AT112051B - Verfahren und Maschine zur Massenherstellung von hochohmigen Widerständen durch Spritzen. - Google Patents

Verfahren und Maschine zur Massenherstellung von hochohmigen Widerständen durch Spritzen.

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AT112051B
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Siegmund Dr Loewe
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Siegmund Dr Loewe
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 
 EMI1.1 
 
 EMI1.2 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 (Fig. 2). Die   Messvorrichtung   enthält ferner ein Anzeigeinstrument oder Ohmmeter   26,   welches den Widerstandswert des jeweils angeschlossenen   Widerstandskörpers   33 in jedem Zeitpunkte des Spritzverfahrens abzulesen gestattet. 



   Zunächst werden die nach dem neuen Verfahren mit einer   Widerstandsschicht zn bespritzenden   Widerstandskörper   33   auf die Träger oder Halter 12 aufgesetzt. Die Widerstandskörper bestehen vorzugsweise aus einem   Stäbehen   aus Isoliermaterial, z. B. Glas, an dessen Enden die Zuleitungen sitzen, 
 EMI2.2 
 durch Erhitzung der Enden des   Glasstäbchens   mechanisch befestigt werden. Die spiralförmigen Enden der Zuleitungsdrähte können noch mit einer Silberschicht oder einer Schicht aus anderem leitenden Material bestrichen oder überzogen werden. Die Widerstandskörper werden in jedem Falle in einem solchen Zustande in die   Maschine   nach der Erfindung eingesetzt, dass das Aufspritzen der Widerstandssehieht auf den eigentlichen Widerstandsträger erfolgen kann.

   Die Halter 12 für die Widerstandskorper sind auf dem Umfange des   Rades -11   drehbar angeordnet, u. zw. sind vorzugsweise zwei Ringe 27 am Umfange des Rades 11 vorgesehen, welche als eigentliche Lager für diese Halter dienen. Die Halter können z. B. aus einem dickeren oberen Teil bestehen, welcher aus dem oberen Ring 27 nach oben hervorragt 
 EMI2.3 
 Richtung fest. Der obere dickere Teil der Halter 12 (Fig. 2) enthält in der Richtung seiner relise eine feine Bohrung zur Aufnahme des einen Zuleitungsdrahtes des zu   spritzenden Widerstandskörpers. Ferner   ist eine Ausbauchung vorgesehen, in welcher eine Feder angebracht ist, um den eingesetzten Wider-   standskörper   mit geringer Kraft auf dem Halter 12 festzuhalten.

   Die Drehung der Halter 12   durch   die 
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 trieb 31 vermittels des Antriebsmotors angetrieben wird. Sobald   nun   die Widerstandshalter 12 in die Nähe der Spritzpistole 17 gelangen, werden die   Antriebsrollen 2. S durch   das Triebband 29 erfasst und in Drehung versetzt, so dass während des Spritzvorganges die zu   spritzenden Widerstände   stets in Drehung gehalten werden. 



   Nach dem Einsetzen der zu spritzenden Widerstandskörper in die Halter 12 wird der die Heizvorrichtung enthaltende ringförmige Kasten 13 gesenkt, so dass er den Umfang des Rades 11 und damit die zu spritzenden   Widerstandskörper umgibt.   Das Rad 11 wird nun durch den Antriebsmotor in Gang versetzt und ebenso der   Schiiurtrieb 31, wodurch   die Drehung der Widerstände während des Spritzens bewirkt wird. Hierauf kann die Spritzpistole 17 in Gang gesetzt werden.

   Der Strahl der Spritzpistole geht durch den Schlitz   16,   welcher von einem geeigneten Spritzblech 32 umgeben ist, hindurch und trifft jeweils nur während einer kurzen Zeit auf den   vorbeigehenden   Widerstandskörper auf.   Hiedureh   wird jeder Widerstandskörper nur während einer kurzen Zeit dem Spritzvorgang ausgesetzt und die sehr dünn aufgespritzte Schicht sofort einer Trocknung in dem geheizten Raum des ringförmigen Kastens   18   unterworfen. Der beschriebene Spritzvorgang wird so lange fortgesetzt, bis die einzelnen Widerstandskörper durch das Aufspritzen der Widerstandsmasse den   gewünschten   Widerstandswert erhalten.

