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Einrichtung für elektrische Strassenbeleuchtung.
Im österr. Patente Nr. 108625 ist eine elektrische Lampe beschrieben, bei welcher die zur Beleuch- tung grösserer Flächen, z. B. Strassen u. dgl., wünschenswerte Breitstrahlung von elektrischen Lichtquellen sehr einfach durch eine rein lotrechte Anordnung des Leuchtfadens in der Glühlampe erzielt wird.
Die mit solchen Lampen aufgenommenen Lichtverteilungsdiagramme (Fig. 1) zeigen die Richtigkeit dieses Grundsatzes. Sie zeigen aber auch, dass mit der Lampe allein noch nicht alles getan bzw. die ihr eigentümliche Breitstrahlung noch in ebenfalls einfacher Weise steigerungsfähig ist.
Denn die nackte Lampe liefert zwar eine starke Strahlung in den für eine praktisch genügende Gleichmässigkeit der Beleuchtung wichtigen Raum um 75 ; die Strahlung ist von 60 bis 90 fast konstant maximal und erheblich stärker als in der Gegend unter der Lampe, also ohneweiters wunschgemäss.
Aber ein gleicher Teil der Lichtstrahlung liegt zwischen 90 und 120 . Diese und schon die annähernd waagrecht ausstrahlende Strahlung von etwa 800 an bedarf zur Ausnutzung in breitstrahlender Weise einer besonderen Vorkehrung. Bei dieser räumlichen Lage des zu beeinflussenden Strahlungsbereiches ist dessen Umlenkung in praktisch vollkommener Weise durch einen passend geformten Reflektor möglich, also durch ein ebenso einfaches wie billiges und dauerhaftes Mittel.
Die Form des breitstrahlenden Reflektors ist einerseits durch das Diagramm in Fig. 1, anderseits durch die schon angedeutete Notwendigkeit bestimmt, in den Raum bei 70-75 womöglich nahezu 9mal, bei 60 nahezu 4mal so viel Licht zu schaffen als bei 0 , also unter der Lampe.
Diesen Bedingungen entsprechen folgende drei Reflektoren : a) Glockenförmiger Reflektor nach Fig. 1, für dessen Form folgende Neigungswinkel der reflektierenden Fläche gegen die Lotrechte wesentlich sind :
EMI1.1
<tb>
<tb> im <SEP> Einfallsbereich <SEP> ein <SEP> Neigungs-daher <SEP> Reflexion
<tb> der <SEP> Strahlungszone <SEP> winkel <SEP> von <SEP> rund <SEP> in <SEP> die <SEP> Zone
<tb> um <SEP> 80 <SEP> um <SEP> 70
<tb> 900 <SEP> 100 <SEP> 700
<tb> 1000 <SEP> 150 <SEP> 700
<tb> 110 <SEP> 200 <SEP> 70
<tb> 1200 <SEP> 270 <SEP> 650
<tb> 1300 <SEP> 350 <SEP> 60
<tb> 1400 <SEP> 500 <SEP> 400
<tb> 1500 <SEP> 700 <SEP> 100
<tb>
EMI1.2
bis um 50 hinabreicht (Fig. 1, gestrichelt) ;
man erhält so, was zunächst paradox klingt, einen @abge- blendeten Breitstrahler", der allerdings infolge einiger Doppelreflexionen einen schlechteren Wirkungsgrad als die kürzere Glocke aber dafür Vorzüge des Tiefstrahlers besitzt.
EMI1.3
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EMI2.1
<tb>
<tb> im <SEP> Einfallsbereich <SEP> ein <SEP> N <SEP> eigungs- <SEP> daher <SEP> Reflexion
<tb> der <SEP> Strahlungszone <SEP> winkel <SEP> von <SEP> rund <SEP> in <SEP> die <SEP> Zone
<tb> um <SEP> 90 <SEP> 80 <SEP> um <SEP> 70
<tb> 100 -15 <SEP> 70
<tb> 1100 <SEP> 200 <SEP> 700
<tb> 120 <SEP> 35 <SEP> 700
<tb> 1300 <SEP> 35Q <SEP> 600
<tb> 1400 <SEP> 500 <SEP> 400
<tb> 1500 <SEP> 700 <SEP> 100
<tb>
EMI2.2
Reflektoren, für deren Form folgende Neigungswinkel der reflektiertenden Flächen gegen die Lotrechte wesentlich sind :
EMI2.3
<tb>
<tb> im <SEP> Eüifallsbereich <SEP> ein <SEP> N <SEP> eigungs- <SEP> daher <SEP> Reflexion
<tb> der <SEP> Strahlungszone <SEP> winkel <SEP> von <SEP> rund <SEP> in <SEP> die <SEP> Zone
<tb> um <SEP> 85 <SEP> R, <SEP> 77 <SEP> um <SEP> 71
<tb> 90 <SEP> R, <SEP> 80 <SEP> 70
<tb> 950 <SEP> R, <SEP> 12 <SEP> 71
<tb> 1000 <SEP> Ri <SEP> 850 <SEP> 700
<tb> 1100 <SEP> R, <SEP> 90 <SEP> 70
<tb> 1200 <SEP> R <SEP> 95 <SEP> 70
<tb> 1300 <SEP> Ri <SEP> 35 <SEP> 60
<tb> 1400 <SEP> R, <SEP> 500 <SEP> 400
<tb> 1500 <SEP> Ru <SEP> 700 <SEP> 100
<tb>
EMI2.4
sonstige Form unwesentlich ; man kann daher einzelne Zonen der Reflektorflächen radial in der Strahlungsrichtung verschieben, wodurch z.
