AT112556B - Frequenzrelais. - Google Patents

Frequenzrelais.

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AT112556B
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 
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   Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung, welche auf bestimmte Frequenzen anspricht und eine Lageänderung eines beweglichen Organs, u. zw. in bestimmten Grenzen nach der einen oder anderen Seite durchführt, und die insbesondere zur   BewerksceHigung   der   Ein- und Ausschaltbewegungen   von   Quecksilberunterbrechern,     Hebelaus-und-umschaltern, Ausrücksystemen, Gangänderungshebeln   usw. dient. 



   In der Zeichnung ist ein   Ausführungsbeispiel   der Erfindung schematisch dargestellt, u. zw. soll mit der   Vorrichtung ein Quecksilberunt & rbrecher   betätigt werden. 



   Die Fig. 1 und 2 zeigen schematisch die elektrischen und magnetischen Stromkreise des   Gerätes.   



  Die Fig. 3 gibt schematisch den mechanischen Teil der Vorrichtung wieder. Die Fig. 4 zeigt die zur Begrenzung der Bewegung des Quecksilberunterbrechers vorgesehenen Teile. 



   In den Fig. 1 und 2 bezeichnet 1 einen Elektromagneten, 2 und 3 sind die geschichteten Polplatten dieses Elektromagneten, die voneinander durch einen Luftspalt 6 getrennt sind. Auf jedem der Polteile 2 und 3 befinden sich Wicklungen 4 und 5.7 und 8 stellen zwei Kapazitäten dar, die mit   ; den Wicklungen   4 
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 dass sie bei Strom von der   Frequenz 11 und 12   in Resonanz treten. 9 und 10 sind zwei magnetisch schwingende   Metallamellen   von einer Anordnung und Ausbildung, dass ihre eigenen Schwingungen   ebenfalls 11 und 12   betragen. Das eine Ende 11 der Lamelle 9 ist festgeklemmt, das. andere Ende dagegen kann sich frei bewegen. Die Lamelle 10 ist ebenfalls an ihrem Ende 12 fixiert, das andere Ende der Lamelle ist freibeweglich. 



  Die Lamelle 9 ist mit einem weiteren federnden, lamellenartigen Teil 13 und die Lamelle 10 mit einem weiteren Teil 14 verbunden. 



   In der Fig. 3 sind die Teile 13 und 14 ebenfalls erkennbar, u. zw. wirken sie etwa Schubdaumen vergleichbar auf die Zahnräder 15 und 16 ein. Die Zahnräder 15 und 16 sind mit den Planetenrädern 17 und 18 eines Differentialgetriebes verbunden, wobei 19 das Trabantenrad darstellt. 20 ist die mit dem Trabantenrad zusammenarbeitende Welle, während 21,   22, 23   und 24 ein Rädervorgelege kennzeichnet, das zur Herabsetzung der Geschwindigkeit zwischen die Wellen 20 und 25 eingeschaltet ist. Auf   der Welle 25   ist der Quecksilberunterbrecher 26 angeordnet. 



   Nach Fig. 4 sitzt auf der Welle 20 verkeilt mit ihr ein hebelartiger Teil 27, der in seinem unteren Teil zwei Schneiden 28 und 29 trägt, die die Bewegung der Welle 20 begrenzen, indem sie je nach der Drehrichtung dieser Welle gegen die eine oder andere Lamelle 13 und   14   anlaufen. 



   Die Wirkungsweise der Einrichtung ist folgende : Wenn Strom von der   Frequenz 11   in die Stromkreise 7, 4 und   8,   5 gesandt wird, so kommt nur der Stromkreis 7, 4 in Resonanz und die federnde Lamelle 9, die durch den Magneten 1 angezogen wird, beginnt Schwingungen mit der Frequenz   11 auszufÜhren,   die gleichzeitig die Frequenz ihrer Eigenschwingung darstellt. Die Lamelle 10 dagegen schwingt nicht. Der mit 9 verbundene Teil 13 schaltet das Rad 15 wie ein Schubdaumen ratschenartig vorwärts. Das Rad 15 kommt also in Bewegung und treibt dabei das Planetenrad 17 und demzufolge auch das Trabantenrad 19, die Welle   20,   die Vorgelegeräder 21, 22,23,   24   und   schliesslich   die Welle 25 an.

   Die Welle 25 dreht sich, u. zw. so lange, bis die Schneide 28 gegen die Lamelle 13 anschlägt, sie seitwärts drückt und damit verhindert, dass dem Rad 15 noch weitere Antriebsimpulse erteilt werden. Die Drehung der Welle 25 hat auch 
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 legung eines bestimmten Weges stillgesetzt. 



   Der Winkelausschlag der getriebenen Welle 25 (Fig. 3) kann auch durch andere Mittel begrenzt werden. Als vorteilhaft hat es sich erwiesen, z. B. zu diesem Zweck auf der Welle 25 einen zwischen zwei ortsfesten Anschlägen beweglichen Begrenzungsdaumen anzuordnen. Wie bereits dargelegt, führt die Welle 25 Bewegungen im einen oder anderen Drehsinne aus, je nachdem die Stromkreise 7, 4 und 8, 5 von einem Strom von der   Frequenz f1 oder t2 durchflossen werden. Die Welle 25   kann sich bei dieser Ausführungsform nur so weit drehen, bis der mit ihr verbundene, in der Zeichnung nicht besonders dargestellte Daumen gegen einen der beiden festen Anschläge anstösst.