   Die Kontrolle des   Widerstandswertes kann durch dieMesseinrichtung79, 20 auf sehreinfaehe   Weise erreicht werden, u.   zw.   genügt es, von den gesamten auf dem Umfang des Rades 11 sitzenden   Widerstandskörpern, welche   in einem Arbeitsgange der Maschine gespritzt werden, nur ganz wenige auf ihren Widerstand zu prüfen, da ja infolge der ausserordentlichen Gleichmässigkeit der Arbeitsweise der Maschine und des Spritzvorganges die gesamten in einem arbeitsgang bespritzten Widerstände keine merklichen Verschiedenheiten in ihren Widerstandswerten aufweisen   können.   



   Die Möglichkeit bei der maschinellen Bespritzung von Widerstandskörpern, jeweils nur einen. oder wenige der gesamten im Arbeitsgange befindlichen Widerstände zu messen und doch für die gesamten Widerstände den gleichen oder wesentlich gleichen Widerstandswert zu erreichen, ist ein wesentlicher Vorteil gegenüber dem bisher üblichen, nichtmaschinellen Spritzen der Widerstände von Hand, wo trotz der Messungen jedes einzelnen Widerstandes während des Spritzens ein erheblicher Prozentsatz an Ausschuss entsteht, welcher bei dem Verfahren nach der Erfindung praktisch   vollkommen   vermieden wird. 



  Für die Messung des Widerstandswertes der Widerstandskörper während des Spritzens genügt es bei dem maschinellen Spritzvorgang nach der Erfindung, nur einen einzigen der zahlreichen Widerstände zu messen, um mit Sicherheit zu erreichen, dass alle dem Arbeitsgange gleichzeitig unterworfenen Widerstands körper nach ihrer Fertigstellung und gegebenenfalls auch nach der   Einschmelzung   in ein Glasrohr od. dgl.. den gewünschten Sollwert ihres Widerstandes besitzen.

   Es   kann natÜrlich wÜnschenswert   sein, eine grössere Anzahl der dem   Arbeitsvorgange   der Maschine unterworfenen Widerstandskörper einer Messung zu unterziehen und für diesen Zweck kann die Maschine mit der oben beschriebenen Kontakteinrichtung versehen werden, welche jede gewünschte Anzahl von Widerständen in jeder gewünschten Winkelstellung des Rades 11 zu messen gestattet.

   Nach dem Spritzen der Widerstände in der vorstehend beschriebenen Weise wird der ringförmige Kasten 13 hochgehoben, die fertig gespritzten Widerstands- 
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 EMI3.1 
 band 29, welches den Antriebsrollen 28 für die Halter 12 ihre Drehbewegung erteilt, auch   während   des Stillstandes des Rades 11 durch   den Schnurtrieb 37   usw. angetrieben, um das Glasrohr, in welches die Zuleitungen des Widerstandskörpers eingeschmolzen werden sollen,   ständig     in der Gebläseflamme   zu drehen.

   Dabei können   vorteilhafterweise gleichzeitig zwei Gebläseflammen angewendet werden, welche   übereinander liegen und in   ihren Höhenlagen   genau mit den   Einschmelzstellen   am Widerstandskörper übereinstimmen, so dass das Einschmelzen des Widerstandskörpers in das Glasrohr gleichzeitig an den 
 EMI3.2 
 in der hochgehobenen Stellung gehalten. 



