AT112862B - Fliehkraftreibungskupplung. - Google Patents

Fliehkraftreibungskupplung.

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AT112862B
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lever
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  • One-Way And Automatic Clutches, And Combinations Of Different Clutches (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



    Fliehkraft, reiblulgskllpplullg.   



   Unter den verschiedenen bekannten Reibungskupplungen nehmen die sogenannten SpreizringReibungskupplungen, deren Kupplungsring durch zwei oder mehrere einander gegenüberliegende Pressglieder radial und tangential auseinander gepresst wird, einen hervorragenden Platz ein. Sie haben den Nachteil, dass die Kupplung und Entkupplung zwischen dem treibenden und dem getriebenen Teil nicht selbsttätig erfolgt, sondern durch Hebel oder andere Vorrichtungen von aussen betätigt werden müssen. 
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 Kupplungselemente genau in dem Verhältnis steigt oder sinkt, wie die Umdrehungszahl des treibenden Teiles zu-oder abnimmt.

   Dadurch kommt es häufig vor, dass die   Einkupplung   entweder zu früh erfolgt und beim Abstellen die Kupplungselemente kleben bleiben oder aber, dass, wenn die Schleifbacken von entsprechenden Federn im Anfang zurückgehalten werden, um ein verfrühtes Einkuppeln zu vermeiden, schon bei geringer Überlastung oder bei wenig verminderter Umdrehungszahl des rotierenden Teiles leicht ein Gleiten eintreten kann. 



   Für viele Zwecke wirken diese angeführten Nachteile störend, weshalb von dem Einbau einer selbsttätigen Kupplung Abstand genommen wird, obwohl sie von wesentlichem Vorteil, wäre. So ist es beispielsweise zum stromstosslosen Anlassen von Elektromotoren (besonders Drehstrommotoren mit Kurzschlussanker) erforderlich, dass die Kupplung nicht eher voll wirksam werden kann, als der Stator die ganze Netzspannung erhält und damit sein volles Drehmoment entwickelt. 



   Es ist ferner von grosser Wichtigkeit, dass nach erfolgter Kupplung jedes Gleiten zwischen den treibenden und dem getriebenen Teil unmöglich ist und dass eine Entkupplung keinesfalls bei einem gewöhnlichen Nachlassen der Umdrehungszahl, wie es in jedem Betriebe häufig vorkommt, eintreten kann, sondern erst dann, wenn die Umdrehungszahl beträchtlich unter Normal gesunken ist und damit ein Entkuppeln wünschenswert ist. 



   Gegenstand der Erfindung ist eine   selbsttätige Reibungskupplung,   mit welcher diese Kupplungweise einwandfrei ermöglicht wird. 



   Erreicht wird dies gemäss der Erfindung dadurch, dass die Kupplungselemente (Spreizring, Schleif-   backen od. dgl. ) von gesonderten, unter Federn-oder Gewichtseinfluss stehenden Fliehkörpern mittelbar   oder unmittelbar derart beeinflusst werden, dass die Kupplungselemente für sich selbst zunächst nur eine Art Vorkupplung bewirken können und die endgültige Kupplung mit Hilfe der Fliehkörper erst dann erfolgt, wenn der treibende Teil eine vorher festgesetzte oder seine Normalumdrehungszahl erreicht hat, während das Entkuppeln erst dann eintritt, wenn die Umdrehungszahl beträchtlich gesunken ist. 



   Ausser den Kupplungselementen enthält die Kupplung Verriegelungsorgane, welche von gesonderten Fliehkörpern beeinflusst sind und jedes Gleiten des mitgenommenen Teiles der Kupplung verhindern. 



  Diese Verriegelungsorgane können zwangläufig erst nach vollständig erfolgter Einkupplung in Kraft treten und sich ebenfalls erst bei einem beträchtlichen Sinken der Umdrehungszahl selbsttätig losen. 



   In der Zeichnung ist beispielsweise eine Ausführungsform der Erfindung in eine Spreizringkupplung eingebaut dargestellt, an deren Stelle jedoch mit entsprechenden mechanischen   Änderungen   jede andere 

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 EMI2.1 
 zeigt einen Längsschnitt nach der Linie E-F in Fig. 2 und Fig. 4 ist ein Querschnitt nach der Linie G-H in Fig. 1. 



   Hiebei ist   rt   die Riemenscheibe, gegen deren Innenmantel der geteilte Kupplungsring b anliegt, welcher in bekannter Weise durch zwei oder mehrere einander gegenüberliegende Pressglieder   c,     d   auseinandergespreizt und damit gegen die Riemenscheibe angepresst wird. Auf der antreibenden Welle e sitzt aufgekeilt ein   Gusskörper   der gegenüber der   Kupplungsfläche   ein Kreuzstück g bildet. In zwei einander gegenüberliegenden   Armen dieses Kreuzstückes   sind die Pressglieder e, d radial verschiebbar angeordnet.

