AT112961B - Verfahren zur osmotischen Reinigung von unreinen Ätznatronlösungen. - Google Patents

Verfahren zur osmotischen Reinigung von unreinen Ätznatronlösungen.

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  Verfahren   zur osmotischen Rehigung   von unreinen Ätznatronlösungen. 



   Es sind bereits verschiedene Methoden zur Reinigung von Ätznatronlösungen, die von der Verarbeitung der Viskose stammen und organische Stoffe enthalten, vorgeschlagen worden, aber keine derselben konnte praktische Anwendung finden, einerseits wegen der Unvollkommenheiten, die sie aufweisen, anderseits wegen der hohen Kosten, die mit der   Ausführung   des Verfahrens und mit der Herstellung der notwendigen Apparate verbunden waren. 



   Da die Verunreinigungen dieser Ätznatronlösungen aus kolloidalen Stoffen bestehen, erscheint zur Reinigung die Anwendung der Osmose   zweckmässig,   weil sie es ermöglicht, durch die osmotisehen Membranen das Ätznatron aus dem Wasser auszuscheiden, während die Verunreinigungen in der Lösung   zurückbleiben.   Die praktische Anwendung dieses Prinzipes ist jedoch bis heute auf unüberwindliche Schwierigkeiten von zweierlei Art gestossen :
1. Beim Bau der Anlagen war es   praktisch unmöglich,   mit dem verwendeten schwachen Material genügend dichte Abteilungen zu schaffen. 



   2. Die Beschaffenheit der vorgeschlagenen Membranen, welche aus Pergamentpapier od. dgl. bestehen sollen, bot für kontinuierlichen Betrieb nicht ausreichende Festigkeit mit Sicherheit. 



   Diese Schwierigkeiten sind bei dem Verfahren, welches den Gegenstand der Erfindung bildet, überwunden worden durch die Anwendung besonderer Diaphragmen. Das Verfahren besteht darin, dass die Dialyse durch ein Diaphragma, bestehend aus Geweben aus Pflanzenfasern (Baumwolle, Flachs,   Leinen u. dgl. ) vor sich geht.   



   Diese Pflanzenfasern werden entweder im Naturzustande'angewendet, teils werden sie durch Alkalien verändert. 



   Die dialysierenden Membranen können zweckmässig nach jedem Verfahren hergestellt werden, welches sie durch Alkalien merzerisiert, die aus einer Lösung von Ätznatron bestehen. Diese Herstellung art gestattet in wirtschaftlicher Weise, Diaphragmen von höchster Festigkeit und grosser technischer   Vollkommenheit hervorzubringen. Als   Beispiel der Merzerisierung kann die folgende Behandlung dienen : Man taucht das Gewebe, welches dazu bestimmt ist als Diaphragma zu dienen, in eine starke Ätznatronlösung von z. B. 38   Be,   entsprechend einer Dichte von   1'360,   bei einer Temperatur von ungefähr   400 C   und belässt es darin ohne Spannung während 24 Stunden. 



   Das Gewebe kann aber auch im Naturzustand verwendet werden, denn wenn die Dialyse durch solches Gewebe erfolgt, so merzerisiert es sich nach kurzer Zeit von selbst, da die Säcke während des Verlaufes des osmotischen Prozesses ständig mit starker Ätznatronlösung in Berührung stehen. 



   Zur Anwendung dieses Verfahrens genügt es, in irgendwelcher Art und mit einer wie immer gebauten Vorrichtung das merzerisierte Gewebe als Trennungswand zweier Flüssigkeiten, von denen eine aus reinem Wasser besteht, die andere Natronablauge enthält, zu benutzen. Die Natronablaugen stammen aus der Verarbeitung der Viskose. 



   Durch die Membranen gehen die Ionen des Natriumhydroxydes in das reine Wasser über, so dass nach verhältnismässig kurzer Zeit das meiste oder ganze Natriumhydroxyd in das reine Wasser übergegangen ist. 



   Dieses Ergebnis kann noch besser dadurch erreicht werden, wenn man dafür Sorge trägt, dass die zu beiden Seiten der   dialysierenden Wände befindlichen Flüssigkeiten sich   in einander entgegengesetzter Richtung bewegen. 



   Dieses Verfahren lässt sich mit allen zur Dialyse bestimmten Vorrichtungen ausführen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur osmotischen Reinigung von unreinen Ätznatronlösungen, die von der Verarbeitung der Viskose stammen, sowie zur Reinigung von andern, kolloidale Stoffe enthaltenden Lösungen auf osmotischem Wege, dadurch gekennzeichnet, dass der Dialysator aus einem Diaphragma mit dialytischen Wänden besteht, welche aus Gewebe aus Pflanzenfasern hergestellt sind, die durch Alkalien im voraus merzerisiert werden. 

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Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Gewebe aus Pflanzenfasern, die als Diaphragma dienen, im Naturzustande angewandt sind, so dass die Merzerisierung durch das Natriumhydrat, welches in der zu reinigenden Ablauge enthalten ist, bewirkt wird. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT112961D 1926-01-29 1926-04-26 Verfahren zur osmotischen Reinigung von unreinen Ätznatronlösungen. AT112961B (de)

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