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Optischer Lichtmesser, insbesondere photographischer Belichtungsmesser.
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dunklungseinrichtung (Blende, Keil u. dgl. ) bis zu dem Grad messbar abgedunkelt wird, dass gewisse Helligkeitsunterschiede im Gesichtsfeld gerade nicht mehr als solche wahrnehmbar sind.
Man kann zwei Hauptarten dieser optischen Belichtungsmesser unterscheiden, nämlich 1. diejenigen, bei denen man das aufzunehmende Bild selbst betrachtet und 2. solche, bei denen das aus dem Raumwinkel des aufzunehmenden Bildausschnittes in das Instrument einfallende Licht eine in der Gesichtsfeldebene angebrachte Mattscheibe mit darauf befindliehen, vom Untergrund kontrastierenden Zeichen beleuchtet. Ein typischer Vertreter der ersten Art ist Heydes Aktinometer, bei dem man durch ein Schauloch nach dem aufzunehmenden Bild schaut und das Schauloch durch Vorbeibewegen eines Blaukeils soweit verdunkelt, bis z. B. die Einzelheiten in den Schatten des Bildes gerade verschwinden.
Die abzudunkelnden kontrastierenden Flächen werden hier also durch Teile des aufzunehmenden Gegenstandes selbst gebildet. Vertreter der zweiten Art sind Messgeräte, wie sie in den deutschen Patentschriften Nr. 19300 und Nr. 28213 und in der britischen Patentschrift Nr. 776 A. D. 1915 ausführlich beschrieben sind, sowie das unter dem Namen"Justophot" (D. R. P. Nr. 411176) neuerdings bekannt gewordene Instrument.
Unabhängig von der Einteilung kommt in allen optischen Beliclitungsmessern das Einstellkriterium, bestehend in dem Verschwinden der kontrastierenden Flächen oder Zeichen physiologisch dadurch zustande, dass sich hellere und dunklere Flächen nebeneinander befinden und die messbare Abdunklung soweit durchgeführt wird, bis auch die von den helleren Flächenteilen ausgehenden Lichteindrücke unter die Wahrnehmungsschwelle des menschlichen Auges herabsinken und die helleren Flächenteile deshalb mit den dunkleren benachbarten zu einem unterschiedslosen Dunkel zusammenfliessen.
Der hiezu nötige Abdunklungsgrad hängt nun nicht allein von der Helligkeit des zu messenden Lichtes ab, sondern in sehr erheblichem Masse von der Augenempfindliehkeit bei Erfassen des Einstellpunktes. Die Augenempfindlichkeit ist in weiten Grenzen veränderlich, denn das Auge vermag sich einer Helligkeit von 100. 000 Lux und einer solchen von 1 Lux anzupassen, zu "adaptieren".
Diese Adaption erfolgt nur zum geringsten Teil durch Veränderung der Pupillengrösse, deren Einfluss übrigens bei der Konstruktion optischer Belichtungsmesser dadurch leicht auszuschalten ist, dass die Austritts-
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dass man sagen kann : Bei den optischen Belichtungsmessern wird das Licht durch die Netzhaut, d. h. eine lichtempfindliche Substanz gemessen, deren photochemisehe Empfindlichkeit jedoch nicht konstant, sondern mit dem zu messenden Licht selbst (und anderen weniger wichtigen Faktoren) veränderlich ist.
Die Unzulänglichkeit der bisher konstruierten optischen Belichtungsmesser besteht darin, dass diese, das Messergebnis ganz ausserordentlich scharf beeinflussende Veränderlichkeit der Netzhaut-
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so dass z. B. einem Verdunklungsgrad 10 : 1 nicht etwa eine 10fach so kurze, sondern stärker gekürzte Belichtungszeit zukommt und umgekehrt.
