die getriebene Welle ; erstere trägt ein Kettenrad Al, welches das auf der Welle B sitzende Kettenrad B1 durch eine Kette D treibt, während ein zweites Kettenrad B2 auf der Welle B ein Kettenrad Ci auf einer zweiten getriebenen Welle C durch eine Kette E treibt. Das Ganze ist von einem Gehäuse F umschlossen.
Die Ketten D und E sind mit je einer Spannvorrichtung gemäss der Erfindung ausgestattet. Die Spannvorrichtung für die Kette D besteht aus einem Metallstreifen ( ? zweckmässig aus Federstahl od. dgl., der an den Enden Augen Gl G2 trägt, durch welche Bolzen H H1 hindurchgesteckt werden, und welche, wie bei G3 gezeigt, mit Querschlitzen versehen sind, durch welche die Enden einer Zugfeder J hindurchreichen und an den Bolzen H H1 angreifen, wodurch die Enden des Streifens G gegeneinander gezogen werden. Der Bolzen H liegt fest im Gehäuse F, während der Bolzen. ? bloss von dem an der Schräg- oder Daumenfläche K des Gehäuses F gleitenden Auge G3 getragen wird.
Werden die beiden Enden des Streifens G durch die Feder J einander genähert, so wird letzterer gebogen und gegen das zwischen den Rädern Bi und Al laufende Kettentrum gedrückt, so dass die Kette gespannt erhalten wird. Infolge der Neigung der Fläche K wird der Druck des Streifens G gegen die Kette D beeinflusst.
Auf dem Bolzen H ist eine Hülse L'an einem Ende des Streifens L geschoben, dessen anderes Ende eine auf einen Bolzen H2 geschobene Hülse trägt. Zwei Zugfedern Ls verbinden den Bolzen H2 mit dem Bolzen H und suchen so die Enden des Metallstreifens L einander zu nähern, wobei der Mittelteil des letzteren nach aussen gegen das zwischen den Rädern B2
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eines Teiles des Gehäuses F.
Bei der in Fig. 3 dargestellten Ausführung überträgt eine Kette M die Bewegung von einem Kettenrad Nt auf der treibenden Welle N auf ein Kettenrad 01 auf der getriebenen Welle 0. Ein Metallstreifen P drückt gegen das zwischen den Rädern Ni 01 laufende Trum der Kette ; ein Ende des Streifens hängt an einem Bolzen Pi an einem vom Gehäuse F getragenen Arm P2. Der andere Streifen P greift an einen Bolzen P3 an, der an einen, in einem Zylinder P3 des Gehäuses F1 spielenden Kolben P4 oder an einen sonstig geführten Teil angreift. Der Zylinder P5 ist zweckmässig als Bremstopf ausgeführt, um Stösse bei Schwankungen der Belastung der Kette M hintanzuhalten.
Die Enden einer Zugfeder p6 hängen an den Bolzen P1 und P2 und suchen letztere einander zu nähern, wodurch der mittlere Teil des Streifens gegen die Kette Jf gedrückt und letztere gespannt wird.
In Fig. 4 überträgt eine Kette M1 die Drehung eines Kettenrades- auf der treibenden Welle N3 auf ein Kettenrad 02 auf der getriebenen Welle 03. Zum Spannen der Kette dient ein Metallstreifen Q, von dem ein Ende an einem festen Zapfen R und das andere an einem
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ist. Die Führung R4 kann als Bremstopf ausgeführt sein, um Stösse bei plötzlichen Belastungs- änderungen der Kette zlll hintanzuhalten.
Auf die Stange R2 ist eine Druckfeder Rs aufgezogen, die sich mit den Enden gegen die Führung Rs bzw. gegen einen Bund R6 der Stange R2 stemmt und dadurch die Enden des Streifens R einander zu nähern sucht, wobei der Streifen gegen die Kette ? gedrückt wird.
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Welle auf ein Kettenrad O4 einer getriebenen Welle O5 und kann durch ein Spannglied gespannt erhalten werden, das aus einem Metallstreifen S besteht, von dem ein Ende an einen Bolzen S1 angreift, der in einem Arm 82 des Gehäuses F3 festgehalten wird, während das andere Ende des Streifens S an einen Teil des Gehäuses F2 verschiebbar ist und einen Bolzen S3 trägt, an dem ein Ende eines Drahtes oder einer Stange S4 od. dgl. befestigt ist, an deren anderem Ende ein Gewicht S5 angreift.
