AT112967B - Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Kautschukwaren, insbesondere von Kautschukhohlkörpern aus Kautschukdispersionen. - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Kautschukwaren, insbesondere von Kautschukhohlkörpern aus Kautschukdispersionen.

Info

Publication number
AT112967B
AT112967B AT112967DA AT112967B AT 112967 B AT112967 B AT 112967B AT 112967D A AT112967D A AT 112967DA AT 112967 B AT112967 B AT 112967B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
rubber
cathode
mold
production
dispersions
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Anode Rubber Co Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Anode Rubber Co Ltd filed Critical Anode Rubber Co Ltd
Application granted granted Critical
Publication of AT112967B publication Critical patent/AT112967B/de

Links

Landscapes

  • Moulds For Moulding Plastics Or The Like (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Kautschukwaren, insbesondere von   Kautschukhohlkörpern   aus Kautschukdispersionen. 



   Bei der Herstellung von Kautsehukwaren durch elektrophoretisehes Niederschlagen des Kautschuks aus Kautschukdispersionen auf der Anode bzw. auf einer anodisch geschalteten Niederschlagsunterlage werden infolge der gleichzeitig mit der Kataphorese stattfindenden Elektrolyse an der Kathode Gase freigesetzt. Die von der Kathode losgelöste Gasblasen können zum   Kautsehukniedersehlag gelangen   und an diesen anhaftend die   Gleichmässigkeit   desselben beeinträchtigen. Obwohl es möglich ist, durch 
 EMI1.1 
 die an der Kathode entwickelten Gase von dem   Kautschukniedersehlage   fernzuhalten, kann diese Massnahme unter gewissen Umständen ungeeignet oder sogar   undnrehführbar   sein, insbesondere wenn es sich um die Herstellung von geschlossenen Kautschukhohlkörpern, z. B. von Luftreifen handelt. 



   Gemäss der Erfindung soll die kataphoretisehe Vorrichtung so ausgestaltet werden, dass die Gasentwicklung an der Kathode während der Kataphorese verhindert wird. Beispielsweise können in der Vorrichtung an der Kathode wirkende Mittel angewendet werden, welche die an der Kathode sonst entstehende Wasserstoffentwieklung unterdrücken. Dies   kann zweckmässig durch   oxydierend wirkende Depolarisationsmittel erfolgen. 



   Zu diesem Zwecke wird gemäss der Erfindung am zweckmässigsten eine Kathode verwendet, deren Oberfläche aus einem leicht reduzierbaren Metalloxyd, beispielsweise aus Bleisuperoxyd besteht, welches durch die an der Kathode sich entladenden Wasserstoffionen reduziert wird. Vorteilhaft besteht die Kathode aus Blei, dessen Oberfläche z. B. mittels der bekannten Sammlerbatterie-Formungsprozesse in Bleisuperoxyd umgewandelt wird. Nach Benutzung der Bleisuperoxydkathode wird dieselbe vor abermaliger Verwendung in einem geeigneten Bade als Anode geschaltet und dadurch wieder oxydierend polarisiert. 



   Ein Ausführungsbeispiel des Verfahrens ist an Hand der Zeichnung zur Herstellung von Luftreifen beschrieben. Fig. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel der zur Erzeugung des Luftreifens dienenden Vorrichtung im lotrechten Schnitt. Fig. 2 dieselbe im Grundriss. 
 EMI1.2 
 Futter, z. B. aus Zink. versehen ist. Die beiden Hälften   11 a   und   11 b   der Form sind in irgendeiner geeigneten Weise, z. B. durch Schrauben 17, lösbar miteinander verbunden. 1 ist die in die Form eingesetzte ringförmige Kathode, die bei 19 (Fig. 2) geschlitzt ist und einen Schaft 7 aufweist, der zur Befestigung der Kathode in der Form dient. Die Kathode besteht zweckmässig aus einem Eisenrohr, welches von aussen mit einer Bleischicht bekleidet ist.

   Die Bleischicht wird in der bei Sammlerbatterieplatten bekannten Weise formiert, so dass an ihrer Oberfläche eine poröse   Bleisuperoxydschieht   entsteht. 



  Die Kathode kann, um das Abbröckeln des formierten Überzuges zu verhüten, mit einer Schutzbekleidung aus irgendeinem flüssigkeitsdurchlässigen oder   halbdurchlässigen   Stoff, z. B. mit einem Gelatineüberzug versehen sein. Die   rohrförmige   Kathode ist   zweckmässig   an der dem Schafte 7 diametral gegenüberliegenden Stelle oder auch an mehreren Stellen mit Öffnungen 16 versehen. Der Schaft 7 der Kathode ist durch eine mit einem isolierenden Futter   ausgerüstete     Stopfbüchse   8 flüssigkeitsdieht in die Form eingesetzt 
 EMI1.3 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

   ausgerüstete Büchse 4 in gut zentrierter Lage an dem mit der einen Hälfte 11b der Form unverrückbar verbundenen Träger S befestigt werden.