   In diesem Augenblick ist die Welle 25 ebenso wie die Welle 20 des Trabantenrades 19 blockiert, das Rad 19 dreht sich dann um seine eigene Welle und beeinflusst das nicht angetriebene Planetenrad im umgekehrten Sinne wie das getriebene Planetenrad. 



  Die Planetenräder und das Trabantenrad drehen sich also weiter, bis die Stromgeblmg aufhört und die   Treiblamellen J3 und. M   die entsprechenden Räder 15 und 16 festlegen. 



   Liegen die   Frquenzen t1 und t2 nicht   zu weit auseinander, dann kann man die Wicklungen 4 und 5 hintereinanderschalten und unter Benutzung eines einzigen, mit ihnen in Reihe liegenden Kondensators auf eine   zwischen 11   und   t2   gelegene Frequenz abstimmen. Hiebei wird die Auswahl lediglich durch die Eigenfrequenzen der Schwinglamellen bestimmt. Wenn eine der Lamellen schwingt, ist der Erregerstromkreis ein wenig verstimmt. Die Verringerung der Stromstärke ist wegen der vergleichsweise grossen Dämpfung des eisenhaltigen Schwingungskreises in diesem Fall gering. 



   Es ist bereits erwähnt worden, dass statt der zuletzt behandelten Ausführungsform, bei der verhindert wird, dass die Lamellen   13   und 14 am Ende der Arbeitsbewegung den Rädern 15 und 16 noch einen Impuls erteilen, man die Anordnung auch so treffen könnte, dass die Schneiden 28 und 29 unmittelbar auf die   Lamellen 9 und. M   einwirken, um letztere am Hubende unmittelbar auszurücken und nicht mehr weiterschwingen zu lassen. 



   Für den Antrieb des Planetengetriebes lassen sich auch andere bekannte Anordnungen, beispielsweise ein Gesperre oder ein Reibungsantrieb verwenden. 



   Weiterhin könnte der Elektromagnet zur Polarisation der schwingenden Lamellen auch in Fortfall kommen und in diesem Falle würden, wie bekannt, die Lamellen Eigenschwingungen von einer doppelten Zahl gegenüber der des Erregerstromes in den Elektromagneten ausführen. 



   Das Gerät ist wegen seiner Einfachheit des Aufbaues, seiner grossen Empfindlichkeit und seines geringen Stromverbrauches besonders vorteilhaft. Der geringe Stromverbrauch ist dadurch bedingt, dass die magnetischen Stromkreise der Erregerspulen kurz sind und dass zur Durchführung der Schaltbewegung während einer beliebig langen Zeit Kraft aufgespeichert werden kann, die sich in einfacher Weise zu einem beliebigen Zeitpunkt freimachen lässt. 



   Mit besonderen Vorteilen ist die Anwendung des neuen Frequenzrelais für die   Zählerschaltung   
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 tarifzählers einwirken lässt. Eine andere bevorzugte Anwendung des Relais erstreckt sich auf die Beeinflussung einer Vorrichtung zur genauen Zeiteinstellung elektromechaniseher Uhrwerke. 



    PATENT-ANSPRÜCHE :   
 EMI2.3 
 Anker Schwingungslamellen sind, derart erregen, dass bei jeder Wirkfrequenz eine Lamelle im Zustand mechanischer Resonanz Schwingungen ausführt und dadurch ein Schaltrad in bestimmtem Sinne vorwärtsschaltet, daswiederum die Planetenräder eines Differentialgetriebes derart antreibt, dass das Trabantenrad des Getriebes sich in dem einen oder anderen Drehsinne bewegt, wobei die so getriebene Welle auf ein zu beeinflussendes bewegliches Organ, z. B. einen   Quecksilberunterbrecher,   einwirkt.

Claims (1)

  1. 2. Frequenzrelais nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mit der Welle (20), welche die das Schaltorgan tragende Welle antreibt, ein hebelartiger Teil mit zwei Schneiden (28, 29) verbunden ist, die am Ende ihresWinkelausschlages jeweils die Drehbewegungen der Schwinglamellen unterbrechen.
    3. Frequenzrelais nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehbewegungen der Schaltwelle auf einen bestimmten Winkelausschlag dadurch begrenzt werden, dass auf der Welle (25) ein besonderer Daumen angeordnet ist, der sich zwischen zwei ortsfesten Anschlägen bewegt.
    4. Frequenzrelais nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der mit dem Trabantenrad des Differentialgetriebes verbundenen Welle (20) und der das bewegliche Organ tragenden Welle (25) ein Reduktionsgetriebe (21, Z2, 23, 24) vorgesehen ist.
    B. Frequenzrelais nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Erregerwicklungen eines Elektromagneten hintereinandergeschaltet und mittels eines mit ihnen in Reihe liegenden Kondensators auf eine zwischen den-Eigenfrequenzen der dem Elektromagneten zugeordneten Schwingungslamellen gelegene Frequenz abgestimmt sind.
AT112556D 1926-09-03 1927-09-02 Frequenzrelais. AT112556B (de)

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