AT112026B - Quecksilberdampfgleichrichter mit Einrichtungen an der Anode zur Zerlegung des Lichtbogenstromes in parallel verlaufende Teile. - Google Patents

Quecksilberdampfgleichrichter mit Einrichtungen an der Anode zur Zerlegung des Lichtbogenstromes in parallel verlaufende Teile.

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AT112026B
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    Quecksilberdampfgleichrichter   mit Einrichtungen an der Anode zur Zerlegung des
Lichtbogenstromes in parallel verlaufende Teile. 



   In Quecksilberdampfgleichrichtern treten bisweilen Kurzschlüsse   zwischen den Anoden   auf, die zu Betriebsstörungen Anlass geben. Diese Kurzschlüsse entstehen dadurch, dass auf den Hauptanoden an einer beliebigen Stelle ein Kathodenfleck entsteht, welcher zur Folge hat, dass die Anode in beiden Richtungen durchlässig wird, was eben zum Kurzschluss mit den andern Anoden führt.

   Indessen besteht zwischen der Stromführung in der einen und in der andern Richtung insofern ein Unterschied, als bei Stromdurchgang in der normalen Richtung von der Anode zur Kathode die ganze   Anodenoberfläche   mehr oder weniger an dem Stromübergang aus der Anode in den evakuieren Raum teilnimmt, während bei Umkehr des Stromes, also im   Rückziindtingsfall   nur ein bestimmter Punkt an der Anodenoberfläche die Ventilwirkung aufgibt und für den Rückstrom durchlässig wird. 



   Dieser Umstand ermöglicht, die Anoden der Gleichrichter mit Einrichtungen zu versehen, welche das Zustandekommen von Kurzschlüssen und   Rüekzündungen   verhindern. 



   Schaltet man beispielsweise gemäss Fig. 1 jeder Anode   A   ein Diaphragma D vor, das direkt an die Anode anschliessend ihr vorgelagert ist, aus einem isolierenden oder schlechtleitenden und hitzebeständigen Material besteht und durch eine grosse Anzahl längslaufender paralleler Kanäle kleinen Querschnitts gebildet ist, so treten folgende Verhältnisse ein :
Im normalen Betrieb sind alle diese Kanäle parallel geschaltet, da die ganze metallische Anoden-   oberfläche   am Stromübergang teilnimmt und da alle diese Kanäle einerseits auf ein Flächenelement an der   Anodenoberfläche   ausmünden.

   Tritt aber in einem solchen Flächenelement ein Kathodenfleck auf, so steht für den   Rückstrom   nur derjenige Längskanal im Diaphragma zur Verfügung, der eben auf dieses   Flächenelement   ausmündet. Es muss also bei geeigneter Dimensionierung von Querschnitt und Länge dieser Kanäle gelingen, den   Rückzündungsstrom   mit Hilfe des durch diese Kanäle dargebotenen Lichtbogenwiderstandes auf ein erträgliches Mass einzuschränken. 



   Es ist somit Gegenstand der Erfindung, ein Quecksilberdampfgleichrichter mit Einrichtungen zur Zerlegung des Lichtbogenstromes jeder Gleichrichterphase in mehrere Parallelströme, bei welchem durch die den Lichtbogenstrom zerlegenden Einrichtungen jeder einen Lichtbogenteilstrom führenden 
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 geordnet wird, derart, dass für den gesamten, von der Anode ausgehenden (Vorwärts-) Strom alle diese Widerstände parallel geschaltet sind,   während ein nach   einer einzelnen Teilanode gerichteter Rückzündungsstrom nur den dieser Teilanode zugeordneten Widerstand durchfliesst, wobei die Grösse der Widerstände der Teilstromkreise derart gewählt ist, dass ein   Rückzündungslichtbogen   nicht bestehen bleibt. 



   Eine solche Einrichtung kann auch in der durch Fig. 2 und 3 erläuterten Art gegeben sein. In Fig. 2 ist die Anode A in eine Anzahl parallele Anoden A1, A2 .... A5 zerlegt, welche über Ohm schen Widerstand an die gemeinsame Zuleitung L angeschlossen sind und somit im normalen Betrieb, wenn also der Strom in Richtung Anode-Kathode verläuft, parallel arbeiten. Eine solche Anordnung ist zur gleichmässigen Verteilung des   Vorwärtslichtbogens   aus dem D. R. P. Nr. 235436 an sich bereits bekannt geworden. 