B. die Glocke a), nach Fig. 1, eine oder mehrere Stufen erhält, oder der kuppelförmige Teil des Reflektors b), Fig. 2, sein Grössenverhältnis zum Tellerdurchmesser ändert und dabei auch gestuft werden kann.
Dasselbe gilt für Kombinationen der drei Typen miteinander.
Ferner kann sowohl am Teller-wie am Doppelreflektor noch eine weitere flach-konische Reflektorfläche (in Fig. 3 gestrichelt) angefügt werden, welche mit einer Neigung von 750 gegen die Lotrechte die Strahlungszone um 800 auf 700 umlenkt, wenn ein Zusammenhalten der Breitstrahlung auf 70 gewünscht wird.
Ausserdem können alle drei Typen mit den im österr. Patent Nr. 108625 beschriebenen seitlichen parallel zum lotrechten Leuchtfaden gestellten Reflektoren kombiniert werden.
Zur Erzeugung der reflektierenden Flächen können alle hiezu gebräuchlichen Stoffe wie Glasspiegel, Beinglas, Metallspiegel, polierte oder emaillierte Metalle usw. dienen.
Bei niedrig angebrachten Geleuehten und in allen sonstigen Fällen, wo besondere Vorkehrung gegen Blendung nötig ist, lässt sich an den beiden offenen Reflektoren b und c eine dafür zwar unwesentliche, jedoch in organischer Weise sich einfügende lichtstreuende Glasglocke anbringen, die zweckmässig zylindrisch oder leicht konisch geformt in der in Fig. 2 und 3 angedeuteten Weise angeordnet wird. Natürlich kann man eine ähnliche Wirkung auch durch mattierten der unteren Hälfte der Glühlampe bis in die Gegend von 60 bis 80 direkter Strahlung erreichen.
Aus den bisherigen Darlegungen geht hervor, dass auch bei der vorliegenden Beleuchtungseinrichtung die richtige Einstellung der Lampe zum Reflektor eine unerlässliche Voraussetzung für die richtige Lichtverteilung ist. Dazu geeignete Stellvorrichtungen gibt es schon eine ganze Reihe. Eine den Formen und Verhältnissen der hier beschriebenenBeleuchtungseinrichtung besonders angemessene Stellvorrichtung, welche exakte Einstellung innerhalb grossen Spielraumes mit sehr einfacher und gedrungener Bauart vereint, wird nachstehend angegeben.
Sie besteht nach Fig. 4 aus drei um zirka 1200 gegeneinander versetzten Führungsleisten, wovon zwei aus runden oder prismatischen Stäben bestehen oder auch in eine zylindrische Hülse oder Röhre nach innen längs eingepresste Sieken sein können ; zwei Führungsleisten (f) sind also fest ; hingegen ist die dritte f3 um einen Endpunkt e radial schwenkbar und kann mittels dieser Bewegung durch eine
Schraube oder Feder a oder Exzenter u. dgl. gegen eine zwischen den drei Führungsleisten verschiebbare zylindrische Hülse h gepresst werden. Dadurch wird diese Hülse h, welche die Lampenfassung trägt, gegen die zwei festen Führungsleisten f gedrückt und infolgedessen in jeder Höhenlage zentrisch axial ohne Wackeln festgehalten.
Hebt man den Andruck der beweglichen Leiste g auf, so erhält die Hülse A soviel Spielraum, dass sie auch bei einer Ungenauigkeit der Parallelführung, die bei solchen Gegenständen ohne erhebliche Verteuerung meist unvermeidlich ist, leicht verschiebbar bleibt.
Um einen Einfluss solcher
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Ungenauigkeit auch von der Feststellung der Hülse (h) fern zu halten und die Sicherheit und Gleichmässigkeit des Festhaltens in jeder Höhe zu verbürgen, drückt die bewegliche Führungsleiste f3 auf die Hülse h mittels einer auf dieser in Längsmitte angebrachten Erhöhung (Ringsegment, Siekensegment, Backe), b, wodurch auch bei etwas schiefer Lage der beweglichen Führungsleiste f"der Druck stets auf die Mitte der Hülse h erfolgt ; sie kann daher nie wackeln und wird stets zuverlässig festgehalten.
Die erwähnte Backe b kann gleichzeitig als Sicherung gegen Drehen der Hülse h (beim Einschrauben der Lampe) dienen, wenn man sie U-förmig um die bewegliche Führungsleiste f3 greifen lässt ; natürlich kann eine gleichartige Sicherung auch an anderer Stelle angebracht sein.
Durch eine weitere. nicht wesentliche aber infolge ihrer Einfachheit zweckmässige Vorkehrung kann man auch eine Divergenz oder Ungeradheit der zwei festen Führungsleisten f unschädlich machen, indem man nach Fig. 5 der Hülse h am oberen und unteren Ende durch eine halbrunde Sieke oder gleichartige Auflage s einen etwas grösseren, der Weite der Führung entsprechenden Durchmesser gibt, auf der Seite der beweglichen Führungsleiste g jedoch nicht ; die festen Führungsleisten f berühren in diesem Fall die Hülse h nur oben und unten, die bewegliches wie sonst nur in der Mitte, die Hülse h sitzt daher auch bei Divergenz aller drei Führungsleisten ohne zu wackeln.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung für elektrische Strassenbeleuchtung, dadurch gekennzeichnet, dass in Verbindung mit einer Glühlampe, bei welcher die Glühfäden parallel zur Lampenachse angeordnet sind, ein aus mehreren Stücken zusammengesetzter Reflektor verwendet wird, dessen Teilstücke zu der durch den Leuchtfaden gegebenen lotrechten Achse derartige Neigungswinkel aufweisen, dass die unter den Winkeln von 80 bis 1500 auftreffenden Strahlen in den Bereich der direkten Strahlen von 70 bis 100 reflektiert werden.