Im übrigen kann bei allen diesen Instrumenten von einer genauen Berücksichtigung der Veränderung der Netzhautempfindlichkeit deshalb keine Rede sein, weil das Auge je nach Vorgeschichte, also je nachdem, ob man vorher gerade nach dem Himmel oder nach dunkleren Flächen gesehen hatte oder womöglich unter dem Einstelltuch der Kamera verweilt hat, mit verschiedener Anfangsempfindlichkeit an die Messung herantritt, dann plötzlich von dem Dunkelraum des Instrumenttubus bzw. einer Okularmuschel umschlossen wird und sich während der Messung einer Fläche gegenüber sieht, die zur Ermittlung der Einstellung auf Verschwinden des Kontrastes schliesslich vollkommen abgedunkelt wird.
Schon beim ersten Ansetzen des Instrumentes an das Auge ändert dieses seine Empfindlichkeit sprungweise und steigert sie weiter bei fortschreitender Verfinsterung des Gesichtsfeldes. So konnte bei einem der neuesten optischen Belichtungsmesser festgestellt werden, dass sich nach 12 Sekunden Hindurehsehen durch das Instrument eine im Verhältnis von etwa 1/6 : 1 kürzere Belichtungszeit ergab, als im Moment des ersten Ansetzens ans Auge und die Erfahrung, die man ganz allgemein mit optischen Belichtungmessern macht, lehrt, dass man andere und andere Werte erhält, je nachdem, wie lange man zur Messung braucht.
Der beherrschende und wesentlich neue Gedanke vorliegender Erfindung besteht darin, dass nur ein Teil des gesamten Gesichtsfeldes das eigentliche"Abdunklungsfeld"bis zum Verschwinden des auf ihm enthaltenen Kontrastes abgedunkelt wird, während ein im allgemeinen dagegen grösserer Teil des Gesichtsfeldes, das "Adaptionsfeld" hell bleibt und dadurch die im Augenblick der Feststellung des Verschwinden des Kontrastes vorliegende Helligkeitsadaption bzw. Netzhautempfindlichkeit bestimmt.
Man misst also mit dem auf die Helligkeit des Adaptionsfeldes adaptierten Auge, so dass jede Messung mit einer bestimmten Augenempfindlichkeit vorgenommen wird.
Der Erfindungsgedanke in dieser allgemeinen Form ist ausserordentlich verschiedener technischer Ausgestaltung fähig. Das Gesichtsfeld kann sich ohne Anwendung eigentlicher Optik in deutlicher Sehweite befinden, so dass sich ein Messgerät ergibt, das auf direkte Durchsicht nach dem aufzunehmenden Bild gebaut ist, indem dafür gesorgt ist, dass von diesem in messbarer Weise abzudunkelnden Durchblick nur ein Teil der Netzhaut eingenommen wird, während ein dagegen möglichst grosser anderer Teil der Netzhaut Lichteindrücken ausgesetzt ist, die gegen den zu verdunkelnden Durchblick genügend hell sind, um der Adaption des Auges Halt zu geben und sie auf einen bestimmten Wert festzulegen. Oder aber das Gesichtsfeld kann unter Anwendung von Optik in ein Instrument eingeschlossen sein, wodurch sich im allgemeinen eine grössere masstechnische Genauigkeit erzielen lässt.
Der im Gesichtsfeld auf Verschwinden des Kontrastes abzudunkelnde Teil, das"Abdunklungs- feld"kann entweder das aufzunehmende Bild bzw. einen Ausschnitt dieses Bildes zeigen, oder es kann lediglich das zerstreute, am Messort auftreffende, etwa durch einen Tubus auf einen bestimmten Raumwinkel eingeengte Licht aufnehmen. Ein Gesichtsfeld der ersten Art zeigt schematisch Fig. 1, wo das auf dem mittleren Kreis 11 sichtbare Bild das durch irgendeine Vorrichtung (Irisblende, Lochblende, Keil usw.) abzudunkelnde Abdunklungsfeld die grössere äussere Ringfläche 12, aber das hellbleibende Adaptionsfeld darstellt.
