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Wasserringpumpe, insbesondere zur Entlüftung von Kreiselpumpen.
Gegenstand des Stammpatentes Nr. 106153 ist eine Wasserringpumpe, insbesondere zur Ent- lüftung von Kreiselpumpen, bestehend aus einem absperrbaren Umlauf zwischen Luftpumpe und Kreisel- pumpe, durch den das von der Luftpumpe der Kreiselpumpe entnommene Kühlwasser wieder der Kreisel- pumpe zugeführt und mit dem Förderwasser vermischt wird. Fördert die Kreiselpumpe stark ver- unreinigtes, insbesondere sandhaltiges Wasser, so gelangt das verunreinigte Wasser naturgemäss auch in die Wasserringpumpe und verstopft vielfach die kleinen Arbeitsschlitze dieser Pumpe. Ausserdem erfolgt, besonders bei der Förderung von sandhaltigem Wasser, ein frühzeitiger Verschleiss des Wasser- ringpumpen-Laufrades, dessen Stirnwände mit geringstem Spiel an den Gehäusewandungen arbeiten.
Restlos beseitigt wird der geschilderte Missstand durch vorliegende Erfindung, gemäss welcher das Fördermittel der Kreiselpumpe vollständig von der Wasserringpumpe ferngehalten wird, so dass also auch keine Verunreinigungen in die Wasserringpumpe eintreten können und der Wasserringpumpe als
Kühlwasser nur Frischwasser zugeführt wird.
Auf der Zeichnung sind in den Fig. 1 und 2 zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes schematisch dargestellt.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 1 ist zwischen Wasserringpumpe und Kreiselpumpe 2 die Entlüftungsleitung 3 eingeschaltet, welche die Saugräume beider Pumpen miteinander verbindet. Die Auspuffleitung der Wasserringpumpe ist unter Einschaltung eines Dreiweghahnes 5 mit einer in die Kreiselpumpe 2 mündenden Umleitung 6 verbunden. Von der Auspuffleitung 4 zweigt ausserdem unter Einschaltung eines Dreiweghahnes 7 eine in einen Wasserbehälter 8 mündende Leitung 9 ab. In die Entlüftungsleitung 3 ist ein Zweiweghalm 10 eingeschaltet, von dem eine ebenfalls in den Wasserbehälter 8 mündende Leitung H ausgeht.
Beim Ansaugen ist die Kreiselpumpe 2 mit der Wasserringpumpe 1 durch die Entlüftungsleitung 3 verbunden. Die Entlüftung der Kreiselpumpe 2 erfolgt also in üblicher Weise durch die Wasserringpumpe 1. Während des Ansaugens ist die Auspuffleitung 4 der Wasserringpumpe 2 geöffnet, d. h. die beiden Leitungen 6, 9 sind von der Leitung 4 abgeschaltet.
Nach beendetem Ansaugen wird durch den Dreiweghahn 10 die Verbindung zwischen der Wasserringpumpe 1 und der Kreiselpumpe 2 unterbrochen und der Saugraum der Wasserringpumpe 1 durch die Leitung 11 mit dem Wasserbehälter 8 in Verbindung gebracht. Gleichzeitig erfolgt das Absperren der Auspuffleitung 4 der Wasserringpumpe- ? durch den Dreiweghahn 7 und die Verbindung der Auspuffleitung 4 mit der in den Wasserbehälter 8 mündenden Leitung 9. Nunmehr saugt die Wasserringpumpe 1 das erforderliche Kühlwasser aus dem Wasserbehälter 8 durch die Leitungen 11 an und stösst das angesaugte Wasser durch die Leitungen 4, 9 wieder in den Wasserbehälter 8 zurück.
Der besondere Wasserbehälter 8 ist nicht unbedingt erforderlich, das Kühlwasser kann auch unmittelbar durch den Zweiweghahn 10 einer Wasserleitung od. dgl. entnommen werden. Die Wasser- ringpumpe 1 stösst dieses Wasser entweder durch die Auspuffleitung. J. ins Freie oder nach Umstellung : Erstes Zusatzpatent Nr. 1117' !'i,
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des Dreiweghalmes 5 in die Kreiselpumpe 2 zurÜck. Die Umstellung der Hähne kann auch selbsttätig durch das von der Kreiselpumpe erzeugte Druckwasser erfolgen. Auch ist es möglich, die verschiedenen Hähne zu einem einzigen Mehrweghahn zu vereinigen.
Die Ausführungsform nach Fig. 2 entspricht der ersten Ausführungsform gemäss Fig. 1, abgesehen davon, dass die Entlüftungsleitung 3 mit einem U-förmigen Standrohr 12 unter Einschaltung eines Drei-
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der zum Saugraum der Wasserringpumpe j ! führt, und in diese Leitung ist, wie bei der ersten Ausführungform, der Dreiweghahn 10 eingeschaltet.
Das Standrohr 12 wird je nach Grösse der kleinsten sich einstellenden Saughöhe so hoch geführt, dass die grösste von der Wasserringpumpe erzeugte Luftleere die im Standrohr ansteigende Flüssigkeit nicht über den Scheitel des Standrohres heben kann. Damit ist ein sicheres Mittel gegeben, um ein Überfliessen des Fördermittels der Kreiselpumpe in die Wasserringpumpe zu verhindern, wenn die Umstellung durch den Zweiweghahn 10 nicht unmittelbar nach Beendigung der Saugperiode der Kreiselpumpe erfolgen sollte.
Das Fördermittel der Kreiselpumpe wird also vollständig von der Wasserringpumpe ferngehalten.
Die selbstansaugende Kreiselpumpe mit der Wasserringpumpe als Entlüftungspumpe kann nunmehr
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verwendet werden. Hiedurch ist das Verwendungsgebiet der selbstansaugenden Kreiselpumpe ganz erheblich erweitert.
Bei kleineren Kanalpumpenstationen wird die Kreiselpumpe mit senkrechter oder wagrechter Welle stets so aufgestellt, dass ihr das Wasser zufliesst. Dadurch sind teuere Ausschachtarbeiten und Fundamentarbeiten bedingt. Durch die Erfindung ist es ermöglicht, solche Pumpen über dem Wasserspiegel aufzustellen, ohne die Betriebssicherheit zu gefährden. Bei der Ausführungsform nach Fig. 2 erfolgt das Entlüften vollständig selbsttätig, ein Umstand, der von der allergrössten Bedeutung ist, da solche Kanalpumpwerke in Abhängigkeit vom Wasserspiegel meist selbsttätig angelassen werden müssen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Wasserringpumpe, insbesondere zur Entlüftung von Kreiselpumpen nach Patent Nr. 106153, dadurch gekennzeichnet, dass der Umlauf zwischen Kreiselpumpe (2) und Wasserringpumpe (1) auf der Saugseite der letzteren unter Zwischenschaltung eines Absperrorganes (10) mit einer Frischwasserleitung (n-in Verbindung steht, um als Kühlwasser für die Wasserringpumpe auch Frischwasser verwenden und das Fördermittel der Kreiselpumpe von der Wasserringpumpe fernhalten zu können.