AT111832B - Verfahren zur Herstellung vonn Verbundglas. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung vonn Verbundglas.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von Verbundglas. 
 EMI1.1 
 an sich bekannt. Bei den älteren Verfahren wird im allgemeinen so vorgegangen, dass das Zelluloidblatt- ohne weitere Vorbehandlung-innerhalb eines Lösungsmittels, wie Alkohol, Azeton. Amylazetat od. dgl., zwischen die Glasplatten gelegt, darauf das ganze Paket herausgenommen, gepresst, allenfalls auch erwärmt wird. Zur Erhöhung der Haftfestigkeit des Zelluloids an den Glasplatten werden diese allenfalls vorerst mit einer Gelatineschichte überzogen. Dem Lösungsmittel können gewisse Mengen Wasser,
Eisessig od. dgl. beigemengt werden. Auch kann das Zelluloidblatt selbst durch Auftragen einer klebenden
Schichte präpariert werden. 



   Die ersteren Verfahren haben den Nachteil, dass das Zelluloidblatt grössere Flüssigkeitsmengen aufnimmt, als für den Zweck der Vereinigung mit den Glasplatten notwendig ist, weil die Lösungsmittel sehr rasch in das Zelluloid eindringen. Die nachträglichen Folgen dieser Tatsache machen sich dann in einer erhöhten Schrumpfung des Zelluloids bemerkbar, wenn es im Laufe der Zeit das Lösungsmittel verliert. Überdies erfordert schon die Entfernung des Überschusses an Lösungsmittel bei der Erzeugung   Vorsichtsmassregeln,   die das Verfahren komplizieren, endlich aber tritt dadurch eine weitgehende Zer- setzung des Zelluloids ein, was sich in   Kristallausscheidungen,   Trübung usw. bemerkbar macht. 



   Man hat deshalb bereits versucht, das Lösungsmittel durch Beimengungen so abzustimmen, dass die   Quellungsgeschwindigkeit   vermindert wird und benützt hiezu   sehwerflüchtige   Lösungsmittel, wie
Fuselöl, in welchem Kampfer und   ätherische   Öle gelöst sind. die erst durch spätere Wärmebehandlung aktiv gemacht werden. 



   Andere Verfahren suchen die klebenden Zwischenlagen zwischen dem Zelluloid und den Glasplatten zu verbessern. Hiezu werden die Glastafeln mit einem kombinierten Klebemittel unter Vermittlung einer wässerigen Lösung von Essigsäure und Glyzerin überzogen, die Zelluloidtafel in ein Spiritus-Firnisbad gesetzt und dann mit den Glastafeln unter warmer Pressung vereinigt. 



   Hiebei ist also das ursprüngliche Verfahren vollständig verlassen worden, insofern die Zelluloidschicht kaum mehr für die Verklebung selbst in Frage kommt. 



   Zur Erhöhung der Haftfestigkeit wurde schliesslich auch ein Anätzen der Zelluloidoberfläche mit chemisch einwirkenden Mitteln vorgeschlagen. 



   Das vorliegende neue Verfahren kehrt zu dem ursprünglich verwendeten aktiven Lösungsbade zurück, vermeidet aber die oben geschilderten nachteiligen Erscheinungen durch Verbesserung der Eigenschaft des Zelluloides in seinem Verhalten gegenüber dem aktiven Lösungsmittel. 



   Die Erfindung besteht darin, das Eindringen grösserer Flüssigkeitsmengen in das Zelluloidblatt bei der Behandlung mit dem Lösungsmittel, also bei dem gemeinsamen Einsenken desselben mit den Glasplatten in das Lösungsbad zu verhindern bzw. die Aufnahme der Flüssigkeitsmenge zu regeln. Hiezu werden die Oberflächen des Zelluloidblattes (oder der Blätter) vor der Behandlung mit dem Lösungsmittel mit Schutzstoffen fettigen oder wachsartigen Charakters eingerieben oder sonstwie mechanisch oder pneumatisch behandelt, welche Stoffe selbst nur langsam in das Zelluloid eindringen, aber später das Eindringen des für die Verbindung zwischen Glas und Zelluloid verwendeten Lösungsmittels erschweren oder behindern. 

