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und dies hat zur Folge, dass sich Kristalle der Paraffine von jeweils höchstem spezifischen Gewicht an der Trommelwandung absetzen und allmählich einen Verschluss bilden, der das Ableiten der amorphen Masse ausserordentlich erschwert oder sogar verhindert.
Die Erfindung bezieht sich nun auf ein Verfahren zur Abtrennul1g der bei Abkühlen in festem
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wasserstoffe als der spezifisch leichtere Bestandteil zu ermöglichen.
Nach dem erfindungsgemässen Verfahren gestaltet sich der Vorgang beim Ausschleudern so, dass die abzutrennenden Kohlenwasserstoffe die leichtere Komponente des Gemisches bilden. Das neue Verfahren bildet somit eine Art Umkehrung der bisher gebräuchlichen Verfahren. Die abzuleitenden Kohlenwasserstoffe wandern beim Schleudern nach der Trommelmitte und von hier aus führt man sie mit einer bestimmten Menge flüssiger Kohlenwasserstoffe ab. Um verlässlich die durch Schleuderkraft in Trommehnittenhöhe abgeschiedenen Kohlenwasserstoffe ununterbrochen ableiten zu können, muss die Zähflüssigkeit des Gemisches ausreichend klein gehalten werden.
In den Fällen, in denen die Zäh-
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Kohlenwasserstoff muss ebenso wie das schwere Zusatzmittel die Bedingung erfüllen, dass die Zähflüssigkeit mit sinkender Temperatur nicht nennenswert ansteigt und dass insgesamt ein niedriger Siedepunkt erhalten wird. Im Übrigen gilt auch von dem neben dem schweren Zusatzmittel hinzuzufügenden leichtflüssigen Kohlenwasserstoff das über das Lösungsvermögen bzw. die Löslichkeit Gesagte. Hiebei sei erwähnt, dass es von sehr untergeordneter Bedeutung ist, ob die erfindungsgemäss dem zu behandelnden
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festen Kohlenwasserstoffe bei höherer Temperatur lösen.
Erfindungsgemäss eignen sich für das neuartige Verfahren eine Reihe solcher Stoffe, wie sie bei der Extraktion vegetabilischer Öle verwendet werden. Solche Stoffe sind unter andern Trichloräthylen, Tetrachloräthylen, Tetrachlorkohlenstoff usw. Das spezifische Gewicht dieser Flüssigkeiten ist vergleichsweise sehr hoch und liegt zwischen 1'47 und 1'62, während der Siedepunkt verhältnismässig sehr niedrig ist und zwischen 77 und 121 C liegt. Daher kann man diese Stoffe bei nachträglicher Erhitzung auf eine immerhin geringe Temperatur vollständig von den beim Schleudern abgetrennten Kohlenwasserstoffen scheiden, ohne dass diese eine Zersetzung erleiden..
Bemerkt wird ; dass Chlorkohlen-
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fugale Scheidung, bereits verwendet wurden.
Das erfindungsgemässe Verfahren hat nicht nur den Vorteil, dass die abzuführenden Kohlenwasserstoffe nach der Trommelmitte wandern, sonders es benötigt kleine Mengen von Zusatzflüssigkeiten. Infolgedessen ist auch die insgesamt zu kühlende, anschliessend zu schleudernde und schliesslich zu destillierende Flüssigkeitsmenge sehr viel kleiner als bei der Anwendung leichtflüssiger Kohlenwasserstoffe als Zusatzmittel, beispielsweise des Benzins. Dieser Vorteil ergibt sich leicht an Hand eines Beispiels.