   Sie liegen auf das   Kreuzstück   in der Achsrichtung durchsetzenden doppelhebelartigen Fliehkörpern, die um Bolzen k drehbar sind und deren längerer Arm i am Ende zu den schweren Fliehgewichten k ausgestaltet ist, während der kürzere Arm   I   gegen eine federbeeinflusste, auf dem Körper f axial verschiebbare Bundscheibe   1n   anliegt. Die   Bundseheibe   steht unter dem Einfluss einer starken Schraubenfeder'n, welche sie fest gegen die Fliehgewichtshebel i,   I   anpresst. 



   In den beiden anderen einander gegenüberliegenden Armen des Kreuzstückes g sind die Dorne o radial verschiebbar gelagert, die seitlich zwischen dem Kupplungsring und den Fliehgewichten k angeordnet sind. Die zur Verriegelung dienenden Dorne stehen mit leichteren   Fliehkörpern   in gelenkiger Verbindung,, die um Bolzen p drehbar sind und deren längerer Arm q zu leichteren   Fliehgewichten l'   ausgebildet ist, während der kürzere Arm s gleichfalls gegen die federbeeinflusste Bundscheibe m anliegt. 



  BeihoherUmdrehungszahlkann die stirnseitige   Druckfläche   der Bundscheibe   ,   wie im Ausführungsbeispiel angegeben ist, vorteilhaft als eine zweifach gebrochene Winkelfläche ausgestattet sein, in der Weise, dass der äussere Teil eine flachere   Kegelfläche   t in bezug zur Waagrechten bildet, während der innere Teil als steilere   Kegelfläche   u ausgestaltet ist. Die Innenseite der Riemenscheibe a ist gegenüber den Verriegelungsdornen o mit einem oder mehreren zahnartigen Ausschnitten v versehen. 



   Die Wirkungsweise der Kupplung ist folgende : Bei Leerlauf dreht sich der innere Kupplungsteil 
 EMI2.2 
 gestrichelt eingezeichnete Stellung einnehmen, in welcher die   flache Kegelfläche t   der Bundscheibe   1n   gegen die Arme   I   und s der Fliehgewichte drückt. Hiebei schleift der zufolge seiner eigenen Fliehkraftwirkung und derjenigen der   Pressglieder c   und   d   gespreizte Kupplungsring bereits bremsend auf der 
 EMI2.3 
 die von den Fiiehgewichten k entwickelte Fliehkraft nicht, um die Bundscheibe m entgegengesetzt der Feder   n   vorzuschieben, so dass während dieser ganzen Zeit die Kupplungsfliehgewichte k in keiner Weise auf den Kupplungsring einwirken können.

   Erst wenn die   Normalumdrehungszahl erreicht ist, steigert sich   die Fliehkraftwirkung in dem   Masse,   dass die Fliehgewichte k langsam den Gegendruck der Bundscheibe m überwinden und nunmehr in die in Fig. 1 voll eingezeichnete Stellung kommen, in welcher sie einerseits 
 EMI2.4 
 des getriebenen Teilen bewirkt wird. 



   Beim Kuppeln sinkt naturgemäss durch das Mitnehmen der Lasten die Umdrehungszahl, um nach kurzer Zeit wieder auf die volle Höhe zu gelangen. Sowie dies der Fall ist, können die leichteren, vom Spreizring b unabhängigen Fliehkörper weiter ausschwingen, wodurch sie einerseits die Dorne o unter weiterem Vorschieben der Bundscheibe m in die Zähne v pressen und damit, die Kupplung verriegeln, 
 EMI2.5 
 von dem Gegendruck der Schraubenfeder n nunmehr vollständig entlasten. 



   Bei nicht zu stark sinkender Tourenzahl wird die Kupplung samt der Verriegelung keinesfalls wieder aufgehoben, da wie erläutert der Gegendruck der   Schraubenfeder n ausschliesslich nur   auf die beiden leichteren Fliehkrafthebel q, r, s wirkt und deren Winkelgrad im   Verhältnis zur Auflagefläche   an der Bundscheibe m in der Endstellung (wenn verriegelt) derart ist, dass die Bolzen p beinahe den ganzen nicht unbedeutenden Druck der Feder.   n   auffangen. 



   Sinkt jedoch die Umdrehungszahl in unzulässiger Weise, so lässt die Wirkung der leichteren Fliehkörper q, r, s derart nach, dass nunmehr die Feder n zur Wirkung kommt und die Bundscheibe m zurückdrückt, wodurch zuerst die Verriegelung und hienach der angetriebene Teil vom treibenden Teil entkuppelt wird. 