Ein Gesichtsfeld der zweiten Art kann z. B. aussehen, wie in Fig. 2 gezeigt, wiederum bestehend aus der hellen Kreisfläche 12, die als"Adaptionsfeld"wirkt und einem kleinen Teil, dem kreisförmigen Verdunklmgsfeld 13, das durch irgendeine geeignete Vorrichtung messbar soweit abgedunkelt werden kann, dass das Feld 13 mit der lichtlosen Einfassung 14 zu einem dunklen Vollkreis zusammenfliesst.
Zwecks Verschärfung des Einstellkriteriums kann das Feld 13 auch aus zwei in ihrer Helligkeit nur ganz wenig verschiedenen Hälften gebildet werden und die Vorschrift dahin lauten, dass die dunklere Hälfte mit dem schwarzen Rand 14 zusammenfliessen, die andere nur wenig hellere Hälfte sich noch eben merklich von dem Rand 14 unterscheiden soll. Bekannt ist eine Verbesserung der Einstellschärfe dadurch, dass als Zeichen ein kleiner vor dem Feld 13 drehbarer lichtloser Zeiger verwendet wird usw.
Zur messbaren Abdunklung bis zum Verschwinden der Kontraste auf dem Abdunklungsfeld stehen technisch zwei Möglichkeiten offen. Das Abdunkelungsfeld kann entweder in feststehender Anordnung räumlich nebeneinander auf Teilen stufenförmig oder stetig abgedunkelt werden, in welchem Falle sich eine durch eine Einstellbewegung zu betätigende Lichtschwächungsvorrichtung erübrigt und lediglich die Stelle abzulesen ist, an der die betreffenden Kontraste verschwinden, oder aber es kann das einheitlich ausgebildete Abdunklungsfeld durch die Betätigung einer mechanisch einstellbaren Liehtschwächungs- vorrichtung (einstellbare Blende, beweglicher Teil u. dgl. ) als Ganzes abgedunkelt werden, in welchem Falle sich eine räumliche Unterteilung des Abdunklungsfeldes in sich erübrigt.
Eine beispielsweise Anordnung der ersten Art zeigt Fig. 3 im Schnitt. In einem Rohr 15 befindet sich ein Körper 16 von der Gestaltung eines Hohlzylinders, den eine Anzahl mit der Achse paralleler Kanäle 17 durchziehen. An der einen Seite des Hohlzylinders liegt die Bildmattscheibe 18 an, die durch das Okular 19 in deutlicher Sehweite gesehen wird. Das so gebildete Gesichtsfeld ist in Fig. 4 gesondert dargestellt. Auf der andern Seite liegt an dem Hohlkörper eine ebene ringförmige Metallplatte 20, vor
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der sich eine Milchglasscheibe 21 befindet. Die Scheibe 20 ist in Fig. 5 gesondert gezeichnet. Sie besitzt ein System von Löchern, die jeweils zentrisch vor den Mitten der Kanalbohrungen des Hohlkörpers angeordnet sind und allmählich kleiner und kleiner werden.
Sind die Löcher so klein geworden, dass bei Fortsetzung der Reihe nicht mehr genügend Genauigkeit gewährleistet werden kann, so kann die Reihe wiederholt werden, jedoch überlagert mit einem Graufilter 22, dessen Dichte so gewählt wird, dass die in die einzelnen Kanalbohrungen des Hohlzylinders eintretenden Liehtmengen über diese Stelle hinweg ungestört nach einem bestimmten Gesetz abnehmen. Das Gesichtsfeld zeigt somit eine von der Linie 2. 3 umschlossene zentrale helle Kreisfläche, die durch die Milehglasscheibe 21 und den Durchlass des Hohlkörpers hindurch aus der Richtung des Objekts volles Licht erhält, umgeben von einem Kranz von kleinen Feldern, deren Helligkeit allmählich abnimmt.
