AT112624B - Verfahren zur Darstellung neuer komplexer organischer Quecksilberverbindungen. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung neuer komplexer organischer Quecksilberverbindungen.

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AT112624B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 
 EMI1.1 
 



   Aus den deutschen Patentschriften Nr. 228877,   245571   und 246207   ist bekannt, dass man zu thera-   peutisch   wertvollen organischen Queeksilberverbindungen gelangen kann. wenn man die Ester   verschiedener   ungesättigter Carbonsänren,   mit Doppelbindung oder   Aeetylenbindung.   mit offener Kette oder cyclisehem Bau in alkoholischer Lösung mit Quccksilbersalzen behandelt und eventuell die so erhaltenen komplexen   Quecksilbercarbonsäureester   der Verseifung unterwirft. 



   Weitere Versuche haben nun ergeben, dass man zu   komplexen     Queeksi1brrwrhindungen   von besonders hoher therapeutischer Wirksamkeit gelangt, wenn man   solche Carbonsauren bzw. deren Ester   der   Mercurierung   unterwirft, welelie einer der folgenden Formeln entsprechen : 
 EMI1.2 
 
Bei diesen Säuren sind also zwei Reste R, die jeder mindestens zur Aufnahme von einem Atom Quecksilber befähigt sind, entweder unmittelbar (Formel I) oder   brückenartig   (Formel II) mittels eines mindestens zweiwertigen Substituenten B miteinander verbunden. Während das Quecksilber an R komplex gebunden ist, trägt es an der nicht komplexen Valenz irgendeinen Rest X. Die   organisehen   
 EMI1.3 
 weise   Carboxyl- bzw.

   Sulfogruppen   in Form ihrer   Natriumsalze. Amidogruppen in Form   ihrer Chlorhydrate, oder solche Gruppen, die   leicht zu wasserlöslichen   Derivaten führen, wie etwa Estergruppen. 



   Die hier in Betracht gezogenen Quecksilberverbindungen unterscheiden sich prinzipiell von den im C 1921, I, S. 82, bereits beschriebenen,   schwerlöslichen   Verbindungen, denen die   Möglichkeit   einer therapeutischen Verwendung fehlt und die auch in   gänzlich   abweichender Weise dargestellt werden. 
 EMI1.4 
   der AUylgruppen   angelagert. Nach dem Verdünnen mit Wasser lässt sieh der komplexe Quecksilberester mit Kochsalzlösung als Dichlorquecksilberester fällen und nach dem Umkristallisieren aus Essigester durch Verseifen mit 2 Mol Natronlauge in ein   wasserlösliches   Salz der zugehörigen Dicarbonsäure überführen.

   Dem so gewonnenen   Natriumsalz, welches sieh   mit fast neutraler Reaktion in Wasser löst, dürfte die Formel zukommen : 
 EMI1.5 
 (In obiger Formel kann R entweder Wasserstoff oder   A) kyl bedeuten.)   

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
Es ist ein weisses, in Wasser lösliches Pulver, welches auf Zusatz von Mineralsäure aus der wässerigen Lösung ausgeschieden wird ; es zeigt wie die meisten   Quecksilbersalze keinen scharfen Schmelzpunkt.   



     B   eis   pi el 2. 50, 4 Teile DiaUyIessigsäureäthylester werden mit 192 Teilen Mercuriacetat in 500 Teilen   
 EMI2.1 
 
 EMI2.2 
 
Der neue, der obigen Formel entsprechende Körper ist ein weisses in Essigester, Benzol schwer lösliches Kristallpulver, das keinen scharfen Schmelzpunkt zeigt. 



   Eine weitere charakteristische Eigenschaft dieser   Körperklasse   besteht darin, dass nach ihrer Verseifung bei Zusatz von alkalischer Zinnehlorürlösung eine Färbung von rot über grün nach dunkelbraun hin auftritt ; nach einiger Zeit scheidet diese Lösung metallisches Quecksilber ab. 



   In analoger Weise lassen sich auch andere den eingangs angegebenen allgemeinen Formeln entsprechende Carbonsäuren oder deren Ester in die entsprechenden   Quecksilberverbindungen überführen.  

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Darstellung neuer komplexer organischer Quecksilberverbindungen, dadurch gekennzeichnet, dass man nach den für die Mercurierung üblichen Grundsätzen der Addition oder Substitution Carbonsäuren bzw. deren Ester von der allgemeinen Formel : EMI2.3 mit mindestens 2 Mol eines Quecksilbersalzes behandelt, wobei R irgendwelche von Quecksilber komplex substituierbare Reste bedeuten, welche in Formel I unmittelbar, in Formel II aber durch einen zweioder mehrwertigen Substituenten B brückenartig zusammengehalten sind und wobei R oder B bzw. beide, eine oder mehrere die Wasserlöslichkeit bedingende Gruppen, beispielsweise Carboxyl-oder Sulfo- EMI2.4
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