Der vom letzteren auf ein Ende des Metallstreifens S ausgeübte Zug sucht die beiden Enden des Streifens einander zu nähern, wodurch der mittlere Teil des Streifens sich ausbiegt und gegen die Kette M2 drückt. Bei jeder der beschriebenen Anordnungen wird, wenn die Kette straff ist, der zum Spannen dienende Streifen wenig gekrümmt sein, so dass der Druck der Feder oder des Gewichtes od. dgl., welche den Streifen zu biegen und so gegen die Kette zu drücken suchen, verhältnismässig gering ist.
Wird jedoch die Kette schlaff, so biegt sich der Streifen stärker aus und die Wirkung der Feder, des Gewichtes od. dgl. wird stärker und drückt den Streifen entsprechend kräftiger an.
Auf diese Weise ist der vom Streifen auf die Kette ausgeübte Druck bei straffer Kette kleiner, wird aber in dem Masse selbsttätig grösser, als die Kette schlaffer wird, wodurch die Spannung der Kette stets im wesentlichen auf der richtigen Höhe gehalten wird. Fig. 6 zeigt eine Anordnung. bei welcher eine Kette T die Bewegung eines Kettenrades U1 auf der treibenden Welle U auf ein Kettenrad Vi auf der getriebenen Welle V überträgt, wobei die Kette auch um zwei Hilfsräder Ti T2 läuft. Auf der Welle V sitzt ein zweites Kettenrad 7 dessen Bewegung auf die Kettenräder TV W1 auf zwei weiteren getriebenen Wellen W2 durch eine Kette-y übertragen wird.
Für jede der Ketten 7'und X ist ein von Hand zu betätigendes
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Spann glied vorgesehen, das aus einem Metallstreifen Y besteht. von dein ein Ende an einen Zapfen Yi angreift, der im Gehäuse F4 festsitzt. während das andere Ende an einen vom Glied Y3 getragenen Zapfen Y-'angreift ; das Glied Y3 sitzt am Ende eines mit Gewind versehenen Stellorganes Y4, so dass dieses letztere sich gegenüber dem Glied YJ drehen kann.
Das Stellorgan Y !- greift in einem entsprechenden, mit Gewind versehenen Tel fades Gehäuses F und ist mit Griffscheibe Y5 und einer Gegenmutter Y6 ausgestattet.
Durch Drehung des Stellorganes T* können die Metallstreifen Y mehr oder minder kräftig gegen die Ketten l'und X gedrückt werden. Sind die Ketten straff. so kann nur ein verhältnismässig geringer Druck auf die Ketten übertragen werden, weil dann die Streifen angenähert gerade verlaufen. Werden aber die Ketten schlaff, so dass die Streifen sich stärker ausbiegen können. so können die Stellvorrichtungen bewirken, dass die Metallstreifen einen entsprechend stärkeren Druck auf die Ketten ausüben. Es wird so bei einer gegebenen, auf die Stellvorrichtungen Y4 wirkenden Kraft von den Metallstreifen Y auf die Kette eine grössere Kraft ausgeübt, wenn die Kette schlaff als wie wenn sie straff ist.
Die in Fig. 7 dargestellte Ausführungsform ist ähnlich der im unteren Teil der Fig. 1 dargestellten ; nur ist ein Bremstopf vorgesehen, dessen Zylinder Pi ein Stück mit dem Gehäuse F bildet und aussen durch eine Kappe FII geschlossen ist. Innerhalb des Zylinders F5
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dadurch geschieht, dass man einen Napf F10 vorsieht, der das von der Kette D emporgeführte Öl aufnimmt. Diese Bremstopfanordnung verhindert plötzliche Bewegungen des Metallstreifens G.
Die Mittel, durch welche die gewünschte Kraft auf das oder die Enden des Metallstreifens ausgeübt wird und andere bauliche Einzelheiten, können innerhalb weiter Grenzen abgeändert werden, ohne vom Wesen der Erfindung abzuweichen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Spannvorrichtung für biegsame Transmissionsorgane (Ketten, Seile oder Riemen), die zur Übertragung von Drehbewegung von einem Rad oder Scheibe auf ein anderes oder eine andere dienen, bei welcher ein federnd deformierbares, an der Bewegung des Transmissionsorganes nicht teilnehmendes Führungsstück gegen ein zwischen den Rädern oder Scheiben sich erstreckendes Trum gedrückt wird. dadurch gekennzeichnet, dass ausserhalb des Führungsstückes liegende Einrichtungen auf das Führungsstück eine Kraft ausüben, welche durch Annäherung der Enden des Führungsstückes aneinander den Mittelteil des Führungsstückes zu wölben und gegen das Transmissionsorgan zu drücken sucht.