Das Auge wird auf die Helligkeit der zentralen Kreisfläche, das Adaptionsfeld, adaptiert und stellt dasjenige Feld fest, das noch eben einen kleinen Lichtschein hat. Die Nummer dieses Feldes wird von einer Rechenanordnung aufgenommen, die entweder gesondert beigegeben, oder in Form von Skalenringen auf dem äusseren Rohr angebracht, unter Mitberücksichtigung der Objektivöffnung des Apparates und der Plattenempfindliehkeit die Belichtungszeit ergibt. Gemessen wird der Mittelwert des Lichtes aus dem das aufzunehmende Objekt enthaltenden. zwischen den Linien 24 und 25 gelegenen Raumwinkel.
Es besteht grundsätzlich keine Schwierigkeit, den Hohlzylinder 16 mit den vorgeschalteten Lochreihen z. B. durch eine kreisförmige Platte zu ersetzen, die auf einer äusseren ringförmigen Zone stufenförmig oder stetig ansteigende Schwärzungen aufweist und deren zentrale Kreisfläche hell bleibt, doch besitzt diesen bekannteren Hilfsmitteln gegenüber die in den Fig. 3-5 wiedergegebene Anordnung den Vorzug, dass die Lochreihen technisch leicht herstellbar sind und im allgemeinen nur eine Graufilterauflage bestimmter Schwärzung benötigt wird, um den gewüschten grossen Messbereich zu erhalten.
Ob diese oder noch andere an sich mögliche technische Hilfsmittel zur Schaffung einer stufenförmigen oder stetigen Abdunklung auf dem Abdunklungsfeld zur Anwendung kommen, ist im Rahmen vorliegender Erfindung an sich belanglos, da es wesentlich auf das Vorhandensein eines hellen Adaptionsfeldes neben dem Abdunkelungsfeld ankommt.
Eine beispielsweise technische Ausführung eines Lichtmessers der zweiten Art, d. h. mit einstellbarer Lichtschwächungsvorrichtung zeigen die folgenden Figuren. Fig. 6 zeigt den vorderen Teil des Instrumentes im Schnitt. Das Hauptrohr 26 ist durch eine Platte 27, wie in Fig. 7 gesondert gezeichnet, vorn abgeschlossen, von deren kreisförmiger Öffnung 28 ein Rohr 29 nach dem Träger 30 geht, der seinerseits an der Bildmattscheibe 31 anliegt. Träger 30 und Mattscheibe 31 sind in einer Fassung 32 durch den Sprengring. 33 festgehalten. Über dem Hauptrohr 26 ist die Drehkappe. 34 drehbar angeordnet, die mit einer Ausdrehung an einen auf den vorderen Teil von 26 aufgepressten Ring 35 anstösst.
Dieser Ring besitzt eine Aussparung, in der ein in die Drehkappe eingesetzter Stift. 36 läuft und an den Rändern der Aussparung anschlagend die Drehbewegung der Drehkappe begrenzt.
Im vorderen Teil der Drehkappe befindet sich eine Ausdrehung, die unmittelbar vor der Abschlussscheibe 27 des Hauptrohres einen Absatz bildet, auf der zunächst die in Fig. 8 gesondert gezeichnete Scheibe 37 und dann die Milchglasscheibe 38 aufliegt, die beide durch den Sprengring 39 auf den Absatz aufgedrückt werden. Beide Scheiben 37 und 38 besitzen je eine kleine Aussparung, mit der sie in die Eindrückung 40 der Drehkappe einpassen und so an einer Drehung innerhalb der Kappe gehindert werden.
