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Kathodenstrahlenröhre.
Die Erfindung betrifft eine Kathodenstrahlenröhre, die zur Benutzung für therapeutische Zwecke, zum Entkeimen von Nahrung-un Genussmitteln und zur sonstigen Behandlung von organischen und anorganischen Stoffen geeignet ist. Bei derartigen Kathodenstrahlenröhren ist die Anode als Fenstersogenanntes Lenardfenster - für den Austritt der Kathodenstrahlen ausgebildet und zu diesem Zweck meistens aus einer dünnen, folienartigen Metallplatte hergestellt. Da sich die Anode beim Betriebe der Röhre infolge des Aufpralls der mit grosser Geschwindigkeit auftreffenden Kathodenstrahlen stark erhitzt, muss Vorsorge getroffen sein, dass die Anodenplatte trotz ihrer Dünnwandigkeit durch die auftretenden hohen Temperaturen nicht beschädigt wird.
Zu diesem Zweck ist bereits die Kühlung des Lenardfensters in der Weise vorgeschlagen worden, dass dem Fenster eine ihm gegenüber offene zum Durchfluss der mit den Kathodenstrahlen zu behandelnden Flüssigkeit dienende Kammer vorgelagert wurde. Diese Einrichtung zeigt den Nachteil, dass sie die Verwendung der Kathodenstrahlenröhren zur Behandlung von festen Stoffen unmöglich macht, weil die beträchtliche Schichtstärke der Kühlflüssigkeit in der dem Fenster vorgelagerten Kammer eine nahezu vollständige Absorption der Kathodenstrahlen zur Folge haben würde. Die Kathodenstrahlen könnten demnach nur auf einen Teil der Kühlflüssigkeit zur Wirkuna : kommen, nicht aber auf die durch die Kühlkammer von dem Fenster getrennten Stoffe.
Auch eine für Röntgenröhren vorgeschlagene Kühlvorrichtung, bei der die zerstäubte Kühlflüssigkeit im Innern der Antikathode unmittelbar gegen deren Rückwand geschleudert wird, lässt sieh für die Kühlung des Lenardfensters bei Kathodenstrahlenröhren nicht verwenden, weil das sehr dünne, mechanisch nicht widerstandsfähige Fenster den Aufprall der unter Druck darauftreffenden Kühlflüssigkeit auf die Dauer nicht aushalten würde.
Nach der Erfindung wird eine wirksame Kühlung des Fensters von Kathodenstrahlenröhren ohne wesentliche Absorption der Kathodenstrahlen und ohne mechanische Beanspruchung des Fensters dadurch erzielt, dass an dem Fenster parallel zu ihm oder unter einem sehr kleinen Winkel ein dünner Flüssigkeitsschleier vorbeistreicht, der hiebei durch Wärmeaustausch mit dem mehr oder weniger erhitzten Fenster ganz oder teilweise verdampft und dadurch eine wirksame Kühlung des Fensters hervorruft.
In Fig. 1 ist als Ausführungsbeispiel der Erfindung eine nach dieser gebaute Kathodenstrahlen-
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Kühlvorrichtung der Röhre veranschaulicht.
Die in Fig. 1 gezeigte Kathodenstrahlenröhre besteht aus dem im wesentlichen zylindrischen Glashohlkörper 1, dessen nach innen gerichteter Glasträger : 2 zur Befestigung der Glühkathode : ; dient, die in bekannter Weise von einem Heiztransformator 4 aus geheizt wird. Die der Glühkathode 3 gegen- überliegende Stirnwand 5 der Röhre ist aus Metall hergestellt und mit dem Glashohlkörper 1 in bekannter Weise verschmolzen. Der mittlere, fluehtreeht zu der Glühkathode liegende Teil der Stirnwand 5 wird durch die beispielsweise als Metallfolie ausgebildete, gleichzeitig als Strahlendurchtrittsfenster dienende Anode 6 eingenommen.
Die Röhre wird beispielsweise durch einen Transformator 7 betrieben, dessen Sekundärwicklung durch die Leitungen 8 und 9 mit der Glühkathode. 3 bzw. der Anode 6 verbunden ist.
Die Kühlung der Anode 6 erfolgt bei der Röhre nach Fig. 1 durch einen aus der Düse 10 in feiner Verteilung zutretenden Flüssigkeitsschleier, der an der Anode parallel zu ihr oder unter einem sehr kleinen
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Winkel vorbeistreicht. Die zu diesem Zweck oberhalb der Anode liegende nach unten mündende Düse 10 ist durch eine mit einem Absperrgliede 11 versehene Leitung 12 mit einem Hochbehälter M für die Kühl- flüssigkeit verbunden. Der aus der Düse 10 austretende Flüssigkeitsschleier streicht an der erhitzten Anode 6 vorbei. Je nach der Zuführungsmenge der Flüssigkeit rieselt diese entweder an der Anode 6 dauernd herab oder tritt mit der Anode durch Verdampfung in erhöhten Wärmeaustausch.
In jedem
Falle wird eine wirksame Kühlung der Anode 6 erzielt.
Bei der Abänderungsform der Kühlvorrichtung nach Fig. 2 wird die aus einem Rohre 14 zutretende
Kühlflüssigkeit durch einen mittels des Rohres 15 zugeführten Luft-oder Dampfstrom fein zerstäubt und gelangt in diesem Zustand auf die Anodenplatte 6. Auch hiebei sind die Rohre 14, 15 mit ihren Mündungen seitlich von der Anode so angeordnet, dass die durch sie zugeführte, sich schleierartig aus- breitende Kühlflüssigkeit parallel oder unter einem sehr kleinen Winkel an der Anode vorbeistreicht, also die Anode nicht mechanisch beansprucht.
Natürlich können zur Zuführung des zur Kühlung der Anode dienenden Flüssigkeitsschleiers auch andere Mittel, z. B. eine Brause od. dgl., verwendet werden. Als Kühlflüssigkeit kommen ausser Wasser leicht verdampfbare, unverbrennliche Flüssigkeiten, z. B. Tetrachlorkohlenstoff, zur Verwendung.
Die Erfindung ist auch für als Innenröhren ausgebildete Kathodenstrahlenröhren verwendbar.