   An der Stopfbüchse 8 ist ein im Bedarfsfalle verschliessbares Luftaustrittsrohr 9 angebracht. Die ganze Vorrichtung ist mittels des diametralen Trägers 10 und Bolzens 12 in das Gelenk 14 in einem Bock 15 an den wagrechten Zapfen 13 drehbar gelagert. 



  Die Arbeitsweise der Vorrichtung ist die folgende : Wenn die Form in der oben beschriebenen Weise zusammengestellt ist und sich in der wagrechten Stellung befindet, so wird durch die rohrförmige Kathode 1 Kautschukdispersion in die Form eingeführt. Dabei tritt die Kautschukdispersion durch die Öffnung 16 in die Form ein und die Luft durch das Rohr 9 aus der Form aus. Ist der Hohlraum der Form bis zur Mündungshöhe des Rohres 9 mit Kautschukdispersion angefüllt, so wird das Rohr 1 mittels der Klemme 3 an den negativen und die Form 11 mittels der Klemme 20 an den positiven Pol einer Stromquelle angeschlossen, so dass der Kautschuk an die Innenwand der Form 11 niedergeschlagen wird.

   Die Flüssigkeit kann auch während der Kataphorese fortlaufend durch die Form strömen und bei 9 abfliessen, wird aber zweckmässig so weit gedrosselt, dass nur die zur gleichmässigen Niederschlagsbildung erforderliehe Strömung aufrechterhalten wird. Durch geeignete Wahl des Metalles der Innenwand der Form 11, z. B. bei Verwendung von Zink und durch geeignete Zusammensetzung der Kautschukdispersion, kann man die Gasbildung an der Anode in bekannter Weise vermeiden. Die elektrophoretische Niederschlagung wird also in an und für sich bekannter Weise derart ausgeführt, dass an der Niedersehlagungsfläehe keine Gasbildung auftritt. Zu diesem Zwecke kann man statt der metallischen Niederschlagungsform, z.

   B. in der im Patent Nr. 101947 angegebenen Weise, eine Niedersehlagungsform aus porösem, nicht leitendem, wasserdurchlässigem Stoffe verwenden, die mit der leitenden Anode durch eine freie oder in einem nicht flüssigen Material aufgesogene Elektrolytschicht verbunden ist. Die an der Kathode 1 sich entladende Wasserstoffionen werden durch die Bleisuperoxydsehicht der Kathode gebunden, so dass im Innern des Hohlraumes der Form überhaupt keine Gase frei werden. 



  Ist ein entsprechend starker Niederschlag erzielt worden, so wird die Kautschuhflüssigkeitszuleitung vom Rohr 1 abgeschaltet und die Form um den Zapfen 13 in der Richtung des Pfeiles 21 um etwa 360" in die mit gebrochenen Linien gezeichnete Stellung gedreht, so dass die Stopfbüchse 8 mit dem Rohr 9 nach unten gekehrt ist. Durch das Rohr 9 wird nun aus der Form die Flüssigkeit bis zu wenigen Tropfen abgelassen. Es kann nunmehr das Rohr 1 an eine Heissluftleitung angeschlossen werden, so dass Heissluft durch Öffnung 16 der Kathode eintretend und durch das Rohr 9 austretend durch die Form strömt und den Kautschukniederschlag trocknet. Hierauf wird die Form zerlegt.

   Nach Lockern der Büchse 4 wird der Schaft 7 der Kathode freigegeben, worauf der durch den Niederschlag gebildete elastische Hohlreifen samt der im Innern desselben befindlichen'Kathode aus der Form herausgehoben werden kann. Der elastische ringförmige Schlauch kann von der Kathode abgestreift werden, was dadurch ermöglicht wird, dass der die Kathode bildende Ring bei 19 (Fig. 2) aufgeschlitzt ist. Der in dieser Weise hergestellte Schlauch kann in üblicher Weise vulkanisiert werden. 



  Selbstverständlich kann man das Verfahren nicht nur für die Herstellung von Hohlkörpern, sondern auch bei der Erzeugung anderer Waren, z. B. von fortlaufenden Kautschukbahnen oder bei der Imprägnierung von Geweben mit Kautschuk, etwa bei der in Fig. 5 der Patentschrift Nr. 101947 angegebenen Einrichtung, verwenden, bei welcher die von der Kathode nach oben steigenden Gasblasen die Gleichmässigkeit des Kautschukniederschlages beeinträchtigen könnten. 