Es werde angenommen, dass aus einem Kohlenwasserstoffgemisch vom spezifischen Gewichte 0-86 die Paraffine abgetrennt werden sollen, deren spezifisches Gewicht zwischen 0-83 und 0-92 liegt, und es werde weiter vorausgesetzt, dass die Menge dieser Paraffine so klein ist, dass sie bei der Berechnung der Mengen von Zusatzmitteln vernachlässigt werden kann. Setzt man'Benzin vom spezifischen Gewicht 0'72 hinzu, um einen Unterschied von 0 05 zwischen den spezifischen Gewichten des flüssigen Bestandteiles des Gemisches und des leichtesten Paraffins herzustellen, so benötigt man für je 100 kg paraffinhaltiges Material 120 kg Benzin ; das spezifische Gewicht des zu behandelnden Gemisches beträgt hiebei 0'78.
Behält man den Unterschied in den. spezifischen Gewichten bei, setzt aber jetzt auch der Erfindung Trichloräthylen vom spezifischen Gewicht 1'47 hinzu, bis das spezifische Gewicht des zu behandenden Gemisches 0,97 beträgt, so muss man für je 100 kg paraffinhaltiges Material nur 40 leg des Zusatzmittels aufwenden. Das Volumen dieses Zusatzmittels beträgt weniger als ein Sechstel der nach den bisher gebräuchlichen Verfahren erforderlichen Benzinmengen.
In den meisten Fällen wird die wie im vorstehenden Beispiele errechnete Menge des Zusatzmittels ausreichen, um auch nach erfolgter Abkühlung die ausreichende Leichtflüssigkeit des Schleudergutes zu gewährleisten. Ist dies nicht der Fall, dann kann unbedenklich die Menge des vergleichsweise schweren Zusatzmittels vergrössert werden. Ebenso kann sich der gleichzeitige Zusatz leichtviskoser Kohlenwasserstoffe, z. B. Benzin-oder Petroleumfraktionen, als vorteilhaft erweisen.
Das erfindungsgemässe Verfahren kann mit Vorteil beispielsweise sowohl bei der Trennung der
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bei der Reinigung oder Raffination von Paraffinkonzentraten angewendet werden. Die früheren Verfahren, die Paraffine von flüssigen Kohlenwasserstoffen zu befreien, sind sehr umständlich.
Setzt man nach der Erfindung beispielsweise Trichloräthylen zum Paraffinkonzentrat hinzu und schleudert das Gemisch, so wird das Zusatzmittel als schwere Flüssigkeit stets eine bestimmte Menge flüssige, Kohlenwasserstoffe mit sich führen, die bei einer früheren Schleuderung ein Bestandteil der Zusätze mit dem
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anwenden und mit Vorteil dient bei diesem wiederholten Ausschleudern die mit dem Paraffin abgeleitete Flüssigkeitsmenge als Zusatzmittel beim vorhergehenden Schleuderprozess. Auf diese Weise erreicht man, dass die abzukühlende und zu destillierende Flüssigkeitsmenge im ganzen kleiner wird.
Man benutzt dann nur bei der letzten Schleuderung ein reines Zusatzmittel, das beim Schleudern nur unwesentlich verunreinigt wird und in diesem Zustande bei dem vorletzten Schleuderprozess als Zusatzmittel dient ; die beim vorletzten Prozess mit den bei der Abkühlung festen Kohlenwasserstoffen abgeleitete Flüssigkeitmenge dient als Zusatzmittel beim zweitvorletzten Schleuderprozess usw.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Abtrennung der bei Abkühlung in festen Zustande ausfallenden Kohlenwasserstoffe aus flüssigen Kohlenwasserstoffgemischen durch Schleudern in Zentrifugen, die für kontinuierliches Herausleiten von zwei Stoffen verschiedener spezifischer Gewichte angeordnet sind unter Zusatz einer auch bei niedriger Temperatur im Gemische leicht löslichen, bzw. das Gemisch leicht, die abzutrennenden Kohlenwasserstoffe hingegen nur unbedeutend lösenden Flüssigkeit, dadurch gekennzeichnet, dass das spezifische Gewicht dieser Flüssigkeit höher als das der abzutrennenden schwersten Kohlenwasserstoffe ist, um das Abtrennen der festen Kohlenwasserstoffe als der spezifisch leichtere Bestandteil zu ermöglichen.