AT111851B - Verfahren zur Veredlung von Getreide. - Google Patents

Verfahren zur Veredlung von Getreide.

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  VerfahrenzurVeredlungvonGetreide. 



   Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Veredlung von Getreide, in dein den Körnern das Zerealin entzogen wird, auf dessen Vorhandensein bekanntlich die übermässig saure   Gärung des Brotteiges,   die
Verdunklung der Farbe und die schwere Verdaulichkeit des Brotes   zurückgeführt   werden. 



   Erfindungsgemäss werden die   Kerner   in einem ununterbrochenen Arbeitszuge zwangsweise eingeweicht und gewaschen und dann gleichfalls zwangsweise einer so grossen innern Reibung unter sieh   unterworfen,   dass in   den Arbeitsgehänsen eine Hitze entwickelt wird. die einerseits   die Entfernung des die beiden Schichten der Getreidehülle verbundenen Klebstoffes begünstigt, anderseits auf das Trockenwerden der genässten Körner schon vor ihrem Verlassen der letzten Arbeitsmaschine günstig einwirkt. 



  Dieses zwangsweise   Durchtreiben   der Körner für die genannten Zwecke ist so gedacht, dass vor die Ausläufe der   Arbeitsgehäuse   unter   Feder-oder Gewichtsdruck   stehende Klappen, ähnlich den bekannten.   hauptsächlich   bei Mahl- und Auflösmaschinen benutzten, gesetzt werden. 



   Die   Zeichnung zeigt beispielsweise eine Gesamteinrichtung. mit   der das Verfahren erfindungs-   gemäss durchgeführt   werden kann. 



   Fig. 1 ist zum Teil ein senkrechter Schnitt, zum Teil die   Längsansicht,   Fig. 2 eine Seitenansicht,   Fig. S   ein Querschnitt durch die   Arbeitsgehäuse   der   Einrichtung.   



   Das in bekannter Weise auf irgendeine Art mit Wasser durchsetzte Getreide wird in einer Schnecke 1 dadurch zwangsweise gefördert, dass die Auslaufseite der Sehnecke von einer an sieh bekannten, durch Feder oder Gewicht belasteten, nachgiebigen Klappe 2 abgedeckt ist. Nach Massgabe des im Schnecken-   gehäuse : j herrschenden Druckes   öffnet sich erst die Klappe 2 und lässt das Getreide mit dem Wasser zusammen in die Trommel   -1 übergehen,   wo das freie Wasser durch das Sieb 5 hindurch ausscheidet, die angefeuchteten Körner hingegen in die Trommel 6 übertreten.

   Die Schlagleisten 7 drücken die Körner gegen die Innenwandung der Trommel   6,   die sowohl feststehend oder auch drehbar eingerichtet sein kann. llm eine   möglichst   volle Füllung der Zone mit den Körnern bis dicht an die Innenwand der Trommel 6 zu erreichen, sind nicht allein die Schlagleisten 7 mit bekannten Durchbrechungen 7a versehen, sondern das Auslaufende der Trommel 6 ist gleichfalls der Wirkung einer von aussen belasteten und erst dem gewaltsamen Drucke des Getreides nachgebenden Klappe 8 unterworfen. Da man die Vortrommel 6 ohne Lüftung arbeiten lässt, so wird durch die verstärkte Reibung der   Körner   unter sich   eine Wärme   erzeugt. die dazu dient, sowohl die äussere Holzfaserschicht als auch den Klebstoff durch das lauwarm gewordene Wasser vorerst gründlich aufzuweichen. 



   Durch die nachgiebige Klappe.   8   regelt sich der   Getreideauslauf unter Druck   selbsttätig und die erwärmten Körner treten gemeinsam mit den abgelösten und gelockerten Hülsen in die nachfolgende eigentliche   Enthülsungstrommel   9   über.   in der die Hülsen in bekannter Weise abgerieben und vom Sauglifter entfernt werden. Aber auch hier erfolgt die Arbeit unter   verstärktem,   innerem   Reibungsdruek.   weil auch dem Auslaufende dieser Trommel eine feder- oder gewichtsbelastete Klappe 10 vorgesetzt ist.

   Durch die hiebei erzeugte Wärme im Verein mit der Tätigkeit des Sauglüfters werden die Körner auf ihren normalen oder fast normalen   Trockenheitsgrad   zurückgebracht. 
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 erst in dem nachfolgenden Teil der Einrichtung, auf welchen man die auf die beschriebene Weise vorbereiteten Körner übergehen lässt. 



   Dieser Teil besteht aus einer Wäscheschleuder 11 und einer Poliermaschine 13. In der   Wäsche-   schleuder wird bei seinem Eintritt das Getreide auf der ganzen Breite des Wasehraumes von einem unter 

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 Welle mit Schlagleisten M hat, das Ausschleudern des erneut zugegebenen Wassers, die   gründliche   und endgültige Entfernung des Zerealins sowie endlich auch das Trockenpolieren der Körner. 



   Der Übertritt der Körner von der   Wäscheschleuder   11 in den Polierraum erfolgt durch eine obere 
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 der Sauglüfter angeschlossen, ihre Schlagleisten 16 sind ebenfalls nach aussen hin durchbrochen und endlich ist auch ihr Auslauf mit einer Druckklappe versehen, um eine derartige Reibung der Körner unter sich herbeizuführen, dass Wärme entwickelt wird, mit dem Zwecke, das Zerealin aufzulösen, und die Körner zu trocknen. Der   Sauglüfter   zieht sowohl den Schwaden als auch das aufgelöste Zerealin ab. 



   Auch mit schon bestehenden   Enthülsungseinrchtungen   kann das Verfahren ausgeübt werden, indem man sie durch neue   Druckidappen   an ihren   Ausläufen vervollständigt   und sie dann an eine Wäsche- schleuder nebst   PoHermasehine H   und   12 anschliesst.   



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Veredlung von Getreide, bei dem die Körner in einem ununterbrochenen Arbeits- 
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 sie nach dieser Behandlung unter Ausschluss der   Lüftung einer   inneren Reibung unterworfen werden. die im Arbeitsgehäuse eine solche Temperatursteigerung hervorruft, dass das von den Körnern mit- genommene Wasser lauwarm wird und den die zwei Schichten der   Getreidehülle   verbindenden Klebstoff aufweicht und teilweise löst, worauf die bei dieser Behandlung gelockerten und abgelösten Hülsen in bekannter Weise von den Körnern abgerieben und abgesogen werden, welche danach erneut, u.   zw.   mit
Druckwasser gewaschen und durch Ausschleudern von der anhaftenden Flüssigkeit befreit werden.

Claims (1)

  1. 2. Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Kombi- nation an sich bekannter Vorrichtungen, bestehend aus einer mit einem Wasserzufluss versehenen Förder- sehnecke (1), die durch einen Kanal mit einer Rührtrommel (4) in Verbindung steht, deren Boden (5) zur Abscheidung des Waschwassers siebartig durchlöchert ist. und an welche sich eine Schlagleistentrommel (6, 7/anschliesst, die durch einen Kanal mit einer an einem Sauglüfter angeschlossenen Ent- hulsungstrommel (9) in Verbindung steht, von welcher ein Kanal zu einer mit einem Wasserzufluss versehenen Waschschlender (11) führt. deren Boden zur Abscheidung des Waschwassers siebartig durchlöchert ist. EMI2.4
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