  Unter dem Ausdruck Kautschukdispersionen werden sämtliche natürliche oder künstliche, mit Zusatzstoffen vermengte oder reine unvulkanisierte oder auch vulkanisierte Dispersionen von Kautschuk, Guttapercha, Balata od. dgl. verstanden. 



  PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung von Kautschukwaren, insbesondere von Eautschukhohlkorpern, aus Kautschukdispersionen durch elektrophoretisches Niederschlagen des Kautschuks auf anodisch geschaltete Unterlagen, dadurch gekennzeichnet, dass die Gasentwicklung an der Kathode durch depolarisierend wirkende Kathoden verhindert wird.

Claims (1)

  1. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1 zur Herstellung von Kautsehukhohlkörpern, dadurch gekennzeichnet, dass die Kautschukdispersion in den Hohlraum der zur Herstellung des Hohlkörpers dienenden hohlen Niederschlagungsformen eingebracht und im Hohlraum der Niederschlagungsform eine depolarisienld wirkende Kathode angewandt wird.
    3. Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb eines zerlegbaren und mit einer Einfüllöffnung versehenen, als anodische Niederschlagsunter- EMI2.1
AT112967D 1926-04-14 1927-01-29 Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Kautschukwaren, insbesondere von Kautschukhohlkörpern aus Kautschukdispersionen. AT112967B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE112967X 1926-04-14

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT112967B true AT112967B (de) 1929-04-25

Family

ID=5653147

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT112967D AT112967B (de) 1926-04-14 1927-01-29 Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Kautschukwaren, insbesondere von Kautschukhohlkörpern aus Kautschukdispersionen.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT112967B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE939416C (de) Verfahren zur galvanischen Erzeugung gleichmaessiger metallischer UEberzuege
AT112967B (de) Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Kautschukwaren, insbesondere von Kautschukhohlkörpern aus Kautschukdispersionen.
DE1496727B2 (de) Verfahren zur elektrolytischen behandlung der innen und aussenflaeche von rohren
DE503644C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Kautschukwaren, insbesondere von Kautschukhohlkoerpern, aus Kautschukdispersionen
AT133341B (de) Verfahren zur Gewinnung von Kautschuk aus Latex.
DE1077497B (de) Verfahren und Vorrichtung zum elektrolytischen Niederschlagen einer Metallschicht
DE551466C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Auskleiden von Rohren mit Kautschuk durch elektrische Niederschlagung
DE2531902C2 (de)
DE549219C (de) Verfahren zur Elektrophorese von mit Saeure umgeladenen waesserigen Kautschukdispersionen
DE1273805B (de) Tauchverfahren zur Herstellung von Gummiwaren
AT101947B (de) Verfahren und Vorrichtung zur unmittelbaren Herstellung von Kautschukartikeln jeder Art aus Kautschukmilch.
DE402443C (de) Vorrichtung zum Ausgiessen von Lagern mit Weissmetall
DE69006432T2 (de) Elektrotauchlackieranlage.
AT145830B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Veredelung von Kautschukerzeugnissen.
AT158315B (de) Geschützte Anode für elektrische Bleiakkumulatorenbatterien und Verfahren zu ihrer Herstellung.
AT136983B (de) Verfahren zur Herstellung von Tauchwaren aus wässerigen Dispersionen organischer Stoffe, insbesondere aus natürlichen oder künstlichen Kautschukdispersionen.
AT130214B (de) Siebgewebe mit Kautschuküberzug.
DE413038C (de) Verfahren und Vorrichtung zur unmittelbaren Herstellung von Kautschukplatten und geformten Stuecken aus Kautschukmilch
AT133909B (de) Verfahren zur unmittelbaren Herstellung von Artikeln aus Kautschuk und ähnlichen Stoffen.
DE606968C (de) Herstellung von mit Nickel oder Kobalt ueberzogenen Gusseisenschweissstaeben
DE743524C (de) Verfahren zum Reinigen von Chromelektrolyten
DE1496727C (de) Verfahren zur elektrolytischen Behandlung der Innen- und Außenfläche von Rohren
AT160842B (de) Verfahren zur Herstellung von Kautschukgegenständen.
AT120870B (de) Verfahren zur Herstellung von homogenen Kautschukniederschlägen auf elektrischem Wege aus wässerigen Kautschukdispersionen.
AT111542B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Erzeugung von Konzentraten oder Niederschlägen aus Dispersionen.