   Die Einrichtung der Maschine kann   natürlich   im einzelnen   sieh   von dem beschriebenen Ausfiihrungsbeispiel unterscheiden. Insbesondere kann die Vorrichtung zum Spritzen, z. B. die Spritzpistole sowie die   Gebläseflamme   zum Einschmelzen der Widerstandskörper zwecks Erhöhung der   \rbeits-   geschwindigkeit und der Produktion der Maschine an mehreren Stellen des l'mfanges des Rades   11 ange-   ordnet werden. 



   Die Zuleitungen, welche an den Enden des aus Isolierstoff z. B. Glas bestehenden Trägers des 
 EMI3.3 
 einer solchen Weise herzustellen, dass er einen für die Auftragung der Widerstandsschicht erforderlichen isolierenden Träger mit stets gut leitenden Zuleitungen bildet. Insbesondere muss die Oberfläche der Enden der Zuleitungen vollkommen metallisch rein, d. h. oxydfrei sein, um für die aufzutragende Widerstandsschicht eine   möglichst gute Kontaktfläche darzubieten.   Zu diesem Zwecke wird auf die Enden der Zuleitungen, welche vorzugsweise spiralförmig die Enden des Widerstandsträgers umgeben, eine Übergangsschicht aus gut leitendem Material, insbesondere eine Silbersehicht aufgetragen. Das Auftragen dieser Schicht kann z.

   B. dadurch erfolgen, dass man die Enden der Zuleitungen mit einer kolloidalen Silberlösung bestreicht oder in eine solche Lösung eintaucht und hierauf die auf die Enden   der Zuleitungen   
 EMI3.4 
 nunmehr durch Spritzen aufgetragen werden kann. 



   Erfindungsgemäss kann dabei zur weiteren Verbesserung des Kontaktes zwischen der eigentlichen durch Spritzen aufgetragenen Widerstandssehicht und den die Silberschicht umgebenden   Endstücken   oder Kappen folgendes Verfahren mit Vorteil angewendet werden : Der mit den Zuleitungsenden und der darüber liegenden Silberschicht versehene Widerstandsträger wird zunächst mit einer Kappe aus chinesische Tusche, Russ od. dgl. dadurch umkleidet, dass das betreffende Material z. B. Tusche oder Russ unter ständiger Drehung des Widerstandsträgers aufgestrichen oder aufgespritzt und gleichzeitig mit der Auftragung der Kappe auch die eigentliche Widerstandsschicht aufgespritzt wird.

   Auf diese Weise erzielt man einen viel innigeren Kontakt zwischen den Kappen und der eigentlichen Widerstandsschicht, als bei Auftragung der letzteren nach vollkommener Fertigstellung der Kappen. Eine gleich innige Kontaktverbindung zwischen den Kappen und der eigentlichen Widerstandsschicht kann man auch dadurch erhalten, dass man wechselweise die Kappen und die Widerstandsschicht spritzt, derart, dass   man   z. B. zuerst einen Teil der Kappen und hierauf einen Teil der Widerstandsschicht spritzt, hierauf mit der Spritzung der Kappen fortfährt, um wiederum die Spritzung der Schicht vorzunehmen usw. Beim gleichzeitigen oder wechselweisen Auftragen der Kappen und der Widerstandsschicht erweist es sich als vorteilhaft, wenn man die beiden Spritzvorgänge von entgegengesetzten Seiten des Widerstandsträgers vornimmt.