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   . Der Charakter der Schutzstoffe muss so gewählt werden, dass zwischen diesem und dem Zelluloid ein gewisses gegenseitiges Lösungsvermögen vorhanden ist, damit die Schutzstoffe überhaupt in die Oberfläche des Zelluloidblattes einzudringen und dieselbe physikalisch zu verändern vermögen. 



   Es bleibt daher bei dem neuen Verfahren der Kern des Zelluloids während der Erzeugung des Verbundglases unverändert und nur an den Oberflächen findet ein Erweichen erst beim Eintauchen in das aktive Lösungsmittel und in dem Masse statt, dass die Verklebung gesichert erscheint. 



   Durch die angegebene Vorbehandlung des Zelluloidblattes soll eine dünne   Oberflächenschiehte   erzeugt werden, die an sich sehr reich an den genannten Schutzstoffen ist und das Eindringen grösserer Flüssigkeitsmengen in das Zelluloidblatt verhindert, ohne aber in den Kern eindringen zu können. Die Schutzstoffe kommen hiebei nicht in ihrer bekannten Eigenschaft als   Losungs-und Weichmachungsmittel   für Zelluloid, für welche Zwecke ähnliche Stoffe verwendet werden, in Betracht, sondern bei diesem Verfahren werden diese Stoffe nur zum Schutze vor dem Eindringen des eigentlichen Lösungsmittels benützt, die Verklebung erfolgt durch dieses im Verein mit dem Zelluloid. 



   Als solche Schutzstoffe eignen sich besonders die Ester des Glyzerins mit den niederen Fettsäuren, sei es in reinem Zustande oder als ungereinigte Gemische, wie sie bei der Acylierung erhalten werden, ferner die Ester höherer Fettsäuren mit niederen Alkoholen. Als Beispiel der ersteren Gattung kann das Triacetin gelten, als Beispiel der zweiten Gattung   Ölsäure-Methylester   und Ölsäure-Äthylester, welche in geeigneter Weise auf die Oberflächen des Zelluloidblattes aufgetragen werden, worauf der Zellulloidoberfläche ausreichend Zeit zur Aufnahme der Schutzstoffe gelassen wird. Hierauf werden die Glastafeln mit den Zelluloidzwischenlagen in bekannter Weise zusammen in das Lösungsbad gebracht und nach dem Ausheben unter Regelung der Temperatur gepresst. 



   Zum Augenschutz oder für Signalzwecke kann es wünschenswert oder erforderlich sein, farbige oder abgetönte Verbundgläser nach dem Verfahren herzustellen. Zu diesem Zwecke werden vorher in bekannter Weise gefärbte oder gemusterte Zelluloidblätter oder aber farbige oder gemusterte Glasplatten benutzt. 



    PATENT-ANSPRÜCHE :  
1. Verfahren zur Herstellung von Verbundglas aus abwechselnden Lagen von ungefärbtem, gefärbtem oder gemustertem Glas und   ebensolchem Zelluloid, dadurch gekennzeichnet, dàss   das Zelluloidblatt vor der Verwendung beiderseits mit einem als Schutzmittel wirkenden Stoff fettigen oder wachsartigen Charakters behandelt wird, welcher selbst nur langsam in das Zelluloid eindringt und später das rasche Eindringen des für die Verbindung zwischen Glas und Zelluloid verwendeten aktiven Lösungsmittels zu behindern geeignet ist.

Claims (1)

  1. 2. Ausführungsbeispiel des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Schutzstoffe Ester des Glyzerins mit niederen Fettsäuren, z. B. Triacetin, oder Ester höherer Fettsäuren mit niederen Alkoholen-z. B. Ölsäure-Methylester oder Ölsäure-Äthylester-in reinem Zustande oder als nicht vollkommen gereinigte Gemische gewählt und nach dem Auftragen solcher oder ähnlich wirkender Stoffe auf die Zelluloidoberflächen das Blatt längere Zeit der Einwirkung der Stoffe ausgesetzt wird, ehe es in das Lösungsbad gebracht und mit den Glasplatten vereinigt wird.
AT111832D 1925-11-11 1926-11-08 Verfahren zur Herstellung vonn Verbundglas. AT111832B (de)

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