Der Träger 30 ist in Fig. 9 gesondert gezeichnet, aus der zu ersehen ist, dass er an der an der Matt- seheibe 31 anliegenden planen Seite ein Gesichtsfeld bildet, bestehend aus der durch das Rohrende von 29 umschlossenen kleinen Kreisfläehe 41, um die der Trägerstutzen einen dunklen Rand 42 bildet und einer grossen Fläche 43. Die grosse Fläche 43 ist das Adaptionsfeld.
Dieses wird dadurch beleuchtet, dass in der Abschlussplatte (Fig. 7) eine zentrale Öffnung 44 und Randpartien 45 ausgespart sind, vor denen sich gleiche Öffnungen 46 bzw. 47 der mit der Drehkappe 34 drehbaren Scheibe 37 (Fig. 8) befinden, so dass die Zutrittsfläche des Lichtes zu dem Adaptionsfeld von der Drehung der Drehkappe unabhängig ist und damit die Beleuchtungsstärke des Adaptionsfeldes 4. 3 proportional dem in die Drehkappe einfallenden, zu messenden Licht bleibt.
Die ringförmige Zone 48 der beweglichen Scheibe 37 (Fig. 8) bewegt sich vor der Eintrittsöffnung 28 der Abschlussplatte und ist besetzt von einer Lichtschwächungsanordnung, die in beliebiger Weise ausgebildet sein kann, z. B. bestehend aus einem ringförmigen Graukeil von allmählich und gesetzmässig stufenförmig oder stetig mit dem Winkel zunehmender Schwärzung oder aus einer Lochreihe allmählich kleiner werdenden Öffnungen, oder allmählich enger werdenden Schlitzen, indem wiederum wie bei Fig. 5 zur Erreichung eines möglichst grossen Bereiches mehrere derartige Lochreihen oder Schlitze wiederholt werden können, jedesmal aber belegt mit einem dichteren Graufilterstück.
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ist in den Fig. 11, 12, 13 dargestellt.
Fig. 11 stellt eine kreisförmige Platte von gleich ? !' Dimensionierung wie die Oberfläche der Platte 27 dar, jedoch mit dem Unterschied, dass sie statt der kreisförmigen Öffnung 28 eine solche von angenäherter Dreiecksform 55 besitzt. Diese Platte wird über der Platte 27, auf dieser aufliegend, mit dem Hauptrohr fest verbunden und schliesst dieses nach vorne ab.
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Fig. 12 dagegen zeigt eine andere Form der in Fig. 8 gezeichneten Platte, die statt der Scheibe 37 in die Drehkappe eingebaut ist, sich also vor der Abschlussscheibe der Fig. 11 dreht. Die Platte nach Fig. 12 besitzt an Stelle der Zone 48 nach Fig. 8 einen Schlitz 56, dessen innere Begrenzungslinie durch den Kreis 57, deren äussere Begrenzung aber durch eine sich diesem Kreis allmählich nähernde Spirallinie 58 gebildet wird.
Dreht man die Drehkappe des so ausgestatteten Instrumentes und damit die Platte 12 im Sinne des Pfeiles vor der Platte H vorbei, so wird sowohl die Höhe als auch die Breite der Dreiecksfigur 55 verringert, bis schliesslich bei Drehung bis zum äussersten Anschlag nur noch die untere Spitze des Dreiecks für den Lichtdurchtritt nach dem Abdunklungsfeld offen ist (s. Fig. 13).
Das wesentliche dieser Lichtschwächungsvorrichtung ist darin zu erblicken, dass die ausgeschnittene Figur sich in zwei Dimensionen ändert und so einen ausserordentlichen Abdunklungsbereich ergibt.
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Ist der Schlitz 56 z. B. so gebaut, dass der Schlitz bei Fortschreiten um je 60 auf die Hälfte enger wird, so ergibt sich für die Endstellung ungefähr eine Schlitzbreite von 0'2 mm und die in der Endstellung ausgeschnittene Figur hat somit den Flächeninhalt 0'5 x 0'2 x 0'2 = 0'02mu2, d. i. 1/""der Anfangs- öffnung. Die Vorrichtung gibt somit eine stetige Abdunklung jeweils im Verhältnis 2 : 1 bei Fortschreiten um je 30 . Sie besitzt den Vorzug eines sehr grossen Messbereiches bei äquidistanter Teilung und einfachster Herstellung durch die als Blockschnitte bekannten Präzisionsstanzwerkzeuge.