   Infolgedessen erfolgen Kupplung und Entkupplung   vollständig'selbsttätig,   u. zw. erstere in jenem Augenblick, in welchem der treibende Teil die normale   Umdrehungszahl   erreicht, während das Entkuppeln erst dann stattfindet, wenn die Umdrehungszahl ganz bedeutend,    z. B.   auf ein Drittel der normalen gesunken ist. 



   Erwähnt sei, dass an Stelle der gestuften Bundscheibe m auch bei nicht zu hoher Umdrehungszahl oder   leichterem     Fliehgewicht iir nur schwach   belastete Kupplungen eine Bundseheibe Verwendung 

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 finden kann, die keine gebrochene, sondern eine glatte   Kegeifläche   besitzt, deren Winkelgrad derjenigen Tourenzahl des antreibenden Teiles angepasst sein muss, bei der die Kupplung stattfinden soll. Ferner ist es auch ohne weiteres möglich, an Stelle der zwei Verriegelungsdorne o nur einen einzigen Verriegelungdorn vorzusehen, oder anstatt nur einen Kupplungsring und ein vierteiliges Kreuzstück zwei entweder zusammen oder nacheinander in Wirkung tretende Spreizringe mit einem sechsteiligen Kreuzstück zu verwenden. 



   Für besondere Fälle kann auch die Bundscheibe   m   mit einer gesondert und von aussen zu betätigenden Vorrichtung versehen sein, um durch Festhalten oder Freigeben der Bundscheibe die Wirkung der selbsttätigen Kupplung nach Belieben zu verhindern oder zu ermöglichen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Fliehkraft-Reibungskupplung, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplung in zwei oder mehrere zwangsläufig aufeinanderfolgende Vorgänge, u. zw. mindestens in eine Vorkupplung und in die eigentliche Kupplung zerfällt, wobei sowohl die Elemente der Vorkupplung, z. B. Spreizring, Schleifbacken od. dgl., als auch die Elemente der Hauptkupplung, z. B. Fliehgewichtshebel, vom antreibenden Teil, u. zw. die ersten schon bei geringerer Umdrehungszahl, die letztgenannten vorteilhaft erst bei normaler Umdrehungszahl des antreibenden Teiles oder kurz vorher in Tätigkeit gesetzt werden.

Claims (1)

  1. 2. Kupplung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorkupplungselemente so abgestimmt, z. B. in ihrem Gewicht so bemessen oder so angeordnet sind, dass das entwickelte Reibungsmoment nur einen Teil des Reibungsmomentes bei normaler Belastung beträgt, während die Hauptkupplungselemente, z. B. Fliehgewichtshebel, bei normaler Umlaufzahl ohne jeglichen Stoss, z. B. gegen Federwirkung freigegeben werden, um unmittelbar oder mittelbar auf die Vorkupplungselemente einzuwirken. EMI3.1 antreibenden Teil sowie der Umdrehungszahl abhängige Verriegelung oder starre Kupplung vorgesehen ist, die z. B. ebenfalls durch Fliehgewichtshebel betätigt wird.
    4. Kupplung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Verriegelung erst etwa bei Erreichung der vollen oder normalen Drehzahl des antreibenden Teiles in Wirkung tritt und erst ausgeschaltet wird, wenn die Drehzahl beträchtlich, z. B. unter 50% normaler Höhe gesunken ist, wobei zwangsläufig zuerst die Verriegelung und hierauf die Reibungskupplung in Ausgangsstellung gebracht wird.
    5. Kupplung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass mit auf einen Bremsring wirkenden Fliehgewichtshebeln an dem einen Kupplungsteil eine die kuppelnden Fliehgewichtshebel sperrende Vorrichtung durch dieselben Hebel unter dem Einfluss der Fliehkraft entgegen der Wirkung einer Gegenkraft (Feder od. dgl.) beiseite gedrückt wird, sobald der treibende Teil auf die gewünschte Drehzahl gekommen ist, und dass diese Sperrvorrichtung mit besonderen, auf den Kupplungsvorgang selbst nicht einwirkenden Fliehgewichtshebeln zusammenwirkt, die die Sperrvorrichtung in ihrer die Eindrückung der Kupplung freigebenden Stellung halten und damit die kuppelnden, auf den Bremsring wirkenden Fliehgewichtshebel entlasten.
    6. Kupplung nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die die kuppelnden Fliehgewichtshebel sperrende und mit den entlastenden Fliehgewichtshebeln zusammenwirkende Vorrichtung in einer in an sich bekannter Weise auf dem treibenden Teil axial verschiebbaren, unter Feder einfluss od. dgl. stehenden Bundscheibe (m) besteht.
AT112862D 1925-11-26 1926-10-08 Fliehkraftreibungskupplung. AT112862B (de)

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