   Zum Spritzen der Kappen wird ein die Stelle der eigentlichen Widerstandsschicht abdeckendes Blech vorgelegt, so dass das für die Kappen dienende Material nur an den Enden des Widerstandsträgers aufgetragen wird. Ferner kann nach der Erfindung sowohl das Auftragen der Kappen wie das Aufspritzen der Widerstandsschicht in einem erwärmten Luftstrom vorgenommen und durch die Trocken-   wirkung der Warmluft erleichtert   und beschleunigt werden.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zum Spritzen von hochohmigen Widerständen, insbesondere für Zwecke der drahtlosen Telegraphie und Telephonie, dadurch gekennzeichnet, dass zwecks maschineller Herstellung der EMI4.1 vorbeigeführt wird.
    2. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass die Widerstände während des Spritzvorganges in einen geheizten Behälter geführt werden, wodurch nach jedesmaligem Spritzen eine Trocknung des aufgespritzten Widerstandsmaterials bewirkt wird.
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Widerstände während des Spritzvorganges um ihre Achse gedreht werden, wodurch die Widerstandsschicht gleichmässig auf ihrem Umfang verteilt wird.
    4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Messung des Widerstandswertes während des Spritzvorganges an nur einem verhältnismässig kleinen Teile der dem Spritzvorgang unterworfenen Widerstände vorgenommen wird.
    5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Messung der WiderstÜnde an mehreren, von der Spritzvorrichtung verschieden weit entfernten Stellen vorgenommen wird. EMI4.2 auch das Einschmelzen der Widerstandszuleitungen in ein Schutzgehäuse z. B. in eine Glasröhre od. dgl. auf maschinellem Wege vorgenommen wird.
    7. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 6, bei welchem die Enden der Zuleitungen, welche an dem aus Isolierstoff bestehenden Widerstandsträger befestigt sind, mit einer nicht oxydierenden, leitenden tbergangsschicht z. B. aus Silber überzogen werden, dadurch gekennzeichnet, dass die durch die Übergangsschicht gebildeten Kontaktflächen je mit einer Kappe aus chinesischer Tusche, Russ od. dgl. bestrichen oder bespritzt werden und die eigentliche Widerstandsschicht durch Aufspritzen auf den in dieser Weise hergestellten Widerstandsträger aufgetragen wird.
    8. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Auftragen bzw. Aufspritzen der Kappen und der eigentlichen Widerstandsschicht gleichzeitig oder in wechselnder Folge vorgenommen wird, um eine innige leitende Verbindung zwischen den Kappen und der eigentlichen Widerstandsschicht herzustellen.
    9. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Auftragen bzw. Aufspritzen der Kappen und der Widerstandsschicht von verschiedenen Seiten erfolgt.
    10. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass während des Aufspritzens der Kappen auf den Widerstandsträger vor dessen mittleren Teil eine Abdeckplatte, Blende od. dgl. gesetzt und so der für die Aufnahme der eigentlichen Widerstandsschicht bestimmte Teil des Widerstandsträgers von den für die Herstellung der Kappen dienenden Stoffen freigehalten wird.
    11. Maschine zur Ausübung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 10, gekennzeichnet durch einen an einer Spritzvorrichtung (17) vorbeibewegbaren vorzugsweise radförmigen Träger (11) mit drehbaren Haltern (12) fÜr die Widerstandskörper und einen mit Einspritzschlitz (16) versehenen, EMI4.3 in Umdrehung versetzt, während an dem über die Träger (12) senkbaren Kasten (13) in der Nähe des Einspritzschlitzes < eine elektrische Heizeinrichtung (18) angebracht ist.
    13. Maschine nach den Ansprüchen 11 und 12, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Träger (11) für die Halter (12) der Widerstandskörper und einem mit dem anderen Ende der Widerstandskörper in Berührung bringbarem Kontaktteil (19) eine Messvorrichtung (26) eingeschaltet ist, welche den Widerstandswert des jeweils angeschlossenen Widerstandskörpers in jedem Zeitpunkt des Spritzverfahrens abzulesen gestattet.
    14. Maschine nach den Ansprüchen 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Träger (11) für die Halter (12) der Widerstandskörper mehrere Kontaktfahnen (19) mittels Stiften (20) isoliert befestigt und über einen Schleifring (21) wahlweise an ein Widerstandsmessgerät und eine Messstromquelle anschliessbar sind, während ein zweiter Schleifring den Halterträger (11, 12) mit dieser Stromquelle verbindet.
AT112051D 1925-08-01 1926-07-28 Verfahren und Maschine zur Massenherstellung von hochohmigen Widerständen durch Spritzen. AT112051B (de)

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