Welches dieser technischen Hilfsmitteln angewendet wird, ist für das Wesen der Erfindung an sich belanglos. Wesentlich ist nur, dass durch die Drehung der Drehkappe und damit der Scheibe 37 vor der Abschlussplatte 27 eine stufenförmige oder stetige gesetzmässige, vom Drehwinkel abhängige Abdunklung des durch das Rohr 29 zum Feld 41 gelangenden Lichtes bewirkt wird, während das Adaptionsfeld 43 bei dieser Drehung unbeeinflusst hell bleibt.
Das in den Tubus der Drehkappe vorn in das Instrument aus dem Raumwinkel des aufzunehmenden Objekts auftreffende Licht wird durch den durch den Drehwinkel der Drehkappe angezeigten Abdunklungsgrad gemessen, der notwendig ist, um das Abdunklungsfeld 41 so stark abzudunkeln, dass es mit dem umgehenden Rand 42 zu einem dunklen Vollkreis zusammenfliesst, wobei das Auge durch die Wirkung der grossen hellen Adaptionsfläche 4. 3 in einem ganz bestimmten Adaptionszustand festgehalten wird.
49 ist ein in das Rohr 29 eingebautes Filter, das den Zweck hat, den auf die photographische Platte besonders wirksamen Teil des Spektrums besonders zur Geltung zu bringen, damit auch Messungen bei Kunstlicht richtige Werte ergeben.
Fig. 10 zeigt das Äussere des Instrumentes, ausgebildet als photographischer Belichtungsmesser.
Das in Fig. 9 gezeichnete Gesichtsfeld wird durch das im Hauptrohr verschiebbare, eine Lupe enthaltende Okularrohr 50 scharf gesehen, wobei eine genau nach dem Auge gebildete Augenmuschel 51 seitlich und von hinten eindringendes Licht, das die Messung stören würde, abschirmt. Auf. der Skala 52 der Drehkappe sind direkt die Belichtungszeiten, auf dem daneben drehbaren Skalenring 53 die Objektivblenden des Aufnahmeapparates und auf dem auf dem Hauptrohr festen Ring 54 die Plattenempfindlichkeiten, z. B. in Grad Scheiner angegeben.
Zum Gebrauch stellt man den Pfeil des Ringes 53 auf die Scheinerempfindliehkeit des Ringes 54 und macht darauf die Einstellung durch Drehen der Drehkappe 52 bis zum Verschwinden des Abdunklungsfeldes und liest auf der Skala 52 die Belichtungszeit für jede auf Skala 53 vermerkte Blende ab, so dass nach Einstellung der Plattenempfindlichkeit tatsächlich nur eine einzige Drehbewegung auszuführen ist, um die Belichtungszeit sofort abzulesen.
Da bei einem Belichtungsmesser gemäss vorliegender Erfindung erstmalig jede Messung mit einer bestimmten, nämlich der durch Adaption auf das Adaptionsfeld gegebenen Netzhautempfindlichkeit stattfindet, so kann die Ableseskala 52der Drehkappe berechnet werden, wenn 1. der zum Drehwinkel gehörige jeweilige Abdunklungsgrad gegeben und 2. das Gesetz bekannt ist, mit dem sich die Augenempfindlichkeit mit dem Helligkeitswert des Adaptionsfeldes ändert.