  Bildet sich also z. B. an der Teilanode   As ein Rückzündungsherd   aus, so muss der von der Kathode nach As fliessende   Rückzündungsstrom   den relativ hohen   Widerstand Ws durchfliessen,   der seine Stärke auf 
 EMI1.2 
 

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   tu,....     T-in Parallelschaltung   befinden, so dass der resultierende Widerstand in Richtung des Lichtbogenstromes nur ein geringer ist. 



   Fig. 3 zeigt eine Kombination der Einrichtung nach Fig. 1 mit der nach Fig. 2. Die Bedeutung der Buchstaben ist hier die gleiche wie dort. 



   Werden somit alle Anodenstromkreise in viele parallele Anodenstromkreise aufgelöst, wobei wiederum in jedem dieser Teilstromkreise ein genügend grosser Ohm'scher Widerstand eingeschaltet ist, dann ist für den Vorwärtsstrom im normalen Betrieb ein Widerstand wirksam, der den durch die Anzahl der Parallelkreis pro Phase dividierten Widerstand jedes der Parallelkreis entspricht, während für den   Rückzündungsstrom,   der ja bekanntlich nur in einem der Parallelkreise'gleichzeitig auftritt, der gesamte Widerstand dieses Kreises massgebend ist.

   In diesem Falle kann man auch sagen : Die wirksamen Widerstände für den Rückzündungsstrom und für den betriebsmässigen   Normalstrom   verhalten sich zueinander wie die Zahl der parallelen Anodenkreise derselben Phase, ganz ähnlich wie bei der eingangs besprochenen Anode mit vorgelagertem Diaphragma. 



   Das durch Fig. 1 dargestellte Diaphragma hat auch den Vorteil, dass es die metallische Anoden-   oberfläche   vor allfällig auftretenden und vermutlich schädlichen Quecksilberdampfwirbeln und Quecksilbertropfen, die bisher von der Kathode her aufgesehleudert werden,   schützt.   Es wäre sogar denkbar, dass bei geeigneter Wahl des Materials für das Diaphragma auch die ultra-violetten Strahlen von der Anodenoberfläche abgehalten werden könnten, wie dies jetzt durch die Anodenhülse geschieht. Das in Fig. 1 dargestellte   Diaphragma lässt sich   in einfacher Weise dadurch herstellen, dass man ein Bündel Quarzröhrchen Q auf-die   plangedreHte     kreisförmige   Anode aufsetzt und das Ganze mit einer Hülse U aus demselben   Material einfasst.   



   Der beschriebene Gleichrichter kann für die Umwandlung von   Ein-oder Mehrphasenstrom   in Gleichstrom verwendet werden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Quecksilberdampfgleichrichter mit Einrichtungen zur Zerlegung des Lichtbogenstromes jeder Gleichrichterphase in mehrere Parallelströme, bei welchem der gesamten, aktiven Anodenoberfläche eine Mehrzahl von Ohm'sehen Widerständen derart zugeordnet ist, dass für den von der Anode ausgehenden (Vorwärts-) Strom alle diese Widerstände parallel geschaltet    sind ; während ein   nach einem Teil der   Anodenoberfläche   gerichteter   Rückzündungsstrom   nur die diesem   Oberfläehenteil zugeordneten   Wider- 
 EMI2.1 
 stark gedrosselt wird.

Claims (1)

  1. 2. Quecksilberdampfgleichrichter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein aus einer grossen Anzahl Jängslaufender paralleler Kanäle kleinen Querschnittes gebildetes, aus isolierendem bzw. schlecht leitendem und hitzebeständigem Material bestehendes. Djaphragma der Anode derart dicht vorgelagert ist, dass der auf einen Teil der Anodenoberfäche hin gerichtete Rückzündungsstrom nur die diesem Oberflächenteil zugeordneten Kanäle passieren'kann.
    3. Quecksilberdampfgleichrichter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kanäle (Q) aus Quarzröhren gebildet werden, die durch ein sie umhüllendes'Quarzrohr (U) zusammengehalten sind.
    4. Quecksilberdampfgleichrichter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Anode jeder Phase in eine parallel von der gleichen Phasenzuleitung gespeiste Anzahl von Teilanoden mit vorgeschaltetem ohm'schen Widerstand zerlegt ist.
    5. Quecksilberdampfgleichrichter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass jede über einen Widerstand angeschlossene Teilanode, überdies mit einem Diaphragma gemäss Anspruch 2 versehen-ist.
AT112026D 1926-05-17 1927-03-30 Quecksilberdampfgleichrichter mit Einrichtungen an der Anode zur Zerlegung des Lichtbogenstromes in parallel verlaufende Teile. AT112026B (de)

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