Ist beispielsweise im theoretisch einfachsten Fall das Adaptionsfeld etwa durch eine eingebaute Glühlampe stets absolut konstant beleuchtet und wird dem Auge genügend Zeit gelassen, sich vor der Messung, unabhängig von der Aussenhelligkeit durch längeres Durchblicken durch das Instrument auf das so beleuchtete Adaptionsfeld einzustellen,
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scheidet jedoch wegen der langen Adaptionszeiten des Auges praktisch aus.
Für die praktische Ausbildung des Belichtungsmessers nach vorliegender Erfindung kommt deshalb vorwiegend der auch in den bisher besprochenen Ausführungsbeispielen vorausgesetzte Fall in Frage, dass das Adaptionsfeld durch das zu messende Licht selbst indirekt beleuchtet wird, dass also die Helligkeit h des Adaptionsfeldes im Innern des Instrumentes der Helligkeit H des vorn in den Tubus des Instrumentes einfallenden Lichtes proportional ist.
Eine besonders zu diesem Zweck angestellte Untersuchung hat für diesen allgemeinen Fall folgendes Gesetz festgestellt.
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schwinden zu bringen, im Verhältnis n : 1 also für die lOOfache Steigerung des zu messenden Lichtes nur im Verhältnis 10 : 1 stärker abzudunkeln, u. zw. deshalb, weil das Auge, auf die auf die n2 = 110fache Helligkeit des Adaptionsfeldes neu adaptiert, im Verhältnis 10 : 1 an Empfindlichkeit eingebüsst hat.
Daher gehört zu einem Abdunklungsverhältnis n der Abdunklungseinrichtung eine im Verhältnis n2 : 1 kleinere Belichtungszeit. Ist also bei einem solchen Instrument der gesamte Abdunklungsbereich der Lichtsehwächungsvorrichtung, z. B. 500 : 1, so ist der Bereich der dazu gehörigen Belichtungszeiten, bei gleicher Blende und Empfindlichkeit 5002 : 1, d. h. 250.000 : 1. Dieser Bereich wird dadurch noch erheblich grösser, nämlich 1,500. 000 : 1, weil die Platte durch den Schwarzschildeffekt für lange Belichtungszeiten verhältnismässig weniger empfindlich ist als für kurze, ein Faktor, der am besten ebenfalls gleich in die Skala der Drehkappe mithinein verrechnet wird.
Dieses Gesetz gilt, wie die Untersuchung gezeigt hat, in dem ganzen Bereich schwachen Tageslichtes bzw. künstlichem Reproduktionslicht bis zu derjenigen Grenze hellen Tageslichtes, bei der noch keine Überblendung des Auges stattfindet, nicht mehr aber z. B. für das nachtoffene Auge einerseits und für das über Schneefeldern überblendete Auge. Da Nachtaufnahmen praktisch nicht in Frage kommen, ist bei der Konstruktion des Belichtungsmessers lediglich dafür Sorge zu tragen, dass auch über Schneefeldern, im Hochgebirge usw., also bei den hellsten Aufnahmen, die in der Photographie vorkommen, im Innern des Instrumentes und damit auf dem Adaptionsfeld eine Helligkeit herrscht, bei der das Auge noch keine Überblendungserscheinungen zeigt.
Dies lässt sieh ohne weiteres durch richtige Dimensionierung der der Beleuchtung des Adaptionsfeldes dienenden Öffnungen 44, 45 bzw.
46,47 erreichen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Optischer Liehtmesser, insbesondere photographischer Belichtungsmesser, bei dem das Licht durch messbare Abdunklung eines Gesichtsfeldes bis zum Verschwinden von darin sichtbaren Kontrasten gemessen wird, dadurch gekennzeichnet, dass nur ein Teil des gesamten Gesichtsfeldes die abzudunkelnden Kontraste enthält, der ganze übrige Teil des Gesichtsfeldes aber als grosse helle Fläche ausgebildet ist, derart, dass das zu messende Auge durch Adaption auf diese helle Fläche auf einen bestimmten Empfindlichkeitswert gebracht und darin festgehalten wird.